Ein echter Schnapper: Erneut wurde ein Apple I versteigert

Vor nicht einmal einem dreiviertel Jahr wurde der letzte Apple I für sage und schreibe 815.000 US-Dollar (ca. 730.000 EUR) versteigert. Jetzt kam der nächste Apple I der vermutlich letzten acht bekannten funktionsfähigen Geräte unter dem Hammer und es wurde ein echter Schnapper: Für nur 110.000 EUR kam dieser in dem Kölner Auktionshaus Auction Team Breker unter den Hammer.

Der Apple I wurde mit einigen Dokumenten, darunter eine Rechnung vom November 1976, einem provisorischen Handbuch und Korrespondenz mit Apple Inc. (u.a. auch Telefonnotizen mit Steve Wozniak aus dem Jahr 1977) versteigert.

Ursprünglich wurde ein Preis zwischen 180.000 bis 300.000 EUR erwartet. Dass es diesmal, nach dem Rekord vom letzten Jahr, nur 110.000 EUR geworden sind, mag vielleicht an der in Deutschland stattgefundenen Auktion gelegen haben.

Mehr zum Apple I gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Auction Team Breker, Köln

Vor 40 Jahren: Der Apple II kommt auf den Markt

Im April 1977 begann die Vermarktung des Apple II. Der Apple II ist der direkte Nachfolger des Apple I und wurde wie dieser von Steve Wozniak entwickelt. Der Rechner verfügte über eine 8-Bit 6502 CPU @1,020 MHz Taktfrequenz. In der Grundausstattung wurde er mit 4 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert, die bis auf 64 KByte erweitert werden konnten.

In der Zeit von 1977 bis 1993, in der die Apple II Reihe verkauft wurde, wurde dieser mehrfach überarbeitet. 1979 erschien der Apple II+ und Apple II europlus. Der Apple II+ wurde mit 48 KByte Arbeitsspeicher verkauft und besaß, anders als das Original mit dem von Steve Wozniak entwickelten Apple Integer Basic, als Firmware Applesoft BASIC, das von Microsoft stammte. Das BASIC war weitestgehend identisch mit dem vom Commodore 64, das ebenfalls vom Microsoft stammte, war habe um einige Befehle, z.B. Grafik-Befehle, erweitert worden.

Schon kurz nach der Einführung des Apple II erschienen verschiedene illegale Apple-Clones, da der Apple II recht einfach mit seinen Standardchips nachzubauen war. Legale Clones gab es nur sehr wenige, z.B. der Laser 128 von VTech.

Mehr Informationen über den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, CC-BY, User Rama

Apple I für 815.000 US-Dollar versteigert

Vor vier Wochen startete die Auktion eines extrem seltenen Apple I bei Charitybuzz. Bis zum letzten Wochenende stagnierte der gebotene Verkaufspreis bei US$ 270.000.

Heute, um 11 Uhr, also 10 Stunden vor Auktionsende, lag er dann bei 510.000 US-Dollar. Es wurde aber schließlich nicht die erwartete 1 Million US-Dollar Grenze durchbrochen, obwohl es wenige Minuten vor Auktionsende mit einem Gebot von über 1,2 Millionen US-Dollar noch danach aussah. Doch das Gebot wurde nur wenige Sekunden vor Ende wieder zurückgezogen, so dass dieser spezielle Apple I für „nur“ 815.000 US-Dollar den Besitzer wechselte.

Damit ist dieser Apple I nicht zum bisher teuersten Apple Computer geworden. Es bleibt spannend, wann der erste Apple I die 1 Million US-Dollar überschreitet.

Im Juni 2012 wurde ein Apple I für US$ 374.500 verkauft, ein weiterer im Dezember 2012 für US$ 640.000, dann im Mai 2013 einer für US$ 671.400, im Juni 2013 für (nur) US$ 388.000 und zuletzt im Oktober 2014 für US$ 905.000.

Mehr zum Apple I gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Charitybuzz

Sehr seltener Apple I wird versteigert

Über die Rekordpreise, die Apple I Computer auf Auktionen erzielen, habe ich schon mehrfach berichtet. Im Juni 2012 wurde ein Apple I für US$ 374.500 verkauft, ein weiterer im Dezember 2012 für US$ 640.000, dann im Mai 2013 einer für US$ 671.400, im Juni 2013 für (nur) US$ 388.000 und zuletzt im Oktober 2014 für US$ 905.000.

Jetzt versteigert Charitybuzz in einer bis zum 25. August laufenden Auktion einen extrem seltenen Apple I. Es handelt sich um eine Mischung aus Entwicklungs- und Seriengerät: Der Apple I besitzt noch gelbe Stecksockel für die Transistoren und es wurden auf der Rückseite einige Drähte verlötet, die beim Seriengerät nicht vorhanden sind. Es besitzt schon die grüne Platine der Serienproduktion und nicht mehr die „blanke“ Platine, auf der die Bauteile noch händisch verlötet wurden.

Aktuell steht der Verkaufspreis bei US$ 270.000. Die Auktion läuft aber auch noch 25 Tage…

Mehr zum Apple I gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Charitybuzz

Das Internet Archiv stellt Apple II Spiele ins Netz

Das Internet-Archiv stellt schon seit einiger Zeit klassische Spiele und Anwendungsprogramme ins Netz. Im Januar 2014 berichtete das 8Bit-Museum.de über die Veröffentlichung von Spielen aus den 1970er und 1980er Jahren.

