Bild des Tages: Aerobic mit dem Atari 800

Der US-amerikanische Arzt Kenneth H. Cooper, der bereits in den 1960ern ein aerobes Training zur StĂ€rkung von Herz und Lunge entwickelte, löste in den USA einen Fitness-Boom aus, der dazu fĂŒhrte, dass Ausdauertraining in Gymnastikprogramme integriert wurde. 1982 kam schließlich der weltweite Durchbruch, als Jane Fonda Aerobic als ihr Gymnastikprinzip vermarktete. Es gab sogar im deutschen Fernsehen Fitness-Sendungen, wie „Enorm in Form“, die ab 1983 im ZDF ausgestrahlt wurde.

Video: Aerobics fĂŒr Atari 8-Bit Computer, s2325, YouTube

Atari zeigt in seiner Werbung, dass wer wirklich Hip sein will, nicht extra in ĂŒberfĂŒllte Studios gehen muss, sondern seine Übungen auch mit seinem persönlichen (Computer-)Trainer zu Hause absolvieren kann. Vermutlich ging aber 90% der Trainingszeit schon dafĂŒr drauf, die pixelige Grafik zu deuten.

Bild des Tages: Der Addiator Duplex

Der im Bild gezeigte „Addiator“ ist ein Zahlenschieber, ein einfaches mechanisches RechengerĂ€t zur Additionen und Subtraktionen von Zahlen. In dem flachen GehĂ€use befinden sich parallel verschiebbare StĂ€be, von denen jeder fĂŒr eine Stelle verwendet wird. Möchte man eine Zahl addieren, so zieht man den Stab um entsprechend viele Positionen nach unten oder oben. In welche Richtung geschoben werden muss, verrĂ€t die Farbe des Felds: Ist das Feld rot, steht ein Übertrag an und der Stab muss nach oben geschoben werden, ansonsten schiebt man den Stab nach unten.

Die ersten Zahlenschieber gab es schon im 16. Jahrhundert, aber erst 1847 wurde er durch hinzufĂŒgen eines halbautomatischen ZehnerĂŒbertrags durch den Deutschen Hermann Kummer vervollstĂ€ndigt. Diese Art von Zahlenschieber wurden bis in die 1980er gebaut, bis sie allmĂ€hlich vom Taschenrechner abgelöst wurden. Der im Bild dargestellte „Addiator“ gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland.

Bild des Tages: Welcher Typ von Mann besitzt einen eigenen Computer?

Sie möchten einen Computer besitzen? Sind sie der richtige Typ dafĂŒr? Apple versuchte 1978 in seiner Werbung diese Frage zu klĂ€ren, zu einer Zeit, in der ein eigener Computer noch wirklich etwas sehr seltenes war:

Rather revolutionary, the idea of owning your own computer? Not if you’re a diplomat, printer, scientist, inventor… or a kite designer. Today there’s Apple Computer. It’s designed to be a personal computer. To uncomplicate your life. And make you more effective. It’s a wise man who owns an Apple.

Bild: Apple Computer

Bild des Tages: Was zum Teufel ist elektronische Post?

1977 erklÀrte Honeywell in seiner Werbung noch, was elektronische Post ist:

Eletronic Mail is a term that’s been bandied about data processing circles for years. Simply put, it means high speed information transportation. One of the most advanced methods is terminals talking to one another. Your mailbox is the terminal on your desk. Punch a key and today’s correspondence and messages are displayed instantly.

Übertragung mit High-Speed bedeutete damals aber noch 300 bps (ungefĂ€hr 30 Bytes pro Sekunde).

Bild: Honeywell

Bild des Tages: Eine Uhr fĂŒr die moderne, informationsorientierte Gesellschaft

Gut 32 Jahre vor der Apple Watch gab es bereits „smarte“ Uhren. Seiko brachte 1983 das Modell M516-4009 heraus. Mit den zwei eingebauten 16 kbit Speichermodulen (4 KByte) konnte dieses Modell eine Sprachnachricht von vier oder acht Sekunden LĂ€nge aufzeichnen.

Dieses Feature war Grund genug, um im Handbuch zu schreiben:

Sie sind nun stolzer Besitzer einer SEIKO Digitaluhr Kal. M516, die mit einer Sprachspeicherfunktion versehen ist, um den AnsprĂŒchen der modernen, informationsorientierten Gesellschaft gerecht zu werden.

Auf YouTube gibt es einige Videos, die zeigen, wie gut bzw. schlecht dieses kuriose Feature funktionierte. Es war so „modern“, dass sogar die GeisterjĂ€ger im Film Ghostbusters diese Uhr trugen.

In den 1980ern gab es einige Digitaluhren mit Features, ĂŒber die man sich heute amĂŒsiert. Wer erinnert sich nicht an die ersten Uhren mit Taschenrechner, deren Tasten so klein waren, dass man eine Nadel brauchte, um die Ziffern einzugeben, wie z.B. bei diesem Modell aus dem Jahre 1981.