35 Jahre Microsoft Windows 1.0

Am 20. November 1985 begann die Auslieferung von Microsoft Windows 1.0. An der graphischen Benutzeroberfl√§che, die¬† von Bill Gates bereits am 10. November 1983 offiziell angek√ľndigt wurde, hatten 24 Softwareentwickler drei Jahre lang gearbeitet.

Microsoft Windows 1.0 war kein eigenst√§ndiges Betriebssystem, sondern stellte eine graphische Oberfl√§che f√ľr das Betriebssystem MS-DOS dar, dessen Bedienung dadurch erleichtert werden sollte. Es fand aber bei den Anwendern kaum Anklang, da die notwendige Hardware, wie Maus, Farbgrafikkarte und Arbeitsspeicher, zur damaligen Zeit noch sehr teuer war. Auch fehlte Software, welche die neuen Features, wie Fenster und die Bedienung per Maus, auch nutzte.

Der Durchbruch der graphischen Oberfläche kam im März 1992 mit Microsoft Windows 3.1, aber erst mit Windows NT, das im Juli 1993 erschien, verabschiedete Microsoft sich von MS-DOS als zugrundeliegendem Betriebssystem.

Bild: Microsoft Corp.

Yandex Retro Games Battle 2020

Vor nun fast 40 Jahren erschien der ZX Spectrum und er erfreut immer noch eine sehr gro√üe Fangemeinde. Es gibt auch st√§ndig neue Software (meistens Spiele), insbesondere f√ľr den ZX Next sind in den letzten Monaten zahlreiche Spiele erschienen und noch angek√ľndigt.

ZXBITLES hat f√ľr den „Yandex Retro Games Battle 2020“ das Plattformspiel ‚ÄěRed Raid: The beginning‚Äú f√ľr den klassischen ZX Spectrum ver√∂ffentlicht. Das Spiel bietet:

  • 31 Stufen,
  • 10 zu erreichende Ziele,
  • zwei Musik-Themen,
  • abwechslungsreiches Gameplay und
  • interaktive Level, die sich w√§hrend des Spiels √§ndern.

In dem Plattformspiel muss der Spieler herausfinden, was mit seinem verlorenen gegangenen Haustier, dem Hasen Daisy, passiert ist. Aus der Suche trifft er auf viele feindliche Gesellen und muss zahlreiche Rätsel lösen, die mit jeder Stufe schwieriger werden.

Video: Red Raid: The beginning Side A, ZXBITES, YouTube

Etwas ausf√ľhrlicher wird dieses Spiel, zusammen mit allen anderen teilnehmenden Spielen, auf dieser Website vorgestellt. Die Spiele aus dem Vorjahr k√∂nnen hier heruntergeladen und online gespielt werden.

Bilder: ZXBITLES

35 Jahre Intel 80386

Der Intel 80386 wurde im Oktober 1985 unter dem Markennamen i386 vorgestellt, war aber erst im Juni 1986 in nennenswerten St√ľckzahlen auf dem Markt erh√§ltlich.

Der 80386 ist eine wesentliche Weiterentwicklung der x86 Architektur. Mit diesem Mikroprozessor wechselte Intel zur 32-Bit Architektur, so wie sie auch heute noch in allen Nachfolgemodellen bis hin zum aktuellen Core i7 zu finden ist. Der 80386 kann direkt bis zu 4 GByte Hauptspeicher adressieren und logisch im Betriebsmodus „Protected Mode“ √ľber Segmente sogar bis zu theoretisch 64 TByte.

Chefarchitekt bei der Entwicklung des 80386 war John H. Crawford. Er war verantwortlich f√ľr die Erweiterung der 80286 Architektur und leitete die Entwicklung des Mikroprogramms f√ľr diesen Chip.

Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA, User Konstantin Lanzet

35 Jahre Sinclair ZX Spectrum 128

Im September 1985 erscheint zuerst in Spanien, dann im Januar 1986 auch in Gro√übritannien, der Sinclair ZX Spectrum 128. Der Spectrum 128 sieht aus wie der Spectrum+, verf√ľgt aber √ľber 128 KByte Arbeitsspeicher und besitzt einen neuen Dreikanal-Soundchip (√§hnlich dem, der sp√§ter im Atari-ST verwendet wird). Weiterhin wurde das BASIC √ľberarbeitet (128K Basic) und der neue Speccy verf√ľgt √ľber weitere Anschlussm√∂glichkeiten, wie MIDI Ausgabe, eine RS-232 Schnittstelle und ein Monitoranschluss. An der rechten Seite befindet sich zudem nun ein gro√üer K√ľhlk√∂rper.

Mehr √ľber Sinclair und den ZX Spectrum gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Sinclair ZX Spectrum 128, Wikimedia, CC-BY-SA, Bill Bertram

Vor 35 Jahren: Steve Jobs verlässt Apple

Steve Jobs wirbt im Fr√ľhjahr 1983 John Sculley, der damals Pr√§sident von Pepsi Cola ist, f√ľr Apple ab. Sculley wird Pr√§sident und CEO von Apple und soll dem dabei helfen weiter zu expandieren. Aber schon Anfang 1985 geraten Jobs und Sculley immer mehr aneinander. Jobs wirft Sculley vor, dass er zu wenig √ľber die Computerindustrie wisse, w√§hrend dieser Jobs vorwirft gef√§hrlich und au√üer Kontrolle zu sein.

Schlie√ülich konfrontiert Sculley Jobs mit seinem Verhalten und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mac Entwicklung. Aber Jobs ist alles andere als offen f√ľr Kritik und wirft Sculley ineffizientes Marketing und den unf√§higen Umgang mit den Nicht-Mac Abteilungen vor. Im April 1985 tr√§gt Sculley den Fall dem Vorstand vor und verlangt, dass dieser Steve Jobs die Position als Apples Vizepr√§sident und General Manager der Mac-Abteilung aberkennt. Sculley will Jobs nicht vollst√§ndig loswerden, sondern hofft, dass Jobs eine repr√§sentative Rolle innerhalb des Unternehmens √ľbernehmen wird. Am 31. Mai 1985 wird Jobs vom Vorstand offiziell seiner Positionen enthoben und ist von da an nur noch einfaches Vorstandsmitglied.

Jobs ist unzufrieden mit seiner neuen Position, da er keinen echten Einfluss mehr im Unternehmen hat. Am 16. September 1985 entschlie√üt er sich dazu Apple zu verlassen und NeXT Computer zu gr√ľnden.

Als Apple NeXT Computer Ende 1996 aufkauft, ist Jobs wieder bei Apple besch√§ftigt. Nur wenige Monate sp√§ter, am 16. September 1997, √ľbernimmt Jobs „vor√ľbergehend“ die Leitung als, wie Apple es nennt, iCEO („interim CEO“). Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 2011 wird er die Leitung von Apple innehaben.

Mehr Informationen √ľber Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Jobs und John Sculley, Apple Computer

45 Jahre IBM Portable Computer (Typ 5100)

Am 9. September 1975 kam der IBM Portable Computer (Typ 5100) auf den Markt. Mit diesem als erstes System, erschien eine Serie von (f√ľr damalige Verh√§ltnisse) kompakten Mikrocomputern, die mit den Typen 5110 und 5120 fortgesetzt und schlie√ülich von dem IBM-PC (Typ 5150) abgel√∂st wurde.

Obwohl der IBM-PC eine √§hnliche Typenbezeichnung tr√§gt, ist dieser in keiner Weise zu seinen Vorg√§ngern (5100, 5110 oder 5120) kompatibel und technisch vollkommen anders aufgebaut. Der Typ 5100 entspricht dem SCAMP (Special Computer, APL Machine Portable), der nur als Prototyp vorgestellt wurde und als Prozessor eine Mehrchip-L√∂sung namens PALM einsetzte. Als Betriebssystem waren ausschlie√ülich die Programmiersprachen APL und/oder BASIC verf√ľgbar. Als Speichermedium wurden QIC-Bandlaufwerke mit 204 KByte Kapazit√§t verwendet. Der Rechner kostete je nach Ausstattung zwischen 9.000 US$ und 20.000 US$.

Mehr √ľber IBM gibt es in diesem Beitrag.

