YouTube: Let’s build Video vom RCT

Let’s build Videos, also Videos darüber, wie der RCT zusammengebaut wird, gibt es bereits einige. Eine entsprechende Playlist ist im YouTube-Kanal des 8Bit-Museums verfügbar. Ebenso gibt es ein eigenes Let’s build von ca. 30 Minuten Dauer.

User Redled hat jetzt eine Serie von Videos veröffentlicht, wo er nicht nur den RCT zusammenbaut und anschließend ausführlich testet, sondern auch gleich mit der Hardware herumexperimentiert und sich nicht mehr so ganz an die Aufbauanleitung hält. Bisher umfassen diese Teile zusammen ganze 12 Stunden. Der eigentliche Zusammenbau sollte aber i.d.R. maximal zwischen vier bis sechs Stunden dauern.

Video: RCT Teil 1, redled, YouTube

Video: RCT Teil 2, redled, YouTube

Video: RCT Teil 3, redled, YouTube

Video: RCT Teil 4, redled, YouTube

Achtung:

Die in den Videos vorgenommen Modifikationen sind nicht notwendig und auch nicht unbedingt empfohlen. Die Bauteillisten enthalten abgestimmte Bauelemente, so dass nicht experimentiert werden muss! Dennoch sind die technischen Zusammenhänge gut erklärt und interessant zu verfolgen.

 

Retro Chip Tester hilft bei Apple I Instandsetzung

Der Retro Chip Tester (RCT) wurde kürzlich bei der Instandsetzung einer der seltenen Apple I verwendet.

BasicGallery, das historische Archiv von BasicNet, schaltete den Apple-I am Freitag, den 15. Oktober, nach dem Austausch von zwei nicht funktionierenden Komponenten ein. Marco Boglione erwarb 2010 den Apple I bei einer Christie’s-Auktion für 157.245 Euro.

Marco Boglione ist ein italienischer Unternehmer und der Gründer und Präsident von BasicNet zu dem die Marken Kappa, Robe di Kappa, K-Way, Superga, Jesus Jeans, Briko und Sebago gehören.

Die Computerausstellung befindet sich in Turin, im ersten Stock von BasicVillage, dem Hauptsitz von BasicNet.

Der vollständige Bericht ist hier zu sehen. Weitere schöne Bilder mit dem RCT – Seite an Seite mit dem Apple I – gibt es hier.

Bilder: basicnet

Bild des Tages: Der Megachip U61000

Der 1 MBit DRAM – U61000 – wurde ab 1986 im VEB Mikroelektronik Dresden (ZMD) des VEB Carl Zeiss Jena in der ehemaligen DDR entwickelt. Ab 1990 sollte er serienmäßig gefertigt werden.

Technisch war der U61000 ein DRAM vom Typ 511000 und wurde in CMOS-Technologie mit 1,2 µm Strukturbreite hergestellt. Die ersten Muster wurden am 12. September 1988 an Erich Honecker übergeben. Für deren Entwicklung wurde das Kollektiv des Forschungszentrums 1988 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.

Auf der ZMD-Pilotlinie wurden 1988 rund 5.000 Muster des U61000 gefertigt. 1989 folgten weitere 30.000 ICs mit einer Ausbeute von nur bis zu 20%.

Das Bild oben zeigt ein IC vom März 1990 (Datecode A3).

Bild rechts: Bundesarchiv, Bild 183-1988-0912-400 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0

Vater des ZX Spectrum – Sir Clive Sinclair – im Alter von 81 Jahren verstorben

Sir Clive Sinclair, der britische Erfinder und Unternehmer, dem wir nicht nur so bekannte Computer wie den ZX81 und ZX Spectrum zu verdanken haben, sondern auch kuriose Erfindungen wie das batteriebetriebene Dreirad „C5“, Mini-Radios und Mini-TVs, ist gestern morgen, am 15.9.2021, nach langer Krankheit zu Hause in London im Alter von 81 Jahren verstorben.

