Hiroshi Yamauchi im Alter von 85 Jahren verstorben

Hiroshi Yamauchi ist heute am 19. September 2013 verstorben. 1949 ĂŒbernahm Yamauchi die Leitung bei Nintendo im Alter von 22, nachdem sein Großvaters als Leiter des Unternehmens einen Schlaganfall erlitt. Nintendo begann 1889 mit der Herstellung von Spielkarten. In den spĂ€teren 60er Jahre begann Fusajiro Yamauchi damit das Unternehmen zu erweitern: Nintendo begann Spielzeug herzustellen. Eine eigene R&D-Abteilung im Unternehmen wurde damit beauftragt dieses zu entwickeln.

Die Leitung dieser Gruppe ĂŒbergab Yamauchi einem Hausmeister mit Namen Gunpei Yokoi, ein begeisterter TĂŒftler mit einer schon unheimlichen Gabe neue Produkte zu erfinden. Ein Erfolg folgte dem NĂ€chsten: Nintendo dominierte in den kommenden Jahren den japanischen Spielzeug-Markt. Nachdem Yamauchi Mitte der 70er Jahre von den ersten Arcade-Spielen in den USA erfuhr, engagierte er talentierte Designer und Entwickler. Als die US-Tochter dann in den frĂŒhen 80er Jahren Probleme bekam und dringend ein neues Spiel benötigte, war es Yamauchi, der dem jungen Entwickler Shigeru Miyamoto die Chance fĂŒr ein neues Spieldesign gab. Das Spiel wurde unter dem Namen Donkey Kong bekannt.

Obwohl Mitte der 80er Jahre der Markt fĂŒr Videospiele zusammenbrach, blickte Yamauchi unbeeindruckt davon auf den amerikanischen Markt und bestand darauf, das Famicom unter den Namen Nintendo Entertainment System (NES) dort zu verkaufen. Das System wiederbelebte – quasi im Alleingang – die zusammengebrochene Videospiele-Industrie.

Nach 55 Jahren an der Spitze von Nintendo, wurde Yamauchi als Nintendo-PrĂ€sident im Jahr 2002 von Satoru Iwata abgelöst. Er blieb bis zu seinem Tod im Alter von 85 Jahren der grĂ¶ĂŸte EinzelaktionĂ€r des Unternehmens. Unter seiner Leitung wurde Nintendo zum global dominierenden Videospiel-Unternehmen.

Das 8Bit-Museum.de hat einen Eintrag ĂŒber zwei der erfolgreichsten Spiele Nintendos: Donkey Kong und Super Mario Bros.

Webtipp: Retro-Asylum

Retro AsylumAls 8-Bit-Retro-Fan, insbesondere des Speccy, C64 und Co, möchte ich heute das Retro-Asylum empfehlen. Auf dieser Website findet man nicht nur regelmĂ€ĂŸig Podcasts und Reviews zum Thema Retro-Gaming, sondern auch ein paar schöne Videos zum Thema 8- und 16-Bit-Retro-Games. Viele dieser Videos vergleichen vorgestellte Spiele auf den Plattformen ZX Spectrum, C64 und Amstrad CPC – so sieht man die unterschiedlichen FĂ€higkeiten in Grafik und Sound der damaligen Heimcomputer.

Im Video wird Bubble Bobble auf dem ZX Spectrum, Amstrad CPC und C64 verglichen:

Video: Retro-Asylum

Retro-Asylum bietet noch viele weitere Videos zu 8-Bit Games oder 16-Bit Games.

Vortrag von Paola Antonelli

Seit November 2012 sind 14 Computerspiele im New Yorker Museum of Modern Arts zu sehen. Paola Antonelli ist fĂŒr die AnkĂ€ufe des MoMA im Bereich Design zustĂ€ndig und sorgte damals dafĂŒr, dass Pac-Man (1980), Tetris (1984), Another World (1991), Myst (1993), SimCity 2000 (1994), vib-ribbon (1999), The Sims (2000), Katamari Damacy (2004), EVE Online (2003), Dwarf Fortress (2006), Portal (2007), flOw (2006), Passage (2008) und Canabalt (2009) in die Sammlung aufgenommen wurden und nun mit Werken von Picasso oder Warhol ausgestellt werden.

In einem Vortrag bei TED Talks erlĂ€utert sie, warum sie diese Spiele fĂŒr das MoMA akquiriert hat: Videospiele wie Pac-Man und Tetris besĂ€ĂŸen ein „herausragendes Interaktions-Design“.

