Eine Dokumentation von 1953 über die Transistor-Technologie und deren Auswirkung

Dieser Dokumentarfilm entstand zwischen der Erfindung des Transistors 1947 in den Bell Labs und der Verleihung des Nobelpreises für Physik an dessen Erfinder im Jahr 1956. Es wird weniger die Entwicklung betrachtet, als die erwarteten Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Video: The Transistor: a 1953 documentary, anticipating its coming impact on technology, AT&T Tech Channel, YouTube

Auch wenn es in dieser Dokumenation nicht primär um Heimcomputer oder Videospiele geht, sehenswert ist er auf jeden Fall. Ideen zu einem iPod… sorry, dem „Dick Tracy“ Radio, (7:43) gab es schon damals.

Vor 75 Jahren: Der ENIAC wird der Öffentlichkeit vorgestellt

Der ENIAC (Electrical Numerical Integrator And Calculator) wurde im Auftrag der US-Armee von J. Presper Eckert und John W. Mauchly an der University of Pennsylvania ab 1942 entwickelt. In der New York Times berichtete dann am 14. Februar 1946 der Reporter T.R. Kennedy jr. über den bis dato geheim gehaltenen Computer.

1946 gründeten Eckert und Mauchly die Eckert-Mauchly Computer Corporation, die später von Remington Rand übernommen wurde. Sie meldeten 1947 ein Patent an, dessen Gültigkeit nach langjährigen Gerichtsverfahren für ungültig erklärt wurde. Mauchly hatte 1941 den Atanasoff-Berry-Computer (ABC) studieren können und sich von diesem für den ENIAC zumindest inspirieren lassen. Dadurch sah das Gericht den ENIAC als abgeleitetes Werk an und der Ruhm für  die Erfindung des ersten elektronischen Rechners ging an Atanasoff über.

Nach einem Umzug von Philadelphia nach Aberdeen im Jahre 1947, verrichtete der ENIAC im  Ballistic Research Lab seinen Dienst und wurde erst am 2. Oktober 1955 abgeschaltet. Seit November 2014 kann im Field Artillery Museum der US-Army der ENIAC wieder besichtigt werden.

Bild: ENIAC (US Army)

Und wieder einmal: Ein Apple I wird angeboten – für 1,5 Millionen US-Dollar

Wieder einmal steht ein Apple I (01-0079) zum Verkauf. Diesmal wird er bei eBay für 1,5 Millionen US-Dollar (ca. 1.250.000 EUR) angeboten.

Der Apple I ist funktionsfähig und wird stilecht in einem Holzgehäuse, welches von Apples Handelspartner Byte Shop stammte, geliefert. Der nun jetzt aufgerufene Preis dürfte einen neuen Rekord darstellen und dabei war der Apple I im Jahr 1999 sogar noch recht günstig zu bekommen: Nur 50.000 US-Dollar erzielte ein Gerät damals. 2012 musste man schon schlappe 375.000 US-Dollar auf den Tisch legen.

Eine Übersicht über alle bekannten Apple I gibt die Apple I Registry.

Bild: Apple I, eBay, Krishna B. Blake

HNF: Online-Vortrag – Das letzte Original – Auf den Spuren der Rechenmaschine von Leibniz

Am 23.02.2021 veranstaltet das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) einen Online Vortrag unter dem Titel „Das letzte Original – Auf den Spuren der Rechenmaschine von Leibniz“. Beginn ist 19:00 Uhr. Dozentin ist Dr. Ariane Walsdorf von der Leibniz Universität Hannover.

Der Vortrag beleuchtet, welchen Kraftakt es einst kostete, die erste Vier-Spezies-Rechenmaschine zu bauen, deren Funktionsprinzip bis zum Ende des Zeitalters der mechanischen Rechenmaschinen Verwendung fand.

Als der junge Leibniz 1671 nach Paris kam, hatte er bereits die Idee für eine kühne Erfindung im Kopf: eine Maschine, die kinderleicht und vollautomatisch jegliche Rechnung ausführen kann. Er nannte sie ‚machina arithmetica‘. Keine der bekannten Maschinen war in der Lage, alle vier Grundrechenarten mechanisch zu rechnen. Doch was Leibniz in der Theorie schnell ersonnen hatte, stellte ihn in der Herstellung vor große Schwierigkeiten. Der entscheidende Brückenschlag von der Idee zur Verwirklichung gelang vor allem mithilfe der Uhrentechnik. Jedes der 650 Teile in Leibniz‘ Maschine war mit der Hand gefeilt und bearbeitet worden.

Beginn: Dienstag, 23.02.2021 um 19:00 Uhr

Hier geht es zum Live-Stream

Bild: Rechenmachine von Leibniz, HNF