Game-Boy-Emulator für iOS (iPhone und iPad) erhältlich

Die Beta-Version des Game-Boy-Emulators GBA4iOS 2.1 ist ab sofort erhältlich. Da Apple i.d.R. keine Emulatoren im App Store duldet (dieses Schicksal teilt auch M.A.M.E.), wählten die Entwickler einen etwas ungewöhnlichen Weg für eine Installation, die am App Store vorbei läuft: Über ein Enterprise-Zertifikat, welches i.d.R. von großen Unternehmen dazu benutzt wird Software zu installieren (aber auch für die Installation von Malware missbraucht werden kann), kann der Emulator auf iOS-Geräten installiert werden.

Die Installation wird direkt auf der Webseite des Entwicklers durchgeführt. Da die finale Version in ein paar Tagen erscheinen soll, wird die kostenlose Beta-Version vermutlich nicht mehr lange erhältlich sein. Vermutlich wird Apple das neue Enterprise-Zertifikat auch schnell wieder zurückziehen und so eine Installation verhindern. Über Cydia ist GBA4iOS zwar weiterhin erhältlich, wofür das Gerät aber über einen Jailbreak verfügen muss.

Auf verschiedenen Geräten mit iOS 8.1 und iOS 8.1.1 schlägt die Installation allerdings fehl. Hier verhindert Apple u.a. einen Trick mit dem ein zurückgezogenes Enterprise-Zertifikat durch Zurückstellen der Uhrzeit wieder für gültig erklärt werden konnte. Auf der Entwicklerwebsite gibt es dazu bereits einen Thread. Wer Mitglied im iOS Developer Program ist, kann sich den Sourcecode aber auch herunterladen, kompilieren und dann selbst installieren.

Bild: Entwickler

Webtipp: Die Wahrheit über Apples erstes Schaltnetzteil

Apple IIgs NetzteilIn der Steve Jobs Biografie von Walter Isaacson (aber auch in vielen anderen Berichten) gibt es einen Kommentar, dass Apple für den Apple II einen neuen Typ von Netzteil, das Schaltnetzteil, erfand. Ken Shirriff hat sich diesem Mythos angenommen und die Entwicklungsgeschichte des Schaltnetzteils in seinem Blog ausführlich aufbereitet.

Zwar entwickelte Apple ein spezielles Netzteil für den Apple II, ein Schaltnetzteil, das sehr kompakt und ohne Lüfter auskommen musste, aber es gab sie schon seit den späten 1960ern. Apples Netzteil war aber innovativ genug, dass sie ein Patent darauf erhielten.

Bild: Ken Shirriff

Weblink: www.righto.com

Bild des Tages: Unglaublich teuer…

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Ein PC für 124.990,- öS (ca. 17.700 DM, Inflationsbereinigt nach heutigem Maßstäben ca. 16.000 EUR)?

1985 gab es für diese Summe einen 80386@33MHz kompatiblen PC mit 2 MByte Arbeitsspeicher, 2 Diskettenlaufwerken und einer 40 MByte Festplatte. Der Monitor, ein EIZO 8060 S, kostete noch einmal knapp 1800 DM zusätzlich. Wer anstelle der monochromen Hercules-Grafik einen VGA-Adapter eingebaut haben wollte und dazu noch eine Festplatte mit knapp 700 MByte, musste dann auch gleich fast das Doppelte für den Rechner bezahlen.

Der ZX Spectrum als Lego Bausatz

Auf LEGO Ideas hat Fbsarts einen interessanten Vorschlag für einen neuen LEGO Bausatz gepostet: Den ZX Spectrum Minicomputer.

Wird ein solcher Vorschlag von mindestens 10.000 Personen unterstützt, prüft LEGO, ob er sich als Bausatz verwirklichen lässt und als neuer Bausatz infrage kommt. Leider schaffen es nur wenige Projekte so weit. Auch dieses Projekt hat mit 50 Personen bisher nur wenige Unterstützer, aber man kann auch noch fast ein Jahr lang dafür stimmen.