Video: TED Talks

Weiterer Apple I fĂŒr 300.000 EUR versteigert

Dieses Jahr scheint ein guter Zeitpunkt fĂŒr die noch verbleibenden 48 Apple I Besitzer zu sein ihre GerĂ€te gewinnbringend zu verkaufen. Nach den Versteigerungen im Mai diesen Jahres und im Juni 2012, wurde jetzt erneut ein Apple I fĂŒr die Summe von 388.000 US$ (ca. 300.000 EUR) bei Christie’s per Online-Auktion versteigert. Damit erreichte er zwar nicht die Rekordsumme von 671.400 US$ vom Mai diesen Jahres, aber selbst 388.000 US$ sind fĂŒr ein GerĂ€t, welches ursprĂŒnglich fĂŒr 666,66 US$ zu haben war, ganz ordentlich.

Bei dem versteigerten GerĂ€t handelt es sich um einen Apple I mit der Seriennummer 01-0025 aus dem Jahr 1976. Auf dem Motherboard befindet sich zudem die Signatur „Woz“. Der Gewinner der Auktion darf sich zudem ĂŒber ein Kopie des Handbuchs, SchaltplĂ€ne, ein signiertes Foto, eine zusĂ€tzliche Tastatur und einem Nachbau aus dem Jahr 2006 freuen.

Neuauflage des Microbee

Nach ĂŒber 20 Jahren Abwesenheit vom Computermarkt, gibt es wieder einen Microbee, Australiens einzigen Heimcomputer. Er wird als Bausatz fĂŒr 399 AUS$ (ca. 280 EUR) angeboten. Der Premium Plus Microbee verfĂŒgt ĂŒber ein neues Motherboard, auf dem zwei(!) Prozessoren arbeiten: Eine Z80 CPU @ 3.375 MHz, mit der der Premium Plus Microbee kompatibel zum Original ist, und einen Freescale Coldfire (MCF52259) @ 80 MHz, unter dem uClinux bootet. Ein paar spezielle Schnittstellen, wie fĂŒr SD Karten oder Ethernet, sind ebenfalls vorhanden.

Wer schon immer einen Heimcomputer selbst bauen wollte, der hat jetzt die Möglichkeit, jedoch muss man sich sputen, denn es sind laut Webseite des Herstellers nur noch wenige der 100 produzierten BausĂ€tze verfĂŒgbar.

Bild: Microbee Technology Ltd.

Nach 15 Jahren…

Nach ĂŒber 15 Jahren hat das 8Bit-Museum.de ein neues Gesicht.

8bit-Museum (1999)Los ging es Mitte 1998 mit nur ein paar EintrÀgen zur Geschichte der Videospiele und ein paar wenigen Firmenprofilen (u.a. Commodore und Sinclair). Werbung oder Platinenscans gab es noch nicht zu sehen. William Hunter, der Autor hinter The Dot Eaters, lieferte stÀndig neues Material, so dass die Geschichte der Videospiele nach kurzer Zeit schon zur Referenz zu diesem Thema wurde. Aber auch The Number Crunchers, die Geschichte der Heimcomputer, entwickelte sich schnell weiter: Ein Jahr spÀter waren immerhin 18 Firmenprofile abrufbar. Am 24. September 1999 waren dann beide Auftritte unter der DomÀne 8Bit-Museum.de abrufbar.

Mit neuen Features war das 8Bit-Museum.de ĂŒber die Jahre sehr zurĂŒckhaltend: HTML4, ein wenig CSS1.0 und Javascript, mehr wurde nicht eingesetzt. Das 8Bit-Museum.de sollte halt auch mit alten Browsern (zur Not auch Lynx) abrufbar sein. Aber es lag wohl auch daran, dass die Seiten anfangs mit Notepad erstellt wurden. SpĂ€ter wurde zwar ein kostenloser HTML Editor benutzt, hauptsĂ€chlich aber wegen des Syntax Highlighting).

Jetzt nach 15 Jahren und dreimonatiger (versteckter) Testphase, ist die Seite technisch auf dem aktuellen Stand: HTML5, CSS3.0, „responsive Design“ etc. Ältere Browser werden damit Probleme haben. Da es aber aufgrund der vielen SicherheitslĂŒcken nicht mehr sinnvoll ist diese einzusetzen, habe ich mich zu diesem radikalen Schritt entschlossen. Der „alte“ Auftritt ist aber noch abrufbar. Etwaige Links bleiben somit erst einmal gĂŒltig. SpĂ€ter wird es von diesen Seiten eine Umleitung auf die neue Website geben.

Ob das Erscheinungsbild schon endgĂŒltig ist, wird sich noch zeigen. Auf jeden Fall freue ich mich ĂŒber RĂŒckmeldung.