ATmega328P Development Board

F√ľr kleinere Basteleien habe ich ein eigenes g√ľnstiges ATmega328P Board entwickelt. Es werden nur wenige Komponenten ben√∂tigt, so dass das Board nur ein paar Euro kostet. Die Pin-Leisten sind zwar kompatibel zum Arduino Uno, da aber kein USB-auf-Seriell Chip verwendet wird, muss der ATmega per ISP programmiert werden. Es gibt hierzu etliche g√ľnstige Programmierer zu kaufen (z.B. diesen hier bei Amazon), die von der Arduino IDE unterst√ľtzt werden (anstelle von „Hochladen“ wird „Hochladen mir Programmer“ verwendet).

Wer Interesse an dem Board hat, findet hier die Gerber-Dateien.

35 Jahre Tatung Einstein

Der Tatung Einstein kam im Oktober 1984 auf den Markt. Er wurde im englischen Bradford von der taiwanischen Firma Tatung entwickelt und auch in England produziert. Die Hardware glich zwar der des MSX Standards, war aber nicht kompatibel dazu. Das Betriebssystem „Xtal“ war CP/M-kompatibel und wurde zusammen mit einem BASIC-Interpreter ausgeliefert. Un√ľblich zur damaligen Zeit war die M√∂glichkeit den Rechner mit zwei 3″-Diskettenlaufwerken aufr√ľsten zu k√∂nnen.

Da der Rechner mit 499 GBP zu teuer war, hatte dieser keinen Erfolg mehr auf einem Markt, auf dem inzwischen leistungsfähigere Computer erhältlich waren.

Mehr zu dem Rechner und der Firma Tatung gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikimedia, CC-BY, Marcin Wichary

Bild des Tages: Ein Militärcomputer im Krankenhaus

IBM SAGEWas sucht ein AN/FSQ-7 Combat Direction Central Militärcomputer in einem Krankenhaus?

Der Q7 war ein Kommando- und Kontrollsystem, das w√§hrend des Kalten-Kriegs im Luftverteidigungsnetzwerk verwendet wurde. Es ist das gr√∂√üte jemals gebaute Computersystem, jede der 24 Maschinen wog 300 Tonnen und bestand aus zwei Computern. Der Q7 bestand aus 60.000¬†Vakuumr√∂hren, davon wurden 60.000 f√ľr den Computer verwendet, und verbrauchte 3 Megawatt an Leistung. Die Rechenleistung betrug 75.000 Befehle pro Sekunde. Der Computer kostete ca. 10 Mrd. US Dollar. Entwickelt wurde er zwischen 1954 und 1958. Die letzte Maschine wurde 1983 au√üer Betrieb genommen.

Das Computer History Museum schreibt zu diesem Computer:

The software was written by The Rand Corporation and the System Development Corporation (SDC) and employed about 20% of the world’s programmers at the peak of the project. When it was complete, the 250,000 lines of code was the most complex piece of software in existence.

Die Q7 Komponenten wurden in zahlreichen Filme verwendet und obwohl diese aus den 1950er stammten, sind sie sogar aufgrund des futuristischen Aussehens noch in aktuellen Filmen zu sehen. Zu sehen ist das Kontrollpult u.a. in Filmen wie Westworld (1973), Spaceballs (1987), Beverly Hills Cop 3 (1994), Independence Day (1996), Virus (1999), und zahlreichen Serien. Die Website Starring the Computer listet diese akribisch auf.

Bilder: Starring the Computer, Columbo (S04E06): „Der Schlaf, der nie endet“ (A Deadly State Of Mind); IBM SAGE, Wikimedia, CC-BY-2.0, User Kozuch

Vor 40 Jahren erscheint die erste Tabellenkalkulation VisiCalc

Im Oktober 1979 wurde mit VisiCalc, die weltweit erste Tabellenkalkulation, von Personal Software f√ľr den Apple II auf den Markt gebracht. Programmiert wurde VisiCalc von Dan Bricklin und Bob Frankston unter dem Firmennamen Software Arts. Im Laufe der Zeit wurde es auf zahlreiche Systeme portiert, wie dem Apple III, Atari-Computer, Commodore PET, TRS-80 und IBM-kompatible PCs.

Aufgrund des gro√üen Erfolgs nannte sich Personal Software 1982 in VisiCorp um und brachte im Dezember 1983 mit Visi On eine grafische Benutzeroberfl√§che f√ľr DOS heraus. Ein kostspieliger Prozess mit Software Arts f√ľhrten zu steigenden Verlusten, so dass VisiCorp 1984 durch die Control Data Corporation aufgekauft wurde.

Mehr Informationen zu VisiCalc in der englischsprachigen Wikipedia.

