Vor 45 Jahren: Infocom wird gegrĂŒndet

1979 haben die meisten Programmierer von Zork, ein in MDL programmiertes textbasiertes Abenteuerspiel, ihr Studium abgeschlossen. Nachdem noch das letzte Puzzle hinzugefĂŒgt wurde, grĂŒnden das Team am 22. Juni 1979 eine eigene Firma: Infocom. In den folgenden Jahren portieren sie das Spiel fĂŒr zahlreiche Heimcomputer, wobei aber aufgrund der geringen SpeicherkapazitĂ€t der Disketten zunĂ€chst nur ein Teil des ursprĂŒnglichen Zork unter dem Namen Zork I veröffentlicht wurde. SpĂ€ter folgten Zork II und Zork III, die die Geschichte fortsetzten und ĂŒber das ursprĂŒngliche Zork sogar noch hinausgingen. 1993 wurde Infocom von Activision ĂŒbernommen und brachte mit Return to Zork ein Grafik-Adventure heraus, das die Zork-Serie weiterfĂŒhrte. Nach ein paar weiteren Fortsetzungen, wurden 1996 alle Zork-Teile in der Zork Special Edition zusammengefasst, die auch heute noch erhĂ€ltlich ist.

Zork kann auch kostenlos online gespielt werden, z.B. hier.

Mehr ĂŒber Infocom und Zork gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Zork I, Infocom

Vor 30 Jahren: DOOM erscheint fĂŒr den PC

Doom TitelbildDer erste Teil der 3D-Ego-Shooter Serie Doom wurde am 10. Dezember 1993 von id Software fĂŒr den PC veröffentlicht. Das Spiel stellt mit seiner 3D-Grafik einen Meilenstein im Bereich der Computerspiele dar. Schon kurze Zeit nach der Veröffentlichung wurde Doom im Mai 1994 (und sein Nachfolger Doom II im Dezember 1994) von der BundesprĂŒfstelle fĂŒr jugendgefĂ€hrdende Schriften (BPjS) indiziert. Erst seit dem 4. August 2011 wurden die Spiele nach einem Antrag des Rechteinhabers von der Liste gestrichen. Die deutschen Versionen von Doom haben seitdem eine Altersfreigabe von 16 Jahren.

Viele Webseiten haben Doom und seine Nachfolger als Thema, z.B. Doomgate oder DoomWiki. Und natĂŒrlich auch in der Wikipedia findet man viel Wissenswertes zu Doom.

Vor 40 Jahren: Jetpac

Vor 40 Jahren erscheint Jetpac fĂŒr den Sinclair ZX Spectrum. Es ist Ultimates erstes Spiel und wird zu einem riesigen Erfolg: Alleine die Spectrum Version wird 300.000 Mal verkauft bei insgesamt 1 Mio. verkauften Spectrums.

Auch die nachfolgenden Titel Pssst, Tranz Am und Cookie sind sehr erfolgreich und gehören bei fast jedem Spectrum Benutzer zur Standard-Softwareausstattung. Insgesamt bringt Ultimate zehn Spiele fĂŒr den Spectrum 16K mit seinen knapp 9 KByte freien Arbeitsspeicher heraus, bis sie ausschließlich Spiele fĂŒr den Spectrum 48K entwickeln.

Das 8Bit-Museum.de widmet Ultimate Play the Game einen eigenen Eintrag.

40 Jahre Manic Miner fĂŒr den ZX Spectrum

40 Jahre ist es her, da kennt Matthew Smiths FĂŒhrerscheinnummer, die Nummer 6031769, fast jeder ZX Spectrum Benutzer. Es ist aber auch der Cheat Code fĂŒr sein Spiel Manic Miner, das im August 1983 fĂŒr den ZX Spectrum erscheint, und schaltet u.a. die Möglichkeit frei einen der 20 Level direkt anzuspringen, um so nicht stĂ€ndig wieder von vorne beginnen zu mĂŒssen.

