Vor 40 Jahren: Der Commodore C64 wird ausgeliefert

Commodore 64 mit 1541Auf der CES 1982 wird der C64 vorgestellt und Commodore knackt mit ihm den Jackpot. In nur zwei Jahren nach Markteinf√ľhrung, bricht Commodore alle Rekorde mit √ľber 4 Mio. verkauften Rechner weltweit und sogar bis heute ist der C64 der bestverkaufte Heimcomputer mit √ľber 17 Millionen Ger√§ten. Von au√üen sieht er wie der VIC 20 aus. Ein geschlossenes Tastaturgeh√§use, aber in braun. Der Geh√§useform wegen, wurde der C64 auch oft als Brotkasten oder Nackenrolle bezeichnet. Er verf√ľgt √ľber eine hohe Grafikaufl√∂sung von Aufl√∂sung (320√ó200 Pixel), 16 Farben und hat 64 KByte RAM. Ein weiteres Highlight ist der SID (Sound Synthesizer Chip), der erste selbstentwickelte Soundchip in einem Heimcomputer.

Im September 1982 beginnt Commodore damit den C64 f√ľr 595¬†US$ auf dem amerikanischen Markt zu verkaufen. In Deutschland ist er erst Anfang 1983 f√ľr 1495¬†DM zu haben, der Preis sinkt aber im selben Jahr noch auf 698¬†DM.

√úber den C64 gibt es in diesem Beitrag noch einiges mehr zu erfahren…

Bild: Wikimedia, CC-BY-SA, User Bill Bertram

MAME/MESS 0.247 veröffentlicht

Heute wurden eine neue Version des MAME (Multiple Arcade Machine Emulator) / MESS (Multiple Emulator Super System) veröffentlicht.

Auf der MAME Homepage stehen wie immer die Binaries zum Download bereit.

Active Sets 44907
·Parents 5863
·Clones 25908
·Others 13062
·BIOS 74

Active ROMs 330292
·Parents 56427
·Clones 194864
·Others 69853
·bad dumps 3356
·no dumps 5273
·verified dumps 0
·BIOS 519

Active CHDs 1254
·Parents 173
·Clones 299
·Others 395
·bad dumps 221
·no dumps 165
·verified dumps 0
·BIOS 1

Active Samples 27497
·Parents 444
·Clones 26906

Active Bytes 289gb

 

Bild des Tages: Intel 2115 und Motorola MCM6605A in der Werbung

Wir schreiben das Jahr 1976. Inzwischen haben die Speicherchips ungeahnte Gr√∂√üen erreicht. Intel und Motorola buhlen zeitgleich in der Zeitschrift Electronics um Kunden f√ľr ihre neuen Speicher. Auf ganzseitigen Anzeigen werden vorgestellt

  • der SRAM Intel 2115 mit 1k x 1 Bits (als Konkurrenz zum Fairchild 93415) und
  • der DRAM Motorola MCM6605A mit 4k x 1 Bits (vergleichbar zum Intel 2107).

W√§hrend der SRAM ganze 656 mW ben√∂tigt (also 2,6 MegaWatt f√ľr 4 GByte) bei 70ns Zugriffszeit, ben√∂tigt das LowPower DRAM nur 335 mW (also nur 1,3 MegaWatt bei 4 GByte) bei 200 ns Zugriffzeit bzw. 490 ns Zykluszeit.

Bilder: Intel, Motorola

Tipp: Computer IC selbst hergestellt

Am 14.8.2021 ver√∂ffentlichte Sam Zeloof ein Video, wie er einen Computerchip mit √ľber 1000 Transistoren zu Hause herstellt. War das in den 1970ern noch spezialisierten Firmen vorbehalten, ist dieses nun auch DIY m√∂glich. Etwas Platz, ein paar Tools und Chemikalien vorausgesetzt…

Video: Upgraded Homemade Silicon IC Fab Process, Sam Zeloof, YouTube

Tipp: Wozu braucht man einen Computer?

Stage 4 Level 2Auch wenn HeimPCs derzeit weit den graphischen F√§higkeiten der Heimkonsolen unterlegen sind, sind die Spiele f√ľr diese intelligenter und ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich. W√§hrend Programme wie VisiCalc mehr auf die B√ľro-PCs ausgerichtet sind, gibt es zwei wirklich gute Gr√ľnden f√ľr einen HeimPC: Textverarbeitung und Spiele!