Jetzt erweitert das Archiv seine Sammlung um über 600 Apple II Spiele. Dabei handelt es sich teilweise um sehr seltene Exemplare, von denen man bisher annahm, dass nicht viel mehr als eine Werbeanzeige existiere. Die Software wurde von ihrem Kopierschutz befreit und von Nutzern unter dem Pseudonym 4am auf archive.org hochgeladen.

Die Spiele, darunter auch Klassiker wie Frogger, Pac-Man und Maniac Mansion, sind über den Emulator JSMESS direkt im Web-Browser spielbar.

Mehr über Apple und den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Link: Internet Archive (Apple II Library)

Verschollen geglaubtes Präsentationsvideo zum NeXT Computer aufgetaucht

Im Rahmen der Dreharbeiten zum „Steve Jobs“-Film ist der Technikhistoriker Tom Frikker auf eine bisher verschollen geglaubte VHS-Aufzeichnung der Original-Präsentation des NeXT Computers gestoßen, die jetzt im YouTube Kanal „The ReDiscovered Future“ veröffentlicht wurde.

Diese zweieinhalb Stunden umfassende Präsentation fand drei Jahre nachdem Steve Jobs Apple verlassen hatte statt und zeigt Jobs, wie er sichtbar stolz seine neueste Schöpfung präsentiert.

Video: The NeXT Introduction – October 12, 1988, The ReDiscovered Future, YouTube

Jobs stellt in seinem Vortrag nicht nur die damals sehr leistungsfähige Hardware und den aufwendigen Fertigungsprozess des Mainboards heraus, sondern geht auch ausführlich auf sein neues Betriebssystem NeXTSTEP ein, das auch heute noch in OS X und iOS wiederzufinden ist. Leider war der Rechner in der einfachsten Ausstattung mit weit über 6000 US-Dollar sehr teuer, denn dazu kam noch ein ebenso teurer Monitor sowie ein Drucker und weitere Peripherie, wie ein CD-ROM Laufwerk. Aus  diesem Grund versuchte Jobs den Rechner auch zunächst an Universitäten zu positionieren.

Jobs verkaufte NeXT am 7.2.1997 an Apple und arbeite dann wieder, zunächst als Berater, dann als Übergangs-CEO (interim CEO, iCEO), für Apple.

Mehr über NeXT und den NeXT Cube gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikimedia, CC-BY-SA, allaboutapple.com

Vor 30 Jahren: Steve Jobs verlässt Apple

Steve Jobs wirbt im Frühjahr 1983 John Sculley, der damals Präsident von Pepsi Cola ist, für Apple ab. Sculley wird Präsident und CEO von Apple und soll dem dabei helfen weiter zu expandieren. Aber schon Anfang 1985 geraten Jobs und Sculley immer mehr aneinander. Jobs wirft Sculley vor, dass er zu wenig über die Computerindustrie wisse, während dieser Jobs vorwirft gefährlich und außer Kontrolle zu sein.

Schließlich konfrontiert Sculley Jobs mit seinem Verhalten und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Mac Entwicklung. Aber Jobs ist alles andere als offen für Kritik und wirft Sculley ineffizientes Marketing und den unfähigen Umgang mit den Nicht-Mac Abteilungen vor. Im April 1985 trägt Sculley den Fall dem Vorstand vor und verlangt, dass dieser Steve Jobs die Position als Apples Vizepräsident und General Manager der Mac-Abteilung aberkennt. Sculley will Jobs nicht vollständig loswerden, sondern hofft, dass Jobs eine repräsentative Rolle innerhalb des Unternehmens übernehmen wird. Am 31. Mai 1985 wird Jobs vom Vorstand offiziell seiner Positionen enthoben und ist von da an nur noch einfaches Vorstandsmitglied.

Jobs ist unzufrieden mit seiner neuen Position, da er keinen echten Einfluss mehr im Unternehmen hat. Am 16. September 1985 entschließt er sich dazu Apple zu verlassen und NeXT Computer zu gründen.

Als Apple NeXT Computer Ende 1996 aufkauft, ist Jobs wieder bei Apple beschäftigt. Nur wenige Monate später, am 16. September 1997, übernimmt Jobs „vorübergehend“ die Leitung als, wie Apple es nennt, iCEO („interim CEO“). Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 2011 wird er die Leitung von Apple innehaben.

Mehr Informationen über Steve Jobs und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Jobs und John Sculley, Apple Computer

Woz: Alles Gute zum 65. Geburtstag!

Steve Wozniak (geb. 11.8.1950 in San Jose im Silicon Valley), der Mitgründer von Apple und Entwickler des Apple I, wird heute 65 Jahre alt. Trotz seines Bekanntheitsgrades ist er ganz Mensch geblieben. In Dancing with the Stars versuchte er sich an verschiedenen Tänzen und vor kurzem nahm er in Deutschland an den Segway-Polo-Weltmeisterschaften teil.

Wozniak kam schon als Kind durch seinen Vater, der als Ingenieur bei der Luftfahrt- und Rüstungsfirma Lockheed arbeitete, mit Elektronik in Berührung. Als Teenager bastelte er bereits seine erste Schaltungen und interessierte sich für den Beruf des Ingenieurs. Seinen größten Coup landete er, als er die Hard- und Software für einen Einplatinencomputer realisierte, aus dem später der Apple I wurde.

Mehr Informationen über Steve Wozniak und Apple gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Steve Wozniak, Wikipedia, CC-BY-SA, User: campuspartycolombia