Sinclair

Computergeschichte aus England

Der Schritt zum Heimcomputer

Rick Dickinson1979 beendet Rick Dickinson sein Studium an der Newcastle Polytechnic (jetzt University of Northumbria at Newcastle) mit dem Abschluss „First Class Bachelor of Arts Honours degree in Design for Industry“. Da er schon als Student bei Sinclair Research Ltd. gearbeitet hat, fängt er ab Dezember 1979 fest bei Sinclair an. Er ersetzt John Pemberton, der Sinclair verlässt, um ein neues Design-Center für ITT in Harlow zu leiten. Dickinson arbeitet als In-House Industriedesigner und wird daran gesetzt das Gehäuse des nächsten Sinclair Computers zu entwerfen. Er wird bei Sinclair bis 1986 maßgeblich das Aussehen der Computer bestimmen, bis er sich mit einem eigenen Design-Unternehmen Dickinson Associates schließlich selbständig macht.

Der ZX80

ZX 80Der ZX80, der weltkleinste und billigste Computer, wird erstmals auf einer Ausstellung in Wembley Ende Januar 1980 der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Maße 22,8cm x 17,8cm (9″ x 7″); sein Preis £99,95 bzw. £79 als Bausatz. Um den Preis niedrig zu halten, benutzten die Entwickler einige radikale Ideen, um die Bauteilanzahl gering zu halten. Die größte Sparmaßnahme ist, dass der heimische Fernseher als Monitor benutzt wird und zur Speicherung von Daten und Programmen ein normaler Kassettenrekorder Verwendung findet. Der Rechner verfügt über eine Z80A CPU, ein 4 KByte ROM, das einen speziellen BASIC-Interpreter beinhaltet, 1 KByte RAM und eine Interface-Einheit.

ZX 80 BoardKurios ist das Bildschirminterface. Da der ZX80 (und auch ZX81) keinen Videocontroller besitzt, muss diese Aufgabe von der CPU erledigt werden. Da dieses aber schon 3/4 der CPU Zeit benötigt, besitzt der ZX81 zwei Betriebsarten: Slow und Fast. Im Fast-Modus ist der Bildschirm abgeschaltet und die CPU hat mehr Zeit für andere Aufgaben. Ein weiteres Problem dieses Designs ist, dass bei jedem Tastendruck der Bildschirm kurz leer wird, weil die CPU sich nun um den Tastendruck kümmern muss.

Der Bildschirmspeicher wird dynamisch verwaltet, d.h. er belegt nur soviel RAM wie nötig. Dabei belegt er pro Zeile mindestens 1 Byte, werden mehrere Zeichen pro Zeile angezeigt, so wird nur der Speicher bis zur zuletzt belegten Spalte benötigt. Das ist der Grund warum viele Programme auch nur den linken Teil des Bildschirms benutzen, einfach um RAM-Speicher zu sparen. In den 1024 Byte RAM sind außer dem Videospeicher (bis zu 768 Byte bei vollem Bildschirm), auch noch der Druckerpuffer (32 Byte), einige Systemvariablen und nicht zuletzt das BASIC-Programm untergebracht.

ZX 80 Der ZX80 zielt auf Personen, die wissen wollen, wie ein Computer programmiert wird. Die potentiellen Käufer aber davon zu überzeugen, den ZX80 auch zu kaufen ist ein Problem, da die Allgemeinheit zur damaligen Zeit sich Computer wie folgt vorstellt: Riesengroße Geräte, die in klimatisierten Umgebungen aufgestellt werden, mit großen Schränken mit Magnetbändern, die laufend hin- und herspulen. Wie soll man die Leute davon überzeugen, dass dieses auf den ZX80 nicht zutrifft? Es besteht aber kein Grund zur Sorge.

ZX 80 Der ZX80 wird sofort ein Erfolg. In den ersten 5 Minuten der Ausstellung werden gleich 10 Bestellungen aufgegeben. Clives wirkliches Problem ist, dass nach der Ausstellung so viele Schecks eingehen, dass nun auch Verwaltung und Produktion die Nachfrage befriedigen können. Sinclair will den ZX80 auch in den USA verkaufen, obgleich er dort keinen so großen Markt vermutet. Er nimmt den ZX80 mit zur Las Vegas Consumer Electronics Show und trifft dort Nigel Searle in Boston. Ein paar Tage später hat Searle einen neuen Job. Er verkauft den ZX80 (und später den ZX81) in den USA bis 1982.

Sinclair Research expandiert schnell. Bis September 1980 werden über 20.000 ZX80 verkauft. Während dieser Zeit arbeiten 12 Angestellte in Cambridge, sechs weitere in St Ives und Searle in Boston. Die Maschine verkauft sich sehr gut, da keine direkten Konkurrenten existieren, hat aber auch einige gravierende Nachteile, wie eine fehlende Fließkommaeinheit und die Unfähigkeit separate Dateien auf Kassette zu verwalten. Die Folientastatur ist ebenfalls nicht gerade beliebt bei den Anwendern. Im September 1980 wird dann noch eine 16 KByte Erweiterung vorgestellt.

