Hardware Projekte

Alte Rechner zu reparieren ist nicht einfach. Mit etwas Glück sind Ersatzteile noch als NOS (New Old Stock), also neue Ersatzteile aus alten Lagerbeständen, zu bekommen. Oft muss auf „refurbished“ Ersatzteile zurückgegriffen werden, was z.B. bei CPUs und Custom-Chips häufig der Fall ist (hier handelt es sich um ausgelötete Bauteile, die entsprechend viele Betriebsstunden schon gelaufen sein können). Manchmal sind aber auch gebrauchte Bauteile nicht mehr zu bekommen. Spätestens dann muss die alte Hardware durch „neue“ Hardware ersetzt werden.

In den letzten Jahren haben sich dabei einige Hardwareprojekte angesammelt, die ich hier einmal zusammengetragen habe.

Sinclair
Mit dem ZX80 ROM Adapter kann ein ZX80 ROM durch ein 2732 EPROM ersetzt werden.

Es handelt sich um einen einfachen Zwischensockel. Problematisch ist der geringe Platz im Gehäuse, d.h. entweder muss der Adapter auf die Platine gelötet werden oder das EPROM auf die Platine.

Aufgrund eines leicht geänderten Aufbaus kann mit dem ZX80/2332 ROM Adapter ein ZX80 ROM oder ein 2332 ROM durch ein 2732 EPROM ersetzt werden.

Es handelt sich um einen einfachen Zwischensockel. Problematisch ist der geringe Platz im Gehäuse, d.h. entweder muss der Adapter auf die Platine gelötet werden oder das EPROM auf die Platine.

Dieser Adapter sollte auch in einigen Rechnern von Commodore verwendet werden können.

Mit dem ZX81 ROM Adapter kann ein ZX81 ROM durch ein 2764 EPROM ersetzt werden.

Es handelt sich um einen einfachen Zwischensockel. Problematisch ist der geringe Platz im Gehäuse, d.h. entweder muss der Adapter auf die Platine gelötet werden oder das EPROM auf die Platine.

Aufgrund eines leicht geänderten Aufbaus kann mit dem ZX81/2364 ROM Adapter ein ZX81 ROM oder ein 2364 ROM durch ein 2732 EPROM ersetzt werden.

Es handelt sich um einen einfachen Zwischensockel. Problematisch ist der geringe Platz im Gehäuse, d.h. entweder muss der Adapter auf die Platine gelötet werden oder das EPROM auf die Platine.

Dieser Adapter sollte auch in einigen Rechnern von Commodore verwendet werden können.

Mit dem ZX Spectrum ROM Adapter kann ein ZX Spectrum ROM durch ein 27128 oder 27256 EPROM ersetzt werden. Wird ein 27256 EPROM eingesetzt, so kann zwischen zwei Banks umgeschaltet werden.

Der Adapter existiert in vier Ausprägungen: Mit zwei Dioden als Ersatz für ein Oder-Gatter oder mit einem 7432, jeweils als normaler Zwischensockel (passt nicht in das Spectrum Gehäuse) oder als Topside-Down Version für das EPROM (immer noch sehr eng im Ur-Spectrum-Gehäuse).

EACA / Dick Smith Electronics
Der 2513 auf 2716 Adapter erlaubt es ein 2513 Character ROM, wie es im EACA Video Genie bzw. DSE System 80 zu finden ist, durch ein 2716 EPROM zu ersetzen.
Der Adapter sollte auch im Apple I und einigen II und II+ verwendet werden können.
Da 2102 (1k x 1) Speicherchips nur sehr schwer zu bekommen sind, ist es mit dem 2102 zu 2114 Adapter möglich, gleich sieben Bausteine durch zwei 2114 (1k x 4) zu ersetzen. Eingesetzt werden kann der Adapter in einem EACA Video Genie, aber theoretisch auch in anderen Systemen, solange die Datenausgänge (Dout) über einen Bustreiber geführt werden. Ein eigener Bustreiber sorgt dafür, dass die Eingänge (Din) zur korrekten Zeit auf die Speicherchips gelegt werden.
Commodore
Der PLA Adapter ersetzt einen 28pol. PLA im C64 oder CBM durch ein 27512 EPROM (nicht für Hauptplatine Assy No. 250469: Aldi-C64, 64G, C64C, auf 250407 bedingt lauffähig, auf 240425 lauffähig).

Der ein EPROM einen PLA nur eingeschränkt simulieren kann, kommt es u.U. zu Seiteneffekten, wie z.B. Problemen beim Einsatz zusammen mit Steckmodulen.

Der 6502 RAM/ROM Adapter wurde inspiriert durch den Universal 6502 RAM/ROM Adapter von Nicolas Welte. Allerdings ist dieser mehr auf meine Bedürfnisse zugeschnitten und nicht mehr so „universell“ wie die Ur-Version.

Die Änderungen sind recht zahlreich: Die Option-ROMs werden zusammen mit den ROMs umgeschaltet, DIL28-3 und SOIC sind für den RAM nicht mehr vorgesehen, die DIP-Schalter wurden entfernt (der GAL enthält bereits Pull-ups, die mit einem Widerstandsnetzwerk auf Masse gezogen und bei Bedarf mit den Schaltern wieder hochgezogen wurden), der Bus-Transceiver 74245 ist jetzt gesockelt und der Multiplexer 74157 wurde entfernt. Insgesamt wurden so drei Bausteine eingespart und die GAL-Logik ist sehr viel einfacher.

 

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