Z80 CPUs identifizieren und auf Funktion testen

Mit dem Z80 CPU Tester ist es nicht nur möglich die Funktion einer Z80 CPU zu testen, sondern auch den Typ (NMOS bzw. CMOS) und Hersteller der Z80 CPU zu identifizieren.

Die eingesetzte Hardware verf√ľgt √ľber folgende Funktionen:

  • 32 kByte EPROM (27C256), alternativ kann ein EEPROM verwendet werden (AT29C256)
  • 32 kByte SRAM
  • 2 Ausgangsports (1x unidirectional, 1x read-back) mit 16 LEDs
  • RESET- und NMI-Taste
  • 16 MHz / 20 MHz umschaltbar
  • 1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/16 Multiplikator (1-16 MHz / 1,25-20 MHz)
  • Stromversorgung √ľber USB

Die Software erkennt relativ sicher folgende CPUs:

  • U880 (neuere Bauart; MME U880, Thesys Z80, Microelectronica MMN 80CPU)
  • U880 (√§ltere Bauart; MME U880)
  • SHARP LH5080A
  • NMOS Z80 (Zilog Z80, Zilog Z08400 oder vergleichbare NMOS CPU, Mosstek MK3880N, SGS/ST Z8400, Sharp LH0080A, KR1858VM1)
  • NEC D780C (NEC D780C, GoldStar Z8400, m√∂glicherweise KR1858VM1)
  • KR1858VM1 (√ľbertaktet)
  • CMOS Z80 (Zilog Z84C00)
  • Toshiba Z80 (Toshiba TMPZ84C00AP, ST Z84C00AB)
  • NEC D70008AC
  • NEC Z80 Nachbau (NMOS)

Die Projektdaten sich auf Github frei verf√ľgbar. Wer Interesse an der Platine hat, kann sich gerne √ľber das Kontaktformular an mich wenden.

Im Robotrontechnik-Forum gibt es einen Thread zum Z80 CPU Tester.

 

45 Jahre Texas Instruments TI-99/4

Im Juni 1979 wurde der Texas Instruments TI-99/4 zum ersten Mal der √Ėffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund einiger technischer Probleme war er aber erst Anfang 1980 tats√§chlich erh√§ltlich.

Im Prinzip ist der Rechner von der Leistung sehr fortschrittlich, jedoch l√§sst einiges am Design zu w√ľnschen √ľbrig. Der TI-99/4 benutzt den TMS9900, einen echten 16-Bit-Prozessor, der mit 3,3 MHz getaktet wird. Der Prozessor ist zwar, verglichen mit anderen Rechnern, sehr schnell, aber das BASIC ist trotzdem langsamer als das des C64. Deshalb wird sp√§ter ein Extended Basic-Modul von Texas Instruments angeboten.

Noch 1980 erscheint der Nachfolger TI-99/4A, der √ľber eine bessere Tastatur verf√ľgt. Weiterhin wird anstelle des TMS9918 Grafikprozessors der TMS9918A verwendet, der einen zus√§tzlichen Anzeigenmodus besitzt. Auch die Firmware wurde √ľberarbeitet, so kann der Nachfolger Kleinbuchstaben anzeigen und es gibt ein integriertes Programm zur Berechnung algebraischer Ausdr√ľcke namens „Equation Calculator“.

Mehr √ľber Texas Instruments und den TI-99/4 in diesem Beitrag.

HNF: Digitaltag 2024 – Drei kostenlose Online-F√ľhrungen

Das HNF beteiligt sich am diesjährigen Digitaltag am

Freitag, den 7. Juni 2024

mit drei kostenlosen Online-F√ľhrungen.

Eine Stunde begleiten Sie Museumsf√ľhrer durch die Dauerausstellung.

Zur Wahl stehen:

  • Um 10 Uhr und 14 Uhr findet eine Allgemeine F√ľhrung statt. Es werden die relevantesten Objekte und Bereiche des Museums, von den ersten Schriftzeichen √ľber Schreib- und Rechenmaschinen sowie die Entwicklung der Computer bis hin zu Smartphones, Robotern und KI. vorgestellt.
  • Um 12 Uhr findet die F√ľhrung „R√∂hren, Rechner und Revolutionen – Geschichte des Computers“ statt. Hier geht es um die Erfindung der ersten Rechner bis hin zur digitalen Welt.

Alle drei F√ľhrungen finden per YouTube-Stream statt. Die regul√§re F√ľhrung im Museum kostet 45 EUR zuz√ľglich Eintritt. Es lohnt sich also diese M√∂glichkeit zu nutzen.

Eine Anmeldung ist hier erforderlich.

 

Vor 40 Jahren: Das Atari 7800 ProSystem wird angek√ľndigt

Vor 40 Jahren, am 21.5.1984, k√ľndigte Atari das Atari 7800 ProSystem als Nachfolger der Atari 5200 Konsole auf der Summer Consumer Electronics Show (CES) an. Aufgrund des Verkaufs von Atari an Jack Tramiel zog sich der Verkaufsstart der neuen Konsole aber noch bis zum Januar 1986 hin, es kamen aber dennoch einige wenige Ger√§te bereits im Juni 1984 in S√ľdkalifornien auf den Markt.

Das Atari 7800 ProSystem besaß einfache digitale Joysticks und war fast vollständig kompatibel zum Atari 2600. Technisch war es ein Atari 2600 mit besserer CPU (Atari SALLY 6502C) und neuem Grafikchip (MARIA). Das Besondere am 7800 ProSystem war, dass es sehr viele Objekte flackerfrei darstellen konnte. Leider wurde nur der alte Soundchip (TIA) vom 2600 verbaut. Besserer Sound sollte durch den Einsatz eines besseren Chips (z.B. dem POKEY) im Spielmodul ermöglicht werden.

Auf der CES wurden 13 Spiele angek√ľndigt: Ballblazer, Centipede, Desert Falcon, Dig Dug, Food Fight, Galaga, Joust, Ms. Pac-Man, Pole Position II, Rescue on Fractalus! Robotron: 2084, Track und Field und Xevious.

Leider dominierte das Nintendo Entertainment System bereits den Markt, so dass das 7800 ProSystem keine wirkliche Chance auf gro√üe Marktanteile besa√ü. Obwohl es sich in den USA recht gut verkaufte und es auf Platz 2 der Verkaufscharts schaffte, lag es mit ca. 3,77 Mio. verkauften Ger√§ten weit hinter dem NES mit √ľber 34 Mio. Ger√§ten.

Mehr √ľber Atari und das Atari 7800 ProSystem gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Atari 7800, CC-BY-SA Evan Amos