Das Spielprinzip ist einfach: In jeder der 20 Kammern muss der Spieler mehrere blinkende GegenstĂ€nde aufsammeln, bevor ihm die Luft ausgeht. Der noch vorhandene Luftvorrat wird durch einen Balken am unteren Bildschirmrand dargestellt. Hat Willy, so der Name des „Manic Miners“, alle GegenstĂ€nde eingesammelt, beginnt der Ausgang zu blinken und er kann durch diesen die nĂ€chste Kammer erreichen. Damit es nicht zu leicht wird, gibt es in jeder Kammer allerlei giftige Pflanzen und GegenstĂ€nde, die man tunlichst nicht berĂŒhren sollte, Aliens und Roboter die sich durch die Kammer bewegen und deren BerĂŒhrung ebenfalls tödlich ist. Einige Wege schmelzen zu allen Überfluss auch noch unter Willy, so dass man zum einen auf diesen nicht stehen bleiben sollte und zum anderen man manchmal nur eine Chance hat einen Gegenstand ĂŒberhaupt zu erreichen.

Video: RZX Archive, YouTube

So einfach sich das Spiel anhört, so schwer ist es selbst nach heutigen MaßstĂ€ben zu spielen. Es gibt kaum Spieler, die Manic Miner alle 20 Level durchgespielt haben.

Manic Miner ist das erste Spiel auf dem ZX Spectrum, das wĂ€hrend des Spiels dauerhaft Musik und Soundeffekte spielt. Da der ZX Spectrum ĂŒber keinen dedizierten Soundchip verfĂŒgte, ist die CPU stĂ€ndig mit der Tonerzeugung beschĂ€ftigt, weshalb viele glauben, dass dieses unmöglich ist. Die geschickte Aufteilung von CPU Zeit zwischen Ton-Erzeugung und Spielsteuerung ermöglicht das zuvor nicht fĂŒr möglich gehaltene dann aber doch. Als Hintergrundmusik lĂ€uft In der Halle des Bergkönigs, das Edvard Grieg als StĂŒck seiner Schauspielmusik Peer Gynt in Henrik Ibsens dramatischem Gedicht Peer Gynt gegen Ende des 19. Jahrhunderts komponierte. WĂ€hrend des Titelbildschirms lĂ€uft An der schönen blauen Donau.

Auch die begrenzten GrafikfĂ€higkeiten des ZX Spectrum werden geschickt umschifft. WĂ€hrend des Spiels fallen die Spectrum ĂŒblichen Farbklötzchen von 8×8 Pixeln kaum auf.

Manic Miner ist der Auftakt einer Serie von vier Spielen mit dem Bergmann Willy:

  • Manic Miner, (1983), Bug-Byte / Software Projects
  • Jet Set Willy, (1984), Software Projects
  • The Perils of Willy, (1984), Software Projects
  • Jet Set Willy II, (1985), Software Projects

Es wurde fĂŒr zahlreiche Computerplattformen und Videospielsysteme portiert, sogar fĂŒr die Xbox.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.

40 Jahre Dragon’s Lair

Im Juli 1983, genauer gesagt bereits am 1.7.1983, kam Dragon’s Lair in die Spielhallen. Der Automat verursachte soviel aufsehen, dass die Betreiber teilweise einen Zusatzbildschirm anschlossen, damit die Menschenmenge um den Automaten das Spielgeschehen beobachten konnte.

Don Bluth, damals begeistert von der Laser-Disc-Technologie, entwickelte zusammen mit Rick Dyer dieses animationsreiche Action-Spiel. Ungeachtet dessen, dass die Automaten aufgrund der aufwendigen Technik sehr viel teurer waren und damit auch die Spiele, obwohl sie bei unerfahrenen Spielern teilweise nur wenige Sekunden dauerten, war Dragon’s Lair ein Erfolg und der Automat stĂ€ndig umlagert.