Link: ZX Spectrum Minicomputer

Bild: Fbsarts

Bild des Tages: Unglaublich schnell…

Wir schreiben das Jahr 1997. Die Welt der Online-User ist zweigeteilt: Die einen besitzen einen ISDN-Anschluss, der 64 kbit/s (durch Kanalbündelung 128 kbit/s, dann aber auch doppelt so teuer) erreicht, die anderen einen Analoganschluss. Wer an einer bereits digital arbeitenden Vermittlungsstelle angeschlossen ist, der kann ein Modem mit der neuen x2 Technologie (der Gegenspieler zu K56flex, bis V.90 zum Standard wird) einsetzen.

In der Werbung wirbt U.S. Robotics mit der unglaublich schnellen Geschwindigkeit, welche die x2 Technologie bietet:

Introducing the new x2TM Technology 56K modem from U.S. Robotics. The fastest modem ever created for regular phone lines, …

Verglichen mit den bis zu 200.000 kbit/s, die bereits bei einigen Kabelanbietern erhältlich sind, sehen aus heutiger Sicht die 56 kbit/s geradezu lächerlich aus.

Heute sind die schnellen 56K Modems fast ausgestorben und gehören zu den Produkten, die Jugendliche nicht mehr kennen.

Bild: U.S. Robotics

Webtipp: Internet Pinball Database

Internet Pinball DatabaseFlipper (engl. Pinball Machines) gab es schon lange, sehr lange, vor den ersten Videospielen. Mit dem Aufkommen der ersten Videospiele schwenken dann in den 1980er viele Flipper-Hersteller auf die elektronischen Spiele um und so verschwanden die einst häufig anzutreffenden Geräte immer mehr.

Die Internet Pinball Database hat sich zur Aufgabe gemacht Daten über die heute fast verschwundenen Geräte zu sammeln und bereits Informationen von über 5700 Flippern mit tausenden von Bildern zusammengetragen. Der älteste bisher verzeichnete Flipper stammte übrigens von 1871.

Bild: Internet Pinball Database

Weblink: www.ipdb.org

Und noch einmal: Neuer Rekordpreis für Apple I

Der Apple I hat sich zu einer wahren Goldgrube entwickelt: Im Juni 2012 wurde ein Apple I für US$ 374.500 verkauft, ein weiterer im Dezember 2012 für US$ 640.000, dann Mai 2013 einer für US$ 671.400 und im Juni 2013 für (nur) US$ 388.000.

Jetzt wurde vom Auktionshaus Bonhams mitgeteilt, dass ein Apple I für US$ 905.000 vom Henry Ford Museum ersteigert wurde. Erstbesitzer war John Barkley Anderson, bekannt als Gründer und erster Präsident der Apple-Benutzergruppe “Cincinnati AppleSiders”.

Mehr zum Apple I gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Bonhams

Tipp: Der verrückte Bergmann

Stage 4 Level 6Die Abenteuer um Willy dem Bergmann, gehören zu den beliebtesten Spielen für den ZX Spectrum. Die Spiele werden auf unzählige andere Systeme sowohl offiziell als auch inoffiziell portiert und kaum ein Computerbesitzer Anfang der 80er Jahre hat nicht Manic Miner oder Jet Set Willy gespielt.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.

30 Jahre Tatung Einstein

Der Tatung Einstein kam im Oktober 1984 auf den Markt. Er wurde im englischen Bradford von der taiwanischen Firma Tatung entwickelt und auch in England produziert. Die Hardware glich zwar der des MSX Standards, war aber nicht kompatibel dazu. Das Betriebssystem “Xtal” war CP/M-kompatibel und wurde zusammen mit einem BASIC-Interpreter ausgeliefert. Unüblich zur damaligen Zeit war die Möglichkeit den Rechner mit zwei 3″-Diskettenlaufwerken aufrüsten zu können.

Da der Rechner mit 499 GBP zu teuer war, hatte dieser keinen Erfolg mehr auf einem Markt, auf dem inzwischen leistungsfähigere Computer erhältlich waren.

Mehr zu dem Rechner und der Firma Tatung gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikimedia, CC-BY, Marcin Wichary