Retro: 5 Mini-Consolen für Nostalgiker

Nintendo

Nintendo Classic Mini

Seit 2016 gibt es die Nintendo Classic Mini von Nintendo. Zwar war diese nicht die erste Mini Console, aber eine der bisher erfolgreichsten. Anfangs war diese knapp 70 EUR teure Konsole innerhalb von wenigen Stunden bei Amazon ausverkauft und Drittanbieter riefen Preise von über 250 EUR auf. Inzwischen hat sich der Ansturm auf die Konsole gelegt und man bekommt diese teiweise mit unter 55 EUR recht günstig.

Die Mini-Konsole wird mit einem Controller ausgeliefert und es werden 30 eingebaute Spiele mitgeliefert. Vorsicht bei Nachbauten, die im Internet haufenweise angeboten werden. Sie sollen angeblich hunderte von Spielen enthalten, hierbei handelt es sich aber meinstens um lieblose Klone, die mit den Originalspielen nichts zu tun haben. Zudem taugt die Hardware i.d.R. nicht besonders viel.

Super Nintendo Classic Mini

Ein Jahr nach der Nintendo Classic Mini erschien das Super Nintendo Classic Mini. Wie schon bei der NES Classic Mini war auch hier der Ansturm anfangs recht hoch, aber auch diese Konsole ist inzwischen für unter 80 EUR wieder gut erhältlich. Der Mini-Konsole liegen zwei Controller bei und es sind 21 Spiele fest installiert.

Technisch sind beide Classic Minis quasi identisch. So identisch, dass man aus einer Classic Mini eine Super Classic Mini machen kann und umgekehrt. Auch die Firmware der japanischen Ausgabe, der Famicom, kann aufgespielt werden. Auf Github findet man mit hakchi2 ein passendes Tool, welches es zudem erlaubt Homebrew-Software, also eigene Spiele, auf der Konsole zu installieren.

Sega

Nicht nur von Nintendo gibt es Retro-Konsolen, auch Sega ist mit entsprechenden Geräten auf dem Markt vertreten. Allerdings werden die Konsolen nicht von Sega selbst gebaut, sondern von Lizenznehmern, wie AT Games. Alle Konsolen gibt es in verschiedenen Versionen und es werden mindestens 80 Spiele mitgeliefert.

Mega Drive (Europa) / Genesis (USA)

Das Mega Drive ist zwar keine Mini-Konsole, aber dafür können auf dem Mega Drive Flashback HD original Spiele-Cartridges angesteckt werden und zusätzlich sind 82 Spiele auf der zensierten und 85 Spiele auf der unzensierten Version vorinstalliert.

Atari

Zwar hat der Name Atari schon lange nichts mehr mit der ursprünglichen Firma Atari aus den 1970ern bzw. 1980ern zu tun, aber auch von dem einstigen Marktführer gibt es einen Retro-Nachbau, ebenfalls wieder von AT Games, mit entsprechenden Spielen.

Atari Flashback

Inzwischen ist die achte(!) Version der Flashback-Konsole aktuell. Es gibt sie – auch wie die Versionen davor – in verschiedenen Ausführungen, z.B. als „Gold“ oder „Activision“, sogar eine Handheld-Version wurde herausgebracht. Mit jeder Version sind weitere Spiele hinzugekommen. Die Ur-Flashback bot 40 Spiele und hatte einen Cartridge-Port, bei der Version 2 konnte der Cartridge-Port zumindest noch nachgerüstet werden. Ab Version 3 wurde dann anstelle der NES-on-a-Chip Hardware ein ARM-Prozessor mit einem Emulator eingesetzt. In der aktuellen Version 8 sind jetzt 120 Spiele eingebaut. Wer möchte, der kann Flashbacks inzwischen sammeln. Auch die alten Varianten sind im Online-Handel noch gut erhältlich. Die Kosten belaufen sich i.d.R. zwischen 50 bis 80 EUR.

Eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Versionen gibt es bei Wikipedia.

Commodore

The C64 Mini

Auch vom Commodore 64 gibt es mehrere Retro-Nachbauten. Seit dem 29. März 2018 gibt es den The C64 Mini offiziell erhältlich sein. Entstanden ist der Mini aus einer fehlgeschlagenen indiegogo Kampagne. Trotz verfehltem Finanzierungsziel veröffentlicht nun der Entwickler Retro Games – wenn auch etwas verspätet – zusammen mit dem Distributor Koch Media die kleine Konsole.

