Vor 35 Jahren in der DDR: Der Z1013 geht in Produktion

Der Z 1013 war ein in der DDR vom VEB Robotron-Elektronik in Riesa hergestellter Einplatinencomputer. Er war für den privaten Gebrauch und für Bildungseinrichtungen gedacht und basierte auf dem U880-Mikroprozessor, ein Nachbau des damals populären Z80 von Zilog.

Der Z 1013 bestand aus einer bestückten und getesteten Hauptplatine, einer Folientastatur und ausführlichen technischen Dokumentationen. Ein BASIC-Interpreter musste von Kassette nachgeladen werden oder konnte nach Anstecken eines Moduls verwendet werden.

Eine erste Serie von 150 Bausätzen wurde Dezember 1985 produziert. Diese konnte nach Vorbestellung im Fachgeschäft für Heimelektronik des VEB Robotron-Vertrieb Erfurt und in einem Ladengeschäft der volkseigenen Handelsorganisation (HO) in Riesa für 650 Mark erworben werden. Einem breiteren Publikum wurde der Einplatinencomputer offiziell erst auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1986 vorgestellt.

Mehr über den Z 1013 und Robotron gibt es in diesem Beitrag.

Bild des Tages: Harris 6508

Der Harris HM6508 ist ein CMOS RAM, organisiert in 1024 x 1 Bits. Hergestellt wurde dieser statische Speicher Mitte der 1970er Jahre von mehren Herstellern, wie z.B. Harris, Intersil, National Semiconductor u.a.

Für eine Reparatur eines Rechners bestellte ich einige dieser Chips, musste aber leider feststellen, dass keiner funktionierte und regelrecht „tot“ war. Da ich davon ausging, dass es sich um Fakes handelt, öffnete ich einen Chip, um mit das Die einmal anzusehen. Es war aber tatsächlich ein Original, was am Die leicht zu sehen ist, nur leider defekt.

Interessant ist die Tatsache, dass der Chip als Herstellungsdatum die 42KW im Jahr 1979 trägt, das Die aber das Jahr 1976 trägt. Hier wurde die Maske über mehrere Jahre vermutlich nicht verändert.

35 Jahre Microsoft Windows 1.0

Am 20. November 1985 begann die Auslieferung von Microsoft Windows 1.0. An der graphischen Benutzeroberfläche, die  von Bill Gates bereits am 10. November 1983 offiziell angekündigt wurde, hatten 24 Softwareentwickler drei Jahre lang gearbeitet.

Microsoft Windows 1.0 war kein eigenständiges Betriebssystem, sondern stellte eine graphische Oberfläche für das Betriebssystem MS-DOS dar, dessen Bedienung dadurch erleichtert werden sollte. Es fand aber bei den Anwendern kaum Anklang, da die notwendige Hardware, wie Maus, Farbgrafikkarte und Arbeitsspeicher, zur damaligen Zeit noch sehr teuer war. Auch fehlte Software, welche die neuen Features, wie Fenster und die Bedienung per Maus, auch nutzte.

Der Durchbruch der graphischen Oberfläche kam im März 1992 mit Microsoft Windows 3.1, aber erst mit Windows NT, das im Juli 1993 erschien, verabschiedete Microsoft sich von MS-DOS als zugrundeliegendem Betriebssystem.

Bild: Microsoft Corp.

Der Retro Chip Tester Pro testet MK4332

Der Retro Chip Tester Pro konnte schon eine ganze Weile den TMS4132 testen, einen Chip, der zwei 16k x 1 DRAM Module in einem Gehäuse enthält. Mit der aktuellen Firmware kann nun auch der im Apple III verwendete MK4332 getestet werden. Auch dieser Chip vereinigt zwei 16k x 1 DRAMs in einem Chip. Ganz so versteckt ist das Innenleben nicht, sehr gut sind die beiden auf den Keramikträger gelöteten Chips zu erkennen. Ken Shirriff hat sich den Chip einmal genauer angesehen. Einen ausführlichen Artikel dazu gibt es in seinem Blog.

Mehr über den Retro Chip Tester Pro gibt es hier.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.

Neue Firmware v.14 des Chip Testers unterstützt Intel 1702A

Die Firmware v.14 des Chip Testers Professional wurde heute veröffentlicht und sie bringt wieder viele neue Features. Die Highlights sind:

  • Es werden viele weitere neue alte RAMs unterstützt, u.a. 6561, 74F219, 74C910, 74C920, 74C921, 81C82, 81C84, Intel 2107.
  • Da gerade bei den 23xxx ROMs einige Hersteller eine sehr eigenwillige Belegung der Chip Select Signale verwenden, werden nun zusätzliche Kombinationen unterstützt.
  • Es wurde der March-U Test implementiert (als Ergänzung zum bereits vorhandenen March-Y Test).
  • Die interne CRC32 Datenbank kann durch eine externe Liste erweitert werden. So können auch spezielle ROMs erkannt werden.
  • Es ist möglich (mit Einschränkungen) auch eigene SRAMs und DRAMs zu definieren.
  • PALs können (mit Einschränkungen) ausgelesen werden.
  • Es werden weitere Logikbausteine unterstützt, u.a. 7430, 7472, 4007, 4085, 4097, 4508, 4585, 40147, 40160, 75451, 75452, 75453, 75454
  • Mit Hilfe eines Adapters kann der Inhalt des Intel 1702A EPROM bzw. Intel 1602A PROM ausgelesen werden.
  • ZIP-RAM und SIMM-/SIPP-Module können mit einen Adapter getestet werden.

Die Firmware v.14 steht zum Download bereit. Die Anleitung wurde entsprechend aktualisiert.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.

Bild des Tages: 2N2219

Der 2N2219 NPN-Bipolartransistor wird in einem TO-39 Gehäuse (8mm Durchmesser, 6mm Höhe) geliefert. Grund genug einmal nachzusehen, was sich da eigentlich im Gehäuse befindet.

Das Gehäuse ist praktisch leer. Nur in der Mitte findet man einen ca. 1mm2 großen Die mit dem NPN-Transistor.

MAME/MESS 0.226 veröffentlicht

Heute wurden eine neue Version des MAME (Multiple Arcade Machine Emulator) / MESS (Multiple Emulator Super System) veröffentlicht.

Auf der MAME Homepage stehen wie immer die Binaries zum Download bereit.

Active Sets 42891
·Parents 5672
·Clones 25012
·Others 12134
·BIOS 73

Active ROMs 315477
·Parents 54660
·Clones 184592
·Others 68190
·bad dumps 2817
·no dumps 4708
·verified dumps 0
·BIOS 510

Active CHDs 1089
·Parents 154
·Clones 251
·Others 376
·bad dumps 151
·no dumps 156
·verified dumps 0
·BIOS 1

Active Samples 18606
·Parents 432
·Clones 18019

Active Bytes 275gb