Webtipp: The Legacy

The LegacyThe Legacy ist ein Computerspiele-Archiv, das bisher einen Überblick ĂŒber mehr als 30.000 Spiele bietet. Dabei ist fast alles von ca. 1970 bis heute vertreten. Der Besucher kann in ĂŒber 200.000 Screenshots, 60.000 Covern, 3500 Soundtrack u.v.m. stöbern.

Auch wenn bei dieser Menge an Spielen nicht jeder Eintrag vollstĂ€ndig oder 100% korrekt ist, z.B. Manic Miner wurde ursprĂŒnglich fĂŒr den ZX Spectrum von Bug-Byte veröffentlicht und spĂ€ter von Software Projects noch einmal veröffentlicht und auch fĂŒr mehr Systeme als erwĂ€hnt, ist die Website eine wahre Fundgrube und einen Besuch wert.

 

Gamefest mit kleiner Retrobörse in Berlin

12.04.2014, 11-18 Uhr, Ehemalige Karl-Marx-Buchhandlung, Berlin

Am 12.4.2014 findet zum zweiten Mal im Rahmen des Gamefests am Computerspielemuseum die Retrobörse in Berlin statt. Neben einigen Verkaufstischen gibt es diesmal auch ein umfangreiches Rahmenprogramm:

13:00 Uhr: Wolfgang Nake prÀsentiert einen Nachbau des ersten Pong-Automaten
14:00 Uhr: Gruppe mediengeschichte – Werkstattbericht zur Videospielgeschichte der DDR
15:00 Uhr: Stefan Höltgen – So spielt das Leben – Convays »Game of Life« als Spiel & Ernst
16:30 Uhr: Konzert Tronimal (ex Low Bit Revolte)

Mehr Infos zu den einzelnen Programmpunkten bei der Börse gibt es hier und zum Gamefest hier.

Quelltexte von Word fĂŒr Windows 1.1a und MS-DOS 2.0 veröffentlicht

Microsoft gab heute bekannt, dass sie die Quelltexte von Word fĂŒr Windows 1.1a und MS-DOS 2.0 an das kalifornische Computer History Museum gestiftet haben und diese nun zum Download bereit liegen.

Damit wird zum ersten Mal ein Blick auf die Quelltexte möglich. Der Quelltext steht unter dem „Microsoft Research License Agreement“, d.h. es ist erlaubt den Code fĂŒr Stundenzwecke einzusetzen, zu ĂŒbersetzen, aber auch zu verĂ€ndern und auszufĂŒhren. Nur kommerziell darf der Code nicht eingesetzt werden.

Die Lego Turing Maschine

Ein Studententeam aus dem Fachbereich Informatik der ENS de Lyon hat eine Turing-Maschine mit Hilfe von Lego-Bausteinen gebaut. Dabei war die Herausforderung nicht, eine Turing Maschine nur einfach zu simulieren, was ziemlich einfach ist, sondern diese mit Lego-Bausteinen rein mechanisch aufzubauen.

Video: ProjetRubens, YouTube

Die Maschine besteht aus mehr als 20.000 Bausteinen, darunter 32 Druckluftheber, 1200 ZahnrÀder, 24 Lifte und 50m SchlÀuche.

Auf der Suche nach E.T.

Vor ĂŒber 30 Jahren produzierte Atari mit dem Spiel E.T. den grĂ¶ĂŸten Flop in der gesamten Videospielgeschichte. WĂ€hrend um Atari der Markt zusammenbricht,  werden im Schutze der Dunkelheit, am 26. September 1983, ein Konvoi aus 14 Lastwagen mit Millionen unverkauften Pac-Man, E.T. und anderen ĂŒberschĂŒssigen Cartridges, sowie verschiedenen Prototypen, beladen. Die Trucks fahren zu einem geheimen Lager in Alamorgdo in New Mexico, wo alles in einem riesigen Sarg aus Zement vergraben wird. Atari besteht spĂ€ter darauf, dass diese mitternĂ€chtliche Aktion dazu diente, fehlerhaftes Inventar loszuwerden.

