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Der weite Weg bis zur technischen Revolution
Prolog
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Auf den folgenden Seiten möchte ich versuchen ein paar Meilensteine in der Entwicklung der Computer
aufzulisten. Es dürfte wohl unmöglich sein, eine komplette Übersicht zu erstellen und ist auch hier gar nicht
beabsichtigt. Ein weiteres Problem: Wie soll eine Auflistung der wichtigsten Ereignisse aussehen? Thematisch
oder Chronologisch geordnet? Geordnet nach Personen oder Rechenmaschinen? Ich habe mich für eine chronologische
Auflistung entschieden, in der ich bei den einzelnen Personen eine kleine Biographie mit aufgenommen habe.
Wer diese Seiten ergänzen möchte, weil die eine oder andere Persönlichkeit fehlt, kann mir seine Ergänzung
gerne, wenn möglich mit Bild(ern), zusenden. Ich werde den Namen des Autors gerne, sofern er mit dieses
erlaubt, mit auf diesen Seiten veröffentlichen.
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Der Anfang
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Vor ca.10 bis 15 Mrd. Jahren wird das Universum geboren. Nach einer Sekunde beginnen Elektronen und
Antielektronen, die Positronen, zu kollidieren. Glücklicherweise bleiben aber einige "wenige" Elektronen
übrig, die später (für uns) noch sehr wichtig sein werden... Nach einer Minute gibt es die ersten "einfachen"
Elemente, wie Wasserstoff und Helium, aber erst nach weiteren 300000 Jahren entstehen die ersten schwereren Atome.
1 Mrd. Jahre nach dem Urknall entstehen die ersten Galaxien und nach 5-10 Mrd. Jahren (oder auch vor 5 Mrd.
Jahren für uns) bildet sich die Erde. Vor 3,4 Mrd. Jahren entstehen dann die ersten Einzeller, aber es soll
noch weitere 1,7 Mrd. Jahre dauern, bis sich eine einfache DNS entwickelt. Vor 700 Mio. Jahren entstehen
schließlich die ersten Pflanzen und Tiere und "nur" 695 Mio. Jahre später erscheint der erste Mensch in Form
des "Homo habilis". Nach ein paar "Weiterentwicklungen", über den "Homo erectus" (vor 2 Mio. Jahren), "Homo
sapiens" (vor 500.000 Jahren) und "Homo sapiens neanderthalensis" (vor 100.000 Jahren), erscheinen vor 90.000
Jahren unsere ersten Vorfahren, der "Homo sapien sapiens". Dieser ist 60.000 Jahre später auch die einzige
überlebende Unterart.
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Die technische Entwicklung und die ersten Zahlensysteme
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Vor 10.000 Jahren beginnt dann das moderne Zeitalter der technischen Entwicklung mit der
landwirtschaftlichen Revolution. Aber es soll noch weitere 4500 Jahre dauern, bis die ersten Schriften in
Gebrauch sind. Über die ganzen Jahrhunderte hinweg, bedient sich der Mensch seiner Finger, um zu zählen. Kein
Wunder, daß die ersten Zahlensysteme deshalb von der Anzahl der Finger ausgehen. Römer, Maya und Chinesen
führten ein Fünfer-System ein, Sumerer und Ägypter ein Zehner-System, Inder und Maya ein Zwanziger-System und
Sumerer und Babylonier kannten auch noch ein Sechziger-System, das heute noch bei der Zeiteinteilung von Uhren
verwendet wird.
Ab
3500 v.Chr. entstehen die ersten vollständigen Zahlensysteme. Die Babylonier (3500-3200 v.Chr.) sind dir
ersten, gefolgt von den Ägyptern (3500-3000 v.Chr.). Ca. 3200 v.Chr. wird die erste Rechenmaschine, der
Abakus, entwickelt. Dieser erlaubt es Zahlen relativ schnell zu addieren und subtrahieren. Die Römer
verwenden ein Rechenbrett, das sie Abakus (von abax, Tafel) nennen. Später entsteht die heute bekanntere
Form mit beweglichen Kugeln. Derartige Rechenbretter gibt es auch bei anderen Völkern, z.B. bei den Chinesen
als Suan-pan bekannt, bei den Russen als Stschoty. Ab 3000 v.Chr. entstehen dann endlich die
ersten Uhren, in Form von Wasseruhren. Die Chinesen machen hierbei den Anfang, 1500 Jahre später folgen die
Äqypter und weitere 800 Jahre später die Assyrier.