Knapp ein Jahr nach der Vorstellung des ZX80, im Januar 1981, der ZX81 ist noch in der Entwicklung. fragt die BBC bei Sinclair an, ob sie einen günstigen Computer hätten, den die BBC für eine Reihe von TV-Sendungen als Lehr-Computer verwenden könnten. Durch den großen Erfolg des Apple II und Commodore Pet auf dem amerikanischen Markt, möchte die BBC ihren Zuschauer die rasant entwickelnde Computertechnik mit Hilfe des BBC Computer Literacy Project näher bringen. Das Projekt soll Zuschauern das Potential von Computern aufzeigen und ihre Einsatzmöglichkeiten im täglichen Leben und im Beruf erläutern. Die BBC fragt auch bei Newbury Labs mit ihrem NewBrain an, aber Newbury erfüllt nicht die Anforderungen und die BBC muss sich nach einem anderen Rechner umsehen. Sinclair schlägt den Nachfolger zum ZX80 vor, Chris Curry, jetzt bei Acorn beschäftigt, schlägt den Nachfolger zum 1980 vorgestellten Acorn Atom vor. Die Rivalität der ehemaligen Kollegen zwingt Sinclair dazu, die Entwicklung des Nachfolgers zum ZX80 zu beschleunigen.

Sinclair kündigt den ZX80 Nachfolger für das Frühjahr 1981 an und setzt das Entwicklungsteam entsprechend unter Druck diesen Termin zu halten, so dass der neue Rechner schließlich im März fertiggestellt wird. Ungefähr zu dieser Zeit benennt sich Science of Cambridge zu Sinclair Research um.

Der ZX81

ZX 81 ZX Printer Der ZX81 wird am 5. März 1981 vorgestellt. Die Hardware wird von Sinclairs Chefingenieur Jim Westwood entwickelt. Bestand der ZX80 noch aus vielen Logikchips, beinhaltet der ZX81 nun einen neuen Chip, der von Sinclair Research entworfen und von Ferranti produziert wird: Die ULA (Universal Logical Unit). Der neue Chip ersetzt 18 Chips im ZX80 und der Preis sinkt so auf £69,95 bzw £49,95 als Bausatz. Auch der ZX81 verfügt wieder über nur 1 KByte Arbeitsspeicher. Zwar gibt es ein 16 KByte Erweiterungsmodul, aber dieses wird für viele Anwender zum Ärgernis: Wird der Computer nur leicht bewegt, kann es zu Störungen an der Kontaktierung kommen, was den Computer abstürzen lässt.

Die Firmware mit dem Basic-Interpreter wird von John Grant und Steve Vickers bei Nine Tiles entwickelt, eine Firma, die Sinclair schon für die Erstellung von ZX80 Software unter Vertrag hatte. Es gibt sogar eine ROM-Erweiterung für den ZX80, um ihn zum ZX81 aufzurüsten (der ZX81 verfügt nun über 8 KByte ROM). Der ZX81 besitzt endlich eine Gleitkommazahleinheit und wissenschaftliche Funktionen. Die Gleitkommazahleinheit ist jedoch per Software realisiert in einer Art FPU-Emulator bzw. Macro-Prozessor, der Byte-Sequenzen im Code als Macros für den FPU-Emulator interpretiert, bis eine Endmarkierung auftritt. Dieser FPU-Emulator wird vom BASIC genutzt, ist aber auch aus Assembler heraus nutzbar.

Wird der ZX81 er an an einen Farbfernseher angeschlossen, zeigt er schwarze Zeichen auf einem ruhigen weißen Hintergrund an. Das ist eine enorme Verbesserung gegenüber dem ZX80. Sinclair kündigt auch einen Drucker für den ZX81 für das Jahresende an.

ZX 81 Werbung ZX 81 Board ISS1=0Der ZX81 bekommt eine sehr positive Vorstellung von David Tebbutt in der Personal Computer World. Der Drucker wird dann im November 1981 für £49,95 vorgestellt. Obwohl er für den ZX81 entwickelt wurde, kann er auch an den ZX80 mit ROM-Erweiterung verwendet werden. Es ist ein sehr kompaktes Gerät, dass 32 Zeichen pro Zeile auf aluminiumbeschichtetes Thermopapier druckt. Heute würde man ihn als 1-Nadel-Drucker bezeichnen (tatsächlich sind es zwei Nadeln, die immer im Kreis rotieren); einen Druckkopf, der mehrere Punkte auf einmal drucken kann, gibt es nicht. Die Ausdrucke sind teilweise so schlecht, dass man die aus 8×8 Pixeln bestehenden Zeichen kaum lesen kann.

