32C3: The Ultimate Amiga 500 Talk

Vom 27. bis 30.12.2015 lädt der Chaos Computer Club zum 32. Chaos Communication Congress im Congress Center Hamburg ein. Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige Vorträge, die sich mit Retro-Computing beschäftigen.

In dem Vortrag „The Ultimate Amiga 500 Talk“ gibt Bernhard R. Fischer eine Einf√ľhrung √ľber die Hardware eines der bekanntesten Rechnern der 1980er Jahre.

Video: The Ultimate Amiga 500 Talk, Chaos Computer Club

Bild: Chaos Computer Club 32c3

Amiga Emulator WinUAE 3.2.0 veröffentlicht

Der Amiga Emulator WinUAE ist jetzt in der Version 3.2.0 verf√ľgbar. Es gibt wieder einige neue Features, wie eine 64-Bit JIT-Emulierung (Just-in-Time) der 680×0-Prozessoren und der PPC-Architektur. Weiterhin werden PCI- und Commodores PC/AT-Bridgeboards, sowie die RTG Zorro II unterst√ľtzt. F√ľr Videoanwendungen wird nun auch Genlock unterst√ľtzt mit einigen zus√§tzlichen Features, wie Transparenzen und spezieller ECS-Features. Das Changelog listet noch weitere Hardware, die WinUAE nun emulieren kann.

WinUAE ist frei verf√ľgbar (GPLv2) und kann auf der Website des Entwicklers heruntergeladen werden.

Ausschnitt aus dem Changelog

WinUAE 3.2.0 (11.11.2015)
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Major updates:

- 64-bit compatible 680x0 JIT.
- 64-bit compatible PPC emulation.
- PCI bridgeboards.
- Commodore PC/AT bridgeboards.
- A2410 RTG Zorro II board
- DCTV video port graphics adapter (Partially)
- Genlock "emulation", including transparency and ECS genlock features.
- Directory harddrive and hardfile KS 1.2 and older full autoboot support.

New emulated expansion hardware:

Accelerator boards:
- DKB Wildfire

HD controllers:
- 3-State Apollo 500/2000
- A2090 previously missing ST-506 support
- Elaborate Bytes A.L.F.
- Kupke Golem Fast SCSI/IDE
- Mainhattan Data Paradox SCSI
- Multi Evolution 500/2000
- OMTI-Adapter
- Spirit Technology HDA-506
- Tecmar T-Card/T-Disk
- Vortex System 2000
- Xebec 9720H

Commodore x86 bridgeboards:
- A1060 (A1000 Sidecar)
- A2088
- A2088T
- A2286
- A2386SX

x86 bridgeboard expansion devices:
- AT IDE HD controller (A2286 and A2386SX)
- XTIDE Universal BIOS compatible IDE HD controller.
- ISA VGA display card (Cirrus Logic GD542x based)

PCI bridgeboards:
- G-REX
- Mediator 1200/4000
- Prometheus

PCI bridgeboard compatible PCI cards:
- FM801 sound card
- ES1370 (SB128) sound card
- RTL8029 network card

Notes:

- SSE2 capable CPU is now required.

Other Updates:

- CD and sound card emulation audio output quality improved.
- 68020/030 prefetch emulation improved.
- High DPI display support improved.
- AGA subpixel scrolling emulated.
- Support shortcut paths (.lnk) in command line.
- More undocumented chipset features supported.
- Right control = right Windows key option.
- Memory accesses only -cycle-exact mode.
- UAE devices (uaeserial etc) are compatible with KS 1.2 and older.
- Improved compatibility with very old A500 config files.

Bug fixes:

- WinPCap network mode didn't detect any devices.
- 68030 data cache emulation fixes.
- Custom to/from RTG mode switch didn't check for filter changes.
- JIT on/off on the fly change (outside of GUI) was unreliable.
- Keyboard layout changed (B/C only) during device re-enumeration.
- D3D9 non-shader mode forgot scanline texture when switching modes.
- Audio wave recording created huge broken wave files.
- It was not possible to select HDF PCMCIA SRAM and IDE options.
- Flash ROM and RTC file dialogs didn't allow creation of new files.

