Bild des Tages: Unglaublich schnell…

Wir schreiben das Jahr 1997. Die Welt der Online-User ist zweigeteilt: Die einen besitzen einen ISDN-Anschluss, der 64 kbit/s (durch Kanalbündelung 128 kbit/s, dann aber auch doppelt so teuer) erreicht, die anderen einen Analoganschluss. Wer an einer bereits digital arbeitenden Vermittlungsstelle angeschlossen ist, der kann ein Modem mit der neuen x2 Technologie (der Gegenspieler zu K56flex, bis V.90 zum Standard wird) einsetzen.

In der Werbung wirbt U.S. Robotics mit der unglaublich schnellen Geschwindigkeit, welche die x2 Technologie bietet:

Introducing the new x2TM Technology 56K modem from U.S. Robotics. The fastest modem ever created for regular phone lines, …

Verglichen mit den bis zu 200.000 kbit/s, die bereits bei einigen Kabelanbietern erhältlich sind, sehen aus heutiger Sicht die 56 kbit/s geradezu lächerlich aus.

Heute sind die schnellen 56K Modems fast ausgestorben und gehören zu den Produkten, die Jugendliche nicht mehr kennen.

Bild: U.S. Robotics

Webtipp: Internet Pinball Database

Internet Pinball Database

Flipper (engl. Pinball Machines) gab es schon lange, sehr lange, vor den ersten Videospielen. Mit dem Aufkommen der ersten Videospiele schwenken dann in den 1980er viele Flipper-Hersteller auf die elektronischen Spiele um und so verschwanden die einst häufig anzutreffenden Geräte immer mehr.

Die Internet Pinball Database hat sich zur Aufgabe gemacht Daten über die heute fast verschwundenen Geräte zu sammeln und bereits Informationen von über 5700 Flippern mit tausenden von Bildern zusammengetragen. Der älteste bisher verzeichnete Flipper stammte übrigens von 1871.

Bild: Internet Pinball Database

Weblink: www.ipdb.org

Und noch einmal: Neuer Rekordpreis für Apple I

Der Apple I hat sich zu einer wahren Goldgrube entwickelt: Im Juni 2012 wurde ein Apple I für US$ 374.500 verkauft, ein weiterer im Dezember 2012 für US$ 640.000, dann Mai 2013 einer für US$ 671.400 und im Juni 2013 für (nur) US$ 388.000.

Jetzt wurde vom Auktionshaus Bonhams mitgeteilt, dass ein Apple I für US$ 905.000 vom Henry Ford Museum ersteigert wurde. Erstbesitzer war John Barkley Anderson, bekannt als Gründer und erster Präsident der Apple-Benutzergruppe „Cincinnati AppleSiders“.

Mehr zum Apple I gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Bonhams

Eine weitere Videospielesammlung wird verkauft

Erst im Juni wurde auf GameGavel eine mit über 10.000 Spielen geradezu riesige Sammlung von Videospielen versteigert. Jetzt verkauft ein Sammler unter dem Pseudonym reel.big.fish (aka NintendoTwizer) seine Sammlung auf eBay. Insgesamt über 5700 Spiele, davon über 4000 von Nintendo, und über 50 Konsolen werden angeboten.

Wer die Sammlung erwerben möchte, muss allerdings über etwas Kleingeld verfügen: Der „Sofort-Kaufen“ Preis liegt bei US$ 164.000 (ca. 129.000 EUR).

Bild: NintendoTwizer

Bild des Tages: Quake für die ganze Familie

Quake, id Software

Vor 18 Jahren, am 31. Mai 1996, wurde Quake als erster Vertreter der Quake-Serie und Nachfolger des Egoshooters Doom von id Software veröffentlicht. Quake setzte neue Maßstäbe in Bezug auf 3D-Technik, Modifizierbarkeit und Mehrspieler-Modus und wurde zum Vorbild für viele weitere 3D-Spiele. Durch die Möglichkeit, die Level zu modifizieren oder neue hinzuzufügen, entstanden zahlreiche neue Spielmodi. Aufgrund der Gewaltdarstellung wurde das Spiel in Deutschland indiziert und war nur noch „ab 18“ erhältlich. Ein Spiel für die ganze Familie!

