Webtipp: Alles √ľber den Apple II

apple2history.orgSeit √ľber 35 Jahren besch√§ftigt sich Steven Weyhrich mit dem Apple II und so wurde seine Website apple2history.org im Laufe der Zeit zu einer wahren Fundgrube f√ľr jeden Apple-Fan und zu der Referenz f√ľr den Apple II.

Eigentlich logisch, dass nun auch ein Buch zu diesem Thema folgte. Seit Dezember 2013 ist Sophistication & Simplicity: The Life and Times of the Apple II Computer (Link: Amazon) erhältlich.

30 Jahre Commodore Amiga 3000

1990 erscheint der Commodore Amiga A3000, als verbesserte Version des Vorg√§ngers A2000. Er wird mit einem Motorola M68030 Prozessor ausgeliefert, der entweder mit 16 oder 25 MHz getaktet werden kann. Als Besonderheit verf√ľgt er √ľber zus√§tzliche VGA-Grafikmodi und eine SCSI-2 Schnittstelle.

Durch die verbesserte Hardware, insbesondere durch den moderneren 32-Bit Prozessor M68030, ist der A3000 bei Ganzzahloperationen ca. 5-18x schneller und durch den Einsatz des M68882 Co-Prozessors bei Fließkommaoperationen sogar 7-200x schneller als sein Vorgänger.

Mehr √ľber Commodore und den Amiga gibt es in diesem Beitrag.

35 Jahre Commodore C128

Der letzte 8-Bit Computer von Commodore, der C128, kommt im Juni 1985 in die Gesch√§fte. Er kommt in einem neu gestalteten Geh√§use (wei√ü mit abgeschr√§gtem Keyboard) und besitzt 128 KByte Arbeitsspeicher. Dieser zus√§tzliche Speicher kann aber nur im ‚ÄúNative-Mode‚ÄĚ benutzt werden, der zum C64 nicht mehr kompatibel ist. Der ‚Äú64 Mode‚ÄĚ kann durch Dr√ľcken einer Taste beim Einschalten oder durch das Kommando ‚ÄúGO 64‚Ä≥ erreicht werden, in dem dann auch alte C64 Software l√§uft.

Der C128 wird aus zwei Gr√ľnden nicht sehr oft verkauft: Es gibt kaum C128 Software und die 8-Bit Systeme sterben aus, denn 16-Bit Computer, wie der Apple Macintosh und Atari ST, sind auf dem Weg.

Mehr √ľber Commodore und den C128 gibt es in diesem Beitrag.

Bild: C128D, Wikipedia, CC-BY-SA, User: Rama

Vor 40 Jahren: Pac Man erblickt das Licht der Welt

1980 war Toru Iwatani die √ľblichen Ballerspiele leid, sogar die seines eigenen Unternehmens Namco, wie z.B. Galaxian. Er m√∂chte ein Videospiel entwickeln, das mehr an ein Comic erinnert, als an ein Videospiel und das sowohl Frauen als auch M√§nner gleicherma√üen anspricht. Inspiriert durch die Pizza, in der ein St√ľck herausgeschnitten wurde, ist sein urspr√ľnglicher Entwurf eine animierte Pizza mit einer fehlenden Ecke als Mund, die sich durch ein Labyrinth bewegt und alles, was ihr in den Weg kommt, frisst. Aufgrund der beschr√§nkten graphischen F√§higkeiten in dieser Zeit, wird die Pizza nur als solider gelber Kreis dargestellt. Die fehlende Ecke als Mund bleibt aber erhalten.

Puckman wird am 22. Mai 1980 in einer Spielhalle im Tokioter Viertel Shibuya √∂ffentlich getestet, fertig ist es aber erst im Juli. Es ist in Japan ein absoluter Hit und verursacht wie zuvor Space Invaders eine M√ľnzknappheit als zehntausende von Automaten aufgestellt werden.

Midway unterschreibt schon kurz darauf ein Lizenzabkommen und ver√∂ffentlicht es in Nordamerika. F√ľr die Umsetzung wird der Name des Spiels und des Hauptdarstellers ge√§ndert und zwar in Pac-Man, damit Vandalen das „P“ nicht durch ein „F“ ersetzen k√∂nnen.

Mehr √ľber Pac-Man uns seiner Entstehung gibt es in diesem Bericht.

