Vor 30 Jahren: Das Apple MessagePad kommt nach Deutschland

Das MessagePad gehörte zu einer Serie von PDAs (Personal Digital Assistant) die Apple Computer fĂŒr die Newton Plattform im Jahr 1993 entwickelte. Die GerĂ€te mit ihrer Handschrifterkennung wurden von Apple entwickelt. Einige Teile der Hardware des auf dem ARM 610 basierendem PDAs wurden von Sharp in Japan beigesteuert. Auf den GerĂ€ten lief als Betriebssystem Newton OS.

Mehr ĂŒber Apple und dem Apple Newton erfĂ€hrt man in diesem Artikel.

Bild: Wikipedia, CC-BY-SA, User Rama

25 Jahre Apple iMac

Vor genau 25 Jahren, am 15. August 1998, begann Apple mit der Auslieferung des iMac. Der iMac folgte Apples Philosophie eines All-in-One GerĂ€ts und wurde fĂŒr 2999 DM angeboten. PrimĂ€re Merkmale waren das halbdurchscheinende blaue „Bondi Blue“ GehĂ€use aus Polycarbonat, in dem Bildschirm und Lautsprechern integriert waren. Auch die Maus und Tastatur wurden in diesem Look geliefert.

RevolutionĂ€r war, dass Apple auf fast alle ĂŒblichen Schnittstellen verzichtete: Außer einer damals noch nicht sehr verbreiteten USB Schnittstelle in der Version 1.2, Kopfhörer- und Mikrophonbuchse sowie ein Modem- und ein FastEthernet-Anschluss gab es keine der ĂŒblichen AnschlĂŒsse. Selbst ein internes Diskettenlaufwerk und den SCSI-Anschluss fĂŒr eine Festplatte gab es nicht. DafĂŒr waren das verbaute CD-ROM und die Festplatte per IDE angeschlossen.

Trotz der schlechten Erweiterbarkeit des iMac schaffte Apple mit diesem sein kommerzielles Comeback. Das „i“ wurde in den folgenden Jahren das Markenzeichen vieler weiterer Apple-Produkte wie iPod oder iPhone.

Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA, User Masashige Motoe

Webtipp: Anekdoten ĂŒber die Entwicklung des Apple Macintosh

Folklore.orgAndy Hertzfeld war fĂŒhrendes Mitglied des ursprĂŒnglichen Apple-Entwicklungsteams und wird von manchen als Pionier unter den Softwareentwicklern angesehen. Er ist fĂŒr große Teile der Macintosh-Systemsoftware verantwortlich, unter anderem den Großteil des ROM-Codes, die User Interface Toolbox, und eine Reihe innovativer Komponenten, die heute in vielen GUIs Standard sind, zum Beispiel das Kontrollfeld und Scrapbook.

Anfang 2004 eröffnete Andy Hertzfeld die Website folklore.org. Die Website enthĂ€lt Dutzende von Anekdoten ĂŒber die Entwicklung des ersten Macintosh. Die Geschichten wurden Dezember 2004 unter dem Titel „Revolution in the Valley“ veröffentlicht.

Bild: Software Team 1984, folklore.org

Apple I Prototyp wird versteigert

So langsam wurde es schon etwas langweilig: In den letzten Jahren wurden mit schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit Apple I GerĂ€te versteigert, die dann fĂŒr eine mehr oder weniger hohe sechsstellige Summe den Besitzer wechselten.

Diesmal ist das etwas anders. Es ist zwar ein Apple I, der unter den Hammer kommt, aber es ist kein gewöhnlicher Apple I, es ist ein Prototyp, der von Steve Wozniak auf einem „Apple Computer A“ Mainboard zusammengelötet wurde.

Der Rechner soll im Sommer 1976 gebaut worden sein und jahrelang in der legendĂ€ren Apple-Garage im Silicon Valley gelegen haben. Vor 30 Jahren soll Jobs dann diesen Prototypen seinem aktuellen Besitzer gegeben haben. Glaubt man der Beschriftung auf dem Mainboard, handelt es sich um die Nummer „#2“, die seinerzeit Paul Terrell, dem Besitzer den „Byte Shop“ im kalifornischen Mountain View prĂ€sentiert wurde, der daraufhin 50 Apple I Computer bestellte und erstmals fĂŒr 666,66 US-Dollar anbot.

