Yandex Retro Games Battle 2020

Vor nun fast 40 Jahren erschien der ZX Spectrum und er erfreut immer noch eine sehr große Fangemeinde. Es gibt auch ständig neue Software (meistens Spiele), insbesondere für den ZX Next sind in den letzten Monaten zahlreiche Spiele erschienen und noch angekündigt.

ZXBITLES hat für den „Yandex Retro Games Battle 2020“ das Plattformspiel „Red Raid: The beginning“ für den klassischen ZX Spectrum veröffentlicht. Das Spiel bietet:

  • 31 Stufen,
  • 10 zu erreichende Ziele,
  • zwei Musik-Themen,
  • abwechslungsreiches Gameplay und
  • interaktive Level, die sich während des Spiels ändern.

In dem Plattformspiel muss der Spieler herausfinden, was mit seinem verlorenen gegangenen Haustier, dem Hasen Daisy, passiert ist. Aus der Suche trifft er auf viele feindliche Gesellen und muss zahlreiche Rätsel lösen, die mit jeder Stufe schwieriger werden.

Video: Red Raid: The beginning Side A, ZXBITES, YouTube

Etwas ausführlicher wird dieses Spiel, zusammen mit allen anderen teilnehmenden Spielen, auf dieser Website vorgestellt. Die Spiele aus dem Vorjahr können hier heruntergeladen und online gespielt werden.

Bilder: ZXBITLES

35 Jahre Sinclair ZX Spectrum 128

Im September 1985 erscheint zuerst in Spanien, dann im Januar 1986 auch in Großbritannien, der Sinclair ZX Spectrum 128. Der Spectrum 128 sieht aus wie der Spectrum+, verfügt aber über 128 KByte Arbeitsspeicher und besitzt einen neuen Dreikanal-Soundchip (ähnlich dem, der später im Atari-ST verwendet wird). Weiterhin wurde das BASIC überarbeitet (128K Basic) und der neue Speccy verfügt über weitere Anschlussmöglichkeiten, wie MIDI Ausgabe, eine RS-232 Schnittstelle und ein Monitoranschluss. An der rechten Seite befindet sich zudem nun ein großer Kühlkörper.

Mehr über Sinclair und den ZX Spectrum gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Sinclair ZX Spectrum 128, Wikimedia, CC-BY-SA, Bill Bertram

Vor 35 Jahren: Steve Jobs verlässt Apple

Steve Jobs wirbt im Frühjahr 1983 John Sculley, der damals Präsident von Pepsi Cola ist, für Apple ab. Sculley wird Präsident und CEO von Apple und soll dem dabei helfen weiter zu expandieren. Aber schon Anfang 1985 geraten Jobs und Sculley immer mehr aneinander. Jobs wirft Sculley vor, dass er zu wenig über die Computerindustrie wisse, während dieser Jobs vorwirft gefährlich und außer Kontrolle zu sein.

Schließlich konfrontiert Sculley Jobs mit seinem Verhalten und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mac Entwicklung. Aber Jobs ist alles andere als offen für Kritik und wirft Sculley ineffizientes Marketing und den unfähigen Umgang mit den Nicht-Mac Abteilungen vor. Im April 1985 trägt Sculley den Fall dem Vorstand vor und verlangt, dass dieser Steve Jobs die Position als Apples Vizepräsident und General Manager der Mac-Abteilung aberkennt. Sculley will Jobs nicht vollständig loswerden, sondern hofft, dass Jobs eine repräsentative Rolle innerhalb des Unternehmens übernehmen wird. Am 31. Mai 1985 wird Jobs vom Vorstand offiziell seiner Positionen enthoben und ist von da an nur noch einfaches Vorstandsmitglied.

Jobs ist unzufrieden mit seiner neuen Position, da er keinen echten Einfluss mehr im Unternehmen hat. Am 16. September 1985 entschließt er sich dazu Apple zu verlassen und NeXT Computer zu gründen.

Als Apple NeXT Computer Ende 1996 aufkauft, ist Jobs wieder bei Apple beschäftigt. Nur wenige Monate später, am 16. September 1997, übernimmt Jobs „vorübergehend“ die Leitung als, wie Apple es nennt, iCEO („interim CEO“). Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 2011 wird er die Leitung von Apple innehaben.

Mehr Informationen über Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Jobs und John Sculley, Apple Computer

Bild des Tages: Space Invaders Meisterschaft

1980 war Atari der absolute Marktführer bei Videospielen und Space Invaders in aller Munde. In diesem Jahr veranstaltete Atari eine Space Invaders Meisterschaft, bei der sich die Gewinner der regionalen Meisterschaften in New York, San Francisco, Los Angeles, Fort Worth und Chicago schließlich in Time Warner’s Zentrale in New York zum großen Finale trafen.

Der Gewinner dieser ersten elektronischen Sportveranstaltung war William Salvador „Bill“ Heineman, der später (als Rebecca Ann Heineman) auch Mitbegründer von Interplay ist. Er setzte sich gegen mehr als 10.000 Teilnehmern durch und gewann einen Asteroids Automaten.

