Webtipp: Anekdoten ├╝ber die Entwicklung des Apple Macintosh

Folklore.orgAndy Hertzfeld war f├╝hrendes Mitglied des urspr├╝nglichen Apple-Entwicklungsteams und wird von manchen als Pionier unter den Softwareentwicklern angesehen. Er ist f├╝r gro├če Teile der Macintosh-Systemsoftware verantwortlich, unter anderem den Gro├čteil des ROM-Codes, die User Interface Toolbox, und eine Reihe innovativer Komponenten, die heute in vielen GUIs Standard sind, zum Beispiel das Kontrollfeld und Scrapbook.

Anfang 2004 er├Âffnete Andy Hertzfeld die Website folklore.org. Die Website enth├Ąlt Dutzende von Anekdoten ├╝ber die Entwicklung des ersten Macintosh. Die Geschichten wurden Dezember 2004 unter dem Titel „Revolution in the Valley“ ver├Âffentlicht.

Bild: Software Team 1984, folklore.org

Filmtipp: Micro Men

Wir schreiben das Jahr 1978. Clive Sinclair hat in den Jahren davor erfolgreich Audioverst├Ąrker, Taschenrechner, ein Mini-TV und die erste digitale Armbanduhr entwickelt. Nun entwickelt Chris Curry, derzeit noch Mitarbeiter bei Sinclair Radionics Ltd, einen ersten Microcomputer-Bausatz, den MK14. Nach Streitigkeiten um einen Nachfolger, verl├Ąsst Chris Curry Sinclair und gr├╝ndet zusammen mit Hermann Hauser Acorn Computer. Durch den unerwarteten Erfolg des MK14 und der neuen Konkurrenz Acorn angespornt, beginnt Sinclair damit einen g├╝nstigen Heimcomputer zu entwickeln, der zum ZX80 werden soll.

Micro Men: Chris Curry & Clive Sinclair

Micro Men: Chris Curry & Clive Sinclair

Der TV-Film Micro Men, der 2009 bei der BBC lief, erz├Ąhlt die Geschichte der beiden Konkurrenten Clive Sinclair und Chris Curry und ihrer Unternehmen in den 80er Jahren. Auch wenn der Film derzeit nicht auf DVD erh├Ąltlich ist, findet man ihn zumindest auf YouTube. Sehenswert!

Bild: BBC

Bild des Tages: Space Invaders Meisterschaft

1980 war Atari der absolute Marktf├╝hrer bei Videospielen und Space Invaders in aller Munde. In diesem Jahr veranstaltete Atari eine Space Invaders Meisterschaft, bei der sich die Gewinner der regionalen Meisterschaften in New York, San Francisco, Los Angeles,┬áFort Worth und Chicago schlie├člich in Time Warner’s Zentrale in New York zum gro├čen Finale trafen.

Der Gewinner dieser ersten elektronischen Sportveranstaltung war William Salvador „Bill“ Heineman, der sp├Ąter (als Rebecca Ann Heineman) auch Mitbegr├╝nder von Interplay ist. Er setzte sich gegen mehr als 10.000 Teilnehmern durch und gewann einen Asteroids Automaten.

Bild: Finale der Space Invaders Meisterschaft in New York, November 1980

Vor 40 Jahren: Der Commodore C64 wird ausgeliefert

Commodore 64 mit 1541Auf der CES 1982 wird der C64 vorgestellt und Commodore knackt mit ihm den Jackpot. In nur zwei Jahren nach Markteinf├╝hrung, bricht Commodore alle Rekorde mit ├╝ber 4 Mio. verkauften Rechner weltweit und sogar bis heute ist der C64 der bestverkaufte Heimcomputer mit ├╝ber 17 Millionen Ger├Ąten. Von au├čen sieht er wie der VIC 20 aus. Ein geschlossenes Tastaturgeh├Ąuse, aber in braun. Der Geh├Ąuseform wegen, wurde der C64 auch oft als Brotkasten oder Nackenrolle bezeichnet. Er verf├╝gt ├╝ber eine hohe Grafikaufl├Âsung von Aufl├Âsung (320├Ś200 Pixel), 16 Farben und hat 64 KByte RAM. Ein weiteres Highlight ist der SID (Sound Synthesizer Chip), der erste selbstentwickelte Soundchip in einem Heimcomputer.

Im September 1982 beginnt Commodore damit den C64 für 595 US$ auf dem amerikanischen Markt zu verkaufen. In Deutschland ist er erst Anfang 1983 für 1495 DM zu haben, der Preis sinkt aber im selben Jahr noch auf 698 DM.

├ťber den C64 gibt es in diesem Beitrag noch einiges mehr zu erfahren…

Bild: Wikimedia, CC-BY-SA, User Bill Bertram

Apple I Prototyp wird versteigert

So langsam wurde es schon etwas langweilig: In den letzten Jahren wurden mit sch├Âner Regelm├Ą├čigkeit Apple I Ger├Ąte versteigert, die dann f├╝r eine mehr oder weniger hohe sechsstellige Summe den Besitzer wechselten.

Diesmal ist das etwas anders. Es ist zwar ein Apple I, der unter den Hammer kommt, aber es ist kein gew├Âhnlicher Apple I, es ist ein Prototyp, der von Steve Wozniak auf einem „Apple Computer A“ Mainboard zusammengel├Âtet wurde.