Bild: Wikipedia, User Gorto (Public Domain)

Z80 CPU Tester als Arduino-Shield

Vor ein paar Wochen stolperte ich √ľber Goran Devics Website. Goran beschriebt dort eine M√∂glichkeit mit einem Arduino eine Z80 CPU zu steuern. Die Idee fand ich so interessant, dass ich ein Arduino-Shield f√ľr den Mega 2560 entwarf, seine Software entsprechend anpasste und um einige Funktionen erweiterte, z.B. kann die L√§nge des Taktzyklus eingestellt werden und vorgegebene Testprogramme k√∂nnen geladen werden. Damit auch ein Betrieb ohne serielle Konsole m√∂glich ist, kann zus√§tzlich ein LCD Display angeschlossen werden.

Das folgende Video zeigt, wie die CPU ein kleines Programm schrittweise abarbeitet (200msec pro Taktzyklus).

Z80 CPU Tester

Das Display wird aktuell noch nicht verwendet. Anstelle eines teuren ZIF-Sockels kann auch ein Pr√§zisionssockel verwendet werden. Die Bauteilkosten liegen jeweils bei ca. 5-6 EUR zzgl. Platine. Sofern ich noch Platinen √ľbrig habe, gebe ich die gerne zum Selbstkostenpreis ab. √úber eine R√ľckmeldung w√ľrde ich mich sehr freuen. Auch Verbesserungsvorschl√§ge sind sehr willkommen.

Update 24.1.2020

Ab der Version 2.1 kann in einem simulierten Videospeicher geschrieben werden, dessen Inhalt dann auf einem LCD2004 angezeigt wird. Zusätzlich können die beiden Taster abgefragt werden.

Z80 CPU Tester mit Display

Wer den Z80 CPU Tester nachbauen möchte findet hier die Gerber-Daten und den Quellcode zum Download.

35 Jahre Sinclair ZX Spectrum+

Am 2. Oktober 1984 erscheint der ZX Spectrum+, der √ľber eine verbesserte Tastatur verf√ľgt. Zwar sind jetzt die Tasten aus Plastik und es gibt zus√§tzliche Funktionstasten, aber unter dieser Tastatur findet man immer noch die gewohnte Tastaturfolie des Spectrum. Bis auf eine √ľberarbeitete Platine ist er mit seinem Vorg√§nger technisch identisch. Erst im Februar 1985 erscheint mit dem ZX Spectrum 128 ein √ľberarbeiteter ZX Spectrum.

Mehr zum ZX Spectrum gibt es in diesem Beitrag.

Vor 40 Jahren: Activision wird gegr√ľndet

1979 verlie√üen Larry Kaplan, Alan Miller, Bob Whitehead und David Crane wegen der fehlenden Anerkennung, die Atari seinen Programmautoren zollte, das Unternehmen. Die Gruppe schloss einen Vertrag mit Jim Levy, einem fr√ľheren Gesch√§ftsf√ľhrer aus der Musikbranche. Mit einem Businessplan bewaffnet, der ein explosives Wachstum des Markts f√ľr Videospiele voraussagte, gr√ľndeten die vier Entwickler und Levy am 1. Oktober 1979 den ersten Dritthersteller f√ľr Videospiele.

Levy schlug den Firmennamen Activision vor, eine Kombination aus ‚ÄúActive Television‚ÄĚ, das Regenbogenlogo und das einzigartige Verpackungsdesign. Mit an Bord war der Risikokapitalgeber Richard Muchmore. Mit knapp einer Million US-Dollar Risikokapital nahm das Startup in Mountain View, Kalifornien, seine Arbeit auf.

Mehr √ľber Activision gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Activision Logo, (r) Activision

Vor 25 Jahren: Microsoft stellt seine erste Homepage online

25 Jahre ist es jetzt her, da stellte Microsoft 1994 seine erste Homepage online. In dieser Zeit gab es nur wenige Webseiten und die wenigen Personen, die Zugang zum Internet hatten Рhauptsächlich Angehörige von Hochschulen und Forschungseinrichtungen Рwählten sich meistens per Modem ein (1994 mit Geschwindigkeiten von 9600 bis maximal 28800 bps).

Die erste Microsoft Website setzte auf pures HTML. Ein einziges Bild, f√ľr damalige Verh√§ltnisse regelrecht futuristisch, zierte die Hauptseite. Aufgrund der langsamen Datenverbindungen konnte die Website auch als reine Textseite betrachtet werden. Auch wenn dieses aus heutiger Sicht mehr als antiquiert wirkt, damals war es etwas besonderes √ľberhaupt √ľber eine Website zu verf√ľgen.

Bilder: Microsoft.com