Speichertester für SRAM und DRAM Chips mit ATmega2560 (Rev. 7)

Die Rev.7 meines Speichertesters ist seit heute fertiggestellt. Der Tester bietet gegenüber dem Vorgänger folgende Möglichkeiten zur Spannungsversorgung:

  1. Durch einen DC/DC-Wandler als Aufsteckmodul. Mit diesem Modul können dann 4116/4108 Chips getestet werden. Die Spannungsversorgung erfolgt per USB oder per Hohlstecker (6-12V).
  2. Ohne DC/DC-Wandler, per Hohlstecker (dann muss ein Linearregler bestückt werden).
  3. Ohne DC/DC-Wandler, per USB.
  4. Per Terminalblock können die drei Versorgungsspannungen 5V, -5V und 12V auch von z.B. einem PC-Netzteil eingespeist werden. So können ebenfalls 4116/4108 Chips getestet werden.

Wenn keine 4116/4108 Chips getestet werden sollen, spart man so durch Wegfall des DC/DC-Wandlers noch einmal ein paar Euro.

Mit einem Adapter können auch exotische Speicherchips getestet werden, z.B. das SRAM 6810 (128 x 8 Byte im DIP-24 Gehäuse). Die Firmware erlaubt zusätzlich die Identifizierung von über 600 (E)ROMs (z.B. von Commodore oder Sinclair).

Retro: 9 Mikroprozessoren, die jeder kennen sollte

1. Intel 4004 Mikroprozessor (1971)

Intel 4004Intel brachte den 4004 am 15. November 1971 auf den Markt. Dieser 4-Bit-Mikroprozessor war der erste Ein-Chip-Mikroprozessor, der in Serie produziert und frei verkauft wurde. Obwohl der Datenbus des Intel 4004 nur 4 Bit breit war, arbeitete er intern mit einer Befehlsbreite von 8 Bit. Es standen 16 Register mit 4 Bit zur Verfügung, die jeweils zu 8 Bit zusammengefasst werden konnten. Sogar Unterprogramme konnten verarbeitet werden, für die auf dem Stack Platz von vier Adressen zur Verfügung stand. Insgesamt bestand der Chip aus gerade einmal 2300 Transistoren und wurde mir 108 kHz getaktet.

Ungefähr zur selben Zeit wurden drei weitere Mikroprozessoren entwickelt: Four-Phase System AL1 (1969), Garrett AiResearch MP944 (1970) und Texas Instruments TMS1000 (1971). Die beiden Prozessoren AL1 und MP944 verwendeten jeweils mehrere Chips zur Implementierung der Funktionalität eines Mikroprozessors. Four-Phase System verkaufte gerade einmal 347 Systeme mit ihrem AL1 Prozessor und war damit zur damaligen Zeit zumindest mäßig erfolgreich. Der MP944 wurde als Prozessor, der im amerikanischen F-14 Tomcat Kampfflugzeug eingesetzt wurde, bekannt.

2. Texas Instruments TMS1802 Mikroprozessor (1971)

Der TMS1802 von Texas Instruments wurde am 17. September 1971 vorgestellt. Er implementierte auf einem Chip die Funktionalität eines primitiven Taschenrechners mit seinen vier Grundrechenarten und wurde 1972 kommerziell in einem TI-Taschenrechner eingesetzt. Weiter >

Speichertester für SRAM und DRAM Chips mit ATmega2560/2561 (Rev. 7)

Nachdem ich gerade erst die Rev.6 des Speichertesters fertiggestellt hatte, wird es mit der Rev.7 eine weitere Änderung geben: Der DC/DC-Wandler für die drei Versorgungsspannungen wandert in ein Aufsteckmodul. Das Modul hat den Vorteil, dass es entweder durch einen besseren (als den bisher verwendeten) Wandler ersetzt werden kann oder sogar, sollte man keine 4116 testen wollen, ganz entfallen kann.

Die Hauptplatine kann mit oder ohne Aufsteckmodul, verwendet werden. Wird kein Modul verwendet, dann können die drei Versorgungsspannungen (5V, 12V und -5V) alternativ auch direkt eingespeist werden.

Sollen keine 4116 Chips getestet werden, dann kann das Steckmodul entfallen und die Spannungsversorgung erfolgt entweder per USB oder – falls der Linearwandler bestückt ist – per Hohlstecker (6V-12V).

Mit einem Adapter können auch exotische Speicherchips getestet werden, z.B. das SRAM 6810 (128 x 8 Byte im DIP-24 Gehäuse). Als weiteres Feature können nun auch verschiedene (E)(P)ROMs identifiziert werden.

35 Jahre Atari ST

Kurz nachdem Jack Tramiels Atari aufgekauft hatte, wurde von Shiraz Shivji der Atari ST innerhalb von nur fünf Monaten zur Prototypenreife gebracht und im Januar 1985 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas als Atari 130ST und 520ST der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Geräte basierten auf dem Motorola 68000 Mikroprozessor und besaßen eine graphische Benutzeroberfläche wie der Apple Macintosh sie besitzt. Das unglaubliche war der Preis: $599 für den 520ST mit 512 KByte RAM. Das war nur ein Drittel dessen, was ein Apple Mac kostete und er bot zusätzlich Farbgraphik, der Mac hingegen nicht. Die Produktion der ersten 520ST erfolgte im April in größeren Stückzahlen. Der Rechner war lang erwartet, besonders in Europa. Der 130ST, der nur über 128KByte RAM verfügen sollte, erscheint nie auf dem Markt, da Atari von sich aus schon feststellte, dass der Speicher zu gering bemessen ist.

Mehr über Atari und den Atari ST gibt es in diesem Beitrag.