Jobs ging mit dem Prototypen nicht sonderlich gut um. Eine Ecke ist abgebrochen, der Mikroprozessor und einige Bauteile fehlen, es wurden zudem auch einige ICs aus den Fassungen entfernt und von ihm in andere GerĂ€te verbaut. Kurzum, es ist Elektronikschrott… vermutlich wird es der teuerste Elektronikschrott, der ja verkauft wurde.

Die Auktion lÀuft vom 20.7. bis zum 18.8.2022 und schon bereits nach drei Tagen stand die Auktion bei US$ 278,005 (272.000 EUR).

Man darf gespannt sein, welchen Betrag der Prototyp erzielen wird. Tipps dĂŒrfen gerne bei den Kommentaren abgegeben werden.

Update: Nach 10 Tagen, am 30.7., steht die Auktion bei US$ 407,029 (398.000 EUR).

Update #2: Der Prototyp wurde fĂŒr US$ 677,196 (680.280 EUR) verkauft (dazu kommen 25% AuktionsgebĂŒhren und die Versandkosten).

Eine Übersicht ĂŒber alle bekannten Apple I gibt die Apple I Registry.

Bild: RR Auction

Versteigerung eines weiteren Apple I Computers beginnt heute

Nein, selten ist der Apple I nun wirklich nicht mehr, zumindest was die Anzahl der Auktionen angeht bei denen er auftaucht. Aus einem begehrten Sammlerobjekt ist inzwischen ein Spekulationsobjekt geworden.

Heute wird wieder ein funktionsfĂ€higer Apple I Computer („Schlumberger 2“) aus dem Jahr 1976 versteigert. Restauriert und mit Signatur von Steve Wozniak soll er voraussichtlich 485.000 US-Dollar erzielen. Noch befindet sich der Rechner mit der Seriennummer 89  im Besitz von Jimmy Grewal, dem GrĂŒnder der The APPL Collection. Er wurde mit einem weiteren Apple I von einem leitenden Angestellten bei Schlumberger Overseas SA in New York gekauft und gelangte spĂ€ter nach Europa. Die Signatur auf der 6502 CPU ist allerdings noch „frisch“, denn signiert wurde der Rechner erst 2021 als sich Grewal und Woz in Dubai trafen.

Video: The „Schlumberger 2” Apple-1 Computer: Signed by Woz!, The AAPL Collection, YouTube

Der Apple-I wird ab dem 2. Juni 2022 um 9:00 Uhr PST (GMT-7) – 18 Uhr MESZ – bei eBay zum Verkauf angeboten. Ein direkter Link zum Auktion wird auf der offiziellen Website von The APPL Collection veröffentlicht.

Eine Übersicht ĂŒber alle bekannten Apple I gibt die Apple I Registry.

Update 12.6.2022, 18:00 Uhr: Höchstgebot ergÀnzt.

Bilder: The APPL Collection

Vor 45 Jahren: Der Apple II kommt auf den Markt

Im April 1977 begann die Vermarktung des Apple II. Der Apple II ist der direkte Nachfolger des Apple I und wurde wie dieser von Steve Wozniak entwickelt. Der Rechner verfĂŒgte ĂŒber eine 8-Bit 6502 CPU @1,020 MHz Taktfrequenz. In der Grundausstattung wurde er mit 4 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert, die bis auf 64 KByte erweitert werden konnten.

In der Zeit von 1977 bis 1993, in der die Apple II Reihe verkauft wurde, wurde dieser mehrfach ĂŒberarbeitet. 1979 erschien der Apple II+ und Apple II europlus. Der Apple II+ wurde mit 48 KByte Arbeitsspeicher verkauft und besaß, anders als das Original mit dem von Steve Wozniak entwickelten Apple Integer Basic, als Firmware Applesoft BASIC, das von Microsoft stammte. Das BASIC war weitestgehend identisch mit dem vom Commodore 64, das ebenfalls vom Microsoft stammte, war habe um einige Befehle, z.B. Grafik-Befehle, erweitert worden.