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Große Schritte
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427 v.Chr. wird Platon geboren. In seinen Werken stellt er als erster den Zusammenhang zwischen
menschlichen Denken zu der Mechanik dar. Er gehört aber auch zu denen, die die mathematische Theorie sehr viel
weiterbringen. Erst 725 wird der nächste große Schritt gemacht: Ein chinesischer Ingenieur und ein
buddhistischer Mönch, entwickeln die erste mechanische Uhr, die mit einer Hemmung arbeitet.
1494 entwirft Leonardo da Vinci eine erste Uhr
mit Pendel (eine korrekt arbeitende Pendeluhr wird aber erst 200 Jahre später gebaut). Er entwirft auch einige
mechanische Rechenmaschinen, deren Aufbau aber nicht mehr erhalten ist. Bis zum 17. Jahrhundert wird der Bau
von Pendel- und Taschenuhren immer weiter verfeinert. Diese Feinmechanik ist die Grundlage für die Entstehung
der ersten mechanischen Rechenmaschinen.
Im 6. bis 8. Jahrhundert v.Chr. entsteht auch unser heutiges Zahlensystem (das indisch-arabische
Zahlensystem). Es entsteht in Indien und wird von den Arabern über Spanien nach Europa gebracht. Es ist Adam
Ries (fälschlicherweise: Adam Riese) zu verdanken, daß sich dieses Zahlensystem in Deutschland nach
anfänglicher Ablehnung und sogar Verbot durchsetzte. Ries schrieb Anfang des 16.Jahrhunderts einige wichtige
Rechenbücher, die das Rechnen mit den vier Grundrechenarten mit dem indisch-arabischen Zahlensystem
erklärten.
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Wilhelm Schickard
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Wilhelm Schickard wird am 22.4.1592 in Herrenberg (nahe Tübingen) geboren. Nach
seiner Ausbildung an der Universität in Tübingen, studiert er ab 1611 Theologie und orientalische Sprachen bis
1613. Bis 1619 arbeitet er für die Kirche und wird schließlich Professor für Hebräisch an der Universität
Tübingen.
Er entwickelt 1623, lange vor Pascal und Leibniz, die erste
mechanische Rechenmaschine der Welt. Das Original ist nicht mehr erhalten, aber nach schriftlichen Dokumenten
wurde ein Nachbau erstellt. Die Maschine beherrscht alle vier Grundrechenarten und wird z.B. von Kepler
benutzt. Allerdings sind die Multiplikation und Division nur manuell möglich, Teilprodukte müssen über die
Neperschen Rechenstäbe bestimmt werden und dann zur Addition in die Maschine eingegeben werden.
1631 wird er schließlich Professor für Astronomie. Seine Forschungsbereiche umfassen die Astronomie und
Mathematik; ein weiteres seiner Gebiete ist die Verbesserung der Karteographie. Schickard stirbt am 24.10.1635
an einer Seuche.
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Blaise Pascal
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Blaise Pascal wird am 19.6.1623 in Clermont, Frankreich, geboren. 1632 zieht Blaise
Pascal (mit seiner Familie) nach Paris. Er wird von seinem Vater unterrichtet, der bestimmt, daß Blaise keine
Mathematik vor seinem 15.Lebensjahr unterrichtet bekommen soll. Blaise wird aber dadurch ermutigt und beginnt
sich selber Geometrie im Alter von 12 beizubringen. Als sein Vater entdeckt, daß sein Sohn bereits
herausgefunden hat, daß die Summe aller Winkel eines Dreiecks 180 Grad ergibt, erlaubt er ihm ein Exemplar von
Euklid. Mit 16 stellt Blaise ein Papier vor, daß einige Geometrische Theoreme enthält. Ende 1639 zieht Pascals
Familie nach Rouen um, wo sein Vater die Steuern eintreiben soll.