Der kleine C64 misst nur 50% eines Original-C64 und verfügt auch nur über sehr wenige Schnittstellen. Mit dabei sind ein moderner HDMI-Anschluss für den Anschluss an heutige Bildschirme und zwei USB-Schnittstellen für Tastatur und Joysticks. Außer dem noch obligatorischen Micro-USB Anschluss zur Stromversorgung war es dann auch schon. Wer hoffte direkt mit dem The C64 Mini in BASIC programmieren zu können wird enttäuscht: Die Tastatur ist nur eine Attrappe. Hier ist man auf eine – wenig Retro-like – USB-Tastatur angewiesen. Ein großes Plus ist die Möglichkeit Spiele (z.B. als D64 Image) von einem USB Stick laden zu können. Der C64 Mini ist inzwischen für ab ca. 65 EUR zu bekommen, und auch Discounter, wie z.B. Lidl, führen den Rechner in ihrem Online-Shop.

Commodore 64 DTV

Beim Commodore 64 DTV handelt es sich im eine C64 Konsole in einem dem Competition Pro Joystick nachempfundenen Gehäuse. Der Joystick bot 30 eingebaute Spiele und wurde für knapp 19 EUR verkauft. Die Konsole ist inzwischen nicht mehr auf dem Markt und einige Händler rufen irrwitzige Preise hierfür auf, die das Gerät definitiv nicht wert ist (auch für Sammler nicht). Auch die Anschlussmöglichkeiten mit FBAS entspricht nicht mehr dem Stand der Zeit. Also lieber Finger weg von überteuerten Angeboten, hier bietet der C64 Mini ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und er gibt auch optisch noch etwas her.

Bilder: Amazon PartnerNet

Hinweis: Die Bilder verlinken auf zusätzliche Informationen und Rezensionen bei Amazon.de im Rahmen des Amazon PartnerNet (auch der aktuelle Preis wird dort angezeigt). Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Die hier aufgeführten Konsolen können i.d.R. auch noch über Amazon.de bestellt werden. Falls diese bei Amazon.de nicht mehr verfügbar sind, sei auf die zahlreichen anderen Internet-Händler verwiesen, die ebenfalls Konsolen im Programm haben.

Vor 25 Jahren: Das Apple MessagePad kommt nach Deutschland

Das MessagePad gehörte zu einer Serie von PDAs (Personal Digital Assistant) die Apple Computer für die Newton Plattform im Jahr 1993 entwickelte. Die Geräte mit ihrer Handschrifterkennung wurden von Apple entwickelt. Einige Teile der Hardware des auf dem ARM 610 basierendem PDAs wurden von Sharp in Japan beigesteuert. Auf den Geräten lief als Betriebssystem Newton OS.

Mehr über Apple und dem Apple Newton erfährt man in diesem Artikel.

Bild: Wikipedia, CC-BY-SA, User Rama

Vor 35 Jahren: Verkaufsstart des Dragon 64 in Deutschland

Im Sommer 1982 betrat ein kleiner englischer Spielzeughersteller mit Namen Mettoy den Heimcomputermarkt. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte Sinclair den englischen Heimcomputermarkt und es war zweifelhaft, ob der Neuling auf diesem überhaupt bestehen kann. Mettoy gründete das Tochterunternehmen Dragon Data, das schließlich im August 1982 den Dragon 32 veröffentlichte. Der Dragon 32 war sehr leistungsfähig, denn anstelle eines Z80 oder 6502 wurde der leistungsfähigere Motorola 6809 Mikroprozessor verwendet.

Ab September 1983 begann Dragon Data den Dragon 64 in den USA zu verkaufen. Im November 1983 wurde er dann auch in Deutschland angeboten. Den Dragon 32 gab es weiterhin in einer um 32 KByte erweiterten Variante und bisherige Dragon 32 Besitzer konnten ihren Rechner von einem Vertragshändler entsprechend aufrüsten lassen. Da die Aufrüstung für das Unternehmen aber recht teuer war, gab es von Dragon Data eine Umtauschaktion, in der Dragon 32 Anwender ihren Rechner in einen Dragon 64 umtauschen konnten.

