Vor 25 Jahren: Microsoft stellt seine erste Homepage online

25 Jahre ist es jetzt her, da stellte Microsoft 1994 seine erste Homepage online. In dieser Zeit gab es nur wenige Webseiten und die wenigen Personen, die Zugang zum Internet hatten – hauptsächlich Angehörige von Hochschulen und Forschungseinrichtungen – wählten sich meistens per Modem ein (1994 mit Geschwindigkeiten von 9600 bis maximal 28800 bps).

Die erste Microsoft Website setzte auf pures HTML. Ein einziges Bild, für damalige Verhältnisse regelrecht futuristisch, zierte die Hauptseite. Aufgrund der langsamen Datenverbindungen konnte die Website auch als reine Textseite betrachtet werden. Auch wenn dieses aus heutiger Sicht mehr als antiquiert wirkt, damals war es etwas besonderes überhaupt über eine Website zu verfügen.

Bilder: Microsoft.com

35 Jahre Commodore C16

Vor genau 35 Jahren, am 13. September 1984, war der Verkaufsstart des Commodore 16. Der C16 und C116 gehörten zur selben Computerfamilie wie der Plus/4, wobei der Plus/4 über zusätzliche bereits eingebaute Anwenderprogramme verfügte. Software konnte prinzipiell zwischen den Rechnern ausgetauscht werden, jedoch hatte der C16 weniger Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der C16 war ein Flop auf dem amerikanischen Markt und auch in Europa verkaufte er sich nur in einigen wenigen Ländern einigermaßen.

Über diesen und weitere Commodore Computer gibt es natürlich einen Eintrag im 8Bit-Museum.de.

Z80 / 6502 CPU NOP-Generator zum Selberbauen

Oft steht man vor dem Problem schnell die CPU eines nicht funktionierenden Computers testen zu wollen. Zwar kann man diese auch in einen anderen Computer einbauen und so prüfen, ob dieser mit der CPU startet, aber bequem ist anders.

Mit einem NOP-Generator ist es möglich schnell optisch zu prüfen, ob eine CPU generell noch in der Lage ist Kommandos auszuführen. Der Generator liefert der CPU bei jedem Speicherzugriff ein NOP („No Operation“) Kommando, d.h. im Idealfall zählt die CPU einfach die Adressen hoch. Durch LEDs wird dabei der Zustand der Adressleitungen visualisiert. Zählen die Adressen binär hoch, was gut an den LEDs zu verfolgen ist, ist die CPU mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ordnung. Leuchten nach einem Reset einige LEDs dauerhaft (oder auch gar nicht), ist die CPU sehr wahrscheinlich defekt.

Das folgende Video zeigt, wie der Test für eine funktionsfähige CPU aussieht.

Z80 CPU NOP-Generator

Der hier vorgestellte NOP-Generator funktioniert nur mit Z80 CPUs. Da die CPU sehr langsam getaktet wird, weit außerhalb der Spezifikation, ist es durchaus möglich, dass auch eine eigentlich funktionsfähige CPU nicht mit dem NOP-Generator funktioniert. Die Funktionsweise ist sehr einfach: Die Datenleitungen werden durch Pull-Down-Widerstände auf Masse gezogen, so dass die CPU bei einem lesenden Speicherzugriff ein NOP (Opcode 0x00) liest. Nach einem Reset fängt die CPU an diese Kommandos ab Adresse 0 auszuführen.

Wer den Z80 CPU NOP-Generator nachbauen möchte findet am Ende des Beitrags die Gerber-Daten zum Download. Benötigt werden nur ein paar wenige Bauteile:

Ref Qnty Value Bemerkung
C1 1 1uF
C2 1 10nF
C3 1 10uF
D1-D8 8 LED 5mm
J1 1 USB_B_Micro 2pol. USB Stecker
R1-R5 5 10K
R6 1 1K
R7 1 3.3K
RN1 1 4,7K SIP 9 oder SIP 10 (letzter Widerstand wird nicht benötigt)
RN2 1 470 SIP 9 oder SIP 10 (letzter Widerstand wird nicht benötigt)
RV1 1 10K Potentiometer RM-065
SW1 1 RESET 6mm Push Button
U1 1 Sockel DIP40 ZIF oder Präzisionssockel
U2 1 NE555

Eine ähnliche Platine habe ich auch für die 6502 CPU vorbereitet. Der 6502 NOP Generator liefert den Opcode 0xEA, welches einem NOP beim 6502 entspricht. Nach einem Reset beginnt der 6502 NOP-Generator ab Adresse 0xEAEA zu zählen (nach einem Reset liest die CPU aus den Adressen 0xFFFC-0xFFFD die reale Startadresse ab und da diese immer 0xEA liest, ist dieses die 0xEAEA). Die LEDs sollten somit bei 11101010‬ beginnen zu zählen.