Timex 1000 TapeDer Markt expandiert weiter. März 1981 bekommt Mitsui die Rechte für die Vermarktung in Japan und verkauft dort im ersten Jahr 20.000 Stück. Bis Januar 1982 werden 300.000 ZX81 weltweit verkauft; im Februar sind bereits 500.000 hergestellt. Mitte 1982 bekommt Timex die Lizenz Clones für den amerikanischen Markt zu bauen. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Hunderte von Firmen produzieren Programme, Bücher, Speichererweiterungen, Drucker, Soundgeneratoren und Keyboards für den kleinen Sinclair. Der Rechner ist so erfolgreich, dass Sinclair regelrecht Lastwagen voll davon verkauft. WHSmith, Großbritanniens führende Bücher- und Zeitschriftenkette, ist an dem Erfolg nicht unbeteiligt: WHSmith verkauft den ZX81 in seinen Shops und erreicht so viel mehr potentielle Kunden, als es Anzeigen in Zeitschriften geschafft hätten. Zusätzlich hat die Kette die exklusiven Rechte für sechs Monate, danach beginnen weitere Händler den ZX81 in ihr Programm zu nehmen.

Der ZX-Spectrum

ZX82Während der Markt weiter expandiert, arbeiten die Ingenieure an einem Gerät mit Codenamen ZX82. Die Hardware wird von Richard Altwasser entwickelt. Er ist seit September 1980 bei Sinclair und entwickelt unter der Leitung von Sinclairs Chefentwickler Jim Westwood das Mainboard für den Spectrum. Altwasser wird 1982 Sinclair verlassen und seine eigene Firma Jupiter Cantab gründen, die den Jupiter Ace entwickeln wird. Da Westwood mit Sinclairs Flachbildschirm-Projekt beschäftigt ist, hat Westwood im Rahmen der Vorgaben freie Hand.

Die Hardware des ZX Spectrum ist in vielerlei Hinsicht besser als die des ZX81: Er kann acht Farben in zwei Helligkeitsstufen darstellen, er besitzt einen 1-Kanal-Tongenerator über acht Oktaven, der die Töne über einen eingebauten Piezo-Lautsprecher ausgibt, eine hochauflösende Grafik von 256×192 Punkten und andere Features. Eine weitere Besonderheit ist, dass Zeichen blinken können (die Vorder- und Hintergrundfarbe wird dabei periodisch getauscht). Für die Umsetzung der Farbgrafik erhält Altwasser sogar ein Patent: Die Farbinformation wird in einem separaten Speicherbereich, ein 32×24 großes Feld für jeweils 8×8 Pixel, abgelegt. Das Ergebnis ist zwar ein sehr kompakter Grafikspeicher, der gerade einmal 7 KByte RAM benötigt, damit erkauft man sich aber auch den Nachteil, dass jeweils ein 8×8 großer Bereich nur über je eine Vorder- und Hintergrundfarbe verfügen kann.

Steve Vickers & Jim WestwoodDie Firmware mit Sinclair Basic wird von Steve Vickers bei Nine Tiles Software überarbeitet. Nine Tiles wurden 1980 damit beauftragt das Sinclair Basic für den ZX80 und danach auch für den ZX81 zu entwickeln. Die Aufgabe wurde Vickers, damals noch ein Neuling bei Nine Tiles, übertragen. Er schrieb auch das Handbuch zum ZX81. Im Laufe des Jahres 1981, fügt er dann, wie von Sinclair verlangt, Farb- und Sound-Kommandos hinzu und der Zeichensatz wird um Kleinbuchstaben erweitert. Vickers fügt auch die Möglichkeit hinzu, mehrere Kommandos in eine Zeile zu schreiben und andere Features, die den ZX Spectrum schließlich deutlich vom ZX81 unterscheidet. Auch die Ladegeschwindigkeit wird erhöht und Arrays und Speicherbereiche können unabhängig vom Programm auf Kassette gespeichert werden, welches primitive Datenbanken ermöglicht.Eine weitere Besonderheit ist, damit Dateien beim Laden leichter aufgefunden werden können, zeigt der Spectrum blau-rote bzw. blau-gelbe Kontrollstreifen mit Hilfe des Bildschirmrandes. Bei Konkurrenzprodukten (z.B. C64, TI94/4A usw.) sucht man nach einer derartigen Hilfe vergeblich. Leider kann Vickers mit seinen Kollegen bei Nine Tiles aufgrund des knappen Zeitplans den Basic Interpreter nicht neu entwickeln, um ihn deutlich zu verbessern, so dass er schließlich trotz gutem Basic ziemlich langsam ist.

Vickers Basic passt in ein 16 KByte ROM.  Ca. 1,3 KByte ROM sind noch frei und sollen für die Ansteuerung von geplanter Peripherie, wie z.B. dem Microdrive, Verwendung finden. Da die Peripheriegeräte aber bis April noch nicht verfügbar sind, werden die ROMs unvollständig ausgeliefert. Early Adopters sollen die Option erhalten, die ROMs später zu ersetzen, wenn der Code vollständig ist. Letztendlich verkauft Sinclair bis Juni über 75.000 Geräte, so dass ein Wechsel des ROMs aus Kostengründen nicht mehr in Frage kommt. Anstelle wird die gesamte Firmware mit dem Peripherieadapter ausgeliefert, die bei Bedarf dann ausgeführt wird.

