Vor 40 Jahren: Cambridge Processor Unit Ltd wird gegrĂŒndet

Am 5. Dezember 1978 grĂŒnden Hermann Hauser und Chris Curry eine kleine Firma mit Namen Cambridge Processor Unit Ltd (CPU). Die Firma entwickelt zunĂ€chst einen Controller fĂŒr einen elektronischen Spielautomaten fĂŒr Ace Coin Equipment (ACE) in Wales, der die Grundlage fĂŒr ihren ersten Mikrocomputer wird.

CPU entwickelt auf Basis des SC/MP Prozessors ein Mikrocomputersystems, das 1979 veröffentlicht wird und das erste Produkt der Acorn Computer Ltd, ein Markenname den CPU verwendete, um zwei Produktlinien voneinander zu trennen, wird.

Dieser Bausatz ist der Startschuss fĂŒr eine Reihe innovativer Computer, wie dem Acorn Atom, BBC B oder Acorn Archimedes.

Mehr Informationen ĂŒber Acorn gibt es in diesem Beitrag.

Vor 60 Jahren: Das erste Videospiel „Tennis for Two“ wird vorgestellt

Heute vor 60 Jahren, am 18. Oktober 1958, wurde „Tennis for Two“ als Technik-Demonstration in der Turnhalle des Kernforschungszentrums Brookhaven National Laboratory vorgestellt. Erdacht und konstruiert wurde es vom amerikanischen Physiker William Higinbotham. Die Hardware bestand aus einem 5 Zoll großem Oszilloskop, das von einem Analogcomputer angesteuert wurde. Dieses erste Videospiel war mit seinem Aufbau ca. 5 Meter breit und der VorgĂ€nger von PONG.

„Tennis for Two“ zeigte eine seitliche Darstellung eines Tennisplatzes, auf dem ein Ball ĂŒber ein ein Netz gespielt wird. Es wird hierbei noch keine Punktzahl auf dem Oszilloskop angezeigt, aber das Spiel ist trotzdem ein Highlight fĂŒr jeden, der das Labor besucht. Einige Personen stehen sogar stundenlang an, um es zu spielen.

In diesem Artikel des 8Bit-Museum.de gibt es mehr Informationen ĂŒber „Tennis for Two“ und die ersten Videospiele.

Bild: Brookhaven National Laboratory

Vor 60 Jahren: Der erste IC wird vorgestellt

Courtesy of Texas Instruments

Courtesy of
Texas Instruments

Am 12. September 1958 prĂ€sentierte Jack Kilby den weltweit ersten integrierten Schaltkreis (IC, Integrated Circuit). Dieser erste IC enthielt nur einen Transistor mit ein paar weiteren Komponenten auf einer kleinen StĂŒck Germanium von ca. 11 mm x 1,5 mm KantenlĂ€nge, der sich auf einem GlastrĂ€ger befand.

Kilby hatte gerade erst bei Texas Instruments begonnen, als er seine ersten Ideen zu einem IC im Juli 1958 zu Papier bringt. Am 12. September 1958 demonstrierte er erfolgreich seine erste Schaltung auf einem Halbleiter: Sie produzierte eine Sinuskurve auf einem Oszilloskop. Kilby reicht am 6. Februar 1959 das Patent US 3.138.743 fĂŒr den ersten integrierten Schaltkreis ein, in der er seine Erfindung als „a body of semiconductor material … wherein all the components of the electronic circuit are completely integrated.“ beschreibt.

Im Jahre 2000 erhielt er zusammen mit dem Deutsch-Amerikaner Herbert Kroemer und dem Russen Zhores I. Alferov den Nobelpreis fĂŒr Physik fĂŒr seinen Beitrag zur Entwicklung des Integrierten Schaltkreises.

Bild: Courtesy of Texas Instruments

35 Jahre Manic Miner fĂŒr den ZX Spectrum

35 Jahre ist es her, da kennt Matthew Smiths FĂŒhrerscheinnummer, die Nummer 6031769, fast jeder ZX Spectrum Benutzer. Es ist aber auch der Cheat Code fĂŒr sein Spiel Manic Miner, das im August 1983 fĂŒr den ZX Spectrum erscheint, und schaltet u.a. die Möglichkeit frei einen der 20 Level direkt anzuspringen, um so nicht stĂ€ndig wieder von vorne beginnen zu mĂŒssen.

Das Spielprinzip ist einfach: In jeder der 20 Kammern muss der Spieler mehrere blinkende GegenstĂ€nde aufsammeln, bevor ihm die Luft ausgeht. Der noch vorhandene Luftvorrat wird durch einen Balken am unteren Bildschirmrand dargestellt. Hat Willy, so der Name des „Manic Miners“, alle GegenstĂ€nde eingesammelt, beginnt der Ausgang zu blinken und er kann durch diesen die nĂ€chste Kammer erreichen. Damit es nicht zu leicht wird, gibt es in jeder Kammer allerlei giftige Pflanzen und GegenstĂ€nde, die man tunlichst nicht berĂŒhren sollte, Aliens und Roboter die sich durch die Kammer bewegen und deren BerĂŒhrung ebenfalls tödlich ist. Einige Wege schmelzen zu allen Überfluss auch noch unter Willy, so dass man zum einen auf diesen nicht stehen bleiben sollte und zum anderen man manchmal nur eine Chance hat einen Gegenstand ĂŒberhaupt zu erreichen.

Video: RZX Archive, YouTube

So einfach sich das Spiel anhört, so schwer ist es selbst nach heutigen MaßstĂ€ben zu spielen. Es gibt kaum Spieler, die Manic Miner alle 20 Level durchgespielt haben.

Manic Miner ist das erste Spiel auf dem ZX Spectrum, das wĂ€hrend des Spiels dauerhaft Musik und Soundeffekte spielt. Da der ZX Spectrum ĂŒber keinen dedizierten Soundchip verfĂŒgte, ist die CPU stĂ€ndig mit der Tonerzeugung beschĂ€ftigt, weshalb viele glauben, dass dieses unmöglich ist. Die geschickte Aufteilung von CPU Zeit zwischen Ton-Erzeugung und Spielsteuerung ermöglicht das zuvor nicht fĂŒr möglich gehaltene dann aber doch. Als Hintergrundmusik lĂ€uft In der Halle des Bergkönigs, das Edvard Grieg als StĂŒck seiner Schauspielmusik Peer Gynt in Henrik Ibsens dramatischem Gedicht Peer Gynt gegen Ende des 19. Jahrhunderts komponierte. WĂ€hrend des Titelbildschirms lĂ€uft An der schönen blauen Donau.

Auch die begrenzten GrafikfĂ€higkeiten des ZX Spectrum werden geschickt umschifft. WĂ€hrend des Spiels fallen die Spectrum ĂŒblichen Farbklötzchen von 8×8 Pixeln kaum auf.

Manic Miner ist der Auftakt einer Serie von vier Spielen mit dem Bergmann Willy:

  • Manic Miner, (1983), Bug-Byte / Software Projects
  • Jet Set Willy, (1984), Software Projects
  • The Perils of Willy, (1984), Software Projects
  • Jet Set Willy II, (1985), Software Projects

Es wurde fĂŒr zahlreiche Computerplattformen und Videospielsysteme portiert, sogar fĂŒr die Xbox.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.