Webstock ’13: John Gruber voller Lob über Pac Man

You’ve done your best when people don’t notice what you’ve done

ist ein Sprichwort, das für Entwickler in fast allen Bereichen gilt. Gerade Pac Man besticht durch sein einfaches und klares Spielprinzip und sollte nicht nur ein Vorbild für Videospiele sein, sondern für alle Entwickler, egal, ob sie nun Programme, Webseiten oder irgendetwas anderes entwickeln.

Video: Webstock, Vimeo

Mehr Informationen zu dem Phänomen Pac Man gibt es in diesem Beitrag.

Vor 55 Jahren: Das erste Videospiel “Tennis for Two” wird vorgestellt

Heute vor 55 Jahren, am 18. Oktober 1958, wurde “Tennis for Two” als Technik-Demonstration in der Turnhalle des Kernforschungszentrums Brookhaven National Laboratory vorgestellt. Erdacht und konstruiert wurde es vom amerikanischen Physiker William Higinbotham. Die Hardware bestand aus einem 5 Zoll großem Oszilloskop, das von einem Analogcomputer angesteuert wurde. Dieses erste Videospiel war mit seinem Aufbau ca. 5 Meter breit und der Vorgänger von PONG.

“Tennis for Two” zeigte eine seitliche Darstellung eines Tennisplatzes, auf dem ein Ball über ein ein Netz gespielt wird. Es wird hierbei noch keine Punktzahl auf dem Oszilloskop angezeigt, aber das Spiel ist trotzdem ein Highlight für jeden, der das Labor besucht. Einige Personen stehen sogar stundenlang an, um es zu spielen.

In diesem Artikel des 8Bit-Museum.de gibt es mehr Informationen über “Tennis for Two” und die ersten Videospiele.

Bild: Brookhaven National Laboratory

Vortrag von Paola Antonelli

Seit November 2012 sind 14 Computerspiele im New Yorker Museum of Modern Arts zu sehen. Paola Antonelli ist für die Ankäufe des MoMA im Bereich Design zuständig und sorgte damals dafür, dass Pac-Man (1980), Tetris (1984), Another World (1991), Myst (1993), SimCity 2000 (1994), vib-ribbon (1999), The Sims (2000), Katamari Damacy (2004), EVE Online (2003), Dwarf Fortress (2006), Portal (2007), flOw (2006), Passage (2008) und Canabalt (2009) in die Sammlung aufgenommen wurden und nun mit Werken von Picasso oder Warhol ausgestellt werden.

In einem Vortrag bei TED Talks erläutert sie, warum sie diese Spiele für das MoMA akquiriert hat: Videospiele wie Pac-Man und Tetris besäßen ein “herausragendes Interaktions-Design“.

Video: TED Talks

30 Jahre Dragon’s Lair

Im Juli 1983, genauer gesagt bereits am 1.7.1983, kam Dragon’s Lair in die Spielhallen. Der Automat verursachte soviel aufsehen, dass die Betreiber teilweise einen Zusatzbildschirm anschlossen, damit die Menschenmenge um den Automaten das Spielgeschehen beobachten konnte.

Don Bluth, damals begeistert von der Laser-Disc-Technologie, entwickelte zusammen mit Rick Dyer dieses animationsreiche Action-Spiel. Ungeachtet dessen, dass die Automaten aufgrund der aufwendigen Technik sehr viel teurer waren und damit auch die Spiele, obwohl sie bei unerfahrenen Spielern teilweise nur wenige Sekunden dauerten, war Dragon’s Lair ein Erfolg und der Automat ständig umlagert.

Leider war dieser Boom nur von kurzer Dauer. Die Laser-Disc-Technologie ermöglichte zu wenig Interaktion des Spielers mit der Figur. Meistens ging es darum zu einem bestimmten Zeitpunkt den Joystick zwei oder dreimal in eine bestimmte Richtung zu drücken, um weiter zu kommen.

Das 8Bit-Museum.de widmet sich in einem etwas längeren Eintrag diesem Phänomen.

Auf YouTube findet man unzählige Videomitschnitte des Spiels, wie folgendes Video, in dem Dragon’s Lair einmal vollständig durchgespielt wird.

Spielautomat für unter 50 EUR im Selbstbau

Adafruit beschreibt in einem Artikel, wie man mit Hilfe des Mini-PCs Raspberry Pi einen Spielautomat für klassische Arcade-Spiele für unter 50 EUR bauen kann.

Als Emulator wird MAME4ALL eingesetzt. Wer möchte kann aber auch einen der vielen anderen Emulatoren einsetzen:

Bild: Adafruit

Eine MAME Konsole in der TARDIS

Durch Zufall bin ich auf ein sehr ungewöhnliches Selbstbauprojekt gestoßen: Eine MAME Konsole in der TARDIS.

Den Multiple Arcade Machine Emulator (kurz MAME) sollte jeder Computer- und Videospielsammler kennen. Die aktuelle Version unterstützt über 26.000(!) ROMs bzw. fast 9000 eigenständige Spiele. Auch die TARDIS dürfte Doctor Who Fans ein Begriff sein. Simon Jansen bringt mit seinem Projekt jetzt beides zusammen: Eine MAME Konsole in der TARDIS.

Bild: Website, Simon Jansen