1642 entwickelt Blaise Pascal die erste automatische Rechenmaschine
Pascaline der Welt, die seinem Vater bei der Steuerberechnung helfen soll. Die Maschine erlaubt es zu
addieren und zu subtrahieren. Blaise Pascal hat bei der Entwicklung mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, die
auf die derzeitige Währung in Frankreich zurückzuführen sind. Bis 1652 werden 50 Prototypen hergestellt, aber
es werden nur wenige davon verkauft.
Ab 1646 beginnt Pascal damit Experimente mit dem Luftdruck anzustellen. Ein Jahr später beweist er, daß ein
Vakuum existiert. 1653 beschreibt er seine Gesetze vom Druck in einer Abhandlung. Auch studiert Pascal die
Gesetze des Pascal'schen Dreiecks und obwohl er nicht der erste dabei ist, ist seine Abhandlung doch die
wichtigste über die Binomialkoeffizienten.
Trotz gesundheitlicher Probleme arbeitet er weiter an mathematischen und wissenschaftlichen Problemen, bis
er Ende 1654 fast bei einem Unfall ums Leben kommt und seitdem psychische Probleme hat. Pascal wird zutiefst
religiös und veröffentlicht anonym religiöse Arbeiten. 1658 beginnt er aber wieder damit über mathematische
Probleme nachzudenken. Am 19.8.1662 stirbt Pascal an einem bösartigem Magentumor.
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Gottfried Wilhelm von Leibniz
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Gottfried Wilhelm von Leibniz wird am 1.7.1646 in Leipzig geboren. Er
ist der Sohn von Friedrich Leibniz, einem Professor der Philosophie. Schon früh lernt er moralische und
religiöse Werte, die in seinem späteren Leben eine große Rolle spielen werden. Im Alter von sieben Jahren
besucht er die Nicolai Schule in Leipzig. Dort wird ihm zwar Latein gelehrt, aber er bringt sich selbst noch
Griechisch bis zu seinem 12.Lebensjahr bei. Er setzt seine Studien fort mit der aristotelischen Logik. Diese
befriedigen ihn aber nicht sehr und so beginnt er damit eigene Ideen zu entwickeln.
1661 - er ist gerade 14 - beginnt er die Universität von Leipzig zu besuchen und Philosophie und Mathematik
zu studieren. 1663 beginnt er damit seinen Doktortitel in Philosophie zu erwerben. Anschließend arbeitet er an
seiner Habilitation. Seine Arbeit wird 1663 veröffentlicht, trotzdem verweigert man ihm den Doktortitel in
Leipzig. Er wechselt an die Universität von Altdorf wo er seinen Doktortitel 1667 erhält. Einen Lehrstuhl lehnt
er aber dort ab.
Ab 1667 lebt Leibniz in Frankfurt und beginnt sich für die
Bewegungstheorie zu interessieren. Er beginnt auch damit eine Rechenmaschine zu entwickeln. 1672 geht er nach
Paris um Louis XIV davon zu überzeugen, lieber mit Ägypten Krieg zu führen, anstelle immer wieder deutsche
Gebiete anzugreifen. Zuerst versucht er den Kontakt mit der französischen Regierung herzustellen, aber während
er auf eine passende Gelegenheit wartet, trifft er sich immer wieder mit Mathematikern und Philosophen. In
Paris studiert er 1672 Mathematik und Physik. 1673 zieht Leibniz nach England und stellt der Royal Society
seine (noch nicht feriggstellte) Rechenmaschine vor. Ende 1673 kehrt Leibniz nach Paris zurück.
