Vor 45 Jahren: Der Apple II kommt auf den Markt

Im April 1977 begann die Vermarktung des Apple II. Der Apple II ist der direkte Nachfolger des Apple I und wurde wie dieser von Steve Wozniak entwickelt. Der Rechner verfĂŒgte ĂŒber eine 8-Bit 6502 CPU @1,020 MHz Taktfrequenz. In der Grundausstattung wurde er mit 4 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert, die bis auf 64 KByte erweitert werden konnten.

In der Zeit von 1977 bis 1993, in der die Apple II Reihe verkauft wurde, wurde dieser mehrfach ĂŒberarbeitet. 1979 erschien der Apple II+ und Apple II europlus. Der Apple II+ wurde mit 48 KByte Arbeitsspeicher verkauft und besaß, anders als das Original mit dem von Steve Wozniak entwickelten Apple Integer Basic, als Firmware Applesoft BASIC, das von Microsoft stammte. Das BASIC war weitestgehend identisch mit dem vom Commodore 64, das ebenfalls vom Microsoft stammte, war habe um einige Befehle, z.B. Grafik-Befehle, erweitert worden.

Schon kurz nach der EinfĂŒhrung des Apple II erschienen verschiedene illegale Apple-Clones, da der Apple II recht einfach mit seinen Standardchips nachzubauen war. Legale Clones gab es nur sehr wenige, z.B. der Laser 128 von VTech.

Mehr Informationen ĂŒber den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, CC-BY, User Rama

Vor 35 Jahren: Steve Jobs verlÀsst Apple

Steve Jobs wirbt im FrĂŒhjahr 1983 John Sculley, der damals PrĂ€sident von Pepsi Cola ist, fĂŒr Apple ab. Sculley wird PrĂ€sident und CEO von Apple und soll dem dabei helfen weiter zu expandieren. Aber schon Anfang 1985 geraten Jobs und Sculley immer mehr aneinander. Jobs wirft Sculley vor, dass er zu wenig ĂŒber die Computerindustrie wisse, wĂ€hrend dieser Jobs vorwirft gefĂ€hrlich und außer Kontrolle zu sein.

Schließlich konfrontiert Sculley Jobs mit seinem Verhalten und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mac Entwicklung. Aber Jobs ist alles andere als offen fĂŒr Kritik und wirft Sculley ineffizientes Marketing und den unfĂ€higen Umgang mit den Nicht-Mac Abteilungen vor. Im April 1985 trĂ€gt Sculley den Fall dem Vorstand vor und verlangt, dass dieser Steve Jobs die Position als Apples VizeprĂ€sident und General Manager der Mac-Abteilung aberkennt. Sculley will Jobs nicht vollstĂ€ndig loswerden, sondern hofft, dass Jobs eine reprĂ€sentative Rolle innerhalb des Unternehmens ĂŒbernehmen wird. Am 31. Mai 1985 wird Jobs vom Vorstand offiziell seiner Positionen enthoben und ist von da an nur noch einfaches Vorstandsmitglied.

Jobs ist unzufrieden mit seiner neuen Position, da er keinen echten Einfluss mehr im Unternehmen hat. Am 16. September 1985 entschließt er sich dazu Apple zu verlassen und NeXT Computer zu grĂŒnden.

Als Apple NeXT Computer Ende 1996 aufkauft, ist Jobs wieder bei Apple beschĂ€ftigt. Nur wenige Monate spĂ€ter, am 16. September 1997, ĂŒbernimmt Jobs „vorĂŒbergehend“ die Leitung als, wie Apple es nennt, iCEO („interim CEO“). Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 2011 wird er die Leitung von Apple innehaben.

Mehr Informationen ĂŒber Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Jobs und John Sculley, Apple Computer

Woz: Alles Gute zum 70 Geburtstag!

Steve Wozniak (geb. 11.8.1950 in San Jose im Silicon Valley), der MitgrĂŒnder von Apple und Entwickler des Apple I, wird heute 70 Jahre alt. Trotz seines Bekanntheitsgrades ist er ganz Mensch geblieben. In Dancing with the Stars versuchte er sich an verschiedenen TĂ€nzen und vor kurzem nahm er in Deutschland an den Segway-Polo-Weltmeisterschaften teil.

Wozniak kam schon als Kind durch seinen Vater, der als Ingenieur bei der Luftfahrt- und RĂŒstungsfirma Lockheed arbeitete, mit Elektronik in BerĂŒhrung. Als Teenager bastelte er bereits seine erste Schaltungen und interessierte sich fĂŒr den Beruf des Ingenieurs. Seinen grĂ¶ĂŸten Coup landete er, als er die Hard- und Software fĂŒr einen Einplatinencomputer realisierte, aus dem spĂ€ter der Apple I wurde.

