Bild des Tages: Space Invaders Meisterschaft

1980 war Atari der absolute Marktf├╝hrer bei Videospielen und Space Invaders in aller Munde. In diesem Jahr veranstaltete Atari eine Space Invaders Meisterschaft, bei der sich die Gewinner der regionalen Meisterschaften in New York, San Francisco, Los Angeles,┬áFort Worth und Chicago schlie├člich in Time Warner’s Zentrale in New York zum gro├čen Finale trafen.

Der Gewinner dieser ersten elektronischen Sportveranstaltung war William Salvador „Bill“ Heineman, der sp├Ąter (als Rebecca Ann Heineman) auch Mitbegr├╝nder von Interplay ist. Er setzte sich gegen mehr als 10.000 Teilnehmern durch und gewann einen Asteroids Automaten.

Bild: Finale der Space Invaders Meisterschaft in New York, November 1980

Bild des Tages: Schicke Kleidung im Atari Club Shop

Anfang der 1980er war die Welt f├╝r Atari noch in Ordnung. Die Firma war weltweit bekannt f├╝r seine Videospiele und Heimcomputer. Das Atari VCS war die am meist verkaufte Videospielkonsole und die 8-Bit Heimcomputer verkauften sich recht gut.

Es gab sogar einen Atari Club mit eigenem Clubmagazin. In diesem wurden haupts├Ąchlich neue Spiele und Peripherie vorgestellt. Aber f├╝r den echten Atari-Fan gab es im Clup Shop auch die passende Kleidung: T-Shirt, Sweatshirts, Regenjacken, Schwei├čb├Ąnder, es gab praktisch alles. Auch Teddy-B├Ąren, Geldb├Ârsen, Taschen und Fahnen gab es zu kaufen.

Mehr ├╝ber zur Geschichte Ataris gibt es in diesem Beitrag.

35 Jahre Atari ST

Kurz nachdem Jack Tramiels Atari aufgekauft hatte, wurde von Shiraz Shivji der Atari ST innerhalb von nur f├╝nf Monaten zur Prototypenreife gebracht und im Januar 1985 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas als Atari 130ST und 520ST der ├ľffentlichkeit vorgestellt.

Die Ger├Ąte basierten auf dem Motorola 68000 Mikroprozessor und besa├čen eine graphische Benutzeroberfl├Ąche wie der Apple Macintosh sie besitzt. Das unglaubliche war der Preis: $599 f├╝r den 520ST mit 512 KByte RAM. Das war nur ein Drittel dessen, was ein Apple Mac kostete und er bot zus├Ątzlich Farbgraphik, der Mac hingegen nicht. Die Produktion der ersten 520ST erfolgte im April in gr├Â├čeren St├╝ckzahlen. Der Rechner war lang erwartet, besonders in Europa. Der 130ST, der nur ├╝ber 128KByte RAM verf├╝gen sollte, erscheint nie auf dem Markt, da Atari von sich aus schon feststellte, dass der Speicher zu gering bemessen ist.

Mehr ├╝ber Atari und den Atari ST gibt es in diesem Beitrag.

Vor 40 Jahren: Die ersten Atari 400/800 werden ausgeliefert

Als Reaktion auf den Apple II begann der Atari, bis dahin Marktf├╝hrer bei Videospielen und Arcade-Automaten, mit der Entwicklung eines Heimcomputers. Es wurden im Januar 1979 zwei Ger├Ąte vorgestellt, der Atari 400 mit Folientastatur und anfangs nur 8 KByte Arbeitsspeicher und der Atari 800 mit Schreibmaschinentastatur und 48 KByte Arbeitsspeicher. Beide Ger├Ąte waren ansonsten technisch identisch und verwendeten einen 6502 Mikroprozessor. Im Gegensatz zum Apple II, in dem haupts├Ąchlich Standardelemente eingesetzt wurden, setzte Atari auf Spezialbausteine, wie dem ANTIC, CTIA bzw. GTIA und POKEY.

Am 29. August 1979 wurden die ersten Atari 400 und Atari 800 ausgeliefert. Ab Dezember 1979 gingen die Ger├Ąte in Serienproduktion.

Mehr zu Atari und den Heimcomputern Atari 400 bzw. Atari 800 gibt es in diesem Beitrag.

Vor 35 Jahren: Jack Tramiel kauft Atari von Warner Communications

Nachdem Raymond Kassar am 7. Juli 1983 die Gesch├Ąftsf├╝hrung Ataris aufgibt, wird unter der Leitung seines Nachfolgers James Morgan die Zusammenarbeit mit Jay Miner und dessen Unternehmen Amiga vertieft. W├Ąhrend dieser Zusammenarbeit entsteht das gemeinsame Lorraine-Projekt, ein Heimcomputer basierend auf einer Motorola M68000 CPU.

Am 2. Juli 1984 verkauft Warner Communications die Konsolen- und Computerabteilung Ataris an Jack Tramiel, der zuvor Commodore verlassen hatte und davor schon versucht hatte mit seiner Firma Tramiel Technologies Ltd Amiga zu kaufen. Da Commodore aber doppelt so viel bot, bekam Commodore schlie├člich den Zuschlag. Aus dem Lorraine-Projekt wurde schlie├člich der Amiga Computer.

Tramiel besa├č jetzt zwar Atari, aber keinen geeigneten Computer mehr, der auf dem entstehenden Markt f├╝r 16-Bit Computer bestehen konnte. Sein Mitarbeiter Shiraz Shivji, der ihm von Commodore nach Atari folgte, entwickelte den Atari ST in nur f├╝nf Monaten zur Prototypenreife, so dass er im Januar 1985 auf der CES in Las Vegas als Atari 130ST und 520ST der ├ľffentlichkeit vorgestellt werden konnte.

Mehr ├╝ber Jack Tramiel gibt es in den Beitr├Ągen ├╝ber Atari und Commodore.

 

Vor 35 Jahren: Der Atari 7800 wird angek├╝ndigt

1984 sind Heimvideospiele pl├Âtzlich nicht mehr sonderlich interessant. Es gibt kaum neue originelle Spiele und die Konsolen m├╝ssen sich mit den ersten Heimcomputern messen. So ist es ├╝berraschend, dass Atari am 21. Mai 1984 die neue Konsole, Atari 7800, als Nachfolger des Atari 5200 angek├╝ndigt. Da Warner Communications einen Monat sp├Ąter Atari an Jack Tramiel verkauft, der nicht mehr an den Erfolg einer Konsole glaubt, wird die Produktion aber zugunsten eines 16-Bit Computers gestoppt. Der 7800 wird dann erst 1986 auf den Markt gebracht, nachdem Nintendo mit dem NES bewiesen hatte, dass der Markt f├╝r Konsolen noch nicht gestorben war.

Mehr ├╝ber das Atari 7800 gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Atari 7800, Wikimedia, CC-BY-SA, User Evan-Amos

Vor 35 Jahren: Das Atari 7800 ProSystem wird angek├╝ndigt

Vor 35 Jahren, am 21.5.1984, k├╝ndigte Atari das Atari 7800 ProSystem als Nachfolger der Atari 5200 Konsole auf der Summer Consumer Electronics Show (CES) an. Aufgrund des Verkaufs von Atari an Jack Tramiel zog sich der Verkaufsstart der neuen Konsole aber noch bis zum Januar 1986 hin, es kamen aber dennoch einige wenige Ger├Ąte bereits im Juni 1984 in S├╝dkalifornien auf den Markt.

Das Atari 7800 ProSystem besa├č einfache digitale Joysticks und war fast vollst├Ąndig kompatibel zum Atari 2600. Technisch war es ein Atari 2600 mit besserer CPU (Atari SALLY 6502C) und neuem Grafikchip (MARIA). Das Besondere am 7800 ProSystem war, dass es sehr viele Objekte flackerfrei darstellen konnte. Leider wurde nur der alte Soundchip (TIA) vom 2600 verbaut. Besserer Sound sollte durch den Einsatz eines besseren Chips (z.B. dem POKEY) im Spielmodul erm├Âglicht werden.

Auf der CES wurden 13 Spiele angek├╝ndigt: Ballblazer, Centipede, Desert Falcon, Dig Dug, Food Fight, Galaga, Joust, Ms. Pac-Man, Pole Position II, Rescue on Fractalus! Robotron: 2084, Track und Field und Xevious.

Leider dominierte das Nintendo Entertainment System bereits den Markt, so dass das 7800 ProSystem keine wirkliche Chance auf gro├če Marktanteile besa├č. Obwohl es sich in den USA recht gut verkaufte und es auf Platz 2 der Verkaufscharts schaffte, lag es mit ca. 3,77 Mio. verkauften Ger├Ąten weit hinter dem NES mit ├╝ber 34 Mio. Ger├Ąten.

Mehr ├╝ber Atari und das Atari 7800 ProSystem gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Atari 7800, CC-BY-SA Evan Amos