„Return to Castle Wolfenstein“ ist in Deutschland nicht mehr indiziert

24 Jahre nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2001 hat die Bundeszentrale fĂĽr Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ, frĂĽher BPjM) den Ego-Shooter „Return to Castle Wolfenstein“ am 24. Februar 2026 vom Index fĂĽr jugendgefährdende Medien gestrichen. Die Entscheidung wurde im Bundesanzeiger vom 30. März 2026 veröffentlicht. Betroffen sind sowohl die geschnittene deutsche PC-Fassung als auch die internationalen Versionen sowie die Konsolenerweiterungen „Tides of War“ und „Operation Resurrection“.

Die Indizierung erfolgte ursprĂĽnglich 2002 vor allem wegen des hohen Gewaltgrads. In Deutschland erschien das Spiel damals in einer zensierten Version ohne nationalsozialistische Symbole wie Hakenkreuze, da diese in Videospielen lange Zeit strikt verboten waren. Nun wurde der Titel vollständig von der Index-Liste genommen – und das ein Jahr frĂĽher als ĂĽblich. Normalerweise werden indizierte Medien nach 25 Jahren automatisch von der Liste gestrichen, sofern keine Folgeindizierung beantragt wird. „Return to Castle Wolfenstein“ wäre demnach erst 2027 automatisch freigegeben worden.

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Tipp: Zwei Superstars

Stage 2 Level 4Videospiele sind fast ĂĽberall, aber die Spieler sind es Leid anonyme Piloten gegen Aliens zu befehligen. Zwei japanische Spieledesigner geben den Videospielen ein neues Gesicht.

Puckman ist in Japan ein absoluter Hit und verursacht wie zuvor Space Invaders eine Münzknappheit als zehntausende von diesen Automaten aufgestellt werden. Nachdem der Name in Pac Man geändert wurde, veröffentlicht Bally/Midway das Spiel auch in Nord-Amerika.

Zum Artikel: Arcade Spiele – Zwei Superstars

Vor 40 Jahren: Das PC/XT Keyboard „Model M“

Im April 1986 erschien das PC/XT Keyboard „Model M“. Die Tastatur wurde von IBM millionenfach hergestellt und dĂĽrfte einer der bekanntesten Tastaturen ĂĽberhaupt sein. Das Tastaturlayout „Enhanced Personal Computer Keyboard“ ist eine Weiterentwicklung des 84-Tasten Designs des „Model F (AT)“ und dem IBM 122-Tasten Terminal Design.

Die meisten Tastaturen des „Model M“ verwenden Knickfedern, die der Tastatur einen präzisen Druckpunkt verpassen und fĂĽr das typische Schreibgeräusch verantwortlich sind. Das „Model M“ ist so robust, dass sie auch nach 40 Jahren noch häufig im Einsatz ist.

 

ZurĂĽck ins Jahr 1972: Der Klassiker PONG als Replik

Anfang 2021 konnte ich bereits eine PONG Replik aufbauen. Das Board kommt dem Original schon sehr nahe, aber es gibt zwei kleinere Abweichungen, die zwar funktional keine Auswirkungen haben, jedoch dem Kenner auffallen, wie z.B. der Schriftzug „TESUJI“ rechts neben dem „PONG / SYZYGY“-Logo und ein etwas versetzter 74107 auf der Position A2.

Ein Beitrag auf Reddit, der eine weitere Replik zeigte, machte mich neugierig und ich nahm mit dem Entwickler Kontakt auf. Es stellte sich heraus, dass er mir nicht ganz unbekannt war, er war schon seit einiger Zeit Besitzer eines Retro Chip Testers und nutzte diesen, um u.a. die Logikbausteine des Boards zu testen.

Gerhard Höflmeier, der Entwickler der Replik, war schon immer von PONG fasziniert. Ein Videospiel, das vollständig aus Logik-ICs der 74xx-Serie besteht. Ohne Prozessor, Speicher oder Software. Er setzte sich das Ziel eine PONG-Konsole möglichst originalgetreu nachzubauen. Hierzu rekonstruierte er die ursprüngliche Platine anhand von Fotos und einer Vorlage, in derselben Größe und mit demselben Layout. Alle Leiterbahnen wurden einzeln neu gezeichnet. Das Ergebnis postete er in einem kurzem Video und löste so eine ungeahnte Nachfrage an dem Board aus.