Mehr Informationen ĂŒber Steve Wozniak und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Wozniak, Wikipedia, CC-BY-SA, User: campuspartycolombia

Webtipp: Alles ĂŒber den Apple II

apple2history.orgSeit ĂŒber 35 Jahren beschĂ€ftigt sich Steven Weyhrich mit dem Apple II und so wurde seine Website apple2history.org im Laufe der Zeit zu einer wahren Fundgrube fĂŒr jeden Apple-Fan und zu der Referenz fĂŒr den Apple II.

Eigentlich logisch, dass nun auch ein Buch zu diesem Thema folgte. Seit Dezember 2013 ist Sophistication & Simplicity: The Life and Times of the Apple II Computer (Link: Amazon) erhÀltlich.

Vor 40 Jahren: Der Apple III wird vorgestellt

Schon Ende 1978 beginnt Apple mit einigen Versuchen, einen neuen Apple zu entwickeln. Der erste Versuch ist ein erweiterter Apple II, der aber nie fertiggestellt wird. Apple beginnt auch mit der Entwicklung eines Rechners, der mehr als einen Mikroprozessor verwendet und so um ein vielfaches leistungsfĂ€higer ist. Dieser trĂ€gt den Codenamen Lisa und ist so revolutionĂ€r, dass er noch einige Jahre braucht bis er produziert werden kann. Da Apple weiß, dass die Lisa noch einige Jahre bis zur Fertigstellung braucht und der Apple II schon einige Jahre auf den Buckel hat, beginnt man mit der Entwicklung eines neuen Rechners, den Apple III. Es wird ein komplett neuer Rechner entworfen und nicht nur auf den II aufgebaut. Am 19. Mai 1980 wird der Apple III vorgestellt, aber es gibt Probleme bei der Produktion, fast 100% der hergestellten III sind defekt und mĂŒssen nachgebessert werden.

Mehr ĂŒber den Apple III gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Apple III+, Wikimedia, CC-BY-SA, User Bilby

Vor 65 Jahren: Steve Jobs erblickt das Licht der Welt

Heute vor 65 Jahren, am 24. Februar 1955, wurde Steven „Steve“ Paul Jobs in San Francisco, Kalifornien geboren. Er grĂŒndete 1976 zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne die Apple Computer Company, die 1977 mit dem Apple II ihren ersten großen Erfolg feierten. Über die Jahre war Jobs fĂŒr viele Innovationen des Unternehmens verantwortlich, wie z.B. dem Apple Macintosh und spĂ€ter das iPhone und iPad.

Jobs war zudem GeschĂ€ftsfĂŒhrer und HauptaktionĂ€r der Pixar Animation Studios und nach einer Fusion grĂ¶ĂŸter EinzelaktionĂ€r der Walt Disney Company. Nachdem er 1986 Apple verlassen hatte, grĂŒndete er NeXT Computer, die er bis zu seiner RĂŒckkehr nach Apple im Jahre 1997 leitete.

Am 5. Oktober 2011 erlag Jobs seiner Krebserkrankung. Sein Vermögen wurde vom Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine im MĂ€rz 2011 auf ĂŒber 8 Milliarden US-Dollar geschĂ€tzt.

Mehr ĂŒber die schillernde Persönlichkeit Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag. Weitere Informationen ĂŒber NeXT Computer in diesem Beitrag.

Bild: Wikimedia, CC-BY-SA, Matt Yohe

Vor 40 Jahren: Steve Jobs besucht Xerox PARC

Vor 40 Jahren, im Dezember 1979, besuchte Steve Jobs Xerox PARC (Palo Alto Research Center). Dort wurden ihm eine objekt-orientierte Programmierumgebung basierend auf Smalltalk-80, die Vernetzung von Computern und die grafische WYSIWYG („what you see is what you get“) BenutzeroberflĂ€che des Xerox Alto mit Maussteuerung vorgestellt.

Jobs erkannte zwar damals noch nicht den Nutzen der ersten beiden Entwicklungen, aber von der grafischen BenutzeroberflĂ€che war er so sehr beeindruckt, dass er diese in den kommenden Apple-Computer, die Lisa (und spĂ€ter den Macintosh), integrierte. Er warb auch einige wichtige Entwickler ab, um fĂŒr Apple weiter an der OberflĂ€che zu arbeiten.

Mehr zu Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, User Joho345, Public Domain

Alle Jahre wieder: Apple I wird bei Christie’s versteigert

Es vergeht kein Jahr und schon wieder wird ein Apple I (Seriennummer 01-0053) den Besitzer wechseln: Diesmal wird das begehrte SammlerstĂŒck bei Christie’s versteigert. Die Auktion lĂ€uft vom 16. bis zum 23. Mai 2019.

Der Rechner soll sich noch in einem recht guten Zustand befinden und sei zuletzt 2014 eingeschaltet worden. Anders als die bisherigen Apple I, die meistens in einem selbst gebauten HolzgehĂ€use untergebracht sind, ist dieser in einem Aktenkoffer integriert. Christie’s erwartet einen Zuschlag bei ca. 350.000 bis 570.000 EUR.

Mehr zum Apple I gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Christie’s, London