Mehr zum Dragon 32/64 gibt es in diesem Artikel des 8Bit-Museum.de.

Tipp: Der verrückte Bergmann

Stage 4 Level 6Die Abenteuer um Willy dem Bergmann, gehören zu den beliebtesten Spielen für den ZX Spectrum. Die Spiele werden auf unzählige andere Systeme sowohl offiziell als auch inoffiziell portiert und kaum ein Computerbesitzer Anfang der 80er Jahre hat nicht Manic Miner oder Jet Set Willy gespielt.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.

Vor 35 Jahren: Die erste Ausgabe der Happy Computer erscheint

Vor 35 Jahren erschien die erste Ausgabe 11/83 der Happy Computer im Markt & Technik Verlag. Die erste Ausgabe hieß noch Hobby Computer, aber aufgrund rechtlichen Auseinandersetzungen wegen der Ähnlichkeit mit der Zeitschrift Hobby wurde der Name ab der Ausgabe 12/83 in Happy Computer geändert.

Das Magazin war neben anderen Magazinen (64’er, Chip, Computer Persönlich) eine auf Heimcomputer spezialisierte Fachpublikationen. Sie bot neben den aktuelle Neuheiten und Vergleichstests, die zur damaligen Zeit üblichen Listings zum Abtippen. Es gab kein spezielles Schwerpunktsystem, jedoch wurden die erfolgreichen „Mainstream“ Systeme, wie Amstrad CPC, Atari 400/800, Commodore VC20 & C64, Dragon 32/64, MSX, TI-99/4A, Sinclair ZX81 & ZX Spectrum, später auch Commodore Amiga und Atari ST, bevorzugt. Für einige Systeme erschienen Sonderhefte, die sich dann ausschließlich mit diesem System beschäftigten.

Aus dem Spieleteil wurde Anfang 1988 ein eigenes Spielemagazin, die Power Play. 1990 wurde das Magazin in Computer Live umbenannt und das Heftkonzepts umgestellt, es sollte jetzt als „seriöses“ PC-Magazin erscheinen. Diese Änderung wurde aber nicht abgenommen. Die letzte Ausgabe erschien 1990.

Bild: Markt & Technik Verlag, Wikipedia

35 Jahre IBM PCjr

Nachdem sich der teure PC bei Heimanwendern nicht durchsetzen konnte, entwickelt IBM eine günstigere Variante, den IBM PCjr (Typ 4860), der am 1. November 1983 vorgestellt wurde. Da der Rechner aber in seinem Leistungsumfang sehr eingeschränkt und immer noch zu teuer war, floppte er. Dieses konnte IBM auch mit dem nachgeschobenen IBM PC JX nicht wieder gut machen.

Wie andere PCs, besaß er als CPU den Intel 8088 mit 4,77 MHz. Die Speicherausstattung betrug 64 KB und konnte auf 128 KB erweitert werden. Auf eine Festplatte oder ein zweites Diskettenlaufwerk musste der Anwender verzichten. Sogar Steckplätze waren nur in Form eines einzelnen Sidecar-Anschluss vorhanden. Es gab aber immerhin zwei Steckplätze für Cartridges zur Erweiterung des eingebauten BASIC Interpreters oder für Spiele. Die Grafikauflösung war auf CGA (320×200 in 16 Farben oder 640×200 in vier Farben) beschränkt. Immerhin gab es einen Soundchip, der mehr als das einfache Pipsen eines normalen PCs erzeugen konnte.

Bild: Wikimedia Commons

MAME/MESS 0.203 veröffentlicht

Heute wurden eine neue Version des MAME (Multiple Arcade Machine Emulator) / MESS (Multiple Emulator Super System) veröffentlicht.

Auf der MAME Homepage stehen wie immer die Binaries zum Download bereit.

Active Sets 39619
·Parents 5409
·Clones 23659
·Others 10478
·BIOS 73

Active ROMs 292556
·Parents 51274
·Clones 169504
·Others 64836
·bad dumps 2431
·no dumps 4030
·verified dumps 0
·BIOS 481

Active CHDs 1023
·Parents 137
·Clones 212
·Others 363
·bad dumps 156
·no dumps 154
·verified dumps 0
·BIOS 1

Active Samples 18372
·Parents 524
·Clones 17606

Active Bytes 244gb