ZX81 ColourMit dabei ist auch wieder Rick Dickinson, der für das Design des Gehäuses verantwortlich ist. Da der ZX81 so erfolgreich ist, sucht Sinclair auch nach alternativen Namen. Für eine Zeitlang ist ZX81 Colour bzw. ZX81 C im Gespräch und im September 1981 entwirft Dickinson einige Logo Entwürfe für diesen Namen, der auch auf einigen Gehäuseentwürfen im Oktober 1981 auftaucht. In seinen Entwürfen taucht eine Tastatur mit runden Tasten auf; diese wird man später beim Spectrum+ wiederfinden. An der Tastatur liegt es schließlich, ob ein Interessent sich für den Spectrum entscheidet oder dagegen. Als Clive Sinclair versprach, dass der Spectrum eine vollwertige Tastatur haben wird, hofften viele auf eine Schreibmaschinen ähnliche Tastatur. Es wird schließlich ein Kompromiss: Ein (Radiergummi-)Tastatur (darunter die vom ZX81 gewohnte Tastaturfolie).

ZX Spectrum 48K Den Spectrum gibt es in zwei Varianten: 16KByte RAM für £125 und 48KByte RAM für £175. Für £60 kann man den kleineren Speccy auch aufrüsten. Das ist zwar erheblich mehr, als man für einen ZX81 bezahlte, aber immer noch um einiges günstiger als der direkte Konkurrent BBC Micro Model B für £399. In den darauf folgenden Jahren wird die Hardware mehrfach überarbeitet. Die Issue 1 Platine hat sogar noch einen Fehler in der ULA, der mit einem zusätzlichen Chip behoben werden muss. Die Issue 3 Platine, welche gegen Ende 1983 produziert wird, reduziert die Stromaufnahme gegenüber der beiden älteren Platinenversionen Issue 1 und Issue 2, die noch mit Hitzeproblemen zu kämpfen hatten.

ZX Spectrum Werbespot

Spectrum Platine Die Sinclair Rechner können mit allen anderen Computern konkurrieren: Der ZX81 mit dem Acorn Atom, der Spectrum mit dem BBC Model A. Er ist der billigste Heimcomputer, der Farbgrafiken darstellen kann; Kritiker aber bemängeln den eingebauten Tongenerator, der zwar Piepstöne von sich geben kann, die für Spiele ausreichen, aber auch nicht mehr. Zu Sinclairs Enttäuschung wird auch gerade dazu der Spectrum hauptsächlich benutzt. Der Spectrum ist in der Lage sehr komplexe Spiele laufen zu lassen und viele Firmen produzieren hunderte von Programmen für ihn. Bis Februar 1983 werden 200.000 Spectrums verkauft und nach Ostern sind es 12-15.000 pro Woche alleine in England. Der Speccy wird in 30 Ländern verkauft. In Großbritannien setzt die Regierung den 48K Spectrum sogar auf die Liste der Computer, die für die Verwendung auf weiterführenden Schulen empfohlen sind, unter diesen ist auch der BBC Model B und der BBC-esque 480Z, so dass dieser nun auch von Schulen gekauft werden kann.

Ab Juli 1983 beginnt Timex in Lizenz einen Spectrum-Klon unter eigenem Label in den USA zu verkaufen, den TS-1500. Im November erscheint der TS-2068 in einem vollständig überarbeiteten Gehäuse, der sich aber, trotz besserer Tastatur und Modulschacht, nur schlecht verkauft.

Spectrum+, Spectrum 128

Spectrum +Am 2. Oktober 1984 erscheint der Spectrum+, der über eine verbesserte Tastatur verfügt. Zwar sind jetzt die Tasten aus Plastik und es gibt zusätzliche Funktionstasten, aber unter dieser Tastatur findet man immer noch die gewohnte Tastaturfolie des Spectrum. September 1985 erscheint zuerst in Spanien, dann im Januar 1986 auch in Großbritannien, der Spectrum 128. Der 128 sieht wie der Spectrum+ aus, verfügt aber über 128 KByte Speicher und besitzt einen neuen Dreikanal-Soundchip (ähnlich dem, der später im Atari-ST benutzt wird). Weiterhin wurde das Basic überarbeitet (128K Basic) und der neue Speccy besitzt nun weitere Anschlussmöglichkeiten, wie MIDI Ausgabe, ein RS-232 Anschluss und ein Monitoranschluss. An der Seite befindet sich ein großer Kühlkörper.

Das Interface II

Interface-II ZX Spectrum CartridgeDa der Spectrum keine Anschlüsse für Joysticks besitzt, entwickeln verschiedene Firmen Adapter. Kempston setzt mit seinem Interface, welches praktisch von Anfang an erhältlich ist, einen Quasistandard. Trotzdem bringt Sinclair das Interface II auf den Markt, eine Kombination aus Joystick-Adapter und ROM-Cartridge Port. Das IF-II hat aber keinen großen Erfolg, da die Cartridges mit £19,95 viel zu teuer sind, und die Produktion wird schon bald wieder eingestellt. Obwohl Kempston mit seinem Adapter den Standard hält (das Interface II ist dazu nicht kompatibel), wird der Interface II kompatible Port später in den Spectrum Plus 2 und 3 von Amstard integriert.

