40 Jahre Tandy TRS-80 Modell III

Der TRS-80 Modell III war Tandys zweiter Personalcomputer und erschien im Juli 1980 als Nachfolger des TRS-80 Modell I. Einer der Gründe für die Entwicklung dieses Modells war, dass das Modell I die Anforderungen der FCC nicht erfüllte. Das Modell III wurde in einem Gehäuse zusammen mit Monitor, Diskettenlaufwerk, Netzteil und mit einem Expansionsinterface ausgeliefert.

Der Z80 Prozessor wurde mit 2,03 MHz schneller getaktet als der seines Vorgängers und auch das Kassetteninterface wurde beschleunigt und konnte jetzt Daten mit 1500 Baud übertragen. Das Modell III war nicht vollständig kompatibel zum Modell I und konnte nur ca. 80% der Software verarbeiten. Auch das Diskettenformat war nicht zum Vorgängermodell kompatibel.

Mehr über Tandy und den TRS-80 gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Tandy TRS-80 Modell III, Wikipedia, CC-BY-SA, User: Bilby

Neuer Chiptester für Retro-Chips

Ich möchte kurz ein neues Projekt vorstellen. Der Name lautet schlicht: „Chip Tester Professional 1.x“. Ob der wirklich „Professional“  ist, muss jeder selbst beurteilen, ich wollte aber auch einmal ein Gerät mit diesem Label entwickeln.

Vor einigen Wochen machten einige User den Vorschlag die Schalter des Chip Testers zu entfernen und die Spannungen lieber elektronisch zu schalten. Das hört sich gut an und ist mit MOSFETs auch leicht machbar, aber zu einem Preis, den keiner wirklich bezahlen will – entweder treiben die MOSFETs die Bauteilkosten in die Höhe oder man müsste alles in SMD fertigen, was dann zwar etwas günstiger wäre, aber sehr viel aufwendiger im Zusammenbau.

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Webtipp: Alles über den Apple II

apple2history.orgSeit über 35 Jahren beschäftigt sich Steven Weyhrich mit dem Apple II und so wurde seine Website apple2history.org im Laufe der Zeit zu einer wahren Fundgrube für jeden Apple-Fan und zu der Referenz für den Apple II.

Eigentlich logisch, dass nun auch ein Buch zu diesem Thema folgte. Seit Dezember 2013 ist Sophistication & Simplicity: The Life and Times of the Apple II Computer (Link: Amazon) erhältlich.

30 Jahre Commodore Amiga 3000

1990 erscheint der Commodore Amiga A3000, als verbesserte Version des Vorgängers A2000. Er wird mit einem Motorola M68030 Prozessor ausgeliefert, der entweder mit 16 oder 25 MHz getaktet werden kann. Als Besonderheit verfügt er über zusätzliche VGA-Grafikmodi und eine SCSI-2 Schnittstelle.

Durch die verbesserte Hardware, insbesondere durch den moderneren 32-Bit Prozessor M68030, ist der A3000 bei Ganzzahloperationen ca. 5-18x schneller und durch den Einsatz des M68882 Co-Prozessors bei Fließkommaoperationen sogar 7-200x schneller als sein Vorgänger.

Mehr über Commodore und den Amiga gibt es in diesem Beitrag.

Chip-Tester erfolgreich mit Intel P3101A getestet

Die Unterstützung für Intels ersten Speicherchip, den 3101, ist schon seit einiger Zeit im SRAM- und DRAM Speichertester vorhanden, aber erst jetzt konnte ich diese auch am „lebenden“ Objekt erfolgreich testen.

Der Intel 3101/3101A ist ein 16 x 4 Bit organisierter statischer RAM in Bipolar-Technologie (DTL und TTL kompatibel) und verfügt über Open Collector Ausgänge, die invertiert zum Eingangssignal sind. Dementsprechend schnell läuft der Test ab: Das LCD ist viel zu träge, um bei der Ausgabe der Testschritte mithalten zu können.

Dass der 3101 – und nicht der 1101 – Intels erster Chip wurde, lag daran, dass Intel drei Teams parallel an verschiedenen Speichertechnologien forschen ließ: Team 1 sollte den 1101 auf Basis der der Silizium-Gate-Technik unter der Leitung von Joel Karp entwickeln, Team 2 forschte an der verbreiteten Diffusions-Vergoldungstechnik und Team 3 forschte an der Verwendung von Schottky-Dioden unten der Leitung von Richard Bohn und H. T Chua. Der 3101 wurde vor dem 1101 fertig und im April 1969 vorgestellt.

Mehr zum Thema Chip Tester (vormals SRAM/DRAM Speichertester)

IMSAI 8080 Replikat von The High Nibble

Nach knapp sechs Wochen, davon vier Wochen beim Zoll, traf die IMSAI 8080 Replika von „The High Nibble“ aus Australien ein. Der genaue Name des Nachbaus ist „IMSAI 8080esp“ und dieser verrät schon, dass aktuelle Technik anstelle der im IMSAI 8080 verwendeten TTL-Chips eingesetzt wurde.

Das Original von 1975

David McNaughton, der Entwickler des Replikats, hat sehr viel Wert auf einen optisch möglichst identischen Nachbau der IMSAI 8080 CP-A Frontplatte gelegt. Besonders stechen die roten und blauen Schalter hervor, die kaum vom Original aus dem Jahr 1975 zu unterscheiden sind. Das war es aber auch schon mit den Ähnlichkeiten, alles andere hat mit dem Original (siehe Bild) nicht mehr viel zu tun. Das Innenleben ist komplett neu und auch vom Gehäuse her ist der Nachbau gerade einmal 7cm tief.

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