Bild des Tages: Eine Uhr fĂŒr die moderne, informationsorientierte Gesellschaft

Gut 32 Jahre vor der Apple Watch gab es bereits „smarte“ Uhren. Seiko brachte 1983 das Modell M516-4009 heraus. Mit den zwei eingebauten 16 kbit Speichermodulen (4 KByte) konnte dieses Modell eine Sprachnachricht von vier oder acht Sekunden LĂ€nge aufzeichnen.

Dieses Feature war Grund genug, um im Handbuch zu schreiben:

Sie sind nun stolzer Besitzer einer SEIKO Digitaluhr Kal. M516, die mit einer Sprachspeicherfunktion versehen ist, um den AnsprĂŒchen der modernen, informationsorientierten Gesellschaft gerecht zu werden.

Auf YouTube gibt es einige Videos, die zeigen, wie gut bzw. schlecht dieses kuriose Feature funktionierte. Es war so „modern“, dass sogar die GeisterjĂ€ger im Film Ghostbusters diese Uhr trugen.

In den 1980ern gab es einige Digitaluhren mit Features, ĂŒber die man sich heute amĂŒsiert. Wer erinnert sich nicht an die ersten Uhren mit Taschenrechner, deren Tasten so klein waren, dass man eine Nadel brauchte, um die Ziffern einzugeben, wie z.B. bei diesem Modell aus dem Jahre 1981.

Das MIST Board: Klassische Computer per FPGA neu implementiert

Vor einiger Zeit besorgte ich mir einen Raspberry Pi und experimentierte mit verschiedenen Emulatoren herum. Daraus wurde eine kleine Bastelei: Der Raspberry Pi wurde zusammen mit einem Tastatur-Interface (Keyrah V2 von Individual Computers) in ein C64 GehĂ€use eingebaut und der Emulator VICE sorgte fĂŒr die Nachbildung des C64. Die Vor- und Nachteile diese Lösung können hier nachgelesen werden.

Jetzt konnte ich ausprobieren, wie gut eine Re-Implementierung des C64 auf einem FPGA funktioniert. Es wird dabei der C64 nicht in Software nachgebildet, sondern die Funktion des gesamten Rechners wird auf einem FPGA neu implementiert. Es gibt verschiedene Projekte, die Rechner per FPGA nachbilden, wie z.B. C-One, Turbo Chameleon 64, FPGA-64, MEGA65, Commodore 64 on FPGA und ein paar weitere. Einige davon sind auf den C64 fixiert, andere erlauben es auch andere Rechner nachzubilden.

MIST Board Projekt

Ich habe mich fĂŒr das MIST Board entschieden, das vollstĂ€ndig aufgebaut bei der polnischen Firma Lotharek gekauft werden kann (siehe auch hier). Mit 199 EUR ist es zwar nicht ganz gĂŒnstig, bietet aber eine UnterstĂŒtzung fĂŒr mehrere Systeme, die ĂŒber sogenannte FPGA-Cores nachgebildet werden:

Computer: Acorn Archimedes (in Arbeit), Amiga (AGA in Beta-Status), Amstrad CPC, Apple II+, Atari ST, Atari 800, Commodore 64, Commodore VIC-20, MSX, ZX Spectrum, ZX81

Konsolen: Atari 2600, Atari 5200, Bally Astrocade, Chip8, Colecovision, Sega Master System, NES, PC Engine, VideoPac

Arcades: Galaxian, Moon Patrol, Pacman, Pengo, Space Invaders

Der MIST wird von Lotharek in einem kleinen MetallgehĂ€use geliefert, welches ĂŒber zahlreiche AnschlĂŒsse verfĂŒgt: Micro USB-Anschluss (fĂŒr die Stromversorgung und zum Flashen per USB-Kabel), VGA-Monitoranschluss, drei Signal-LEDs, drei Taster, 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker (Audio-Out), Ein-/Ausschalter, SD-Karten Anschluss, zwei DB9-Stecker (fĂŒr Joysticks) und vier USB-AnschlĂŒsse (fĂŒr Tastatur, Maus, Joysticks und Gamepads).