Bild:

NASA sucht Programmierer f√ľr die Voyager Sonden

Gestern meldete das Wissenschaftsmagazin Popular Mechanics, dass das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA einen Programmierer f√ľr die 1977 gestarteten Sonden Voyager-1 und Voyager-2 sucht. Larry Zottarelli, einer der urspr√ľnglichen Programmierer der Sonden, geht jetzt in Rente. Zwar gibt es immer noch einige Personen, die sich mit den Projekt besch√§ftigen, aber die Aufgabe, die nun interstellaren Sonden am Leben zu erhalten, soll in Zukunft jemand neues √ľbernehmen.

Der gesuchte Programmierer muss aus heutiger Sicht √ľber besondere Kenntnisse verf√ľgen: Assembler und Fortran, denn die Sonden werden von speziellen, extra f√ľr diesen Zweck entwickelten General-Electric-Prozessoren gesteuert. Auch verf√ľgen die Sonden √ľber gerade einmal 64 KByte Speicher, was zur damaligen Zeit sehr viel war. Aufgrund der gro√üen Entfernung ist das Funksignal mittlerweile √ľber 17 Stunden zu den Sonden unterwegs, was ein Update entsprechend lange dauern l√§sst. Das letzte Update von Voyager-1 wurde √ľbrigens zuletzt 1990 durchgef√ľhrt als ihre interstellare Mission begann. Diese komplett √ľberarbeitete Software erlaubte es Voyager-1 quasi autonom zu arbeiten, auch dann, wenn die Kommunikation mit der Erde einmal verloren gehen sollte.

Insgesamt soll der neue Programmierer 6-12 Monate eingearbeitet werden, dann ist Larry Zottarelli im Ruhestand. Auch wenn Suzanne Dodd, Programm-Manager f√ľr das Voyager-Projekt, wenig Hoffnung hat einen jungen Programmierer zu finden, so hofft sie doch einen Programmierer, vielleicht Anfang 50 und damit etwas j√ľnger als die jetzigen Rentner, zu finden, der das Programm noch weit in die 2020er-Jahre weiter f√ľhren kann.

Bild: Courtesy NASA/JPL-Caltech

Filmtipp: Steve Jobs

Universal Pictures International Germany hat den 12. November 2015 als offiziellen deutschen Kinostarttermin von „Steve Jobs“ bekannt gegeben. Der Film, bei dem¬†Danny Boyle Regie f√ľhrte, basiert auf der offiziellen Buchbiografie von Walter Isaacson.

Video: Steve Jobs – Official Trailer (HD), Universal Pictures, YouTube

Steve Jobs wird von Michael Fassbender gespielt. Steve Wozniak wird von Seth Rogen dargestellt. Ebenfalls mit dabei sind Kate Winslet als Macintosh-Marketingchefin Joanna Hoffman und Jeff Daniels als John Sculley.

Der Film beschreibt das Leben von Steve Jobs angefangen mit der Entwicklung des Apple I bis hin zum iPhone/iPad. Steve Wozniak gab in einem Interview schon bekannt, dass er sich in einigen Szenen nicht wiedererkenne, da er bestimmte √Ąu√üerungen nie gesagt habe und so auch nicht spreche, aber er h√§tte den Trailer mit seiner Portr√§tierung von Steve Jobs trotzdem genossen.

Bild: Universal Pictures

Das MIST Board: Klassische Computer per FPGA neu implementiert (Teil 4)

Seit meinem letzten Beitrag √ľber das MIST Projekt sind nun drei Monate vergangen. Das ist Grund genug, um einmal nachzusehen, was sich in dem Projekt getan hat.

Zun√§chst einmal gibt es eine aktualisierte Firmware firmware_150715_r1207, mit der man das MIST Board updaten sollte. Die neue Firmware ist dringend notwendig f√ľr den ebenfalls aktualisierten C64 Core fpga64_c1541_150722_r1216. Die „1541“ im Dateinamen bedeutet nicht, dass eine 1541 am MIST betrieben werden kann, sondern dass der Core endlich in der Lage ist D64 Images zu laden. Hierzu wird das Image im MIST Men√ľ ausgew√§hlt und anschie√üend kann man mit den √ľblichen Kommandos auf die Diskette zugreifen. Im Core wurden auch einige Video-Timings angepasst. War es vor drei Monaten noch schwierig ein stabiles Bild angezeigt zu bekommen, klappt das jetzt auf Anhieb.