Bild: Finale der Space Invaders Meisterschaft in New York, November 1980

ZX Spectrum Next: Die zweite Kickstarter-Kampagne startet

Seit April wurden die 3113 Spectrum Next der ersten Kickstarter-Kampagne ausgeliefert. Nun ist es soweit: Wer damals nicht dabei war, bekommt eine zweite Chance.

Seit einem Tag ist es möglich die Kampagne zu unterstützen und schon wurde das Finanzierungsziel von 250.000 EUR mit knapp 900.000 EUR von über 2.200 Usern fast vervierfacht. Dabei ist die zweite Ausgabe des Spectrum Next alles andere als günstig: Kostete ein Spectrum Next Accelerated damals 230 GBP (ca. 255 EUR), sind es jetzt 325 GBP (ca. 360 EUR). Dazu kommen knapp 30 EUR für den Versand…

Die technischen Daten entsprechen denen der Issue 2b aus der ersten Kampagne:

  • Prozessor: Z80 mit 3,5 MHz, 7 MHz, 14 Mhz und 28 MHz (simuliert mit einem FPGA Altera SLX16)
  • Speicher: 1024Kb RAM (erweiterbar auf 2048 Kb)
  • Video: Hardware Sprites, 256 Farben, Timex 8×1 Modus etc.
  • Video Ausgabe: RGB, VGA, HDMI
  • Speicher: SD Karten, DivMMC-kompatibel
  • Audio: Turbo Sound Next (3x AY-3-8912 Audio Chips mit Stereo Ausgabe)
  • Joystick: 2x DB9 (Cursor, Kempston und Interface 2)
  • PS/2: Maus mit Kempston Mode und externes Keyboard
  • Spezial: Multiface-Funktionalität
  • Kassettenrekorder: 2x 3,5mm Klinkenstecker
  • Expansionsport: Original External Bus Expansion Port
  • Beschleuniger Board (optional): GPU / 1 Ghz CPU / 512 Mb RAM (Raspberry Pi Zero)
  • Netzwerk (optional): WiFi Module (ESP8266)
  • Extras: Real Time Clock (Optional), interner Lautsprecher (optional)

Die neue Issue 2c soll aber zumindest über folgende Verbesserungen verfügen:

  • einen geschützten Expansions Port
  • das WiFi Modul wurde neu positioniert, wodurch weniger Interferenzen auftreten sollen
  • die Rückspeisung über HDMI soll gefixt sein.

Diese Verbesserungen sind sicherlich keinen Aufschlag von über 100 EUR wert, als Begründung werden hier steuerliche Gründe und eine zu geringe Gewinnmarge angegeben.

Warten wir ab, welche Verbesserungen bis zum August 2021 noch implementiert werden, denn so lange müssen Unterstützer auf die Auslieferung mindestens warten.

Bilder: ZX Spectrum Next, Henrique Olifiers, Kickstarter

Woz: Alles Gute zum 70 Geburtstag!

Steve Wozniak (geb. 11.8.1950 in San Jose im Silicon Valley), der Mitgründer von Apple und Entwickler des Apple I, wird heute 70 Jahre alt. Trotz seines Bekanntheitsgrades ist er ganz Mensch geblieben. In Dancing with the Stars versuchte er sich an verschiedenen Tänzen und vor kurzem nahm er in Deutschland an den Segway-Polo-Weltmeisterschaften teil.

Wozniak kam schon als Kind durch seinen Vater, der als Ingenieur bei der Luftfahrt- und Rüstungsfirma Lockheed arbeitete, mit Elektronik in Berührung. Als Teenager bastelte er bereits seine erste Schaltungen und interessierte sich für den Beruf des Ingenieurs. Seinen größten Coup landete er, als er die Hard- und Software für einen Einplatinencomputer realisierte, aus dem später der Apple I wurde.

Mehr Informationen über Steve Wozniak und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Wozniak, Wikipedia, CC-BY-SA, User: campuspartycolombia

35 Jahre Commodore Amiga

Heute vor 35 Jahren, am 23. Juli 1985, wurde das erste Amiga-Modell, welches als Amiga 1000 auf den Markt kam, im Rahmen einer großen Show mit den Gaststars Andy Warhol und Deborah Harry in New York vorgestellt.

Die Entwickler demonstrierten die herausragenden grafischen Fähigkeiten und den Vierkanal-Sample-Sound, die den Amiga von seinen damaligen Konkurrenten (Atari ST und Apple Mac) abhob. Auch das präemptive Multitasking wurde bei den Konkurrenten erst später eingeführt.

Mehr zur Geschichte des Amiga und der Firma Commodore gibt es in diesem Beitrag.

Webtipp: Alles über den Apple II

apple2history.orgSeit über 35 Jahren beschäftigt sich Steven Weyhrich mit dem Apple II und so wurde seine Website apple2history.org im Laufe der Zeit zu einer wahren Fundgrube für jeden Apple-Fan und zu der Referenz für den Apple II.

Eigentlich logisch, dass nun auch ein Buch zu diesem Thema folgte. Seit Dezember 2013 ist Sophistication & Simplicity: The Life and Times of the Apple II Computer (Link: Amazon) erhältlich.