Das ZX Microdrive

ZX MicrodriveSinclair ist schon immer für seine unpopulären Lösungen bekannt gewesen und das spiegelt sich auch in den Microdrives wieder. Bereits am 23 April 1982 stellt Clive Sinclair einen Prototyp des Bandlaufwerks vor. Das Magazin Popular Computing Weekly schreibt darüber: “Perhaps the biggest rabbit that Clive pulled out of his magician’s hat was the ZX Microdrive”. Neu ist die Idee eines Endlos-Bandlaufwerks allerdings nicht. Bereits 1979 veröffentlicht das kalifornische Unternehmen Exatron eine „Stringy Floppy“ für den Tandy TRS-80 für ca. US$ 100, die „Wafers“ mit ca. 70 Kbyte Speicherkapazität als Medien benutzt.

ManualsDas Microdrive ist eine Alternative zu den teuren Floppy-Laufwerken und eine kleine Ingenieur-Meisterleistung. Die ersten Microdrives werden für den Spectrum hergestellt und kosten £50 (plus £50 für das Interface I). Diskettenlaufwerke kosten zu dieser Zeit ein vielfaches, z.B. das Laufwerk für den VC20 knapp £400 (174 KByte Speicherplatz) und ein 3,5″ Sony-Laufwerk £235 (218 KByte Speicherplatz).

Obwohl der QL später auch die Microdrives benutzt, ist ein Datenaustausch zwischen Spectrum und QL wegen unterschiedlicher Aufzeichnungsformate nicht möglich. In jedem Cartridge (auch als „stringy floppy“ bekannt) sind 6 Meter eines 1,9mm breiten Magnetbandes, das mit 76cm/s transportiert wird (entspricht einer Zugriffszeit von nur 3,5s bei einer Übertragungsrate von 16 KByte) und Speicherplatz für 85KByte bietet. Leider sind die Cartridges sehr teuer, sehr selten und haben nur eine sehr geringe Lebensdauer.

Sinclair wird noch über 18 Monate bis zur Marktreife der Microdrives brauchen und vertröstet Interessenten und Journalisten immer wieder. Am 18 November 1982 zitiert die Popular Computing Weekly den Sinclair Ingenieur Martin Brennan: „Our Microdrive, when it comes out, will revolutionise mass storage thinking,”, nachdem man ihn über seine Meinung zum neuen Sony Laufwerk fragte. Im September 1983 ist das Interface I zusammen mit dem Microdrive schließlich erhältlich.

Das Interface I, welches für den Anschluss der Microdrives an den Spectrum benötigt wird, wird von Martin Brennan entwickelt (dieser wird später auch mit an Ataris Jaguar Console entwickeln). Das Interface I dient nicht nur zum Anschluss eines Microdrives, mit ihm kann auch ein lokalen Netzwerk aufgebaut werden und es besitzt eine Standard RS232 Schnittstelle.

Brennan ist auch für die Firmware verantwortlich, die das Interface 1 im ROM mitliefert. Als er von Sinclair eingestellt wird, liegt die Ankündigung des Microdrives schon ca. acht Monate zurück. Brennan erinnert sich später, dass die Mechanik zwar schon von John Williams entwickelt war und auch das Design von Rick Dickinson schon existierte, Elektronik und Firmware fehlten aber noch. Die notwendigen Basic-Kommandos zur Ansteuerung der Microdrives werden von Ian Logan, einem freien Software-Entwickler und Autor, geschrieben. Diese werden in den zusätzlichen 8 KByte ROM des Interface 1 untergebracht und in das Spectrum ROM eingeblendet, wenn das Interface 1 angeschlossen wird. In diesem sind auch ein paar Bugfixes für das Spectrum ROM vorhanden. Logan ist (zusammen mit Frank O’Hara) auch Autor des Buchs The Complete Spectrum Rom Disassembly, ein absolutes Muss für jeden Spectrum Programmierer zur damaligen Zeit. Selbst Sinclair bietet keine so detaillierte Beschreibung der Spectrum Firmware an. Insbesondere nachdem Vickers Sinclair im Mai verließ, gibt es bei Sinclair niemanden, der das Spectrum ROM so detailliert kennt. Logan identifiziert mit seinem Wissen über das Spectrum ROM drei Speicheradressen, die Brennan dazu verwenden kann die Spectrum Firmware zu unterbrechen und die Programmausführung in das Interface 1 ROM zu verzweigen, wo die neuen Kommandos dann ausgeführt werden.

ZX Spectrum Expansion SystemDie gesamte Elektronik im ZX Microdrive besteht praktisch nur aus einer speziellen ULA, die von Ben Cheese entwickelt wird, und dem Schreib-/Lesekopf des Bandlaufwerks. Eines der Hauptprobleme des Microdrives ist, dass es nicht gerade vorsichtig mit den zierlichen Bändern umgeht. Die ersten Laufwerke beschleunigen die Bänder praktisch von 0 auf 76cm/s, welches später durch einen 22µF Kondensator etwas langsamer vonstatten geht und so die Bänder etwas schont. Selbst Sinclair warnt in seinem Microdrive Handbuch: „Microdrive cartridges will not last forever, and will eventually need to be replaced. The symptom of an ageing cartridge is that the computer will take longer and longer to find a program or file before loading it. So it is a good idea to keep back-up copies of important programs and files on another cartridge, or on a cassette.“. Auch lässt die Geschwindigkeit zu wünschen übrig. Möchte man einzelne Daten ändern, müssen diese zuerst in den Arbeitsspeicher gelesen werden, gelöscht und schließlich wieder zurückgeschrieben werden. Es gibt noch weitere mechanische Probleme: Es können zwar mehrere Laufwerke in Reihe an der Interface 1 angeschlossen werden, aber diese müssen miteinander verschraubt werden. Sinclair befürchtet, dass eine fehlerhafte Verbindung die Übertragung stört und so zu Datenverlust führen kann. Auch der Microswitch, der erkennen soll, dass ein Band schreibgeschützt ist, arbeitet u.U. fehlerhaft, wenn ein Band zu kräftig eingesteckt wird.

