Nach 15 Jahren…

Nach über 15 Jahren hat das 8Bit-Museum.de ein neues Gesicht.

8bit-Museum (1999)Los ging es Mitte 1998 mit nur ein paar Einträgen zur Geschichte der Videospiele und ein paar wenigen Firmenprofilen (u.a. Commodore und Sinclair). Werbung oder Platinenscans gab es noch nicht zu sehen. William Hunter, der Autor hinter The Dot Eaters, lieferte ständig neues Material, so dass die Geschichte der Videospiele nach kurzer Zeit schon zur Referenz zu diesem Thema wurde. Aber auch The Number Crunchers, die Geschichte der Heimcomputer, entwickelte sich schnell weiter: Ein Jahr später waren immerhin 18 Firmenprofile abrufbar. Am 24. September 1999 waren dann beide Auftritte unter der Domäne 8Bit-Museum.de abrufbar.

Mit neuen Features war das 8Bit-Museum.de über die Jahre sehr zurückhaltend: HTML4, ein wenig CSS1.0 und Javascript, mehr wurde nicht eingesetzt. Das 8Bit-Museum.de sollte halt auch mit alten Browsern (zur Not auch Lynx) abrufbar sein. Aber es lag wohl auch daran, dass die Seiten anfangs mit Notepad erstellt wurden. Später wurde zwar ein kostenloser HTML Editor benutzt, hauptsächlich aber wegen des Syntax Highlighting).

Jetzt nach 15 Jahren und dreimonatiger (versteckter) Testphase, ist die Seite technisch auf dem aktuellen Stand: HTML5, CSS3.0, „responsive Design“ etc. Ältere Browser werden damit Probleme haben. Da es aber aufgrund der vielen Sicherheitslücken nicht mehr sinnvoll ist diese einzusetzen, habe ich mich zu diesem radikalen Schritt entschlossen. Der „alte“ Auftritt ist aber noch abrufbar. Etwaige Links bleiben somit erst einmal gültig. Später wird es von diesen Seiten eine Umleitung auf die neue Website geben.

Ob das Erscheinungsbild schon endgültig ist, wird sich noch zeigen. Auf jeden Fall freue ich mich über Rückmeldung.

iPhone als Kassettenrekorder für den Speccy

Speccy Tape ist ein einfaches Tool, das ein iPhone in einen Kassettenrecorder für den ZX Spectrum verwandelt. Kurz gesagt, es spielt TZX und TAP Dateien über den Kopfhörerausgang ab.

Der Autor Wojciech Lazarski beschreibt in diesem Post kurz, was Speccy Tape genau leistet. Besonders interessant ist, dass Programme direkt von WorldOfSpectrum.org geladen werden können.

Einen Nachteil hat die App: Einige iPhones haben ein zu schwaches Ausgangssignal, um direkt an den Kassetteneingang des Speccy angeschlossen zu werden. Der Autor empfiehlt in diesem Fall, das Signal in ein Autoradio-Kassetten-Adapter (ca. 2 EUR auf eBay) einzuspeisen und diesen mit einem normalen Kassettenrekorder an den Speccy anzuschließen.

Bild: Wojciech Lazarski, Apple iTunes

Eine MAME Konsole in der TARDIS

Durch Zufall bin ich auf ein sehr ungewöhnliches Selbstbauprojekt gestoßen: Eine MAME Konsole in der TARDIS.

Den Multiple Arcade Machine Emulator (kurz MAME) sollte jeder Computer- und Videospielsammler kennen. Die aktuelle Version unterstützt über 26.000(!) ROMs bzw. fast 9000 eigenständige Spiele. Auch die TARDIS dürfte Doctor Who Fans ein Begriff sein. Simon Jansen bringt mit seinem Projekt jetzt beides zusammen: Eine MAME Konsole in der TARDIS.

Bild: Website, Simon Jansen

Weiterer von Steve Wozniak signierter Apple I versteigert

Anfang des Monats berichtete The Verge darüber, dass einer der noch derzeit sechs bekannten Apple I Computer am 25. Mai versteigert werden soll. Dieser wurde ursprünglich von Fred Hatfield für US$666,66 gekauft. Er erhielt dazu noch einen Brief von Steve Jobs mit dem Angebot für US$400 auf ein Apple II 4K Motherboard upzugraden. Dieser Apple 1 besitzt als Besonderheit noch ein Druckeranschluss.

Video: Auction Team Breker, Köln / Youtube

Es wurde erwartet, dass der Computer zwischen US$250.000 und US$400.000 bringt. Ein anderer Apple I brachte es im Juni 2012 auf immerhin US$374.500, ein weiterer im letzten Dezember auf US$640.000.

Gestern berichtete die New York Times, dass der Computer auf der von Auction Team Breker aus Köln gehaltenen Auktion mit über US$671.400 einen neuen Rekord aufgestellt hat.

Der Computer geht an einen wohlhabenden Unternehmer nach Fernost, der anonym bleiben möchte.

Atari wird zerschlagen

Atari hatte im Januar Insolvenz angemeldet, damals noch auf einen Investor hoffend. Nun wird der Spielehersteller zerschlagen und verkauft. Ca. 22 Mio. US$ sollen so für die Gläubiger zusammen kommen. Schon Mitte Juli soll u.a. die Marke „Atari“ zusammen mit einem Spielepaket, darunter die Spielereihen „RollerCoaster Tycoon“ und „Test Drive“, verkauft werden.

Die Liaison zwischen der Marke Atari und dem französischen Spielehersteller Infogrames, der die Marke von Hasbro Interactive erworben hatte, dauerte immerhin zehn Jahre. Infogrames hatte sich schon kurz nach dem Erwerb in Atari umbenannt. Doch der Name Atari bescherte kein Glück: An die großen Erfolge aus den 70ern konnte man nicht anknüpfen. Anstelle von hochwertigen Innovationen, gab es Spielereihen ohne nennenswerten Neuerungen.

Aus für LucasArts

LucasArts, bekannt für Titel wie Monkey Island, Indiana Jones oder Star Wars, schließt die Türen – nur ein halbes Jahr nach der Übernahme von Walt Disney. Disney hatte Lucasfilm im Oktober 2012 für knapp 4 Mrd. US-Dollar übernommen, Bestandteil dieses Deals war auch die Spielesparte LucasArts, die George Lucas 1982 gegründet hatte.

Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung einer nicht genannten Person, dass fast alle der noch verbleibenden 200 Mitarbeiter entlassen worden sind. Es ist noch nicht bekannt, ob die Marke LucasArts weiter geführt wird.

8Bit-Museum.de im neuem Gewand

Nach über 15 Jahren wurde es langsam Zeit, dass das 8Bit-Museum.de technisch überholt wird. Bisher wurde die Webpräsenz mit einem Texteditor (HTML mit ein wenig CSS) gepflegt mit dem Ergebnis, dass Updates sehr zeitintensiv waren; Grund genug endlich auf ein CMS umzusteigen.

Technisch basiert die neue Webpräsenz auf WordPress. In den kommenden Wochen wird nun der Inhalt konvertiert und das neue Layout erstellt (in dieser Reihenfolge). Plan ist, dass spätestens bis Juli 2013 das 8Bit-Museum.de komplett umgestellt ist.