Tipp: Der verrückte Bergmann

Stage 4 Level 6Die Abenteuer um Willy dem Bergmann, gehören zu den beliebtesten Spielen für den ZX Spectrum. Die Spiele werden auf unzählige andere Systeme sowohl offiziell als auch inoffiziell portiert und kaum ein Computerbesitzer Anfang der 80er Jahre hat nicht Manic Miner oder Jet Set Willy gespielt.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.

30 Jahre Tatung Einstein

Der Tatung Einstein kam im Oktober 1984 auf den Markt. Er wurde im englischen Bradford von der taiwanischen Firma Tatung entwickelt und auch in England produziert. Die Hardware glich zwar der des MSX Standards, war aber nicht kompatibel dazu. Das Betriebssystem “Xtal” war CP/M-kompatibel und wurde zusammen mit einem BASIC-Interpreter ausgeliefert. Unüblich zur damaligen Zeit war die Möglichkeit den Rechner mit zwei 3″-Diskettenlaufwerken aufrüsten zu können.

Da der Rechner mit 499 GBP zu teuer war, hatte dieser keinen Erfolg mehr auf einem Markt, auf dem inzwischen leistungsfähigere Computer erhältlich waren.

Mehr zu dem Rechner und der Firma Tatung gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikimedia, CC-BY, Marcin Wichary

Eine weitere Videospielesammlung wird verkauft

Erst im Juni wurde auf GameGavel eine mit über 10.000 Spielen geradezu riesige Sammlung von Videospielen versteigert. Jetzt verkauft ein Sammler unter dem Pseudonym reel.big.fish (aka NintendoTwizer) seine Sammlung auf eBay. Insgesamt über 5700 Spiele, davon über 4000 von Nintendo, und über 50 Konsolen werden angeboten.

Wer die Sammlung erwerben möchte, muss allerdings über etwas Kleingeld verfügen: Der “Sofort-Kaufen” Preis liegt bei US$ 164.000 (ca. 129.000 EUR).

Bild: NintendoTwizer

Vor 35 Jahren erscheint die erste Tabellenkalkulation VisiCalc

Im Oktober 1979 wurde mit VisiCalc, die weltweit erste Tabellenkalkulation, von Personal Software für den Apple II auf den Markt gebracht. Programmiert wurde VisiCalc von Dan Bricklin und Bob Frankston unter dem Firmennamen Software Arts. Im Laufe der Zeit wurde es auf zahlreiche Systeme portiert, wie dem Apple III, Atari-Computer, Commodore PET, TRS-80 und IBM-kompatible PCs.

Aufgrund des großen Erfolgs nannte sich Personal Software 1982 in VisiCorp um und brachte im Dezember 1983 mit Visi On eine grafische Benutzeroberfläche für DOS heraus. Ein kostspieliger Prozess mit Software Arts führten zu steigenden Verlusten, so dass VisiCorp 1984 durch die Control Data Corporation aufgekauft wurde.

Mehr Informationen zu VisiCalc in der englischsprachigen Wikipedia.

Bild: Wikipedia, User Gorto (Public Domain)

30 Jahre Sinclair ZX Spectrum+

Am 2. Oktober 1984 erscheint der ZX Spectrum+, der über eine verbesserte Tastatur verfügt. Zwar sind jetzt die Tasten aus Plastik und es gibt zusätzliche Funktionstasten, aber unter dieser Tastatur findet man immer noch die gewohnte Tastaturfolie des Spectrum. Bis auf eine überarbeitete Platine ist er mit seinem Vorgänger technisch identisch. Erst im Februar 1985 erscheint mit dem ZX Spectrum 128 ein überarbeiteter ZX Spectrum.

Mehr zum ZX Spectrum gibt es in diesem Beitrag.

Vor 35 Jahren: Activision wird gegründet

1979 verließen Larry Kaplan, Alan Miller, Bob Whitehead und David Crane wegen der fehlenden Anerkennung, die Atari seinen Programmautoren zollte, das Unternehmen. Die Gruppe schloss einen Vertrag mit Jim Levy, einem früheren Geschäftsführer aus der Musikbranche. Mit einem Businessplan bewaffnet, der ein explosives Wachstum des Markts für Videospiele voraussagte, gründeten die vier Entwickler und Levy am 1. Oktober 1979 den ersten Dritthersteller für Videospiele.