Das Microdrive bekommt sogar Konkurrenz: Das amerikanische Unternehmen Astec stellt im Sommer 1984 ein „Wafadrive“ vor, welches in Großbritannien von Rotronics verkauft wird. Es handelt sich um ein Dual-Laufwerk mit Bändern für 16, 64 oder 128 KBbyte. Das Laufwerk ist zwar mit £130 weit mehr als doppelt so teurer wie das von Sinclair (für den Commodore 64 wird es sogar für £160 angeboten), dafür die Bänder aber mit £3,95 günstiger.

Die Microdrives werden von der aktuellen Technik schon bald überholt und Amstrad baut in den Spectrum +3 ihr eigenes 3″ Diskettenformat ein. Aber auch die 3″ Disketten verschwinden aufgrund der wesentlich populäreren Formate 3,5″ und 5 1/4″, die von den neuen 16 Bit-Computern Atari ST, Commodore Amiga, Apple Mac sowie dem PC verwendet werden, schnell wieder. Zuvor werden die Microdrives aber noch einmal in Sinclairs nächsten Computer eingesetzt.

Der QL

QLEs gibt schon länger Pläne für einen ZX83, der für Unternehmen interessant ist. Dieser Markt ist etwa zehnmal größer als der Heimcomputermarkt in dieser Zeit. 1984 kostet ein einfacher Bürorechner mindestens £2000. Sinclair will diesen Preis weit unterbieten. Der Name für den neuen Rechner lautet QL, die Kurzform für Quantum Leap (Quantensprung). Er erscheint am 12. Januar 1984.

Für den QL spricht hauptsächlich sein geringer Preis, während er mit anderen, wie den IBM-PC, Apple Macintosh, Commodore 264 und Acorn konkurrieren muss. Bei der Vorstellung des QL wird klar, wieso er als Quantensprung bezeichnet wird: Er bietet Features, wie ein Multitasking-Betriebssystem und eine graphische Oberfläche mit Fenstern, die normalerweise nur bei sehr viel teureren Rechnern zu finden sind.

QL Werbespot

Technisch hat der QL im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern tatsächlich eine Menge zu bieten. David Karlin, der die Hardware entwickelt, setzt als CPU die Motorola M68008 CPU ein. Diese ist quasi identisch mit der M68000 CPU, verfügt aber nur über 8 Datenleitungen anstelle der 16 des M68000 und kann weniger Speicher (maximal 1 MByte) adressieren. Der RAM ist mit 128 KByte nicht gerade üppig bemessen, aber immerhin eine Verdoppelung zu dem des ZX Spectrum, und kann immerhin auf 896 KByte erweitert werden. An den QL können (F)BAS- und RGB-Monitore angeschlossen werden und beherrscht eine Grafikauflösung von 512 x 256 Pixeln in 4 Farben. Schließt man ihn an einen Fernseher an, werden 256 x 256 Pixel in 8 Farben angezeigt. Das vom ZX Spectrum her bekannten Microdrive ist gleich zweimal mit in das Gehäuse integriert und arbeitet dort ca. 25% schneller. Ein Novum ist der Netzwerkanschluss QLAN, das mit 100 kBit/s Daten überträgt und 63 QLs miteinander vernetzen kann.

Die Benutzeroberfläche QDOS stellt eine Shell mit integriertem BASIC-Interpreter „SuperBASIC“ zur Verfügung. Es ist in einem 48 KByte großem ROM untergebracht und bietet serienmäßig als einziges Betriebssystem echtes preemptives Multitasking. Das SuperBASIC macht seinen Namen alle Ehre: Es besitzt viele Funktionen, die bisher in keinem anderen BASIC-Dialekt zu finden sind, u.a. gibt es Stringmanipulationsfunktionen, geschachtelte Anweisungen, lokale Variablen, Fensterkommandos u.v.m.

Als Software liefert Sinclair leistungsfähige Programme mit: Quill (Textverarbeitung), Abacus (Tabellenkalkulation), Archive (Datenbank mit Programmiersprache) und Easel (Geschäftsgrafik). Dieses Programmpaket erscheint leicht verändert ein paar Jahre später für den IBM PC als XChange.