Lange Zeit wurde darĂŒber gerĂ€tselt, wo die Spiele genau vergraben wurden. Die beiden Filmemacher Jonathan Chinn und Mike Burns sind sich sicher, dass sie den Ort gefunden haben: Auf einer ehemaligen MĂŒllhalde in Alamogordo. Die Ausgrabungen sollen in ein paar Wochen beginnen, war von ihnen jetzt auf dem Technikfestival SXSW in Texas zu hören.

Video: Alamogordo Atari ET Landfill Excavation, MadPlanet69, YouTube

Die Suche ist Teil ihrer Dokumentation ĂŒber die Firma Atari, deren Aufstieg zu dem fĂŒhrenden Unternehmen fĂŒr Videospiele und ihr Untergang. Dumping The Alien wird Teil einer Serie, die zunĂ€chst aber nur fĂŒr Xbox Kunden verfĂŒgbar sein wird.

Ob die Filmemacher die verschollenen Cartridges tatsĂ€chlich finden werden, ist noch unsicher. Sie haben in den letzten eineinhalb Jahren Augenzeugen aufgetrieben und sich alle notwendigen Papiere, um die Grabungen durchzufĂŒhren, besorgt.

Im 8Bit-Museum.de gibt es noch mehr ĂŒber Atari und den Videospiel-Flop E.T. zu erfahren.

Bild: dumpingthealien.com

Bald im Kino: Pixels

Im April 2010 veröffentlichte der französische Regisseur Patrick Jean seinen Animationsfilm Pixels auf Dailymotion. Alleine innerhalb der ersten 24 Stunden wurde der Kurzfilm ĂŒber 1 Million Mal angesehen. Pixels handelt von einer Stadt, die von klassischen Videospielen, wie Pac Man, Tetris, Space Invaders, Arkanoid und anderen, angegriffen wird. Der Film gewann 2011 auf dem Annecy International Trickfilm-Festival (Festival d’Animation Annecy) den Cristal d’Annecy fĂŒr den besten Kurzfilm. Aufgrund des großen Erfolgs wurde Adam Sandlers Filmproduktion Happy Madison Productions auf diesen aufmerksam, die daraufhin plante einen auf Pixels basierenden Film zu entwickeln.

Jetzt wurde bekannt, dass die Schauspieler Kevin James (Grown Ups 2, Kindsköpfe 2) und Josh Gad (Frozen, Die Eiskönigin) einen Vertrag als Darsteller fĂŒr die geplante Filmkomödie Pixels unterzeichnet haben. Regisseur soll Chris Columbus sein, der schon fĂŒr Filme wie Harry Potter und Percy Jackson verantwortlich war.

Die Dreharbeiten sollen im Sommer 2014 beginnen. Ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Bild: Pixels (2010) von Patrick Jean

Planet M.U.L.E. – M.U.L.E. fĂŒr den Windows, Mac OS X, Linux

Das humorvolle Sci-Fi-Wirtschaftsspiel M.U.L.E. aus dem Jahr 1983 wurde vor kurzem als M.U.L.E. Returns fĂŒr iOS neu aufgelegt. Wer den Klassiker aus der 8-Bit-Ära unter Windows, Mac OS X oder Linux spielen möchte, kann dieses dank Planet M.U.L.E. sogar kostenlos. FĂŒr die verschiedenen Betriebssysteme findet man auf dieser Seite entsprechende Downloads.

Apple II Mainboard Replikat erhÀltlich

Mike Willegal ist seit 2009 bekannt fĂŒr seinen Apple I Nachbau. Jetzt hat er seit ein paar Tagen den Prototypen seines Apple II Nachbaus fertig gestellt (das Bild oben zeigt die original Apple II Platine links und Mikes Nachbau rechts).

In seinem Blog und Forum gibt er regelmĂ€ĂŸig Auskunft ĂŒber den Projektstatus. Die nackte Platine soll 150 US$ (ohne Versand) kosten. Da die Bauteile heute teilweise nicht mehr leicht zu bekommen sind, gab es bereits fĂŒr den Mimeo 1 ĂŒber Unicorn Electronics BauteilsĂ€tze, die mit 666,66 US$ (der Originalpreis des Apple I) aber recht teuer sind. FĂŒr den Apple II soll es ebenfalls wieder einen Bauteilsatz geben. Ebenfalls angekĂŒndigt ist der Nachbau der SWYFT Card fĂŒr den Apple II.

Bild: Mike Willegal