Viele bekannte Personen sprachen bereits Ihr Beileid aus. Elon Musk, Chef von Tesla und SpaceX, twitterte „RIP, Sir Sinclair. Ich habe diesen Computer geliebt.“

Von seinen eigenen Erfindungen machte Sir Clive Sinclair jedoch keinen persönlichen Gebrauch. So habe er nie einen Taschenrechner besessen, sondern immer einen Rechenschieber bei sich gehabt. Er beschäftigte sich außerhalb seiner Erfindungen mit Poesie, Marathonläufen und Poker. Er trat in den ersten drei Staffeln der Fernsehserie „Late Night Poker“ auf und gewann das erste Staffelfinale des Ablegers „Celebrity Poker Club“ und besiegte Keith Allen.

Er hinterlässt seine Tochter Belinda und seine Söhne Crispin und Bartholomew, fünf Enkel und zwei Urenkel.

Mehr über Sir Clive Sinclair in diesen Artikel.

NOP-Tester für 6803E verfügbar

Ab sofort können die Gerber-Dateien für einen 6803E NOP-Tester herunterladen werden. Damit stehen neun NOP-Tester für folgende CPUs zur Verfügung:

Z80 NOP-Tester
6502 NOP-Tester
6510 NOP-Tester
6800 NOP-Tester
6801/6803 NOP-Tester
6803E NOP-Tester
6802/6808 NOP-Tester
6809 NOP-Tester
6809E NOP-Tester

Natürlich kann ein solcher Tester keine CPU verlässlich prüfen. Für einen ersten schnellen Check, ob die CPU überhaupt noch „anspringt“ sind sie aber recht gut zu gebrauchen.

Vor 40 Jahren: Das PC/XT Keyboard „Model F“

Im August 1981 erschien zusammen mit dem IBM PC 5150 die PC/XT Tastatur Model F. Genau genommen wurde die Tastatur auch schon beim IBM System/23 eingesetzt, sie wurde aber erst durch den IBM PC 5150 richtig bekannt.

Von der Tastatur gab es mehrere Varianten: Das Model F (XT) mit 83 Tasten und einem XT-Anschluss wurde an dem IBM PC 5150, das Model F (AT) mit 84 Tasten und einem AT-Anschluss wurde an dem IBM PC 5170 verwendet. Des Weiteren gab es Varianten mit 50 (IBM 4704), 62 (IBM 4704), 104 (IBM 5085), 107 (IBM 4704) und 122 (IBM PC 3270) Tasten.

Die Tastatur war haltbarer als IBMs vorherige Tastaturen, die einen Federmechanismus einsetzten, der sehr anfällig gegen Ablagerungen war. Allerdings war auch das Model F anfällig gegen Korrosion und der verwendete Schaumstoff konnte mit dem Alter faulen.

Im April 1986 erschien mit dem Model M ein kostenreduzierter Nachfolger.

 

Bild des Tages: Software auf Schallplatten

In den frühen 1980er wurde Software zu einem großen Anteil auf normalen Audio-Kassetten ausgeliefert, teilweise auch als Beilage in Zeitschriften oder als Kassetten-Magazin. Weniger bekannt ist, dass in den Jahren zuvor Software auch auf Schallplatte ausgeliefert wurde.

Magazinen lagen meistens Flexi-Discs, also flexible Schallplatten aus Kunststoff, bei. Es gab aber auch Software, die auf Schallplatten verkauft wurde, wie z.B. The Thompson Twins Adventure für den ZX Spectrum. Der übliche Weg diese Programme in den Rechner zu bekommen war, die Schallplatte erst auf Kassette zu überspielen und dann das Programm mit einem Kassettenrekorder wie üblich einzulesen.

Video: Chris Sievey – Camouflage (on a real ZX81 and vinyl), TheRasteri, YouTube

Bild: „The Floppy ROM“, holger, classic-computing.de; Cover „The Thompson Twins Adventure“