Speichertester f√ľr SRAM und DRAM Chips mit ATmega2560/2561 (Rev. 6)

Seit einem halben Jahr entwickle ich an meinen SRAM- und DRAM-Testern f√ľr den Arduino Mega 2560. Jetzt bin ich dazu gekommen die sechste Inkarnation aufzubauen, die folgende Features aufweist:

  • Es ist kein Arduino mehr notwendig.
  • SRAMs und DRAMs k√∂nnen auf einem Board getestet werden.
  • Versorgungsspannungen (12V, 5V und -5V), z.B. f√ľr den 4116, werden auf dem Board erzeugt.

Da der ATmega2560 in einem TQFP-100A Geh√§use ausgeliefert wird, habe ich mich entschlossen zwei Designs anzufertigen, eines f√ľr einen ATmega2560 und eines f√ľr einen ATmega2561. Letzterer wird in einem TQFP-64 Geh√§use geliefert, welches sehr viel einfacher von Hand zu l√∂sten ist.

SRAM-DRAM Tester

Getestet werden können folgende SRAMs:

1k x 1: 2102
1k x 4: 2114, 2148, 2149, 4045, 5114, 6514, C214, U224
1k x 4: 6550
1k x 8: 4118, 4801
2k x 8: 2016, 4016, 4802, 4812, 6116, 6512
8k x 8: 2064, 2464, 6264, 2465
32k x 8: 20256, 61256, 62256, 71256

und diese DRAMs:

4k x 1: 2104A, 4015, 4027, 7027
8k x 1: 4108-x0, 4108-x1
16k x 1: 4116, 2117, 6116, 8116, 416, 2116, 3716, U256
16k x 1: 2118, K565RU6
16k x 4: 4416, 2620
32k x 1: 3732H (4532-L4) und 3732L (4532-L3), 4532
64k x 1: 4164, 2600, K565RU5, 8264, 3764
64k x 4: 4464, 41464, 50464
256k x 1: 41256, 53256, 81256, MT1259 883C
256k x 4: 44256, 514256
1024k x 1: 41024, 411000

Test eines 4416 DRAM

Als Bonus kann √ľber den Inhalt von EPROMs der Typen 2716, 2732, 2764, 27128, 27256 und 27512 eine CRC32 angezeigt werden. Diese kann mit einem vorliegenden ROM-Image verglichen werden, um zu sehen ob der Inhalt identisch ist.

Mehr Informationen zu diesem Projekt sind hier zu finden.

In eigener Sache: Zu Weihnachten ein wenig optisches Finetuning

Wer das 8Bit-Museum.de h√§ufiger besucht, wird sicher bemerkt haben, dass ich in den letzten Tagen ein wenig mit dessen Design gespielt habe. Es sind zwar nur ein paar kleine √Ąnderungen, die ich vorgenommen habe, aber schon diese allein lassen die Seiten sehr viel aufger√§umter aussehen. Sollten jetzt Inhalte fehlerhaft dargestellt werden oder wenn es noch Verbesserungsvorschl√§ge gibt, w√ľrde ich mich sehr √ľber eine R√ľckmeldung freuen.

Die Linkliste wurde ebenfalls stark erweitert und die Buchempfehlungen wurden aktualisiert.

Vater des MOS 6502 – Chuck Peddle – im Alter von 82 Jahren verstorben

Charles Ingerham „Chuck“ Peddle wurde bekannt f√ľr seine Entwicklung des MOS 6502 Mikroprozessors in den 1970er und 1980er Jahren. Diesen Prozessor, bzw. einer seiner vielen Varianten, setzen viele Heimcomputer ein, wie z.B. der VC20, PET 2001, Atari 800 und Apple II (6502), C64 (6510) oder NES (Ricoh 2A03, ein 6502 Derivat).

Heute verstarb Chuck Peddle im Alter vom 82 Jahren. Geboren wurde Chuck Peddke 1937 in Bangor, Main, USA. Als Elektronik-Ingenieur arbeitete er 1960 zun√§chst bei General Electric. √úber einen Zwischenstopp mit einer selbst√§ndigen T√§tigkeit, kam er 1973 zu Motorola und arbeite dort an der Entwicklung des Motorola 6800-Prozessors mit. Peddle war der 6800 mit einem Preis von 300 US-Dollar aber zu teuer und da er bei seinen Vorgesetzten keine Unterst√ľtzung f√ľr die Entwicklung eines preiswerten Prozessors bekam, wechselte er zu MOS Technology, wo er die Entwicklungsabteilung f√ľr die 650x-Prozessorfamilie leitete. 1975 war der zum 6800 pinkompatible MOS 6501 kurz vor der Fertigstellung, er kostetet aber mit 25 US-Dollar nur ein Bruchteil des 6800. Da Motorola mit Urheberrechtsklagen drohte, wurde dieser Prozessor zugunsten des 6502 verworfen, der zwar √Ąhnlichkeiten zum 6800 aufwies, aber nicht mehr pinkompatibel war. Dieser Prozessor wurde in den 1970er/1980er in vielen Heimcomputern verwendet und war der direkte Gegenspieler zum Z80 Mikroprozessor von Zilog.

MOS Technology wurde schlie√ülich von Commodore (CBM) aufgekauft und Peddle entwickelte f√ľr Commodore viele Rechner, darunter den PET 2001 und den VC 20. 1980 gr√ľndete Peddle zusammen mit Chris Fish die Firma Sirius Systems Technology, die den Computer Sirius I auf den Markt brachte. In den folgenden Jahren arbeitete Peddle ab 1985 f√ľr die Tandon Corporation, dann beim Celetron (einem indischen Elektronikhersteller, der im Jahre 2002 aus verschiedenen ehemaligen Tandon-Firmen entstand).

Bild: „Chuck Peddle, 6502 Designer“, Flickr, CC-BY-2.0, Jason Scott

TheC64: Die Auslieferung beginnt

In den 1980er Jahren war er der Renner: Der Commodore 64. Er wurde auf der CES 1982 vorgestellt und Commodore knackt mit ihm den Jackpot. In nur zwei Jahren nach Markteinf√ľhrung, bricht Commodore alle Rekorde mit 4 Mio. verkauften Rechner weltweit und sogar bis heute ist der C64 der bestverkaufte Heimcomputer mit √ľber 17 Millionen Ger√§ten. Selbst heute noch gibt es zahlreiche Entwicklungen rund um den C64 und im voll im Retro sind derzeit Neuauflagen im Mini-Format, wie das NES Mini, SNES Mini und VCS Mini.

Am 29. M√§rz 2018 erschien eine weitere (Mini-)Neuauflage unter dem Namen TheC64 mini. Entstanden war der Mini aus einer fehlgeschlagenen indiegogo Kampagne. Trotz verfehltem Finanzierungsziel ver√∂ffentlicht nun der Entwickler Retro Games ‚Äď wenn auch etwas versp√§tet ‚Äď zusammen mit dem Distributor Koch Media die kleine Konsole.

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Vor 40 Jahren: Steve Jobs besucht Xerox PARC

Vor 40 Jahren, im Dezember 1979, besuchte Steve Jobs Xerox PARC (Palo Alto Research Center). Dort wurden ihm eine objekt-orientierte Programmierumgebung basierend auf Smalltalk-80, die Vernetzung von Computern und die grafische WYSIWYG („what you see is what you get“) Benutzeroberfl√§che des Xerox Alto mit Maussteuerung vorgestellt.

Jobs erkannte zwar damals noch nicht den Nutzen der ersten beiden Entwicklungen, aber von der grafischen Benutzeroberfl√§che war er so sehr beeindruckt, dass er diese in den kommenden Apple-Computer, die Lisa (und sp√§ter den Macintosh), integrierte. Er warb auch einige wichtige Entwickler ab, um f√ľr Apple weiter an der Oberfl√§che zu arbeiten.

Mehr zu Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, User Joho345, Public Domain

Bild des Tages: Flirten mit Laptop

Wie konnte man ìm Jahre 1979 Mädels beeindrucken? Ganz klar: Mit einem Heimcomputer! Auf dem Bild trägt der junge Mann einen Exidy Sorcerer unter dem Arm, sicherlich kein Computer, der als Laptop gedacht war.

Exidy versuchte Ende der 1970er auf der ersten Welle der gerade erscheinenden Heimcomputer mit zu schwimmen und so stellten sie im April 1978 auf der PERCOMP Long Beach Computer Show den Exidy Sorcerer vor.

Das Ger√§t war mit einer 2 MHz Zilog Z80 CPU ausgestattet und konnte bis auf 64 KByte erweitert werden. Die 8 KByte Version kostete US$ 895, mit 16 KByte US$ 1295, mit 32 KByte US$ 1395 und mit 48 KByte US$ 1495. Durch ein separates Modul konnten hunderte von Karten f√ľr den S-100 Bus verwendet werden. Drei Cartridges wurden mit dem System ausgeliefert: Eine Textverarbeitung, ein Assembler und Microsoft 8K BASIC.

Mehr √ľber Exidy und den Sorcerer gibt es in diesem Beitrag.