Wer noch etwas basteln möchte, der kann sich das Platinenlayout von der Projektseite besorgen, die Platine selbst Ă€tzen und anschließend bestĂŒcken. Diese Arbeit habe ich mir diesmal erspart. Weiter >

MEGA65 als Nachfolger des C64

Heute kĂŒndigte das Museum of Electronic Games & Art (MEGA) an, dass mit dem MEGA65 ein neu entworfener C65-Ă€hnlicher Computer erscheinen soll. Das gesamte Hardwaredesign und die zugehörige Software sollen unter der LGPL als Open-Source bzw. Open-Hardware veröffentlicht werden. Es soll möglich sein, den Rechner zu Hause selbst aufzubauen, alternativ soll spĂ€ter auch ein Bausatz verfĂŒgbar sein.

Der Rechner basiert auf einem FPGA Design, dessen Core vom MEGA-Mitglied Paul Gardner-Stephen programmiert wird und auf dem C65GS basiert. Aktuell ist der Core noch als „experimentell“ eingestuft, ein Kennwort zum Download kann aber schon jetzt ĂŒber die Projektseite gegen eine kleine Spende angefordert werden.

Der Rechner ist ein vollwertiger 8-Bit Computer, der ungefĂ€hr 50mal schneller wie ein klassischer C64 und trotzdem weiterhin voll kompatibel sein soll. Weitere Features umfassen die HD-Ausgabe per VGA, die UnterstĂŒtzung von SD-Karten, ein eingebautes Diskettenlaufwerk und einen erweiterten Arbeitsspeicher. Auch soll der Rechner ĂŒber USB-Buchsen verfĂŒgen und per Ethernet die Verbindung zur Außenwelt suchen. Die Vorabversionen des GehĂ€uses deuten auch auf zwei DB9-Joystickports hin.

Bild: mega65.org

6502 Assembler lernen mit Easy 6502

Bender / Futurama / 6502Der 6502 Mikroprozessor wurde in den 1980ern in vielen Heimcomputern und Konsolen, wie z.B. Apple II, Commodore 64, Atari 2600, NES und BBC Mikro, eingesetzt. Sogar Bender aus der Serie Futurama hatte einen 6502 Mikroprozessor als Gehirn.

Wer jetzt einmal in die Programmierung in 6502-Assembler reinschnuppern möchte, der kann dieses ohne großen Aufwand: Anstelle der Installation eines geeigneten Emulators, reicht ein normaler Webbrowser fĂŒr die ersten Experimente.

Nick Morgan hat eine Website online gestellt, auf der er nicht nur eine EinfĂŒhrung in 6502-Assembler gibt, sondern der Besucher auch Programme interaktiv ausprobieren kann.

Website: Easy 6502

Das 8Bit-Museum beim Trödeltrupp

Der Trödeltrupp ist eine RTL2 Doku-Soap, bei der die Moderatoren der Sendung Menschen dabei helfen ihre alten GegenstĂ€nde zu verkaufen. Heute war das 8Bit-Museum zu einem Drehtermin geladen, angeboten wurden u.a. einige Heimcomputer und Videospiele. Von den drei Moderatoren, SĂŒkrĂŒ Pehlivan, Mauro Corradino und Trödler Otto Schulte, war diesmal letzterer fĂŒr die VerkĂ€ufe anwesend.

Wie in jeder Folge machte sich der Trödelexperte bereits am Vortag ein Bild von dem GegenstĂ€nden und sortierte den gröbsten MĂŒll aus. Übrig blieb viel Elektronik der 1960er und 1970er Jahre, darunter alte Heimcomputer und Videospiele, Designmöbel und Synthesizer. Am spĂ€ten Abend ging der Verkauf los. Eine Gruppe von ca. einem Dutzend HĂ€ndlern und Sammlern hatte Gelegenheit die GegenstĂ€nde zu begutachten.

Zusammen mit dem 8Bit-Museum waren auch zwei Mitglieder des Vorstands des Atari Bit Byter User Clubs (ABBUC), Wolfgang Burger und Joost KĂŒp, vor Ort, die nach 8Bit-Atari Computern suchten. Leider gab es von Atari bis auf ein paar Konsolen nur noch einen einsamen Atari ST. Der vorab versprochene Atari 130XE war im Chaos nicht auffindbar. FĂŒndig wurden sie aber dennoch: Mehrere Pakete originalverpackter 3,5 Zoll Disketten helfen dabei das clubeigene Magazin wieder stilecht auf Diskette auszuliefern.