Das folgende Video zeigt, wie der Test für eine funktionsfähige CPU aussieht. Sehr schön zu sehen ist, wie nach dem Reset zuerst auf die Adressen 0xFFFC und 0xFFFD zugegriffen wird (davor noch ein wenig Initialisierung der CPU), um danach ab 0xEAEA zu zählen (LEDs: FC, FD, E9, E7, EA, E9, FD, [FF]FC, [FF]FD, [EA]EA, EB, EC, ED, EE, EF, F0, F1…, in eckigen Klammern die oberen 8 Bits zum Verständnis ergänzt).

6502 CPU NOP-Generator

Wer den Z80 CPU NOP-Generator nachbauen möchte findet am Ende des Beitrags die Gerber-Daten zum Download. Benötigt werden nur ein paar wenige Bauteile:

Ref Qnty Value Bemerkung
C1 1 10nF
C2 1 10uF
C3 1 1uF
D1-D8 8 LED 5mm
J1 1 USB_B_Micro 2pol. USB Stecker
R1 1 1K
R2 1 3.3K
R3-R15 5 10K
RN1 1 470 SIP 9 oder SIP 10 (letzter Widerstand wird nicht benötigt)
RV1 1 10K Potentiometer RM-065
SW1 1 RESET 6mm Push Button
U1 1 NE555
U2 1 Sockel DIP40 ZIF oder Präzisionssockel

Anstelle eines teuren ZIF-Sockels kann auch ein Präzisionssockel verwendet werden. Die Bauteilkosten liegen jeweils bei ca. 5-6 EUR zzgl. Platine. Sofern ich noch Platinen übrig habe, gebe ich die gerne zum Selbstkostenpreis ab. Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Auch Verbesserungsvorschläge sind sehr willkommen.

Tipp: Wozu braucht man einen Computer?

Stage 4 Level 2Auch wenn HeimPCs derzeit weit den graphischen Fähigkeiten der Heimkonsolen unterlegen sind, sind die Spiele für diese intelligenter und ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich. Während Programme wie VisiCalc mehr auf die Büro-PCs ausgerichtet sind, gibt es zwei wirklich gute Gründen für einen HeimPC: Textverarbeitung und Spiele!

Zum Artikel: Computerspiele – “Warum um alles in der Welt braucht jemand Zuhause einen Computer?”

Vor 40 Jahren: Die ersten Atari 400/800 werden ausgeliefert

Als Reaktion auf den Apple II begann der Atari, bis dahin Marktführer bei Videospielen und Arcade-Automaten, mit der Entwicklung eines Heimcomputers. Es wurden im Januar 1979 zwei Geräte vorgestellt, der Atari 400 mit Folientastatur und anfangs nur 8 KByte Arbeitsspeicher und der Atari 800 mit Schreibmaschinentastatur und 48 KByte Arbeitsspeicher. Beide Geräte waren ansonsten technisch identisch und verwendeten einen 6502 Mikroprozessor. Im Gegensatz zum Apple II, in dem hauptsächlich Standardelemente eingesetzt wurden, setzte Atari auf Spezialbausteine, wie dem ANTIC, CTIA bzw. GTIA und POKEY.

Am 29. August 1979 wurden die ersten Atari 400 und Atari 800 ausgeliefert. Ab Dezember 1979 gingen die Geräte in Serienproduktion.

Mehr zu Atari und den Heimcomputern Atari 400 bzw. Atari 800 gibt es in diesem Beitrag.

35 Jahre IBM AT

Am 14. August 1984 wurde der IBM Personal Computer/AT (Typ 5170), kurz IBM AT (für Advanced Technology), mit integrierter Festplatte und 6-MHz CPU vorgestellt. Der IBM AT stellte die dritte PC Generation dar, nach dem IBM PC XT und IBM PC. Er verwendete die 80286 Architektur von Intel, die erstmals einen Protected-Mode zusammen mit einem neuen 16-Bit Systembus bot. Als Betriebssystem kam PC DOS 3.0, das für den AT entwickelt worden war, zum Einsatz.

Mehr über IBM und den IBM PC gibt es in diesem Beitrag.