Der Rechner soll im Sommer 1976 gebaut worden sein und jahrelang in der legend├Ąren Apple-Garage im Silicon Valley gelegen haben. Vor 30 Jahren soll Jobs dann diesen Prototypen seinem aktuellen Besitzer gegeben haben. Glaubt man der Beschriftung auf dem Mainboard, handelt es sich um die Nummer „#2“, die seinerzeit Paul Terrell, dem Besitzer den „Byte Shop“ im kalifornischen Mountain View pr├Ąsentiert wurde, der daraufhin 50 Apple I Computer bestellte und erstmals f├╝r 666,66 US-Dollar anbot.

Jobs ging mit dem Prototypen nicht sonderlich gut um. Eine Ecke ist abgebrochen, der Mikroprozessor und einige Bauteile fehlen, es wurden zudem auch einige ICs aus den Fassungen entfernt und von ihm in andere Ger├Ąte verbaut. Kurzum, es ist Elektronikschrott… vermutlich wird es der teuerste Elektronikschrott, der ja verkauft wurde.

Die Auktion l├Ąuft vom 20.7. bis zum 18.8.2022 und schon bereits nach drei Tagen stand die Auktion bei US$ 278,005 (272.000 EUR).

Man darf gespannt sein, welchen Betrag der Prototyp erzielen wird. Tipps d├╝rfen gerne bei den Kommentaren abgegeben werden.

Update: Nach 10 Tagen, am 30.7., steht die Auktion bei US$ 407,029 (398.000 EUR).

Update #2: Der Prototyp wurde f├╝r US$ 677,196 (680.280 EUR) verkauft (dazu kommen 25% Auktionsgeb├╝hren und die Versandkosten).

Eine ├ťbersicht ├╝ber alle bekannten Apple I gibt die Apple I Registry.

Bild: RR Auction

Versteigerung eines weiteren Apple I Computers beginnt heute

Nein, selten ist der Apple I nun wirklich nicht mehr, zumindest was die Anzahl der Auktionen angeht bei denen er auftaucht. Aus einem begehrten Sammlerobjekt ist inzwischen ein Spekulationsobjekt geworden.

Heute wird wieder ein funktionsf├Ąhiger Apple I Computer („Schlumberger 2“) aus dem Jahr 1976 versteigert. Restauriert und mit Signatur von Steve Wozniak soll er voraussichtlich 485.000 US-Dollar erzielen. Noch befindet sich der Rechner mit der Seriennummer 89┬á im Besitz von Jimmy Grewal, dem Gr├╝nder der The APPL Collection. Er wurde mit einem weiteren Apple I von einem leitenden Angestellten bei Schlumberger Overseas SA in New York gekauft und gelangte sp├Ąter nach Europa. Die Signatur auf der 6502 CPU ist allerdings noch „frisch“, denn signiert wurde der Rechner erst 2021 als sich Grewal und Woz in Dubai trafen.

Video: The „Schlumberger 2ÔÇŁ Apple-1 Computer: Signed by Woz!, The AAPL Collection, YouTube

Der Apple-I wird ab dem 2. Juni 2022 um 9:00 Uhr PST (GMT-7) – 18 Uhr MESZ – bei eBay zum Verkauf angeboten. Ein direkter Link zum Auktion wird auf der offiziellen Website von The APPL Collection ver├Âffentlicht.

Eine ├ťbersicht ├╝ber alle bekannten Apple I gibt die Apple I Registry.

Update 12.6.2022, 18:00 Uhr: H├Âchstgebot erg├Ąnzt.

Bilder: The APPL Collection

Vor 45 Jahren: Der Apple II kommt auf den Markt

Im April 1977 begann die Vermarktung des Apple II. Der Apple II ist der direkte Nachfolger des Apple I und wurde wie dieser von Steve Wozniak entwickelt. Der Rechner verf├╝gte ├╝ber eine 8-Bit 6502 CPU @1,020 MHz Taktfrequenz. In der Grundausstattung wurde er mit 4 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert, die bis auf 64 KByte erweitert werden konnten.

In der Zeit von 1977 bis 1993, in der die Apple II Reihe verkauft wurde, wurde dieser mehrfach ├╝berarbeitet. 1979 erschien der Apple II+ und Apple II europlus. Der Apple II+ wurde mit 48 KByte Arbeitsspeicher verkauft und besa├č, anders als das Original mit dem von Steve Wozniak entwickelten Apple Integer Basic, als Firmware Applesoft BASIC, das von Microsoft stammte. Das BASIC war weitestgehend identisch mit dem vom Commodore 64, das ebenfalls vom Microsoft stammte, war habe um einige Befehle, z.B. Grafik-Befehle, erweitert worden.

Schon kurz nach der Einf├╝hrung des Apple II erschienen verschiedene illegale Apple-Clones, da der Apple II recht einfach mit seinen Standardchips nachzubauen war. Legale Clones gab es nur sehr wenige, z.B. der Laser 128 von VTech.

Mehr Informationen ├╝ber den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, CC-BY, User Rama

Bild des Tages: Captain Kirk und sein VC 20

Als Commodore in den USA damit begann den VC 20 ├╝ber K-Mart zu verkaufen, w├Ąhlten sie William Shatner als Werbesprecher, der in seinen Auftritten die Frage stellte : „Why buy just a video game?“

Video: Commodore VIC 20, morrisonAV, YouTube

Der kanadische Schauspieler William Shatner wurde haupts├Ąchlich durch seine Rollen als Captain Kirk in Raumschiff Enterprise, als T.J. Hooker in der gleichnamigen Serie und als Denny Crane in der Anwaltsserie Boston Legal bekannt.

Mehr ├╝ber Commodore gibt es in diesem Beitrag.