1675 benutzt Leibniz zum erstenmal in einem Skript die "'Integral' f(x) dx"-Schreibweise und gibt die
Produktregel der Differentation an. Leibniz entwickelt in den nächsten Jahren eine Reihe weiterer
mathematischer Gesetzmäßigkeiten. 1676 zieht er nach Hannover und drei Jahre später ist er der Urheber der
Gesetze der binären Arithmetik, noch bevor Georg Bool 1847 seine Gedanken zur formalen Logik, insbesondere der
binären Logik und Arithmetik, formuliert. In dieser Zeit veröffentlicht Leibniz viele wichtige mathematische
Skripte.
1694 vollendet Leibniz seine Rechenmaschine, die durch wiederholte Addition multipliziert. Diese beherrscht
alle vier Grundrechenarten. 1711 wird er von Keill an der Royal Society des Plagiats beschuldigt, ohne daß er
seine Meinung dazu äußern kann. Rückendeckung bekommt Keill von Newton. Aber als Newton direkt an Leibniz
schreibt, gibt dieser ihm eine detailierte Beschreibung seiner Kalkulationen. Am 14.11.1716 stirbt Leibniz in
Hannover.
Leibniz Rechenmaschine kann aber erst 1894 zur einwandfreien Funktion gebracht werden, als die Feinmechanik
weiter fortgeschritten ist.
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Charles Babbage
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Charles Babbage wird am 26.12.1791 in London geboren. Er wurde an vielen Privatschulen
ausgebildet. Nach dem Besuch der Schule in Alpington wurde er nach Forty Hill, Enfield, Middlesex geschickt. Er
zeigt schon früh großes Interesse an der Mathematik und nachdem er die Schule verlassen hat und zu Hause von
einem Oxford-Lehrer auf Universitätsniveau gebracht wurde, beginnt er 1810 seine Studien am Trinity College in
Cambridge. Babbage bringt in den nächsten Jahren einige Publikationen über Mathematik heraus. Am College in
Peterhouse macht er 1814 seinen Abschluß. 1815 zieht er wieder nach London und tritt der Royal Society bei.
1820 wird er an die Royal Society in Edinburgh berufen. Im selben Jahr beginnt er auch für die Royal
Astronomical Society zu arbeiten.
Dort erkennt er, wie wichtig eine Rechenmaschine sein kann. Er
beginnt mit der Konstruktion einer kleinen Maschine, der "Differenzmaschine", und stellt diese 1822 fertig. Er
wird 1823 dafür von der Royal Astronomical Society ausgezeichnet. Dieses Projekt erweist sich aber als zu
kompliziert und zu teuer, so daß er dieses 1834 wieder verwirft und sein Augenmerk auf die Entwicklung eines
Allzweckcomputers richtet.
Ab 1832 entwickelt er das Prinzip der Analytischen Maschine. Man kann diese als ersten Computer der
Welt bezeichnen, auch wenn diese nie funktionierte. Die Analytische Maschine kann für viele mathematische und
logische Probleme programmiert werden und erlaubt es 1000 "Wörter" mit je 50 Ziffern Länge zu speichern (das
sind ca. 175000 Bits).
Babbage konstruiert die Maschine so, daß sie über unendlich viel Speicher verfügt, der über Lochkarten
bereitgestellt wird. Bemerkenswert ist auch, daß diese Maschine einem heutigen Rechner schon sehr geähnelt hat,
so verfügt sie über eine besondere Speichereinheit für eine Maschinensprache, die der heutigen sehr ähnlich ist
und kann logische und arithmetische Operationen wie eine CPU durchführen.
Babbage ist mit Ada Lovelace liiert, der einzigen legitimen Tochter des Dichters Lord Byron. Sie
steuert viele Ideen zur Programmierung von Maschinen bei, u.a. erfindet sie die Programmschleifen und
Unterprogramme. Ada Lovelace wird so zur ersten Programmiererin der Welt (und bleibt es auch bis ins
20.Jahrhundert).
Bis zu seinem Tode am 18.10.1871 kann Charles Babbage seine "Analytische Maschine" leider nicht mehr
fertigstellen, aber er hinterläßt eine Unzahl von Zeichnungen für diese.
