Neue Firmware v.17 des Retro Chip Testers mit zahlreichen Erweiterungen

Heute wurde die Firmware v.17 veröffentlicht. Es ist ein größeres Update mit vielen neuen Features und Optimierungen. Insbesondere die Logik-Tests wurden stark erweitert und viele Tests wurden zudem mit realen Chips überprüft.

Zudem wächst die Community, die den Tester benutzt, ständig weiter. Waren es zunächst hauptsächlich Anwender aus der Heimcomputer-Szene, kommen nun verstärkt Anwender aus dem Bereich Flipper und Arcade-Automaten sowie Synthesizer-/Studiotechnikszene hinzu.

Wie in jedem Firmware-Update sind wieder neue Speicherchips implementiert worden:

FIFO-RAMs:
– 40105
– 74222, 222, 224, 225, 227, 228, 229, 232, 233, 234, 235, 236, 413
– 747403, 747404

Character ROMs:
– RO-3-2513 (nur 5V), RO-3-2513 mit adapter (5V/-5V/-12V), MCM6670, MCM6674, SCM37530

NOVRAMs:
– X20C04, X20C05, X20C16, X20C17, X2210, X2212

DRAMs:
– 4408NLT/4408NLB (8k x 4) (noch nicht getestet, dieser RAMs wurden im Alice 90 und EXL-100 verwendet)

SRAMs:
– GTE/EMM4200/4300, GTE/EMM4801, GTE/EMM8108, KM658128, TC5047, uPD445

ROMs:
– 74186

EPROMs:
– TMS2564

Einige dieser ICs sind, da sie recht exotisch sind, als externe Definitionen verfügbar:
Getestet:
– AS6C4008, P4C1048, F7447APC, BS62LV4006, CYM1464, CYM1465 (512k x 8 – SRAM)
– GTE 3539 (256 x 8 – SRAM)
– SMJ44400, TC514400, HM514400 (1024k x 4 – DRAM)
– TC5047, uPD445 (1k x 4 – SRAM)
– TC5516, LC3516 (2k x 8 – SRAM)
– X2210, X22C10 (64 x 4 – NOVRAM)
– X2212, X22C12 (256 x 4 – NOVRAM)
Ungetestet:
– 74LS208 (256 x 4 – SRAM)
– 74LS216, 74LS316 (64 x 4 – SRAM)
– 74LS217, 74LS317 (64 x 4 – SRAM)
– 74LS218, 74LS318 (32 x 8 – SRAM)
– 74F211, 74F311 (16 x 9 – SRAM)
– 74F212, 74F312 (16 x 9 – SRAM)
– 74F213, 74F313 (16 x 12 – SRAM)
– A6173081, HY638100, IS63C1024 (128k x 8 – SRAM)
– AS5C2008 (256k x 8 – SRAM)
– CY7C188 (32k x 9 – SRAM)
– CY7C1001, CY7C1002 (256k x 4 – SRAM)
– CY7C1014 (256k x 4 – SRAM)
– CY7C1016 (256k x 4 – SRAM)
– CY7C1088 (128k x 9 – SRAM)
– EMM4200, EMM4300 (4k x 1 – SRAM)
– EMM4801 (4k x 1 – SRAM)
– EMM8108 (1k x 8 – SRAM)
– HM6503H (2k x 1 – SRAM)
– HM6503L (2k x 1 – SRAM)
– HM6533 (1k x 4 – SRAM)
– KM658128 (32k x 8 – PSRAM)
– MK4816 (2k x 8 – PSRAM)
– P4C107 (1024k x 1 – SRAM)
– P4C163, CY7C182 (8k x 9 – SRAM)
– TC4036 (4 x 8 – SRAM)
– TMS4047 (1k x 4 – SRAM)
– X2004, X20C04, X20C05 (512 x 8 – NOVRAM)
– X2016, X20C16 (2k x 8 – NOVRAM)
– X2017, X20C17 (2k x 8 – NOVRAM)

Einige (P)ROMs können jetzt noch komfortabler ausgelesen werden. Bisher konnte schon aus mehreren Profilen ausgewählt werden, wie die unterschiedlichen CE/CS Signale behandelt werden sollen. Nun gibt es zusätzlich eine „Autodetection“, die sehr sicher erkennt, ob ein Signal high- oder low-Aktiv sein muss.

Es wurden viele Logik-Chips hinzugefügt:

– 74H71, 7497, 118, 119, 222, 224, 227, 228, 286, 412, 575, 673, 808, 810, 832, 900(ALS), 902(ALS), 903(ALS), 9034, 9035, 9114, 9115, 9134, 9135, 9240, 9244, 9245, 8T28, 8T95, 8T96, 8T97, 8T98, 8212, 81LS95, 81LS96, 81LS97, 81LS98, MC6880, MC6885, MC6886, MC6887, MC6888, MC6889
– 4007, 40102, 40103, 40116, 4598, ULN2074, ULN282x, UDN6118, 75460, 75461, 75462, 75463, 75464, 75468, CA3081, CA3082

Und es wurden ein paar Logik-Chips korrigiert:

– 74115, 173, 299, 465, 597, 669, 4055, 4056, 40105, 4514, 4515

Zum einfachen Verlinken wurden zwei Kurzlinks eingerichtet:
http://8bit-museum.de/rct (Englisch)
http://8bit-museum.de/rctd (Deutsch)

Retro Chip Tester testet MK4008

Es gibt nicht mehr viele (alte) Speicherchips, die der Retro Chip Tester noch nicht testen kann. Der MK4008 von MOSTEK war bis heute einer von diesen. Es handelt sich um ein DRAM mit 1024 x 1 Bit. Die Spannungsversorgung beträgt +5V und -12V. Das 0V Potential wird intern durch einen Spannungsteiler erzeugt.