Quake war in Deutschland bis November 2011 indiziert. Da die bei der Veröffentlichung der Spiele beanstandete Gewaltdarstellung in Anbetracht der „technisch veralteten Darstellungsweise“ heute nicht mehr als jugendgefährdend einzustufen sei, nahm die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) den Egoshooter vom Index. Zuvor wurden schon Doom und Doom II vom Index gestrichen.

Bild: Werbung und Screenshot, id Software

Spacewar! als Browser-Game

Über mass:werk habe ich bereits im Februar berichtet. Damals ging es um zwei Google-Simulationen im Retro-Look.

mass:werk hat aber noch mehr zu bieten, z.B. einen Spacewar! Simulator. Dieser ist so perfekt, dass er nicht nur eine einzelne Spacewar! Version simuliert, sondern gleich neun verschiedene:

  • Spacewar! 3.1 (24 Sep. 1962, Standard Version)
  • Spacewar! 3.1 Big Ships Mod (24 Sep. 1962)
  • Spacewar! 4.1f (CHM Version, 2005-2008)
  • Spacewar! 4.2 (11 May 1963)
  • Spacewar! 4.3 (17 May 1963)
  • Spacewar! 4.8 (MIT-Spacewar!, 24 Jul. 1963)
  • Spacewar! 2B (2 Apr 1962)
  • Spacewar! 2X (April/May 1962)
  • Spacewar! 3.1

Zusätzlich gibt es ein weiteres PDP-1 Demo-Programm „Snowflake“ und die o.g. Spacewar! Versionen noch einmal in einer speziellen hochauflösenden Variante.

Wer jetzt auch noch ein paar Erklärungen zur Funktionsweise von Spacewar! sucht, wird unter Inside Spacewar! fündig, und ein paar historische Informationen zu diesem frühen Spiel gibt es im 8Bit-Museum.de.

Bild: mass:werk

Beep: Eine Dokumentation über Video Game Sound

Kickstarter wird auch bei Computer-Historikern immer beliebter. Gab es bereits Sammlungen für ein Ehemaligentreffen des Homebrew Computer Clubs, eine Dokumentation über Videospiele und einen Bluetooth ZX Spectrum, so soll nun eine Dokumentation über die Entstehungsgeschichte des Sounds in Videospiele entstehen.

Beep: A Documentary History of Video Game Sound“ soll die Entwicklung des Videospiele-Sounds, begonnen bei den mechanischen Flippern bis hin zu den heute eingesetzten Orchestern in aktuellen Videospielen, dokumentieren. Mindestens 40.000 C$ (ca. 27.000 EUR) möchte die Kanadierin Karen Collins bis zum 1. Oktober zur Verwirklichung ihres Projekts einsammeln. So wie es aussieht, kann das Ziel erreicht werden. Nach nur zehn Tagen sind schon knapp die Hälfte der gewünschten Summe zusammen gekommen.

Bild: Kickstarter / Karen Collins

Bild des Tages: Programmieren im Bett

Die Computerzeitschrift CPU (Computer Programmiert zur Unterhaltung), erschien erstmalig mit der Ausgabe September 1983. Bis 1985 erschien die Zeitschrift im Roeske Verlag monatlich, danach ab Ausgabe 9/85 als Doppelausgabe zweimonatlich im Tronic-Verlag.

Die Titelbilder der CPU (und auch die der Schwesterzeitschrift Homecomputer) waren recht eigenwillig, zwar gab es auch die in den 1980ern üblichen Bilder mit Kind, Ehemann oder Familie am Computer, aber der Roeske Verlag hatte ein echtes Händchen in Bezug auf die Auswahl seiner Models und Motive.

Ein Highlight ist das gemeinsame Programmieren am C64 im Bett, aber die Redaktion wählte auch schon einmal eine Hausfrau im 2nd Hand Kleid auf dem Boden liegend mit ihrer Computersammlung, eine gelangweilte Tochter mit C64 oder einen Hund mit Oric-1 als Titelbild.

Bild des Tages: Homecomputer 6, 8, 10/83