QL Platine Für den QL treffen zwar viele Bestellungen ein, aber Sinclair kann nicht in den versprochenen 28 Tagen liefern. Im März gibt Sinclair bekannt, dass der QL nun im April lieferbar sein wird. Ende Mai hat die Firma schon über £5.000.000 für 13.000 Maschinen erhalten, kann aber nur wenige Hundert liefern. Im Juli wird bekanntgegeben, dass er im September erscheinen wird. Die Maschinen, die ausgeliefert werden, sind immer noch in der Entwicklung und bekommen allmählich verbesserte Versionen von QDOS, dem Betriebssystem, verpasst. QDOS ist zweimal so groß und mindestens viermal so komplex wie das Betriebssystem des Spectrum und die Absicht es in nur 12 Monaten zu entwickeln ist wohl nur ein frommer Wunsch. Das EPROM, das anfangs aus der Rückseite herausschaut und die geplanten 32 KByte ROM auf 48 KByte erweitert, spricht auch nicht gerade für ein fertiges Produkt. Auch die Microdrives machen erhebliche Probleme. Alle Probleme, die zuvor schon beim Spectrum existierten, treten auch wieder beim QL auf. Aufgrund der höheren Geschwindigkeit werden die Bänder noch stärker beansprucht. Ein weitere Grund für die verzögerte Auslieferung ist, dass bevor ein Rechner ausgeliefert werden kann, die Laufwerke einzeln in diesem getestet werden müssen, damit sichergestellt ist, dass sie korrekt funktionieren.

Im Januar 1984 spricht Clive von einer Produktion von 100.000 Geräten pro Monat. Tatsächlich werden weniger als 60.000 Geräte im ersten Jahr verkauft. Sinclairs unnachgiebige Haltung keine Spiele für den QL zu produzieren, um ihn nicht als Spielemaschine zu vermarkten, bringt ebenfalls potentielle Käufer ab. Die britische Computerpresse interpretierte das QL aufgrund der Lieferschwierigkeiten schon bald als „quite late“ (ziemlich spät). Schließlich kommen mit dem Atari ST und Commodore Amiga starke – und in vielen Punkten überlegende – Mitbewerber auf den Markt. Während der QL proprietärer Hardware bot und teuer erweitert werden musste, gab es für den ST und Amiga günstige Standardhardware, wie z.B. Diskettenlaufwerke. So konnte sich der QL bei seinen Zielgruppen nicht behaupten.

Das C5

C5Sinclairs nächster Streich ist zwar kein Computer, aber er sei hier dennoch kurz erwähnt. Anfang 1985 bringt Sinclair das C5, ein elektrisches Fahrzeug, auf den Markt. Angetrieben wird das C5 von einem kleinen Motor, der es auf ganze 25km/h bringt (viel zu langsam, um damit auf der Straße auch wirklich zu fahren). Es werden nur 17.000 Stück verkauft und nach nur ein paar Monaten wird die Produktion nach einem Verlust von 7 Millionen Pfund wieder eingestellt. Sinclair wird aber ein paar Jahre später noch weitere Fahrzeuge herausbringen.

Loki, Janus und Pandora

Als Sinclair 1986 von Amstrad aufgekauft wird, sind einige Projekte noch nicht verwirklicht worden. Sehr interessant ist der „Super Spectrum“, Codename Loki, der gegen den Amiga und ST antreten soll. Er verfügt über eine höhere Grafikauflösung (mit bis zu 512×256 Pixel in 256 Farben) und bessere Soundfähigkeiten. Eine Reihe von Schnittstellen, wie MIDI, Joystick, Lightpen usw. sind ebenfalls vorhanden und das ganze soll weniger als £200 kosten. Für diesen Preis ist dieses aber kaum zu verwirklichen (im Vergleich dazu kostet ein Amiga fast das achtfache).

So kommt der Loki gar nicht erst aus der Design-Phase heraus (angeblich sollen einige Prototypen hergestellt worden sein, was ich aber bezweifle). Allerdings greifen zwei ehemalige Sinclair-Entwickler, John Mathieson und Martin Brennan, das Konzept wieder auf und gründen die Firma Flare, die eine Multiprozessor Spielkonsole basierend auf dem Loki entwickelt. Diese Konsole wird später von Atari aufgekauft, um – weiterentwickelt – als Jaguar gegen Sega und Nintendo antreten zu können.

Teile des Loki Designs finden sich auch im Spectrum-Clone SAM Coupé wieder, der von MGT Technologies in England entwickelt wird. Die Entwickler sind ebenfalls ehemalige Sinclair Mitarbeiter: Bruce Gordon und Alan Miles.

JanusDas wohl unbekannteste Projekt dürfte der Janus sein. Bis auf eine Designstudie ist auch nicht viel über das Gerät bekannt. (Anmerkung: Planet Sinclair äußert zwar einige Vermutungen, aber konkretes konnte bisher niemand in Erfahrung bringen. Auch das Bild (rechts) stammte von Planet Sinclair. Ich gehe zwar davon aus, dass es ein Fake ist, aber bei Sinclair weiß man nie.)