Da der IC vermutlich nur selten getestet werden wird, kann er (vorerst) nur als externe Definition bei Bedarf eingespielt werden. Über einen Adapter werden die -12V zur Verfügung gestellt. Als Adapter kann ein spezieller Adapter für den MK4008 verwendet werden oder der Breakout-Adapter, der im Bild zu sehen ist. Aufgrund des einfachen Aufbaus kann aber grundsätzlich auch ein einfacher Sockel dazu umgebaut werden.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.

Aufbau einer PONG Replik

Im November erfuhr ich von einer PONG Replik, die ein Ian Lockhart in den USA erstellt hatte. Ian war so nett und sendete mir ein Board zum Aufbau zu. Der Versand dauerte zwar etwas, aber heute konnte ich mit dem Aufbau beginnen. Da das Board praktisch nur aus TTL Bausteinen besteht, ist der Aufbau schon alleine durch das Bestücken der Sockel halb geschafft. Die übrigen Bauteile werden in den kommenden Tagen aufgelötet.

Leider sind einige Logik-ICs heute nicht mehr neu bekommen und müssen gebraucht – oder im Idealfall als NOS (New Old Stock) – relativ teuer besorgt werden.

Mit Hilfe eines Debug-Boards kann die PONG Platine bequem kontaktiert werden. Spannungsversorgung, Video- und Audio-Signal, Paddels, Münz-Schalter können so bequem angeschlossen werden.

 

PONG Replik

Vollständig aufgebaut sieht die Platine mit ihren 59 ICs beeindruckend aus. Kein Mikroprozessor, kein Speicherbaustein… Das gesamte Spiel wurde aus Logik-ICs aufgebaut. Selbst die unterschiedlichsten Taktsignale werden aus einer einzigen Taktquelle erzeugt. Wer mehr über die Arbeitsweise der PONG-Platine erfahren möchte, sollte sich unbedingt dieses Dokument bei pong-story.com ansehen:

Holden, Hugo R.: Atari Pong E Circuit Analysis & Lawn Tennis. Building A Digital Video Game With 74 Series TTL IC’s

DIY Smartwatch mit OLED

Auch im DIY schreitet der technologische Fortschritt voran. Vor zwei Jahren gab es noch eine Armbanduhr mit 7-Segement-Anzeige zum Selberbauen für knapp 10 EUR beim freundlichen Chinesen im Internet, jetzt gibt es die ersten Modelle mit OLED für denselben Preis.

Das Modell von 2018 verwendete einen STC15L204EA (eine erweiterte 80C51 CPU mit 256 Bytes RAM und 4 KBytes Flash). Der Aufbau erfolgt THT, damit ist der Aufbau recht schnell erledigt. Die Batterie vom Typ 2032 war allerdings i.d.R. nach 1-2 Tagen leer. So konnte man die Uhr nur hin- und wieder einmal als Gag zeigen.

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Core Memory im Eigenbau

Es gibt nicht viele Projekte von denen ich sofort begeistert bin, aber das Arduino Core Memory Shield von Jussi Kilpeläinen ist definitiv eines davon. Core Memory oder Kernspeicher ist eine frühe Form eines nichtflüchtigen Speichers, der etwa von 1954 bis 1975 eingesetzt wurde. Der Speicher besteht aus hartmagnetischen Ringkernen, die auf Drähte gefädelt sind. Durch elektrische Ströme in den Drähten werden diese ummagnetisiert und können ausgelesen werden. Das Vorzeichen der magnetischen Remanenz der einzelnen Ringkerne repräsentiert den Speicherinhalt.

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Neue Firmware v.15 des Chip Testers testet ZIP16 und weitere TTL-ICs

Die Firmware v.15 bietet wieder viele neue Features:

  • Das MK4332 kann getestet werden. Dieses ist ein weiteres, sehr spezielles DRAM, das dem TMS4132 ähnlich ist (ein Chip mit der Organisation von 2x 16k x 1).
  • Es kann ZIP-20 64k x 4 und ZIP-16 256k x 1 getestet werden.
  • Die TTL-Testdatenbank wurde stark erweitert: 7451, LS51, H53, 54, H54, LS54, H78, L78, LS78, 95, L95, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 108, 110, 116, 118, 88C29, 88C30, 4930, 31, 700, 701, 702, 703, 704, 705, 713, 714, 75494, 7436, 74LS54, 63, 71, 77, 87, 78, 98, 111, 115, 388, 563, 564, 580, 622, 638, 639, 689, 740, 741, 744, 804, 805, 821, 823, 824, 825, 857, TM5, 7470, 7483, 74159, 74184, 74185, 74196, 74518, 74519, 74620, 74621, 74623, 4929, Fixed: 74165, 74193, 74273, 74283
  • Es gibt ein weiteres Menü mit der Möglichkeit weitere Bausteine, u.a. auch 7-Segment LEDs, zu testen.

Wie immer sind auch kleinere Verbesserungen und Bugfixes vorhanden.

Wer mehr über den Chip Tester erfahren möchte, findet alle Informationen auf diesen Seiten.