Das 8Bit-Museum hatte mehr GlĂŒck und konnte folgende GerĂ€te fĂŒr seine Sammlung finden:

Computer: Apple IIc (mit Monitor und StÀnder), Commodore Plus/4, Commodore VC20, Robotron KC85/2, Sinclair ZX Spectrum 16, 3x Sinclair ZX81, TI 99/4A (silber), Timex 1000

PONGs: Honeybell Video-Sports color, Mentor Sport TG20, Palladium tele-match, Philips Odyssey 200, Polybrain Video Computer Game Color, Sands C-2600 color, TV Sport TVG-2002, ultrasound tele-match, Unimex Mark VII, Universum Multispiel 4010 color

Videospiele: Atari 2600jr, 2x Atari 2600, Atari 7800, Atari XE GS, 2x Mattel Intellivision, 9x Nintendo Game & Watch, Philips G7000, System Fairchild Tele Match Processor, Tomy Caveman

Es gab also keine besondere SammlerstĂŒcke, fast nur Massenware, aber zumindest waren ca. 2 von 3 GerĂ€ten noch lauffĂ€hig, der Rest dient als Ersatzteillager fĂŒr andere defekte GerĂ€te. Der Zustand der GerĂ€te war sehr durchwachsen, von verdreckt (siehe Bildstrecke Apple IIc) bis hin zum originalverpackten ZX Spectrum war alles dabei. In der Sendung ist von der ganzen Aktion aber kaum etwas zu sehen, lediglich das HĂ€ndeschĂŒtteln wurde ausgestrahlt.

FĂŒr die GerĂ€te sollten zunĂ€chst 1000 EUR fĂ€llig werden. Viel zu viel, aber nach ein wenig feilschen lag der Preis bei etwas ĂŒber 300 EUR. Immer noch sehr hoch fĂŒr die angebotenen GerĂ€te, aber dafĂŒr gab es auch gleich mehrere auf einmal und Spaß hat es auch gemacht ;)

Link: Der Trödeltrupp

Webtipp: Ultima IV kostenlos zum Download

Ultima IV, GOG.com

Ultima IV, GOG.com

GOG.com, die sich auf klassische Computerspiele spezialisiert haben, bieten Ultima IV kostenlos zum Download fĂŒr Windows, Mac OS und Linux an.

1984 begann Origin mit der Arbeit an Ultima IV, dem ersten Spiel der Avatar-Trilogie, die sich drastisch von der ursprĂŒnglichen Ultima-Trilogie abgrenzte. Es war das erste „ethisch“ basierte CRPG (Computer Role Playing Game), das vom Spieler verlangte auf moralische Fragen zu antworten, die dann den Spiel-Charakter bestimmten. Bewohner der Welt konnten sich an Aktion erinnern und z.B. GeschĂ€fte verweigern, wenn der eigene Ruf getrĂŒbt wurde. Anstelle in der Welt einfach nur umherzustreifen und irgendwelche Kreaturen zu erschlagen, musste der Spieler die Tempel der acht Tugenden suchen und diese seinem eigenen Wesen hinzufĂŒgen.

Mehr zu Ultima IV und den ersten CRPG (Computer Role Playing Game) gibt es hier.

Erster Trailer zu „Pixels“ veröffentlicht

Seit kurzem gibt es den ersten Trailer zu Pixels.

Video: PIXELS (2015), Sony Pictures Entertainment, YouTube

Auf IMDB gibt es zudem ein paar Informationen und Bilder zu der mit Adam Sandler, Kevin James, Josh Gad, Peter Dinklage und Michelle Monaghan besetzten Filmkomödie, in der Aliens bösartige Ausgaben von bekannten Videospiel-Charaktere nach New York schicken, da sie die Übertragungen von Arcade-Spielen als KriegserklĂ€rung verstanden haben.

Der Film soll am 24. Juli 2015 in die Kinos kommen.

Bild: Pixels, Sony Pictures Entertainment