40 Jahre MSX

MSXVor 40 Jahren, am 16. Juni 1983, erw√§hnte Microsoft zum ersten Mal den Heimcomputer-Standard MSX. Erdacht wurde dieser von Kazuhiko Nishi, damals Vizepr√§sident bei Microsoft Japan und Gr√ľnder der ASCII Corporation. Zusammen mit dem NEC Gesch√§ftsf√ľhrer Kazuya Watanabe entwickelte er inspiriert durch den Spectravideo SVI-328 den MSX-Standard.

Als ein offener Standard wurde MSX von vielen japanischen und koreanischen Unternehmen wie Sony oder Sanyo implementiert. In Europa war Philips Vorreiter mit eigenen MSX-Computern. Als Betriebssystem wurde Microsoft BASIC eingesetzt, von dem sich auch der Name MSX ableitet („MicroSoft eXtended BASIC“). In Japan oder den Niederlanden war MSX zeitweise marktf√ľhrend, sogar vor dem damals sehr verbreiteten C64. Der Standard wurde √ľber die Jahre weiterentwickelt: MSX 1 (1983), MSX 2 (1985), MSX 2+ (1988) und MSX turbo R (1990/1992).

In den USA war MSX trotz den Bem√ľhungen Microsofts kein Erfolg. Insgesamt sollen aber √ľber 5 Millionen Ger√§te alleine in Japan verkauft worden sein und damit war MSX, vor dem gro√üen Erfolg des Nintendo Family Computer, die Hauptplattform f√ľr japanische Videospielunternehmen wie Konami und Hudson Soft. Bekannte Titel wie zum Beispiel die Metal Gear Serie wurden urspr√ľnglich f√ľr MSX Ger√§te geschrieben.

In diesem Video äußern Bill Gates, Kazuhiko Nishi und Sir Clive Sinclair ihre Meinung zu MSX. Ebenfalls erwähnt werden noch der C64, Dragon 32 und Apple IIc.

45 Jahre Intel 8086

Der 8086 geh√∂rt f√ľr Intel zu den wichtigsten Chips der Firmengeschichte. Zwar w√§hlte IBM den 8088 Mikroprozessor f√ľr seinen ersten PC, das IBM Modell 5150, welches damals ca. US$ 3000 kostete. Aber von dem einen Jahr zuvor eingef√ľhrten 8086 unterscheidet der 8088 sich nur durch seinen 8-Bit breiten externen Datenbus und eine von sechs auf vier Bytes verkleinerte Prefetch Queue. Diese Kastration war eine der besten Entscheidungen Intels: Der Prozessor mit seinen knapp 29.000 Transistoren ben√∂tigte weniger und g√ľnstigere Zusatzchips als der 8086 und war zudem kompatibel mit bestehender 8-Bit Hardware. Somit war der Prozessor und die zus√§tzlich ben√∂tigte Hardware g√ľnstiger, was sich letztendlich direkt auf den Preis des PCs auswirkte.

Mit dem 8088 kam der Erfolg f√ľr IBM und damit auch f√ľr Intel.Es wurden zehnmal mehr PCs verkauft als erwartet und inzwischen gab es viele Nachahmer die anfingen PCs mit dem 8088 und schlie√ülich auch mit dem „gro√üen“ Bruder 8086 zu bauen. So wurde √ľber den Umweg des 8088 der 8086 letztlich einer der dominierenden Prozessoren Mitte der 1980er. Hinzu kam, dass Intel 8088/8086 Prozessorlizenzen an viele Firmen vergab, wie z.B.¬†AMD, Fujitsu, Harris, Matsushita, Mitsubishi, NEC, OKI, Siemens, TI, die diese unter ihrem Namen nachbauten.

Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA, User Konstantin Lanzet

In eigener Sache: Happy Birthday! 25 Jahre 8Bit-Museum.de

Vor 25 Jahren, am 2.6.1998, begann „The Dot Eaters & The Number Crunchers“ noch unter der Dom√§ne ruhr.de die „Geschichte der Videospiele und Heimcomputer“ zu erz√§hlen. Es dauerte √ľber ein Jahr bis das Angebot am 24. September 1999 unter einer eigenen Domain „8Bit-Museum.de“ zu erreichen war.

Los ging es mit der „Geschichte der Videospiele“, die einen ausf√ľhrlichen √úberblick √ľber die Entstehung der Videospiele gab und in Kooperation mit einer kanadischen Website entstand. Diese wurde √ľber die Jahre immer weiter ausgebaut: Angefangen mit dem ersten Tennis-Spiel, das als Ausgabemedium noch ein Oszilloskop Tennis for Twoverwendete, √ľber die ersten Spielautomaten und Heimkonsolen bis hin zu den Heimcomputern, die in den 80er Jahren eine Revolution ausl√∂sten, erf√§hrt man so heute (fast) alles √ľber die Entstehung der Videospiele.

Der Startschuss der „Geschichte der Heimcomputer“ folgte knapp zwei Monate sp√§ter. Heute umfasst diese Sektion √ľber 30 ausf√ľhrliche Firmenportraits: Auf unz√§hligen Seiten erf√§hrt man alles √ľber die Unternehmensgr√ľndung und die Hardwareentwickler. Es gibt √úbersichten √ľber die hergestellten Computermodelle, Screenshots von Spielen, Bilder von Werbeanzeigen und nat√ľrlich von den „alten“ Ger√§ten.

