Aufbau einer PONG Replik

Im November erfuhr ich von einer PONG Replik, die ein Ian Lockhart in den USA erstellt hatte. Ian war so nett und sendete mir ein Board zum Aufbau zu. Der Versand dauerte zwar etwas, aber heute konnte ich mit dem Aufbau beginnen. Da das Board praktisch nur aus TTL Bausteinen besteht, ist der Aufbau schon alleine durch das Bestücken der Sockel halb geschafft. Die übrigen Bauteile werden in den kommenden Tagen aufgelötet.

Leider sind einige Logik-ICs heute nicht mehr neu bekommen und müssen gebraucht – oder im Idealfall als NOS (New Old Stock) – relativ teuer besorgt werden.

Mit Hilfe eines Debug-Boards kann die PONG Platine bequem kontaktiert werden. Spannungsversorgung, Video- und Audio-Signal, Paddels, Münz-Schalter können so bequem angeschlossen werden.

 

PONG Replik

Vollständig aufgebaut sieht die Platine mit ihren 59 ICs beeindruckend aus. Kein Mikroprozessor, kein Speicherbaustein… Das gesamte Spiel wurde aus Logik-ICs aufgebaut. Selbst die unterschiedlichsten Taktsignale werden aus einer einzigen Taktquelle erzeugt. Wer mehr über die Arbeitsweise der PONG-Platine erfahren möchte, sollte sich unbedingt dieses Dokument bei pong-story.com ansehen:

Holden, Hugo R.: Atari Pong E Circuit Analysis & Lawn Tennis. Building A Digital Video Game With 74 Series TTL IC’s

DIY Smartwatch mit OLED

Auch im DIY schreitet der technologische Fortschritt voran. Vor zwei Jahren gab es noch eine Armbanduhr mit 7-Segement-Anzeige zum Selberbauen für knapp 10 EUR beim freundlichen Chinesen im Internet, jetzt gibt es die ersten Modelle mit OLED für denselben Preis.

Das Modell von 2018 verwendete einen STC15L204EA (eine erweiterte 80C51 CPU mit 256 Bytes RAM und 4 KBytes Flash). Der Aufbau erfolgt THT, damit ist der Aufbau recht schnell erledigt. Die Batterie vom Typ 2032 war allerdings i.d.R. nach 1-2 Tagen leer. So konnte man die Uhr nur hin- und wieder einmal als Gag zeigen.

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Core Memory im Eigenbau

Es gibt nicht viele Projekte von denen ich sofort begeistert bin, aber das Arduino Core Memory Shield von Jussi Kilpeläinen ist definitiv eines davon. Core Memory oder Kernspeicher ist eine frühe Form eines nichtflüchtigen Speichers, der etwa von 1954 bis 1975 eingesetzt wurde. Der Speicher besteht aus hartmagnetischen Ringkernen, die auf Drähte gefädelt sind. Durch elektrische Ströme in den Drähten werden diese ummagnetisiert und können ausgelesen werden. Das Vorzeichen der magnetischen Remanenz der einzelnen Ringkerne repräsentiert den Speicherinhalt.

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Der Retro Chip Tester Pro testet MK4332

Der Retro Chip Tester Pro konnte schon eine ganze Weile den TMS4132 testen, einen Chip, der zwei 16k x 1 DRAM Module in einem Gehäuse enthält. Mit der aktuellen Firmware kann nun auch der im Apple III verwendete MK4332 getestet werden. Auch dieser Chip vereinigt zwei 16k x 1 DRAMs in einem Chip. Ganz so versteckt ist das Innenleben nicht, sehr gut sind die beiden auf den Keramikträger gelöteten Chips zu erkennen. Ken Shirriff hat sich den Chip einmal genauer angesehen. Einen ausführlichen Artikel dazu gibt es in seinem Blog.

Mehr über den Retro Chip Tester Pro gibt es hier.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.

Neue Firmware v.14 des Chip Testers unterstützt Intel 1702A

Die Firmware v.14 des Chip Testers Professional wurde heute veröffentlicht und sie bringt wieder viele neue Features. Die Highlights sind:

  • Es werden viele weitere neue alte RAMs unterstützt, u.a. 6561, 74F219, 74C910, 74C920, 74C921, 81C82, 81C84, Intel 2107.
  • Da gerade bei den 23xxx ROMs einige Hersteller eine sehr eigenwillige Belegung der Chip Select Signale verwenden, werden nun zusätzliche Kombinationen unterstützt.
  • Es wurde der March-U Test implementiert (als Ergänzung zum bereits vorhandenen March-Y Test).
  • Die interne CRC32 Datenbank kann durch eine externe Liste erweitert werden. So können auch spezielle ROMs erkannt werden.
  • Es ist möglich (mit Einschränkungen) auch eigene SRAMs und DRAMs zu definieren.
  • PALs können (mit Einschränkungen) ausgelesen werden.
  • Es werden weitere Logikbausteine unterstützt, u.a. 7430, 7472, 4007, 4085, 4097, 4508, 4585, 40147, 40160, 75451, 75452, 75453, 75454
  • Mit Hilfe eines Adapters kann der Inhalt des Intel 1702A EPROM bzw. Intel 1602A PROM ausgelesen werden.
  • ZIP-RAM und SIMM-/SIPP-Module können mit einen Adapter getestet werden.

Die Firmware v.14 steht zum Download bereit. Die Anleitung wurde entsprechend aktualisiert.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.

Neue Firmware des Speichertesters sichert EPROMs und (P)ROMs

Mit einem günstigen 1-2 Euro teuren Adapter für Micro-SD Karten, lassen sich mit der Firmware ab v0.10 die Inhalte von (P)ROMs und EPROMs auslesen und auf einer SD-Karte speichern. Das ist für die meisten Speicherchips auch mit den zahlreichen aktuellen Programmierern möglich, interessant wird es aber bei den EPROMs 2704 und 2708 und dem ROM 6540. Eine große Erleichterung für Retro-Fans, die diese ROMs sichern möchten.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.

Neuer Chiptester für Retro-Chips

Ich möchte kurz ein neues Projekt vorstellen. Der Name lautet schlicht: „Chip Tester Professional 1.x“. Ob der wirklich „Professional“  ist, muss jeder selbst beurteilen, ich wollte aber auch einmal ein Gerät mit diesem Label entwickeln.

Vor einigen Wochen machten einige User den Vorschlag die Schalter des Chip Testers zu entfernen und die Spannungen lieber elektronisch zu schalten. Das hört sich gut an und ist mit MOSFETs auch leicht machbar, aber zu einem Preis, den keiner wirklich bezahlen will – entweder treiben die MOSFETs die Bauteilkosten in die Höhe oder man müsste alles in SMD fertigen, was dann zwar etwas günstiger wäre, aber sehr viel aufwendiger im Zusammenbau.

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