Weiterhin gibt es Core Updates f√ľr den Amstrad CPC, Atari ST und Atari 800:

  • amstrad_150729_r003.10
  • core_150708_r1202
  • atari800_core20150517

Hier gibt es aber keine größeren Neuerungen. Beim Amstrad Core kann nun zwischen Schneider oder Amstrad gewählt werden, beim Atari ST wurden die Audio- und Video-Implementierungen verbessert und beim Atari 800 Core wurde der VGA Modus verbessert.

Die ersten drei Teile sind hier zu finden: Teil 1, Teil 2, Teil 3

Buchtipp: CoCo – The Colorful History of Tandy’s Underdog Computer

Das Buch CoCo: The Colorful History of Tandy‚Äôs Underdog Computer von Boisy G. Pitre startet mit der Gr√ľndung der Hinckley-Tandy Leather Company in Fort Worth, Texas, und beschreibt zun√§chst dessen Wandel in ein Technologieunternehmen. Der eigentliche Schwerpunkt liegt aber auf dem Color Computer (CoCo) und dessen Entstehungsgeschichte.

Das Buch enth√§lt einige interessante Hintergrundgeschichten √ľber die Personen, die hinter diesem Computer standen, und wie dieser schlie√ülich in die RadioShack L√§den gelangte. F√ľr ehemalige Besitzer eines CoCo ist das Buch ein Muss, aber ich kann es grunds√§tzlich allen Fans von Heimcomputern empfehlen.

Mehr √ľber Tandy und den Color Computer gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Boisy G. Pitre

Apple IIgs System 6.0.2 veröffentlicht

Am vergangenen Wochenende erschien nach 22 Jahren ein lang erwartetes Update f√ľr den Apple IIgs. Das Apple IIgs System 6.0.2 wurde aber nicht von Apple selbst entwickelt, sondern von dem amerikanischen Apple-Club Apple Pugetsound Program Library Exchange (A.P.P.L.E.), und behebt gleich mehrere Fehler (Auszug von der A.P.P.L.E. Website):

  • Finder (see also Finder Help)
    The list is FSTs now includes the RDOS 3.3 name.
    You can navigate through the folders hierarchy with ‚ÄėCommand-Up Arrow‚Äô.
  • Drivers
    The Ethertalk driver is now included. This is the driver for the unreleased Ethernet for Appletalk card.
  • File System Translators (FSTs)
    The HFS.FST bug is removed. Your HFS disks are now safe!
    Some bugs from the PASCAL.FST were removed.
    The DOS33.FST has been corrected.
  • Tools
    The Animation tool (tool037) is now included. It allows fast animation on the Apple IIgs.
    The TextEdit bug when more than 1024 styles were used is fixed.
    The Font Manager bug is now squashed.
    Some bugs in the Window Manager were removed.
    QuickerGraph that accelerates some drawing routines is now included. This program is unfinished and your system may become unstable if you install it.

Der Club bietet das System als 2mg- und PO-Diskettenimage zum Download an. In einem Monat soll schon das System 6.0.3 erscheinen, welches noch einige Fehler im Update selbst beheben soll.

Bild: A.P.P.L.E.

G√ľstiges USB-Gamepad f√ľr RetroPie/RetroArch

Wer RetroPie/RetroArch oder einen anderen Emulator einsetzt, steht fr√ľher oder sp√§ter vor dem Problem, dass mit einer PC-Tastatur kein richtiges Retrofeeling aufkommen will. Nach mehreren Fehlversuchen mit g√ľnstigen Gamepads, entdeckte ich das USB-Gamepad von Buffalo, das auf Amazon f√ľr teilweise unter 12 EUR zu bekommen ist. Der solide verarbeitete Controller entspricht optisch einem originalem SNES-Controller. Das Steuerkreuz spricht sehr gut an und erm√∂glicht ein genaues Steuern und auch alle Kn√∂pfe reagieren exakt. F√ľr Retro-Spieler eine klare Empfehlung!