Bild des Tages: D122CFC

Der Baustein D122 wurde 1975 von der „Arbeitsstelle für Molekularelektronik Dresden“ gefertigt. Es handelt sich um einen 2-Kanal Leseverstärker für Ferritkernspeicher, der dem SN7522 entspricht. Wie bei den ersten integrierten Halbleiterschaltungen üblich – die DDR stellte 1971 die ersten eigenen ICs her – wurde er in einem Keramikgehäuse produziert.

Bild des Tages: Der Megachip U61000

Der 1 MBit DRAM – U61000 – wurde ab 1986 im VEB Mikroelektronik Dresden (ZMD) des VEB Carl Zeiss Jena in der ehemaligen DDR entwickelt. Ab 1990 sollte er serienmäßig gefertigt werden.

Technisch war der U61000 ein DRAM vom Typ 511000 und wurde in CMOS-Technologie mit 1,2 µm Strukturbreite hergestellt. Die ersten Muster wurden am 12. September 1988 an Erich Honecker übergeben. Für deren Entwicklung wurde das Kollektiv des Forschungszentrums 1988 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.

Auf der ZMD-Pilotlinie wurden 1988 rund 5.000 Muster des U61000 gefertigt. 1989 folgten weitere 30.000 ICs mit einer Ausbeute von nur bis zu 20%.

Das Bild oben zeigt ein IC vom März 1990 (Datecode A3).

Bild rechts: Bundesarchiv, Bild 183-1988-0912-400 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0

Bild des Tages: Software auf Schallplatten

In den frühen 1980er wurde Software zu einem großen Anteil auf normalen Audio-Kassetten ausgeliefert, teilweise auch als Beilage in Zeitschriften oder als Kassetten-Magazin. Weniger bekannt ist, dass in den Jahren zuvor Software auch auf Schallplatte ausgeliefert wurde.

Magazinen lagen meistens Flexi-Discs, also flexible Schallplatten aus Kunststoff, bei. Es gab aber auch Software, die auf Schallplatten verkauft wurde, wie z.B. The Thompson Twins Adventure für den ZX Spectrum. Der übliche Weg diese Programme in den Rechner zu bekommen war, die Schallplatte erst auf Kassette zu überspielen und dann das Programm mit einem Kassettenrekorder wie üblich einzulesen.

Video: Chris Sievey – Camouflage (on a real ZX81 and vinyl), TheRasteri, YouTube

Bild: „The Floppy ROM“, holger, classic-computing.de; Cover „The Thompson Twins Adventure“

Bild des Tages: Schicke Kleidung im Atari Club Shop

Anfang der 1980er war die Welt für Atari noch in Ordnung. Die Firma war weltweit bekannt für seine Videospiele und Heimcomputer. Das Atari VCS war die am meist verkaufte Videospielkonsole und die 8-Bit Heimcomputer verkauften sich recht gut.

Es gab sogar einen Atari Club mit eigenem Clubmagazin. In diesem wurden hauptsächlich neue Spiele und Peripherie vorgestellt. Aber für den echten Atari-Fan gab es im Clup Shop auch die passende Kleidung: T-Shirt, Sweatshirts, Regenjacken, Schweißbänder, es gab praktisch alles. Auch Teddy-Bären, Geldbörsen, Taschen und Fahnen gab es zu kaufen.

Mehr über zur Geschichte Ataris gibt es in diesem Beitrag.

Bild des Tages: Frauen in der Werbung

Während sich Fujitsu mit einem  besonders netten Verkäufer in der Werbung für den FM-X versuchte, setzten Toshiba und Hitachi auf Frauen. Toshiba setzt in der Werbung für den Pasopia IQ (Bild rechts) auf ein Model, nach etwas Suchen lässt sich rechts unten sogar ein Bild von dem Computer ausmachen. Hitachi gibt dem Schulmädchen (Bild links) zumindest den MB-H1 in die Hand. Es ist aber zweifelhaft, dass ein japanisches Schulmädchen die typische Zielgruppe für einen nach heutigen Maßstäben 2000 EUR teuren Computer war.

Mehr japanische Werbung gibt es in diesem Beitrag über MSX.

Bild des Tages: Radio Shacks erstes Smartphone von 1982

Auf Twitter postete der Journalist Harry McCracken ein Bild von Radio Shacks erstem Smartphone, das testweise für zwei Wochen gegen Ende 1982 in Fort Worth und Boston verkauft worden sei.

Zwar gab es zu dieser Zeit schon kleine Bildschirme, so z.B. von der Firma Sinclair Research Ltd, die mehrere kleine Mini-TVs verkaufte, aber die Technik hätte 1982 noch nicht ausgereicht ein solches Smartphone zu bauen. So bleibt es ein schöner Fake als „Bild des Tages“.

Bild: Harry McCracken

Bild des Tages: IBM Modell 350 Disk Storage Unit

IBM 305 RAMACDer IBM 305 RAMAC (random-access method of accounting and control), der am 13. September 1956 erstmals vorgestellt wurde, war der erste kommerziell erfolgreiche Computer, der über eine Festplatte als Speichereinheit verfügte. Er konnte bis zu zwei dieser Speichereinheiten des Modells 350 Disk Storage Unit ansteuern. Eine Festplatte konnte knapp 5 Mio. Zeichen á 7 Bit speichern, was umgerechnet ca. 4,3 MByte entspricht, und bestand aus 50 Platten, die in 50.000 Blöcke mit jeweils 100 Zeichen aufgeteilt waren. Die gesamte Konstruktion wog über eine Tonne.

Das Bild rechts zeigt den IBM 305 RAMAC mit einer „Festplatte“ vom Modell 350 in der Mitte.

Mehr über die Geschichte von IBM in diesem Beitrag.

Bild: IBM 305 RAMAC, Wikimedia, Foto von U. S. Army Red River Arsenal, Public Domain