Über die Jahre wurde das 8Bit-Museum.de so zu einer der größten Websites im deutschsprachigen Raum, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Im April 2013 gab es einen gro√üen Relaunch, denn handgecodetes HTML mit etwas Javascript hatten ausgedient und wurden durch WordPress ersetzt (die alte Website kann aus nostalgischen Gr√ľnden aber immer noch aufgerufen werden). Gleichzeitig gab es als Erg√§nzung zu den Eintr√§gen der Videospiele und Heimcomputer nun auch aktuelle Beitr√§ge als Blog. Viele Beitr√§ge handelten auch von der umfangreichen Sammlung des 8Bit-Museum.de.

Vor zwei Jahren wurde der Retro Chip Tester (RCT) ver√∂ffentlicht, ein Testger√§t, das es erm√∂glicht zahlreiche alte Bausteine, wie SRAMs, DRAMs, ROMs und Logik-Bausteine auf ihre Funktion zu pr√ľfen. Urspr√ľnglich entstanden, um bei der Reparatur der Rechner der eigenen Sammlung zu helfen, ist dieser inzwischen f√ľr viele Sammler das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Testern geworden.

Ich freue mich schon auf die n√§chsten 25 Jahre, mit der Hoffnung die Sammlung auch √ľber diese Zeit noch „am Leben“ halten zu k√∂nnen. – Happy Birthday!

HNF: Sammlerb√∂rse f√ľr B√ľromaschinen

Das Internationale Forum Historische B√ľrowelt (IFHB) veranstaltet im HNF eine √∂ffentliche Sammlerb√∂rse. Rechen- und Schreibmaschinen, Taschenrechner und andere historische B√ľroger√§te werden von den Sammlern pr√§sentiert. Die Experten sind gerne bereit, den Museumsbesuchern Rede und Antwort zu geben und √ľber ihr Hobby zu informieren.

Samstag 3.06.2023 Beginn: 13:00 Ende: 16:00

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Die Sammlerb√∂rse wird um 16 Uhr mit einem Vortrag von Wilfried Denz abgeschlossen, der einen √úberblick √ľber die Geschichte der Rechenmaschinen gibt.

Bild und Text: HNF

Webtipp: Anekdoten √ľber die Entwicklung des Apple Macintosh

Folklore.orgAndy Hertzfeld war f√ľhrendes Mitglied des urspr√ľnglichen Apple-Entwicklungsteams und wird von manchen als Pionier unter den Softwareentwicklern angesehen. Er ist f√ľr gro√üe Teile der Macintosh-Systemsoftware verantwortlich, unter anderem den Gro√üteil des ROM-Codes, die User Interface Toolbox, und eine Reihe innovativer Komponenten, die heute in vielen GUIs Standard sind, zum Beispiel das Kontrollfeld und Scrapbook.

Anfang 2004 er√∂ffnete Andy Hertzfeld die Website folklore.org. Die Website enth√§lt Dutzende von Anekdoten √ľber die Entwicklung des ersten Macintosh. Die Geschichten wurden Dezember 2004 unter dem Titel „Revolution in the Valley“ ver√∂ffentlicht.

Bild: Software Team 1984, folklore.org

Spacewar! als Browser-Game

√úber mass:werk habe ich bereits im Februar berichtet. Damals ging es um zwei Google-Simulationen im Retro-Look.

mass:werk hat aber noch mehr zu bieten, z.B. einen Spacewar! Simulator. Dieser ist so perfekt, dass er nicht nur eine einzelne Spacewar! Version simuliert, sondern gleich neun verschiedene:

  • Spacewar! 3.1 (24 Sep. 1962, Standard Version)
  • Spacewar! 3.1 Big Ships Mod (24 Sep. 1962)
  • Spacewar! 4.1f (CHM Version, 2005-2008)
  • Spacewar! 4.2 (11 May 1963)
  • Spacewar! 4.3 (17 May 1963)
  • Spacewar! 4.8 (MIT-Spacewar!, 24 Jul. 1963)
  • Spacewar! 2B (2 Apr 1962)
  • Spacewar! 2X (April/May 1962)
  • Spacewar! 3.1

Zus√§tzlich gibt es ein weiteres PDP-1 Demo-Programm „Snowflake“ und die o.g. Spacewar! Versionen noch einmal in einer speziellen hochaufl√∂senden Variante.

Wer jetzt auch noch ein paar Erkl√§rungen zur Funktionsweise von Spacewar! sucht, wird unter Inside Spacewar! f√ľndig, und ein paar historische Informationen zu diesem fr√ľhen Spiel gibt es im 8Bit-Museum.de.

Bild: mass:werk

Experience the RCT live at the VCF East 2023 in New Jersey

This year, it is planned that the RCT will be displayed live at VCF East in New Jersey.

If everything goes according to plan, J&M Consulting Inc. will showcase the RCT exclusively.

Only fully assembled units will be available for purchase.

The booth is expected to be located in Hall 9010-A, right next to the museum.

More information about the RCT can be found here.

A few impressions from the booth: