FUSE Treiber f√ľr Core Memory

Vor etwas √ľber einem Jahr schrieb ich √ľber das Arduino Core Memory Shield von Jussi Kilpel√§inen. Core Memory oder Kernspeicher ist eine fr√ľhe Form eines nichtfl√ľchtigen Speichers, der etwa von 1954 bis 1975 eingesetzt wurde. Der Speicher besteht aus hartmagnetischen Ringkernen, die auf Dr√§hte gef√§delt sind. Durch elektrische Str√∂me in den Dr√§hten werden diese ummagnetisiert und k√∂nnen ausgelesen werden. Das Vorzeichen der magnetischen Remanenz der einzelnen Ringkerne repr√§sentiert den Speicherinhalt.

Das Projekt erm√∂glicht es stolze 32 Bit (= 4 Byte) zu speichern. Die Bedienung erfolgte bisher ausschlie√ülich √ľber ein Terminal am Arduino Uno oder Arduino Mega. Nun hat Anton Semjonov einen FUSE Treiber f√ľr diesen Speicher erstellt, so dass dieser unter Linux eingebunden werden kann.

Vorschl√§ge, wof√ľr dieser Extra-Speicher genutzt werden kann, sind herzlich willkommen.

40 Jahre Sinclair ZX Spectrum

Der ZX Spectrum erscheint am 23.4.1982 in zwei Varianten: 16KByte RAM f√ľr ¬£125 und 48KByte RAM f√ľr ¬£175. F√ľr ¬£60 kann man den kleineren Speccy auch aufr√ľsten. Das ist zwar erheblich mehr, als man f√ľr einen ZX81 bezahlte, aber immer noch um einiges g√ľnstiger als der direkte Konkurrent BBC Micro Model B f√ľr ¬£399. In den darauf folgenden Jahren wird die Hardware mehrfach √ľberarbeitet. Die Issue 1 Platine hat sogar noch einen Fehler in der ULA, der mit einem zus√§tzlichen Chip behoben werden muss. Die Issue 3 Platine, welche gegen Ende 1983 produziert wird, reduziert die Stromaufnahme gegen√ľber der beiden √§lteren Platinenversionen Issue 1 und Issue 2, die noch mit Hitzeproblemen zu k√§mpfen hatten.

ZX Spectrum Werbespot

Mehr √ľber den ZX Spectrum und die Firma Sinclair gibt es in diesem Beitrag.

 

Bild: Bill Bertram, CC BY-SA 2.5, Wikimedia

Vor 45 Jahren: Der Apple II kommt auf den Markt

Im April 1977 begann die Vermarktung des Apple II. Der Apple II ist der direkte Nachfolger des Apple I und wurde wie dieser von Steve Wozniak entwickelt. Der Rechner verf√ľgte √ľber eine 8-Bit 6502 CPU @1,020 MHz Taktfrequenz. In der Grundausstattung wurde er mit 4 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert, die bis auf 64 KByte erweitert werden konnten.

In der Zeit von 1977 bis 1993, in der die Apple II Reihe verkauft wurde, wurde dieser mehrfach √ľberarbeitet. 1979 erschien der Apple II+ und Apple II europlus. Der Apple II+ wurde mit 48 KByte Arbeitsspeicher verkauft und besa√ü, anders als das Original mit dem von Steve Wozniak entwickelten Apple Integer Basic, als Firmware Applesoft BASIC, das von Microsoft stammte. Das BASIC war weitestgehend identisch mit dem vom Commodore 64, das ebenfalls vom Microsoft stammte, war habe um einige Befehle, z.B. Grafik-Befehle, erweitert worden.

Schon kurz nach der Einf√ľhrung des Apple II erschienen verschiedene illegale Apple-Clones, da der Apple II recht einfach mit seinen Standardchips nachzubauen war. Legale Clones gab es nur sehr wenige, z.B. der Laser 128 von VTech.

Mehr Informationen √ľber den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, CC-BY, User Rama

Krieg in der Ukraine: Retro Computer Museum von Bombe zerstört

Russlands Angriffskrieg in der Ukraine f√ľhrte nun dazu, dass ein Retro Computer Museum in Mariupol zerst√∂rt wurde. Das 2003 gegr√ľndete Museum beherbergte √ľber 120 historische Ger√§te, u.a. auch Computer aus der Sowjetzeit.

Am Montag gab der Besitzer des Club it8bit auf Facebook bekannt, dass sein Museum zerst√∂rt wurde. Dmitry Cherepanov fl√ľchtete aus der Stadt am 15. M√§rz kurz vor der Bombardierung nur mit einigen Dokumenten und etwas Geld.

Das Museum beherbergte auch viele ZX-Spectrum Nachbauten, die in den 1980er Jahren in der Ukraine und Russland sehr beliebt waren (der ZX Spectrum war relativ einfach aufgebaut und konnte so kosteng√ľnstig nachgebaut werden). Dimitry trug die Ger√§te in den letzten 15 Jahren zusammen. Insgesamt waren es √ľber 500 Exponate, die besichtigt werden konnten.

Video: Soviet-Era Computers Live On at Club 8-Bit, Show Me Your Nerd, Gizmodo, YouTube

In seinem Post auf Facebook heißt es (Übersetzung durch Google Translator):

Das war es, das Mariupoler Computermuseum gibt es nicht mehr (
Von meiner Sammlung, die ich seit 15 Jahren sammle, sind nur noch Fragmente von Erinnerungen auf der Facebook-Seite, der Website und dem Radiosender des Museums √ľbrig. Ich werde versuchen, die Website und das Radio von RetroBit weiterhin zu unterst√ľtzen, aber das Leben wird jetzt ganz andere Priorit√§ten haben. Es gibt weder mein Museum noch mein Haus ((( und es tut weh, aber ich werde es auf jeden Fall √ľberleben und ein neues Zuhause finden!

Bild: Club it8bit

HNF: Vortrag ‚Äď Rohlfing redet: Ein Quantencomputer

Am 22.03.2022 veranstaltet das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) einen Vortrag unter dem Titel ‚ÄěRohlfing redet: Ein Quantencomputer‚Äú. Beginn ist 18:00 Uhr. Dozent ist Marc Rohlfing freiberuflicher Dozent aus Bielefeld.

Marc Rohlfing wagt einen einsteigerfreundlichen Blick auf die vermeintlich n√§chste Entwicklungsstufe in der Informationstechnik. In seinem neuen Vortrag „Ein Quantum Computer“ geht es um Qubits, Superpositionen und eine √ľber 80 Jahre alte Katze, die gleichzeitig lebendig und tot ist.

Zuh√∂rer sind an dem Abend im HNF herzlich willkommen. Es ist eine Anmeldung erforderlich, da die Teilnehmerzahl vor Ort begrenzt ist. Der Vortrag ist kostenlos und wird auch live √ľbertragen. Mehr Informationen sind auf der Website des HNF zu finden.

Beginn: Dienstag, 22.03.2022 um 18:00 Uhr

Hier geht es zum Live-Stream…

Bild: HNF

Bild des Tages: Programmieren im Bett

Die Computerzeitschrift CPU (Computer Programmiert zur Unterhaltung), erschien erstmalig mit der Ausgabe September 1983. Bis 1985 erschien die Zeitschrift im Roeske Verlag monatlich, danach ab Ausgabe 9/85 als Doppelausgabe zweimonatlich im Tronic-Verlag.

Die Titelbilder der CPU (und auch die der Schwesterzeitschrift Homecomputer) waren recht eigenwillig, zwar gab es auch die in den 1980ern √ľblichen Bilder mit Kind, Ehemann oder Familie am Computer, aber der Roeske Verlag hatte ein echtes H√§ndchen in Bezug auf die Auswahl seiner Models und Motive.

Ein Highlight ist das gemeinsame Programmieren am C64 im Bett, aber die Redaktion wählte auch schon einmal eine Hausfrau im 2nd Hand Kleid auf dem Boden liegend mit ihrer Computersammlung, eine gelangweilte Tochter mit C64 oder einen Hund mit Oric-1 als Titelbild.

Bild des Tages: Homecomputer 6, 8, 10/83

Bild des Tages: Winter Games

Nach dem großen Erfolg von Summer Games im Jahre 1984, folgten im Jahr darauf Summer Games II und Winter Games. Beide Spiele boten, wie schon Summer Games im Jahr zuvor, beste Spielgrafik und eine mitreißende Spielatmosphäre. Man konnte alleine gegen den Computer antreten oder mit bis zu acht Spielern gegeneinander wettstreiten.

Die Sportarten bei Winter Games waren insgesamt mehr auf Geschicklichkeit ausgelegt. Wurden bei Summer Games Joysticks noch regelm√§√üig durch das Ger√ľttel zerlegt, galt es bei Winter Games bestimmte Aktionen zum richtigen Zeitpunkt auszuf√ľhren.

Winter Games bot auf dem C64 insgesamt 7 Sportarten an, in denen man sich messen konnte:¬†Skiartistik („Hot Dogs Aerials“), Biathlon, Eiskunstlauf (Pflicht), Skispringen, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf (K√ľr) und Bobrennen. Auf anderen Plattformen kam teilweise noch der Abfahrtslauf hinzu. Winter Games wurde f√ľr eine Vielzahl von Systemen ver√∂ffentlicht: Amiga, Amstrad CPC, Apple II, Apple IIgs, Apple Macintosh, Atari 2600, Atari 7800, Atari ST, C64, NES, Famicom Disk System, PC, Sinclair ZX Spectrum und Virtual Console.

Mehr zu diesen Spielen in der Epyx-Story

Bild des Tages: Nerds

Bereits 2010 veröffentlichte Joel Johnson einige Kindheitsfotos von Nerds auf seiner Website Dork Yearbook. Leider hat sich dort seit nun vier Jahren nicht mehr viel getan. Trotzdem lohnt es sich noch vorbei zu sehen. Vielleicht erkannt sich der eine oder andere in den Fotos wieder ;)

Das Bild zeigt ein paar kleine Nerds an Tandy TRS-80 CoCo Computern.

Bild: Joel Johnson, Dork Yearbook