Aktuell sind noch einige Platinen verfügbar und teilweise sind auch noch Bauteile vorhanden, so dass ein Bausatz erworben werden kann. Interessenten können sich per E-Mail an Gerhard wenden.

Link: Beitrag #1 auf Reddit, Beitrag #2 auf Reddit

50 Jahre Apple im Oldenburger Computer-Museum

50 Jahre Apple – Vom Garagenprojekt zur globalen Kultmarke

Im Jahr 1976 gründen Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne die Firma Apple Computer. Ihre Idee ist ebenso einfach wie radikal: Computer sollen nicht länger abstrakte Maschinen für Spezialist*innen sein, sondern persönliche Werkzeuge für alle. Fünfzig Jahre später ist Apple nicht nur eines der einflussreichsten Technologieunternehmen der Welt. Apple prägt unsere Alltags‑, Medien‑ und Designkultur.

Das Oldenburger Computer-Museum wĂĽrdigt diese Erfolge mit einer groĂźen Sonderausstellung 2026.

Diese Ausstellung zeichnet die Entwicklung Apples von den frühen Experimenten in einer kalifornischen Garage bis hin zu einem global agierenden Unternehmen nach, dessen Produkte Arbeit, Kommunikation, Musik, Fotografie und Wahrnehmung nachhaltig verändert haben. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht allein Geräte vom Apple I bis zum iPhone, sondern auch die Ideen, Haltungen und gestalterischen Prinzipien, die sie hervorgebracht haben.

 

Eröffnung am 04.04.2026 um 16:00 Uhr.

Die Veranstaltung ist öffentlich, keine Anmeldung erforderlich.

 

Dauer: April bis September 2026

Ă–ffentliche FĂĽhrungen: jeden Freitag von 17-19 Uhr ab dem 17. April 2026. Diese mĂĽssen hier gebucht werden

 

Veranstaltungen

„Apple-Talks“ jeden zweiten Mittwoch von 18-20 Uhr ab dem 15. April 2026. Keine Anmeldung erforderlich.

 

Bild und Text: OCM

Link: Sonderausstellung 2026

 

45 Jahre Sinclair ZX81

Der ZX81 wird am 5. März 1981 vorgestellt. Die Hardware wurde von Sinclairs Chefingenieur Jim Westwood entwickelt. Bestand der ZX80 noch aus vielen Logikchips, beinhaltet der ZX81 nun einen neuen Chip, der von Sinclair Research entworfen und von Ferranti produziert wird: Die ULA (Universal Logical Unit). Der neue Chip ersetzt 18 Chips im ZX80 und der Preis sinkt so auf £69,95 bzw £49,95 als Bausatz. Auch der ZX81 verfügt wieder über nur 1 KByte Arbeitsspeicher. Zwar gibt es ein 16 KByte Erweiterungsmodul, aber dieses wird für viele Anwender zum Ärgernis: Wird der Computer nur leicht bewegt, kann es zu Störungen an der Kontaktierung kommen, was den Computer abstürzen lässt.

David Tebbutt schreibt ein sehr positives Review über den ZX81 in der Personal Computer World und so wird der ZX81 zum Verkaufsschlager. Bis Januar 1982 werden 300.000 ZX81 weltweit verkauft; im Februar sind bereits 500.000 hergestellt. Mitte 1982 bekommt Timex die Lizenz Clones für den amerikanischen Markt zu bauen. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Hunderte von Firmen produzieren Programme, Bücher, Speichererweiterungen, Drucker, Soundgeneratoren und Keyboards für den kleinen Sinclair. Der Rechner ist so erfolgreich, dass Sinclair regelrecht Lastwagen voll davon verkauft. WHSmith, Großbritanniens führende Bücher- und Zeitschriftenkette, ist an dem Erfolg nicht unbeteiligt: WHSmith verkauft den ZX81 in seinen Shops und erreicht so viel mehr potentielle Kunden, als es Anzeigen in Zeitschriften geschafft hätten.

Mehr ĂĽber Sinclair und den ZX81 gibt es in diesem Beitrag.

Bild: ZX81, Wikimedia, CC-BY-SA, Evan-Amos