Zum Artikel: Computerspiele – ‚ÄúWarum um alles in der Welt braucht jemand Zuhause einen Computer?‚ÄĚ

45 Jahre Tandy TRS-80 Modell I

Mitte der 1970er entwickelte Steve Leininger, der auch Mitglied des Homebrew Computer Club war, bei Tandy einen neuen Rechner. Dieser erschien fast unbemerkt von der Presse unter der Bezeichnung „TRS-80 Modell I“¬†am 3. August 1977 auf den Markt und wurde Tandys erster Computer. Verkauft wurde er unter dem Label von RadioShack und schon im ersten Jahr wurden 55.000 St√ľck verkauft bzw. 200.000 St√ľck in den ersten vier Jahren.

Der TRS-80 kostete 599 US-Dollar und wurde fertig aufgebaut und getestet ausgeliefert. Damit hob er sich von den vielen Selbstbaumodellen in dieser Zeit ab. Der TRS-80 verwendete eine Zilog Z80 CPU und verf√ľgte √ľber 4 bzw. 16 kByte RAM.

Mehr √ľber Tandy und den TRS-80 gibt es in diesem Beitrag.

Bild: TRS-80 Modell I (CC-BY-SA Rama und Musée Bolo)

Vor 40 Jahren: Der Dragon 32 kommt auf den Markt

Im Sommer 1982 betrat ein kleiner englischer Spielzeughersteller mit Namen Mettoy den Heimcomputermarkt. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte Sinclair den englischen Heimcomputermarkt und es war zweifelhaft, ob der Neuling auf diesem √ľberhaupt bestehen kann. Mettoy gr√ľndete das Tochterunternehmen Dragon Data, das schlie√ülich im August 1982 den Dragon 32 ver√∂ffentlichte.

Der Dragon 32 war sehr leistungsf√§hig, denn anstelle eines Z80 oder 6502 wurde der leistungsf√§higere Motorola 6809 Mikroprozessor verwendet. Dadurch konnten auch zwei weitere Chips verwendet werden, der Motorola 6883 Synchronous Address Multiplexer (SAM) Memory Controller und der Motorola 6847 Video Controller. F√ľr Ein-/Ausgabeoperationen wurden zudem zwei Motorola 6821 Peripheral Interface Adaptor (PIA) eingesetzt.

Zwar hatten bisher nur wenige Programmierer mit der 6809 gearbeitet, sind doch die bekannten Systeme wie Apple und PET mit dem 6502 und die von Tandy und Sinclair mit dem Z80 ausgestattet, aber Tandy hatte zwei Jahre zuvor bereits in den USA einen Rechner unter dem Namen¬†TRS-80 Color Computer (CoCo) mit 6809 Prozessor und Motorola Chipsatz f√ľr Video und Ein-/Ausgabesteuerung herausgebracht. Mettoys verf√ľgte √ľber gute Kontakte bei Motorola in Strathclyde (Schottland) und mit deren Hilfe entwickelten sie den Computer, der denselben Chipsatz benutzte, wie der CoCo von Tandy. Das Copyright dieses Rechners war recht fragw√ľrdig, da er auch das gleiche Tastaturlayout, Cartridge- und Joysticks-Ports und sogar Speicheraufteilung verwendete.

Damit Dragon keine Schwierigkeiten mit Tandy bekam, √§nderten die Ingenieure das Design etwas ab. Anstelle des seriellen Ports, wurde ein Parallelport verwendet, der auch eine einfachere Elektronik verwendete; es wurde einfach der Motorola 6821 PIA, der auch f√ľr die Tastatur verwendet wurde, mitbenutzt. Die wichtigste √Ąnderung wurde aber am BASIC vorgenommen, es wurde vollst√§ndig √ľberarbeitet und der Standard-BASIC und Extended-BASIC Code wurde neu kompiliert und bildete nun eine Einheit. Es gab leider auch Schw√§chen: So konnte das Microsoft BASIC keine Kleinbuchstaben darstellen, diese erschienen in inverser Gro√üschrift (im Ausdruck dann aber wieder korrekt in Gro√ü-/Kleinschrift).

Mehr √ľber Dragon Data und den Dragon 32 gibt es in diesem Beitrag.