Bild: IBM 5100, Wikimedia, CC-BY-SA, Marcin Wichary

ZX Spectrum Next: Die zweite Kickstarter-Kampagne startet

Seit April wurden die 3113 Spectrum Next der ersten Kickstarter-Kampagne ausgeliefert. Nun ist es soweit: Wer damals nicht dabei war, bekommt eine zweite Chance.

Seit einem Tag ist es m√∂glich die Kampagne zu unterst√ľtzen und schon wurde das Finanzierungsziel von 250.000 EUR mit knapp 900.000 EUR von √ľber 2.200 Usern fast vervierfacht. Dabei ist die zweite Ausgabe des Spectrum Next alles andere als g√ľnstig: Kostete ein Spectrum Next Accelerated damals 230 GBP (ca. 255 EUR), sind es jetzt 325 GBP (ca. 360 EUR). Dazu kommen knapp 30 EUR f√ľr den Versand…

Die technischen Daten entsprechen denen der Issue 2b aus der ersten Kampagne:

  • Prozessor: Z80 mit 3,5 MHz, 7 MHz, 14 Mhz und 28 MHz (simuliert mit einem FPGA Altera SLX16)
  • Speicher: 1024Kb RAM (erweiterbar auf 2048 Kb)
  • Video: Hardware Sprites, 256 Farben, Timex 8×1 Modus etc.
  • Video Ausgabe: RGB, VGA, HDMI
  • Speicher: SD Karten, DivMMC-kompatibel
  • Audio: Turbo Sound Next (3x AY-3-8912 Audio Chips mit Stereo Ausgabe)
  • Joystick: 2x DB9 (Cursor, Kempston und Interface 2)
  • PS/2: Maus mit Kempston Mode und externes Keyboard
  • Spezial: Multiface-Funktionalit√§t
  • Kassettenrekorder: 2x 3,5mm Klinkenstecker
  • Expansionsport: Original External Bus Expansion Port
  • Beschleuniger Board (optional): GPU / 1 Ghz CPU / 512 Mb RAM (Raspberry Pi Zero)
  • Netzwerk (optional): WiFi Module (ESP8266)
  • Extras: Real Time Clock (Optional), interner Lautsprecher (optional)

Die neue Issue 2c soll aber zumindest √ľber folgende Verbesserungen verf√ľgen:

  • einen gesch√ľtzten Expansions Port
  • das WiFi Modul wurde neu positioniert, wodurch weniger Interferenzen auftreten sollen
  • die R√ľckspeisung √ľber HDMI soll gefixt sein.

Diese Verbesserungen sind sicherlich keinen Aufschlag von √ľber 100 EUR wert, als Begr√ľndung werden hier steuerliche Gr√ľnde und eine zu geringe Gewinnmarge angegeben.

Warten wir ab, welche Verbesserungen bis zum August 2021 noch implementiert werden, denn so lange m√ľssen Unterst√ľtzer auf die Auslieferung mindestens warten.

Bilder: ZX Spectrum Next, Henrique Olifiers, Kickstarter

Woz: Alles Gute zum 70 Geburtstag!

Steve Wozniak (geb. 11.8.1950 in San Jose im Silicon Valley), der Mitgr√ľnder von Apple und Entwickler des Apple I, wird heute 70 Jahre alt. Trotz seines Bekanntheitsgrades ist er ganz Mensch geblieben. In Dancing with the Stars versuchte er sich an verschiedenen T√§nzen und vor kurzem nahm er in Deutschland an den Segway-Polo-Weltmeisterschaften teil.

Wozniak kam schon als Kind durch seinen Vater, der als Ingenieur bei der Luftfahrt- und R√ľstungsfirma Lockheed arbeitete, mit Elektronik in Ber√ľhrung. Als Teenager bastelte er bereits seine erste Schaltungen und interessierte sich f√ľr den Beruf des Ingenieurs. Seinen gr√∂√üten Coup landete er, als er die Hard- und Software f√ľr einen Einplatinencomputer realisierte, aus dem sp√§ter der Apple I wurde.

Mehr Informationen √ľber Steve Wozniak und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Wozniak, Wikipedia, CC-BY-SA, User: campuspartycolombia