Schon kurz nach der EinfĂŒhrung des Apple II erschienen verschiedene illegale Apple-Clones, da der Apple II recht einfach mit seinen Standardchips nachzubauen war. Legale Clones gab es nur sehr wenige, z.B. der Laser 128 von VTech.

Mehr Informationen ĂŒber den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, CC-BY, User Rama

Vor 35 Jahren: Steve Jobs verlÀsst Apple

Steve Jobs wirbt im FrĂŒhjahr 1983 John Sculley, der damals PrĂ€sident von Pepsi Cola ist, fĂŒr Apple ab. Sculley wird PrĂ€sident und CEO von Apple und soll dem dabei helfen weiter zu expandieren. Aber schon Anfang 1985 geraten Jobs und Sculley immer mehr aneinander. Jobs wirft Sculley vor, dass er zu wenig ĂŒber die Computerindustrie wisse, wĂ€hrend dieser Jobs vorwirft gefĂ€hrlich und außer Kontrolle zu sein.

Schließlich konfrontiert Sculley Jobs mit seinem Verhalten und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mac Entwicklung. Aber Jobs ist alles andere als offen fĂŒr Kritik und wirft Sculley ineffizientes Marketing und den unfĂ€higen Umgang mit den Nicht-Mac Abteilungen vor. Im April 1985 trĂ€gt Sculley den Fall dem Vorstand vor und verlangt, dass dieser Steve Jobs die Position als Apples VizeprĂ€sident und General Manager der Mac-Abteilung aberkennt. Sculley will Jobs nicht vollstĂ€ndig loswerden, sondern hofft, dass Jobs eine reprĂ€sentative Rolle innerhalb des Unternehmens ĂŒbernehmen wird. Am 31. Mai 1985 wird Jobs vom Vorstand offiziell seiner Positionen enthoben und ist von da an nur noch einfaches Vorstandsmitglied.

Jobs ist unzufrieden mit seiner neuen Position, da er keinen echten Einfluss mehr im Unternehmen hat. Am 16. September 1985 entschließt er sich dazu Apple zu verlassen und NeXT Computer zu grĂŒnden.

Als Apple NeXT Computer Ende 1996 aufkauft, ist Jobs wieder bei Apple beschĂ€ftigt. Nur wenige Monate spĂ€ter, am 16. September 1997, ĂŒbernimmt Jobs „vorĂŒbergehend“ die Leitung als, wie Apple es nennt, iCEO („interim CEO“). Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 2011 wird er die Leitung von Apple innehaben.

Mehr Informationen ĂŒber Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Jobs und John Sculley, Apple Computer

Woz: Alles Gute zum 70 Geburtstag!

Steve Wozniak (geb. 11.8.1950 in San Jose im Silicon Valley), der MitgrĂŒnder von Apple und Entwickler des Apple I, wird heute 70 Jahre alt. Trotz seines Bekanntheitsgrades ist er ganz Mensch geblieben. In Dancing with the Stars versuchte er sich an verschiedenen TĂ€nzen und vor kurzem nahm er in Deutschland an den Segway-Polo-Weltmeisterschaften teil.

Wozniak kam schon als Kind durch seinen Vater, der als Ingenieur bei der Luftfahrt- und RĂŒstungsfirma Lockheed arbeitete, mit Elektronik in BerĂŒhrung. Als Teenager bastelte er bereits seine erste Schaltungen und interessierte sich fĂŒr den Beruf des Ingenieurs. Seinen grĂ¶ĂŸten Coup landete er, als er die Hard- und Software fĂŒr einen Einplatinencomputer realisierte, aus dem spĂ€ter der Apple I wurde.

Mehr Informationen ĂŒber Steve Wozniak und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Wozniak, Wikipedia, CC-BY-SA, User: campuspartycolombia