Kickstarter: ZX Spectrum in Pixels Volume 2

Robin of the Wood, Paul Salmon (ODIN)

Auf Kickstarter gibt es ein neues Buchprojekt über den ZX Spectrum: The Story of the ZX Spectrum in Pixels Volume 2. Der erste Teil wurde bereits Mitte des Jahres auf Kickstarter erfolgreich finanziert, so dass Chris Wilkins jetzt wie geplant damit beginnt den ersten Teil auszuliefern.

Im zweiten Teil werden, wie schon im ersten Teil, auch wieder 100 Spiele auf 236 Seiten vorgestellt.

Die aktuelle Kampagne läuft noch bis zum 1. Januar 2015. So wie es aussieht wird auch diese wieder erfolgreich abgeschlossen werden. Wer sich am zweiten Teil beteiligen möchte, muss für ein gedrucktes Buch ca. 30 EUR zzgl. 10 EUR Porto anlegen.

Bild: ZX Spectrum in Pixels Vol.1, fusionretrobooks

Retro-Konsole Vega: Neuauflage des ZX Spectrums

Nach 32 Jahren kündigt Sir Clive Sinclair nun einen Nachfolger zu seinem erfolgreichen Heimcomputer ZX Spectrum als Retro-Konsole unter dem Namen Sinclair Spectrum Vega an. Seit heute sammelt Sir Clive über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo 100.000 Pfund, die für die Entwicklung und Produktion der ersten 1000 Stück notwendig sind. Bis zum 30. Januar soll die Sammlung abgeschlossen sein und die Geräte Anfang April von dem Startup Retro Computers Ltd., an dem Sir Clive beteiligt ist, ausgeliefert werden. Der ersten Produktion sollen 3.000 weitere Geräte folgen, anschließend jeweils weitere in 10.000er Stückzahlen.

Die Limited Edition Spectrum Vega der ersten Produktionsserie kostet 100 Pfund (ca. 125 EUR, zzgl. 25 EUR Versand). Sie soll mit 1000 vorinstallierten Spielen ausgeliefert werden. Weitere Spiele können per SD-Karte nachgeladen werden.

Sinclair Spectrum Vega Werbespot, YouTube, Retro Computers

Mit von der Partie sind: Chris Smith (ehemaliger ZX Spectrum Spieleentwickler und bekannt durch sein Buch „The ZX Spectrum ULA: How to design a microcomputer“), Dr David Levy (Buchautor, britischer Schachmeister und Präsident der International Computer Games Association) und Paul Andrews (beschäftigt sich seit Jahren geschäftlich u.a. mit Retro-Computerspielen).

Bild: 3D Prototyp des nicht finalen Models, Retro Computers Ltd., Indiegogo

Kommentar:

Clive, mal ehrlich… Was soll das? Mock-ups des Speccy gibt es bereits etliche. Für das letzte Projekt, dem BT Spectrum, wurde im Januar noch auf Kickstarter gesammelt. Und jetzt soll eine Spectrum-Spielkonsole für 125 EUR entwickelt werden?

Wir brauchen keinen ZX Spectrum als Konsole. Definitiv nicht! Als Konsole waren schon damals andere Systeme besser geeignet, ohne 1-Bit Gepiepse und Attribute Clash. Wer sich heute einen ZX Spectrum kauft, der möchte diesen aufgrund des Retro-Feelings besitzen.

Sicherlich wird heute keiner mehr einen Z80A mit ULA, etlichen DRAMs und grottigen TV-Modulator bauen. Aber das original Gehäuse muss es sein, dazu eine vernünftige Tastatur unter der Gummimatte und als Innenleben einen ARM SOC (zumindest das macht ihr richtig). Der ZX Spectrum kann so leicht per Software emuliert werden. Ist diese gut gemacht, merkt man keinen Unterschied zum Original und Fehler können leicht beseitigt werden. Zudem können so auch andere Modelle emuliert werden, wenn auch aktuell z.B. ZX80 oder SAM Coupé noch fehlen.

