Vor 30 Jahren: Steve Jobs verlässt Apple

Steve Jobs wirbt im Frühjahr 1983 John Sculley, der damals Präsident von Pepsi Cola ist, für Apple ab. Sculley wird Präsident und CEO von Apple und soll dem dabei helfen weiter zu expandieren. Aber schon Anfang 1985 geraten Jobs und Sculley immer mehr aneinander. Jobs wirft Sculley vor, dass er zu wenig über die Computerindustrie wisse, während dieser Jobs vorwirft gefährlich und außer Kontrolle zu sein.

Schließlich konfrontiert Sculley Jobs mit seinem Verhalten und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mac Entwicklung. Aber Jobs ist alles andere als offen für Kritik und wirft Sculley ineffizientes Marketing und den unfähigen Umgang mit den Nicht-Mac Abteilungen vor. Im April 1985 trägt Sculley den Fall dem Vorstand vor und verlangt, dass dieser Steve Jobs die Position als Apples Vizepräsident und General Manager der Mac-Abteilung aberkennt. Sculley will Jobs nicht vollständig loswerden, sondern hofft, dass Jobs eine repräsentative Rolle innerhalb des Unternehmens übernehmen wird. Am 31. Mai 1985 wird Jobs vom Vorstand offiziell seiner Positionen enthoben und ist von da an nur noch einfaches Vorstandsmitglied.

Jobs ist unzufrieden mit seiner neuen Position, da er keinen echten Einfluss mehr im Unternehmen hat. Am 16. September 1985 entschließt er sich dazu Apple zu verlassen und NeXT Computer zu gründen.

Als Apple NeXT Computer Ende 1996 aufkauft, ist Jobs wieder bei Apple beschäftigt. Nur wenige Monate später, am 16. September 1997, übernimmt Jobs „vorübergehend“ die Leitung als, wie Apple es nennt, iCEO („interim CEO“). Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 2011 wird er die Leitung von Apple innehaben.

Mehr Informationen über Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Jobs und John Sculley, Apple Computer

40 Jahre IBM Portable Computer (Typ 5100)

Am 9. September 1975 kam der IBM Portable Computer (Typ 5100) auf den Markt. Mit diesem als erstes System, erschien eine Serie von (für damalige Verhältnisse) kompakten Mikrocomputern, die mit den Typen 5110 und 5120 fortgesetzt und schließlich von dem IBM-PC (Typ 5150) abgelöst wurde.

Obwohl der IBM-PC eine ähnliche Typenbezeichnung trägt, ist dieser in keiner Weise zu seinen Vorgängern (5100, 5110 oder 5120) kompatibel und technisch vollkommen anders aufgebaut. Der Typ 5100 entspricht dem SCAMP (Special Computer, APL Machine Portable), der nur als Prototyp vorgestellt wurde und als Prozessor eine Mehrchip-Lösung namens PALM einsetzte. Als Betriebssystem waren ausschließlich die Programmiersprachen APL und/oder BASIC verfügbar. Als Speichermedium wurden QIC-Bandlaufwerke mit 204 KByte Kapazität verwendet. Der Rechner kostete je nach Ausstattung zwischen 9.000 US$ und 20.000 US$.

Mehr über IBM gibt es in diesem Beitrag.

Bild: IBM 5100, Wikimedia, CC-BY-SA, Marcin Wichary

Vor 30 Jahren: Das Atari 7800 ProSystem wird angekündigt

Vor 30 Jahren, am 21.5.1984, kündigte Atari das Atari 7800 ProSystem als Nachfolger der Atari 5200 Konsole auf der Summer Consumer Electronics Show (CES) an. Aufgrund des Verkaufs von Atari an Jack Tramiel zog sich der Verkaufsstart der neuen Konsole aber noch bis zum Januar 1986 hin, es kamen aber dennoch einige wenige Geräte bereits im Juni 1984 in Südkalifornien auf den Markt.

Das Atari 7800 ProSystem besaß einfache digitale Joysticks und war fast vollständig kompatibel zum Atari 2600. Technisch war es ein Atari 2600 mit besserer CPU (Atari SALLY 6502C) und neuem Grafikchip (MARIA). Das Besondere am 7800 ProSystem war, dass es sehr viele Objekte flackerfrei darstellen konnte. Leider wurde nur der alte Soundchip (TIA) vom 2600 verbaut. Besserer Sound sollte durch den Einsatz eines besseren Chips (z.B. dem POKEY) im Spielmodul ermöglicht werden.

Auf der CES wurden 13 Spiele angekündigt: Ballblazer, Centipede, Desert Falcon, Dig Dug, Food Fight, Galaga, Joust, Ms. Pac-Man, Pole Position II, Rescue on Fractalus! Robotron: 2084, Track und Field und Xevious.

Leider dominierte das Nintendo Entertainment System bereits den Markt, so dass das 7800 ProSystem keine wirkliche Chance auf große Marktanteile besaß. Obwohl es sich in den USA recht gut verkaufte und es auf Platz 2 der Verkaufscharts schaffte, lag es mit ca. 3,77 Mio. verkauften Geräten weit hinter dem NES mit über 34 Mio. Geräten.

Mehr über Atari und das Atari 7800 ProSystem gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Atari 7800, CC-BY-SA Evan Amos