Leider war dieser Boom nur von kurzer Dauer. Die Laser-Disc-Technologie ermöglichte zu wenig Interaktion des Spielers mit der Figur. Meistens ging es darum zu einem bestimmten Zeitpunkt den Joystick zwei oder dreimal in eine bestimmte Richtung zu drĂŒcken, um weiter zu kommen.

Das 8Bit-Museum.de widmet sich in einem etwas lÀngeren Eintrag diesem PhÀnomen.

Auf YouTube findet man unzĂ€hlige Videomitschnitte des Spiels, wie folgendes Video, in dem Dragon’s Lair einmal vollstĂ€ndig durchgespielt wird.

Die Abenteuer des verrĂŒckten Bergmanns

Die Abenteuer um Willy dem Bergmann, gehören zu den beliebtesten Spielen fĂŒr den ZX Spectrum. Die Spiele werden auf unzĂ€hlige andere Systeme sowohl offiziell als auch inoffiziell portiert und kaum ein Computerbesitzer Anfang der 80er Jahre hat nicht Manic Miner oder Jet Set Willy gespielt.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.

Vor 40 Jahren: Pac Man erblickt das Licht der Welt

1980 war Toru Iwatani die ĂŒblichen Ballerspiele leid, sogar die seines eigenen Unternehmens Namco, wie z.B. Galaxian. Er möchte ein Videospiel entwickeln, das mehr an ein Comic erinnert, als an ein Videospiel und das sowohl Frauen als auch MĂ€nner gleichermaßen anspricht. Inspiriert durch die Pizza, in der ein StĂŒck herausgeschnitten wurde, ist sein ursprĂŒnglicher Entwurf eine animierte Pizza mit einer fehlenden Ecke als Mund, die sich durch ein Labyrinth bewegt und alles, was ihr in den Weg kommt, frisst. Aufgrund der beschrĂ€nkten graphischen FĂ€higkeiten in dieser Zeit, wird die Pizza nur als solider gelber Kreis dargestellt. Die fehlende Ecke als Mund bleibt aber erhalten.

Puckman wird am 22. Mai 1980 in einer Spielhalle im Tokioter Viertel Shibuya öffentlich getestet, fertig ist es aber erst im Juli. Es ist in Japan ein absoluter Hit und verursacht wie zuvor Space Invaders eine MĂŒnzknappheit als zehntausende von Automaten aufgestellt werden.

Midway unterschreibt schon kurz darauf ein Lizenzabkommen und veröffentlicht es in Nordamerika. FĂŒr die Umsetzung wird der Name des Spiels und des Hauptdarstellers geĂ€ndert und zwar in Pac-Man, damit Vandalen das „P“ nicht durch ein „F“ ersetzen können.

Mehr ĂŒber Pac-Man uns seiner Entstehung gibt es in diesem Bericht.

Vor 40 Jahren: Activision wird gegrĂŒndet

1979 verließen Larry Kaplan, Alan Miller, Bob Whitehead und David Crane wegen der fehlenden Anerkennung, die Atari seinen Programmautoren zollte, das Unternehmen. Die Gruppe schloss einen Vertrag mit Jim Levy, einem frĂŒheren GeschĂ€ftsfĂŒhrer aus der Musikbranche. Mit einem Businessplan bewaffnet, der ein explosives Wachstum des Markts fĂŒr Videospiele voraussagte, grĂŒndeten die vier Entwickler und Levy am 1. Oktober 1979 den ersten Dritthersteller fĂŒr Videospiele.

Levy schlug den Firmennamen Activision vor, eine Kombination aus “Active Television”, das Regenbogenlogo und das einzigartige Verpackungsdesign. Mit an Bord war der Risikokapitalgeber Richard Muchmore. Mit knapp einer Million US-Dollar Risikokapital nahm das Startup in Mountain View, Kalifornien, seine Arbeit auf.

Mehr ĂŒber Activision gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Activision Logo, (r) Activision