Schon seit Anfang der 80er Jahre will Clive Sinclair einen tragbaren PC mit eingebautem Bildschirm herausbringen und kündigt schon 1980 einen tragbaren ZX80 an. Allerdings schafft es Sinclair nicht die Flachbildschirmtechnologie, die das Unternehmen über 20 Jahre hinweg entwickelt hat, mit einem Computer zu verbinden. Es folgen Ankündigungen für einen tragbaren ZX81, Spectrum und sogar QL. Die ganze Zeit über läuft das Projekt unter dem Namen Pandora. Der Name beruht auf der Arbeitsweise des Flachbildschirms, der im Prinzip ein Projektionsbildschirm ist. Mit einem günstigen LCD-Bildschirm wäre das Projekt ggf. zu verwirklichen gewesen, aber Sinclair macht mehrfach deutlich, wie wenig er von dieser Technologie hält. Ironischerweise bringt er Jahre später mit dem Z88 ein tragbares Gerät heraus, das gerade diese LCDs benutzt.

Nach der Übernahme von Amstrad…

Spectrum Plus 2 Spectrum Plus 3 1986 kehrt Altwasser auch nach Sinclair zurück und wird, nach der Übernahme von Sinclair Research Ltd durch Amstrad im selben Jahr, Entwicklungsleiter. Er verlässt Amstrad endgültig 1992. Amstrad stellt die Produktion des Spectrum 128 ein, entwickelt aber den Spectrum+ weiter, da dieser über eine große Software-Bibliothek verfügt und günstig verkauft wird.

Basierend auf dem Spectrum+ entwickelt Amstrad den Spectrum +2 (mit eingebautem Kassettenrekorder), der im Frühjahr 1987 veröffentlicht wird. Er sieht dem Amstrad CPC vom Design her sehr ähnlich. Auch innerlich hat sich einiges getan: Die Basic Kommandos müssen jetzt Zeichen für Zeichen eingegeben werden und nicht mehr mit einem einzelnen Tastendruck, ein Sinclair Feature, das es seit dem ZX80 gab. Verkauft wird der +2 im Bundle mit Joysticks als Spielmaschine.

Mitte 1987 erscheint der Spectrum +3 (mit integriertem 3″ Diskettenlaufwerk für 350 KByte) und den 2A (eine Mischung aus beiden). Beide basieren auf dem Spectrum 128, wobei der +3 u.a. wegen seines 3″ Diskettenlaufwerks nicht mehr 100% kompatibel zu dem alten ZX Spectrum ist. Das Diskettenlaufwerk stammte von dem zwei Jahre zuvor veröffentlichen Textverarbeitungscomputer Amstrad PCW-8256 und ist aufgrund des Formats ein Exot auf dem Markt. Aufgrund einiger Tweaks, kann der +3 sogar CP/M ausführen, aber auch er wird als reine Spielmaschine verkauft. 1990 stellt Amstrad die Spectrum Produktion schließlich ein.

Der PC 200

PC 200 Mit dem PC 200 bricht Amstrad mit der bisherigen Sinclair-Linie. Tatsächlich ist er auch kein Sinclair, sondern ein Amstrad PC 1512 in einem Sinclair Gehäuse, das wie ein Atari 520 aussieht. Der Rechner wird mit einem eingebautem 3,5″ Laufwerk geliefert, mit Maus- und Joystick-Ports unter dem Keyboard. Die Copyright-Meldung auf dem Bildschirm gibt „Copyright Amstrad 1985“ aus und der PC 200 wird zur selben Zeit unter dem Amstrad Label als Amstrad PC 20 vorgestellt (der Sinclair hat ein schwarzes Gehäuse, das vom Amstrad ist weiß).

Der Z88

Z88Nachdem Sinclair Research Ltd 1986 von Amstrad übernommen wird, gründet Sinclair eine neue Firma unter dem Namen Cambridge Computers (er hat die Rechte an dem Markennamen Sinclair mit verkauft). Das Hauptprodukt ist der Z88, ein Laptop basierend auf einem Z80 mit LCD Bildschirm, der allerdings nicht PC kompatibel ist. Er ist überraschend erfolgreich auf dem Markt, verglichen mit den früheren Modellen ist der Erfolg aber trotzdem sehr bescheiden. Das Design stammt wieder von Rick Dickinson, der inzwischen sein eigenes Unternehmen Dickinson Associates führt.

Zike & Zeta und das X1

X1 Microradio Sir Clive Sinclair 1999 1992 bringt Sinclair ein elektrisches Ultra-Leicht-Fahrrad, das Zike, auf den Markt, das nur ganze 11kg wiegt. Das Zike ist aber wie das C5 ein Flop und verkauft sich nur ganze 2000-mal. 1994 erscheint das Zeta (Zero-Emission Transport Accessory), ein Zusatzmotor fürs Fahrrad, der eine Geschwindigkeit von 20km/h bietet. 1996 folgt der Zeta II. 1997 bringt Sinclair das X1, ein Miniradio, auf den Markt.

Danksagungen & Links

Einige Bilder und Informationen stammten aus folgenden Quellen:

Teile der Informationen stammten von:
Planet Sinclair
World of Spectrum
Wikipedia: Rick Dickinson

Bildnachweise:
Janus: Planet Sinclair
„Rick Dickinson“, ZX81 C, ZX82: Rick Dickinson
Vickers & Altwasser: zxnext.narod.ru