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Herman Hollerith
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Am 29.2.1860 wird Herman Hollerith in Buffalo, New York, USA
geboren. Herman Hollerith besucht das City College in New York ab 1875 und beginnt 1879 an der Columbia School
in Mines zu studieren. Nach seinem Abschluß als graduierter Bergwerksingenieur nimmt er 1880 eine Stelle im
US-Census als Statistiker an. 1882 tritt er dem Massachusetts Institute of Technology bei, wo er Ingenieure
ausbildet. 1884 wechselt er abermals den Job und nimmt eine Stelle am US Patentamt an. 1884 bekommt er sein
erstes Patent für ein Verfahren, daß Daten in Lochkarten in elektrische Impulse umwandelt.
1890 läßt sich Herman Hollerith eine elektromechanische Machine zur Informationsverarbeitung mit Lochkarten
patentieren. Diese wird 1890 in der 11.US-Volkszählung eingesetzt. Am 11.November 1891 können die Leser im "The
Electric Engineer" folgenden Text lesen: "Dieser Apparat arbeitet unfehlbar wie die Mühlen Gottes, aber er
schlägt sie glatt in Bezug auf die Geschwindigkeit". 1896 gründet er die Tabulating Machine Company, aus
der sich später die IBM entwickelt. 1900 verbessert er seine Maschine um eine automatische Lochkartenzuführung,
um Daten noch schneller verarbeiten zu können. Nachdem die Tabulating Machine Company einige Firmen übernommen
hatte, wird sie in Computing-Tabulating-Recording (CTR) umbenannt. 1924 wird Thomas J. Watson
Vorstandsvorsitzender der CTR und nennt diese jetzt International Business Machines (IBM). Die IBM wird
Marktführer im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung. Am 17.11.1929 stirbt Herman Hollerith in
Washington.
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ersten Tastaturen
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1874 entwickelt Christopher Latham Sholes ein
Keyboard-Layout, das es erlauben soll auf Schreibmaschinen so schnell wie möglich zu schreiben. Ein Problem der
ersten Schreibmaschinen ist es, daß die Mechanik sich beim schnellen Schreiben verhakt. So ordnet Sholes die
Tasten so an, daß die Hämmerchen von häufig benutzen Zeichenkombinationen (im englischen), wie "sh", "er" und
"ed" möglichst weit auseinanderliegen, damit diese sich nicht mehr verhaken können. Das erste Keyboard benutzt
eine "QWERTY" Tastatur und verfügt über keine Taste für die "1", die aber durch ein "I" dargestellt werden
kann. In Deutschland setzt sich "QWERTZ" und in Frankreich "AZERTY" durch. Das 10-Finger-System wird aber erst
1888 von Frank E.McGurrin entwickelt, der sich für ein Schnellschreib-Wettbewerb ein eigenes System
ausgedacht hatte (und damit auch den Wettbewerb gewinnt).
1936 entwickelt August Dvorak
eine alternative Tastaturbelegung, die es erlauben soll, wesendlich schneller als mit dem Sholes Keyboard zu
schreiben. Er legt die häufiger benutzten Tasten auf die rechte Seite der Tastatur, da die meisten Benutzer
Rechtshänder sind, die weniger häufig verwendeten ordnet er auf der linken Seite an. Er versucht dabei die
optimale Position basierend auf der Zeichenhäufigkeit und Benutzerergonomie zu finden. Sein Keyboard verfügt
auch schon über Großumschalttasten.
Seine Verbesserungen sind extrem zu spüren: Kann man mit Shoes Belegung mit den Tasten in der Grundposition
gerade mal 120 Wörter bilden, sind es bei Dvoraks Belegung über 3000 Wörter. Der Benutzer kann ca. 20%-50%
schneller schreiben, aber er kommt nicht dazu Schreibmschinen mit seinem neuen Keyboard zu verkaufen, da die
Benutzer nicht wieder umlernen wollen.
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Quellen: HNF - Heinz Nixdorf Museum, German Web Computer Museum,
History of Mathematics
Besonderer Dank geht an "History of Mathematics" deren Biographien ich (gekürzt) verwenden durfte.
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