Als Anschlüsse würde ich mir MIC/EAR (wie beim Original), FBAS, HDMI und den Kempston-Joystick Port wünschen. Der User-Port und TV-Anschluss dürfen gerne entfallen… und bitte auch kein FBAS, wie es beim Vega vorgesehen ist. Anstelle des User-Ports würde ich mir einen SD-Kartenleser wünschen. Und das alles für höchstens 79 EUR.

So sollte ein heutiger ZX Spectrum ausfallen, Clive!

PS: Warum bringt ihr nicht ein passendes Speccy Gehäuse für einen Raspberry Pi heraus (die Anschlüsse werden nach hinten heraus gelegt und die Tastaturmatrix über die GPIO angesteuert)? Mit im Lieferumfang befindet sich der Emulator und passende Spiele auf einer SD-Karte. Der Anwender baut nur noch seinen RPI ein und fertig ist der bessere Vega. Die Kosten dürften bei unter 50 EUR liegen.

30 Jahre Sinclair ZX Spectrum+

Am 2. Oktober 1984 erscheint der ZX Spectrum+, der über eine verbesserte Tastatur verfügt. Zwar sind jetzt die Tasten aus Plastik und es gibt zusätzliche Funktionstasten, aber unter dieser Tastatur findet man immer noch die gewohnte Tastaturfolie des Spectrum. Bis auf eine überarbeitete Platine ist er mit seinem Vorgänger technisch identisch. Erst im Februar 1985 erscheint mit dem ZX Spectrum 128 ein überarbeiteter ZX Spectrum.

Mehr zum ZX Spectrum gibt es in diesem Beitrag.

Sinclair ZX Spectrum: Interface 1bis

Schon seit 2002 arbeitet Dan Antohi an dem Interface 1bis für den ZX Spectrum. Nachdem er 2013 die Version 4b veröffentlicht hatte, sind in den letzten vier Wochen auch die Dokumente aktualisiert worden und neue Firmware steht zum Download bereit.

Für diejenigen, die das Interface 1bis noch nicht kennen: Es handelt sich um ein voll kompatibles Interface 1 für den ZX Spectrum mit einigen Erweiterungen:

  • Kempston kompatibler Joystick-Anschluss
  • Kempston kompatibler Maus-Anschluss (als PS/2- oder USB-Port ausgelegt)
  • Micro-SD Interface
  • USB-Anschluss
  • vorbereitet für Ethernet (mit zusätzlicher Add-On Platine)

Die aktuelle Version 4b unterstützt bis zu 128 GB, die in logische Laufwerke von 32 MB unterteilt werden, auf einer Micro-SD Karte. Weiterhin kann ein per USB angeschlossener Windows PC als Remote-Speicher dienen. Das Interface 1bis unterstützt .TAP, .Z80 und .SCR Dateien.

Das Interface kostet 60 US$ inklusive Porto und Verpackung. Da das Interface 1bis aus Süd-Afrika geliefert wird, kommen noch 19% USt (also ca. 9 EUR), die der deutsche Zoll verlangt, hinzu.

30 Jahre Sinclair QL

Am 12. Januar 1984 erschien der Sinclair QL („quantum leap“, Quantensprung) von der britischen Firma Sinclair Research Ltd.

Technisch hat der QL im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern ZX80/81 und ZX Spectrum eine Menge zu bieten: Als CPU setzt Sinclair die Motorola M68008 CPU ein. Diese ist quasi identisch mit der M68000 CPU, verfügt aber nur über 8 Datenleitungen anstelle der 16 des M68000 und kann weniger Speicher (maximal 1 MByte) adressieren. Der RAM ist mit 128 KByte nicht gerade üppig bemessen, aber immerhin eine Verdoppelung zu dem des ZX Spectrum, und kann immerhin auf 896 Kbyte erweitert werden. An den QL können (F)BAS- und RGB-Monitore angeschlossen werden und beherrscht eine Grafikauflösung von 512 x 256 Pixeln in 4 Farben. Schließt man ihn an einen Fernseher an, werden 256 x 256 Pixel in 8 Farben angezeigt. Das vom ZX Spectrum her bekannten Microdrive ist gleich zweimal mit in das Gehäuse integriert. Ein Novum ist der Netzwerkanschluss QLAN, das mit 100 kBit/s Daten überträgt und 63 QLs miteinander vernetzen kann.