Levy schlug den Firmennamen Activision vor, eine Kombination aus “Active Television”, das Regenbogenlogo und das einzigartige Verpackungsdesign. Mit an Bord war der Risikokapitalgeber Richard Muchmore. Mit knapp einer Million US-Dollar Risikokapital nahm das Startup in Mountain View, Kalifornien, seine Arbeit auf.

Mehr über Activision gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Activision Logo, (r) Activision

Bild des Tages: Quake für die ganze Familie

QuakeVor 18 Jahren, am 31. Mai 1996, wurde Quake als erster Vertreter der Quake-Serie und Nachfolger des Egoshooters Doom von id Software veröffentlicht. Quake setzte neue Maßstäbe in Bezug auf 3D-Technik, Modifizierbarkeit und Mehrspieler-Modus und wurde zum Vorbild für viele weitere 3D-Spiele. Durch die Möglichkeit, die Level zu modifizieren oder neue hinzuzufügen, entstanden zahlreiche neue Spielmodi. Aufgrund der Gewaltdarstellung wurde das Spiel in Deutschland indiziert und war nur noch “ab 18″ erhältlich. Ein Spiel für die ganze Familie!

Quake war in Deutschland bis November 2011 indiziert. Da die bei der Veröffentlichung der Spiele beanstandete Gewaltdarstellung in Anbetracht der “technisch veralteten Darstellungsweise” heute nicht mehr als jugendgefährdend einzustufen sei, nahm die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) den Egoshooter vom Index. Zuvor wurden schon Doom und Doom II vom Index gestrichen.

Bild: Werbung und Screenshot, id Software

Spacewar! als Browser-Game

Über mass:werk habe ich bereits im Februar berichtet. Damals ging es um zwei Google-Simulationen im Retro-Look.

mass:werk hat aber noch mehr zu bieten, z.B. einen Spacewar! Simulator. Dieser ist so perfekt, dass er nicht nur eine einzelne Spacewar! Version simuliert, sondern gleich neun verschiedene:

  • Spacewar! 3.1 (24 Sep. 1962, Standard Version)
  • Spacewar! 3.1 Big Ships Mod (24 Sep. 1962)
  • Spacewar! 4.1f (CHM Version, 2005-2008)
  • Spacewar! 4.2 (11 May 1963)
  • Spacewar! 4.3 (17 May 1963)
  • Spacewar! 4.8 (MIT-Spacewar!, 24 Jul. 1963)
  • Spacewar! 2B (2 Apr 1962)
  • Spacewar! 2X (April/May 1962)
  • Spacewar! 3.1

Zusätzlich gibt es ein weiteres PDP-1 Demo-Programm “Snowflake” und die o.g. Spacewar! Versionen noch einmal in einer speziellen hochauflösenden Variante.

Wer jetzt auch noch ein paar Erklärungen zur Funktionsweise von Spacewar! sucht, wird unter Inside Spacewar! fündig, und ein paar historische Informationen zu diesem frühen Spiel gibt es im 8Bit-Museum.de.

Bild: mass:werk

Vor 20 Jahren: Microsoft stellt seine erste Homepage online

20 Jahre ist es jetzt her, da stellte Microsoft 1994 seine erste Homepage online. In dieser Zeit gab es nur wenige Webseiten und die wenigen Personen, die Zugang zum Internet hatten – hauptsächlich Angehörige von Hochschulen und Forschungseinrichtungen – wählten sich meistens per Modem ein (1994 mit Geschwindigkeiten von 9600 bis maximal 28800 bps).

Die erste Microsoft Website setzte auf pures HTML. Ein einziges Bild, für damalige Verhältnisse regelrecht futuristisch, zierte die Hauptseite. Aufgrund der langsamen Datenverbindungen konnte die Website auch als reine Textseite betrachtet werden. Auch wenn dieses aus heutiger Sicht mehr als antiquiert wirkt, damals war es etwas besonderes überhaupt über eine Website zu verfügen.

Im seinem Blog veröffentlichte Microsoft nun einige Informationen und Bilder zu seinem ersten Webauftritt.

Bilder: Microsoft.com