Vor 40 Jahren: Der Apple III wird vorgestellt

Schon Ende 1978 beginnt Apple mit einigen Versuchen, einen neuen Apple zu entwickeln. Der erste Versuch ist ein erweiterter Apple II, der aber nie fertiggestellt wird. Apple beginnt auch mit der Entwicklung eines Rechners, der mehr als einen Mikroprozessor verwendet und so um ein vielfaches leistungsf√§higer ist. Dieser tr√§gt den Codenamen Lisa und ist so revolution√§r, dass er noch einige Jahre braucht bis er produziert werden kann. Da Apple wei√ü, dass die Lisa noch einige Jahre bis zur Fertigstellung braucht und der Apple II schon einige Jahre auf den Buckel hat, beginnt man mit der Entwicklung eines neuen Rechners, den Apple III. Es wird ein komplett neuer Rechner entworfen und nicht nur auf den II aufgebaut. Am 19. Mai 1980 wird der Apple III vorgestellt, aber es gibt Probleme bei der Produktion, fast 100% der hergestellten III sind defekt und m√ľssen nachgebessert werden.

Mehr √ľber den Apple III gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Apple III+, Wikimedia, CC-BY-SA, User Bilby

Bild des Tages: Klassische Computer in der Sesamstraße

In diesem Beitrag der Sesamstraße hilft Supergrobi bei einem Computerproblem. Der Rechner, der Probleme bereitet, ist kein anderer als ein Commodore C64.

Video: SUPERGROBI hilft bei Computerproblem, publicpistols, YouTube

Auch in der amerikanischen Ausgabe der Sesamstra√üe findet man alte Bekannte, z.B. einen Apple II…

Video: Classic Sesame Street – Computer trouble, sawing14s, YouTube

… oder einen Atari 800 auf dem ein „Keks“-Song komponiert wird.

Auf YouTube findet man zahlreiche weitere Szenen, wie z.B mit einem langweiligen PC-kompatiblen Computer, (vermutlich) Apple Macintosh II, Texas Instruments 99/4A und Tandy TRS-80 Color Computer, Apple II, Commodore C64 (#2), (vermutlich) Apple Macintosh IIcx.

Bild des Tages: Retro Games Maps

Trotz den begrenzten Arbeitsspeichers waren die Spiele in den 1980ern nicht unbedingt einfacher zu lösen. Selbst in nur 16 oder 48 kByte RAM passten riesige Spielwelten, die durchgespielt werden wollten.

Anfangs waren diese auf einem Atari 2600 noch recht wenig abwechslungsreich (durch einen Trick reichten bei Pitfall sogar nur 8 Bit aus, um einen einzelnen Bildschirm zu beschreiben), aber immerhin waren einige dieser Welten (bei Pitfall 256 „Bildschirme“ Gr√∂√üe in knapp 4 kByte ROM) schon sehr gro√ü. Nur ein paar wenige Jahre sp√§ter wurden diese Welten nicht nur graphisch anspruchsvoller, sondern aufgrund der Gr√∂√üe extrem schwer zu l√∂sen.

Wollte man ein Spiel ernsthaft durchspielen, musste man sich einen Karte anlegen. Auch Computerzeitschriften ver√∂ffentlichten (einfache) Karten zu den g√§ngigsten Spielen, aber erst nachdem die Computer √ľber mehr Speicher verf√ľgten und es mit Bildbearbeitungsprogrammen m√∂glich wurde, sehr gro√üe Bilder zusammenzusetzen, entstanden umfangreiche Karten der alten Spiele.

Einige dieser gro√üen „Spielwelten“ sind hier zu sehen:

 

Bild des Tages: Intel 1702A

Das Intel 1701/1702A ist er Urahn aller EPROMs. Intel brachte diesen Chip 1971 auf den Markt. Er bot eine Speicherkapazität von 2 kBit (256 x 8 Bit) und benötigte eine Programmierspannung von 47V.

Was den Chip besonders interessant macht, ist das Die. Es zeigt als Bezeichnung „1602A“. Der 1602A war ein 2 kBit PROM, d.h. PROM und EPROM waren im Grunde identisch, nur dass das Geh√§use des EPROM √ľber ein Fenster zum L√∂schen verf√ľgte.