Bild des Tages: Der Megachip U61000

Der 1 MBit DRAM – U61000 – wurde ab 1986 im VEB Mikroelektronik Dresden (ZMD) des VEB Carl Zeiss Jena in der ehemaligen DDR entwickelt. Ab 1990 sollte er serienm├Ą├čig gefertigt werden.

Technisch war der U61000 ein DRAM vom Typ 511000 und wurde in CMOS-Technologie mit 1,2 ┬Ám Strukturbreite hergestellt. Die ersten Muster wurden am 12. September 1988 an Erich Honecker ├╝bergeben. F├╝r deren Entwicklung wurde das Kollektiv des Forschungszentrums 1988 mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.

Auf der ZMD-Pilotlinie wurden 1988 rund 5.000 Muster des U61000 gefertigt. 1989 folgten weitere 30.000 ICs mit einer Ausbeute von nur bis zu 20%.

Das Bild oben zeigt ein IC vom M├Ąrz 1990 (Datecode A3).

Bild rechts: Bundesarchiv, Bild 183-1988-0912-400 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0

Bild des Tages: Software auf Schallplatten

In den fr├╝hen 1980er wurde Software zu einem gro├čen Anteil auf normalen Audio-Kassetten ausgeliefert, teilweise auch als Beilage in Zeitschriften oder als Kassetten-Magazin. Weniger bekannt ist, dass in den Jahren zuvor Software auch auf Schallplatte ausgeliefert wurde.

Magazinen lagen meistens Flexi-Discs, also flexible Schallplatten aus Kunststoff, bei. Es gab aber auch Software, die auf Schallplatten verkauft wurde, wie z.B. The Thompson Twins Adventure f├╝r den ZX Spectrum. Der ├╝bliche Weg diese Programme in den Rechner zu bekommen war, die Schallplatte erst auf Kassette zu ├╝berspielen und dann das Programm mit einem Kassettenrekorder wie ├╝blich einzulesen.

Video: Chris Sievey – Camouflage (on a real ZX81 and vinyl), TheRasteri, YouTube

Bild: „The Floppy ROM“, holger, classic-computing.de; Cover „The Thompson Twins Adventure“

Bild des Tages: Schicke Kleidung im Atari Club Shop

Anfang der 1980er war die Welt f├╝r Atari noch in Ordnung. Die Firma war weltweit bekannt f├╝r seine Videospiele und Heimcomputer. Das Atari VCS war die am meist verkaufte Videospielkonsole und die 8-Bit Heimcomputer verkauften sich recht gut.

Es gab sogar einen Atari Club mit eigenem Clubmagazin. In diesem wurden haupts├Ąchlich neue Spiele und Peripherie vorgestellt. Aber f├╝r den echten Atari-Fan gab es im Clup Shop auch die passende Kleidung: T-Shirt, Sweatshirts, Regenjacken, Schwei├čb├Ąnder, es gab praktisch alles. Auch Teddy-B├Ąren, Geldb├Ârsen, Taschen und Fahnen gab es zu kaufen.

Mehr ├╝ber zur Geschichte Ataris gibt es in diesem Beitrag.

Bild des Tages: Frauen in der Werbung

W├Ąhrend sich Fujitsu mit einem┬á besonders netten Verk├Ąufer in der Werbung f├╝r den FM-X versuchte, setzten Toshiba und Hitachi auf Frauen. Toshiba setzt in der Werbung f├╝r den Pasopia IQ (Bild rechts) auf ein Model, nach etwas Suchen l├Ąsst sich rechts unten sogar ein Bild von dem Computer ausmachen. Hitachi gibt dem Schulm├Ądchen (Bild links) zumindest den MB-H1 in die Hand. Es ist aber zweifelhaft, dass ein japanisches Schulm├Ądchen die typische Zielgruppe f├╝r einen nach heutigen Ma├čst├Ąben 2000 EUR teuren Computer war.

Mehr japanische Werbung gibt es in diesem Beitrag ├╝ber MSX.

Bild des Tages: Radio Shacks erstes Smartphone von 1982

Auf Twitter postete der Journalist Harry McCracken ein Bild von Radio Shacks erstem Smartphone, das testweise f├╝r zwei Wochen gegen Ende 1982 in Fort Worth und Boston verkauft worden sei.

Zwar gab es zu dieser Zeit schon kleine Bildschirme, so z.B. von der Firma Sinclair Research Ltd, die mehrere kleine Mini-TVs verkaufte, aber die Technik h├Ątte 1982 noch nicht ausgereicht ein solches Smartphone zu bauen. So bleibt es ein sch├Âner Fake als „Bild des Tages“.

Bild: Harry McCracken

Bild des Tages: IBM Modell 350 Disk Storage Unit

IBM 305 RAMACDer IBM 305 RAMAC (random-access method of accounting and control), der am 13. September 1956 erstmals vorgestellt wurde, war der erste kommerziell erfolgreiche Computer, der ├╝ber eine Festplatte als Speichereinheit verf├╝gte. Er konnte bis zu zwei dieser Speichereinheiten des Modells 350 Disk Storage Unit ansteuern. Eine Festplatte konnte knapp 5 Mio. Zeichen ├í 7 Bit speichern, was umgerechnet ca. 4,3 MByte entspricht, und bestand aus 50 Platten, die in 50.000 Bl├Âcke mit jeweils 100 Zeichen aufgeteilt waren. Die gesamte Konstruktion wog ├╝ber eine Tonne.

Das Bild rechts zeigt den IBM 305 RAMAC mit einer „Festplatte“ vom Modell 350 in der Mitte.

Mehr ├╝ber die Geschichte von IBM in diesem Beitrag.

Bild: IBM 305 RAMAC, Wikimedia, Foto von U. S. Army Red River Arsenal, Public Domain

Bild des Tages: Platine mit DTL-Technologie

Das Bild zeigt eine Platine mir Schaltkreisen in DTL (Diode-Transistor-Logik). DTL wurde Anfang der 1960er Jahre als Nachfolger der RTL (Widerstands-Transistor-Logik, RTL) entwickelt. Die Logikfunktionen wurden durch die Verkn├╝pfung von Dioden im Eingangsbereich und anschlie├čender Verst├Ąrkung Transistoren realisiert. Die verwendeten ICs sind allesamt 4-fach NAND/NOR Gatter von Mullard vom Typ FCH181 und FCH192.

Im Schaltbild sind die vier NOR-Gatter mit Open Collector gut zu sehen. Ist ein Eingang Low, sperrt der Transistor und der Ausgang wird High (Pullups aufgrund des Open Collectors). Sind beide Eing├Ąnge High, schaltet der Transistor durch und zieht das Signal am Ausgang auf 0V.