Weiterer von Steve Wozniak signierter Apple I versteigert

Anfang des Monats berichtete The Verge darüber, dass einer der noch derzeit sechs bekannten Apple I Computer am 25. Mai versteigert werden soll. Dieser wurde ursprünglich von Fred Hatfield für US$666,66 gekauft. Er erhielt dazu noch einen Brief von Steve Jobs mit dem Angebot für US$400 auf ein Apple II 4K Motherboard upzugraden. Dieser Apple 1 besitzt als Besonderheit noch ein Druckeranschluss.

Video: Auction Team Breker, Köln / Youtube

Es wurde erwartet, dass der Computer zwischen US$250.000 und US$400.000 bringt. Ein anderer Apple I brachte es im Juni 2012 auf immerhin US$374.500, ein weiterer im letzten Dezember auf US$640.000.

Gestern berichtete die New York Times, dass der Computer auf der von Auction Team Breker aus Köln gehaltenen Auktion mit über US$671.400 einen neuen Rekord aufgestellt hat.

Der Computer geht an einen wohlhabenden Unternehmer nach Fernost, der anonym bleiben möchte.

Atari wird zerschlagen

Atari hatte im Januar Insolvenz angemeldet, damals noch auf einen Investor hoffend. Nun wird der Spielehersteller zerschlagen und verkauft. Ca. 22 Mio. US$ sollen so für die Gläubiger zusammen kommen. Schon Mitte Juli soll u.a. die Marke „Atari“ zusammen mit einem Spielepaket, darunter die Spielereihen „RollerCoaster Tycoon“ und „Test Drive“, verkauft werden.

Die Liaison zwischen der Marke Atari und dem französischen Spielehersteller Infogrames, der die Marke von Hasbro Interactive erworben hatte, dauerte immerhin zehn Jahre. Infogrames hatte sich schon kurz nach dem Erwerb in Atari umbenannt. Doch der Name Atari bescherte kein Glück: An die großen Erfolge aus den 70ern konnte man nicht anknüpfen. Anstelle von hochwertigen Innovationen, gab es Spielereihen ohne nennenswerten Neuerungen.

Atari meldet Insolvenz an

Atari Inc. hat am späten Sonntag bei einem Handelsgericht Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts für sein Geschäft in den USA gestellt. Hiermit will sich Atari von der französischen Firmenmutter lösen und sich neu aufstellen, um in den kommenden Monaten einen Käufer für Atari Inc. zu finden.

Atari wurden mit Spielen wie Pong oder Asteroids zur Legende. Auch die Konsole VCS 2600 oder die späteren ST Computer waren Erfolge und sind noch gut in Erinnerung. Doch seit den 90ern ging es nur bergab. Das heutige Atari hatte bis auf dem Namen nichts mehr mit dem bekannten Traditionsunternehmen zu tun, welches bereits 1972 von Nolan Bushnell gegründet wurde und 1984 von Jack Tramiel übernommen wurde.

Die Los Angeles Times berichtet, Grund für den Insolvenzantrags sei u.a. die Trennung vom bisherigen Geldgeber BlueBay Asset Management. Aufgrund der ausgelaufenen Kreditlinie von über 28 Millionen Dollar sei Atari damit ohne Geld für die Weiterentwicklung laufender Projekte gewesen. Neue Mittel aufzutreiben sei u.a. an der französisch-amerikanischen Unternehmensstruktur gescheitert.