Zu Besuch bei Insert Coins in Herne

Insert Coins e.V. ist ein absolutes Highlight für alle, die Retro-Gaming lieben oder einfach mal in die goldene Ära der Spielhallen eintauchen möchten. Ich dufte in einer privaten Führung dieses Highlight erleben und an vielen der Geräte, an denen ich selbst vor inzwischen 40 Jahren gespielt habe, noch einmal mein Glück probieren.

Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Herne (Bahnhofstr. 79, mitten in der Innenstadt) hat seit seiner Gründung im Jahr 2014 unermüdlich daran gearbeitet, die Geschichte der Videospiele, Automatenspiele und Flipper nicht nur zu bewahren, sondern sie für jedermann lebendig und spielbar zu machen. Besonders seit dem großen Umzug 2025 ins neue Vereinsheim 4.0 hat das Ganze nochmal einen riesigen Sprung nach vorne gemacht – jetzt auf über 1.000 m² (manche Quellen sprechen sogar von bis zu 1.100 m²) entfaltet sich hier ein wahres Paradies für Retro-Fans!

Das HerzstĂĽck von Insert Coins ist ohne Zweifel die beeindruckende Sammlung, die ihresgleichen sucht:

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Bild des Tages: Der Addiator Duplex

Der im Bild gezeigte „Addiator“ ist ein Zahlenschieber, ein einfaches mechanisches Rechengerät zur Additionen und Subtraktionen von Zahlen. In dem flachen Gehäuse befinden sich parallel verschiebbare Stäbe, von denen jeder fĂĽr eine Stelle verwendet wird. Möchte man eine Zahl addieren, so zieht man den Stab um entsprechend viele Positionen nach unten oder oben. In welche Richtung geschoben werden muss, verrät die Farbe des Felds: Ist das Feld rot, steht ein Ăśbertrag an und der Stab muss nach oben geschoben werden, ansonsten schiebt man den Stab nach unten.

Die ersten Zahlenschieber gab es schon im 16. Jahrhundert, aber erst 1847 wurde er durch hinzufĂĽgen eines halbautomatischen ZehnerĂĽbertrags durch den Deutschen Hermann Kummer vervollständigt. Diese Art von Zahlenschieber wurden bis in die 1980er gebaut, bis sie allmählich vom Taschenrechner abgelöst wurden. Der im Bild dargestellte „Addiator“ gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland.

Tipp: Bits aus der Anfangsphase

Stage 1 Level 1Am Anfang gab es nichts… Na gut… Es gab Flipper, Skee ball, ein paar Schießstandspiele, ein paar einarmige Banditen und Waagen, die einem nicht nur das Gewicht, sondern auch noch die Zukunft voraussagen konnten.

Die Flugbahnsimulation eines Balls auf einem Oszilloskop wird schlieĂźlich zum ersten Videospiel der Geschichte.

Zum Artikel: Die Steinzeit – Bits aus der Anfangsphase

Vor 40 Jahren: Der erste Computervirus fĂĽr MS-DOS verbreitet sich

Der erste Computervirus fĂĽr das Betriebssystem MS-DOS wurde im Januar 1986 geschrieben und trägt den Namen „(c) Brain“ (auch bekannt unter den Namen Lahore, Pakistani, Pakistani Brain, Brain-A und UIUC). Damit gilt er als erster Computervirus fĂĽr PCs.

Technisch handelt sich um einen Boot-Sektor Virus, der mit dem Dateisystem FAT-formatierte Disketten befällt. Er verschiebt den ursprünglichen Boot-Sektor in einen anderen Sektor und setzt sich selbst als Boot-Sektor ein. Infizierte Disketten enthalten im Boot-Sektor folgenden Text:

Welcome to the Dungeon (c) 1986 Brain & Amjads (pvt) Ltd VIRUS_SHOE RECORD V9.0 Dedicated to the dynamic memories of millions of viruses who are no longer with us today – Thanks GOODNESS!! BEWARE OF THE er..VIRUS : this program is catching program follows after these messages….$#@%$@!!

Verglichen mit heutigen Viren, waren die Auswirkungen einer Infektion gering: Der Virus belegte knapp sieben KByte Hauptspeicher und das Diskettenlaufwerk wurde verlangsamt. Der Virus war auch so geschrieben, dass Festplatten korrekt erkannt und nicht infiziert wurden, was andere Viren später nicht taten und auch Daten auf Festplatten zerstörten. So wurde der Virus oft erst gar nicht bemerkt.

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