Die Benutzeroberfläche QDOS stellt eine Shell mit integriertem BASIC-Interpreter “SuperBASIC” zur Verfügung. Es ist in einem 48 KByte großem ROM untergebracht und bietet serienmäßig als einziges Betriebssystem echtes präemptives Multitasking. Das SuperBASIC macht seinen Namen alle Ehre: Es besitzt viele Funktionen, die bisher in keinem anderen BASIC-Dialekt zu finden sind, u.a. gibt es Stringmanipulationsfunktionen, geschachtelte Anweisungen, lokale Variablen, Fensterkommandos u.v.m.

Für den QL spricht, wie schon beim seinen Vorgängern, hauptsächlich sein geringer Preis, während er mit anderen, wie den IBM-PC, Apple Macintosh, Commodore 264 und Acorn konkurrieren muss. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten kann Sinclair erst nach fast einem Jahr in größeren Stückzahlen liefern. Weitere, technisch überlegenere Konkurrenten. wie der Atari ST und Commodore Amiga, drängen da aber schon auf den Markt.

Das 8Bit-Museum widmet sich in der Rubrik Sinclair diesem exotischen Computer.

Bluetooth ZX Spectrum als Kickstarter Kampagne

Ende Dezember gab der britische Spielehersteller Elite bekannt, dass er einen neuen ZX Spectrum, finanziert als Kickstarter Kampagne, entwickeln möchte. Bei Interesse kann man sich noch bis zum 31. Januar an der Kampagne beteiligen.

Wer jetzt einen vollwertigen Heimcomputer erwartet, der wird enttäuscht werden: Der neue Sinclair ZX Spectrum soll eine Bluetooth-Tastatur werden, die zunächst mit iOS und Android Geräten – und später auch für Windows-Handys bzw. Tablets und PCs und Macs – gekoppelt werden kann. Die Tastatur soll die Form eines Sinclair ZX Spectrum haben.

Die Tastatur soll in Verbindung mit separat erhältlichen Bluetooth ZX Spectrum Apps aus dem iTunes App Store, Google Play bzw. Windows Store ein authentisches Spielgefühl bieten. Die  Tastatur soll ggf. auch schon beim Start (oder zumindest später einmal) kompatibel zu der „ZX Spectrum: Elite Collection“ (siehe hier oder hier) sein.

Die Tastatur soll später auch als normale Bluetooth Tastatur für mobile Geräte eingesetzt werden können. Der Endkundenpreis wird zwischen £ 39,99 und £ 49,99 ( zzgl. Versand ) liegen.  Eine Beteiligung über Kickstarter schlägt mit £ 60 (inkl. Versand), also ca. € 72, zu Buche.

Links: Kickstarter Kampagne & Website

Bild: Elite Systems Ltd

Die Abenteuer des verrückten Bergmanns

Die Abenteuer um Willy dem Bergmann, gehören zu den beliebtesten Spielen für den ZX Spectrum. Die Spiele werden auf unzählige andere Systeme sowohl offiziell als auch inoffiziell portiert und kaum ein Computerbesitzer Anfang der 80er Jahre hat nicht Manic Miner oder Jet Set Willy gespielt.

Das 8Bit-Museum.de widmet dem Manic Miner Willy einen eigenen Eintrag.

Vor 30 Jahren: Jetpac

Vor 30 Jahren erscheint Jetpac für den Sinclair ZX Spectrum. Es ist Ultimates erstes Spiel und wird zu einem riesigen Erfolg: Alleine die Spectrum Version wird 300.000 Mal verkauft bei insgesamt 1 Mio. verkauften Spectrums.

Auch die nachfolgenden Titel Pssst, Tranz Am und Cookie sind sehr erfolgreich und gehören bei fast jedem Spectrum Benutzer zur Standard-Softwareausstattung. Insgesamt bringt Ultimate zehn Spiele für den Spectrum 16K mit seinen knapp 9 KByte freien Arbeitsspeicher heraus, bis sie ausschließlich Spiele für den Spectrum 48K entwickeln.

Das 8Bit-Museum.de widmet Ultimate Play the Game einen eigenen Eintrag.