Webtipp: World of Spectrum

World of SpectrumEine meiner absoluten Lieblingsseiten ist seit Jahren World of Spectrum. Martijn van der Heide betreibt mit dieser Website das weltweit größte Archiv über den Sinclair ZX Spectrum. So ziemlich alle Software, die je für den Speccy programmiert wurde, ist hier, zusammen mit den passenden Emulatoren, archiviert. Aber auch Handbücher, Werbeanzeigen, Schaltpläne, kurzum alles, was mit dem ZX Spectrum zu tun hat, ist hier archiviert.

Die Website ist ein absolutes Highlight für jeden ZX Spectrum Fan.

Tipp: Der Emulator Marvin (Android) läd Software direkt von World of Spectrum und ist kostenlos im Google Play Store erhältlich.

Webtipp: Heimcomputer im Kino und TV

Starring the ComputerJeder hat schon einmal einen Film gesehen und “seinen” alten Heimcomputer während einer Szene wiedererkannt. In neueren Serien wie The IT Crowd (ZX81, MITS Altair 8800, Oric Atmos, Commodore PET u.a.) sind sie Dekoration, in älteren Serien wie Knight Rider (VC20), Buck Rogers im 25. Jahrhundert (Commodore PET) oder Filmen wie War Games (IMSAI 8080) oder Terminator 2 (Atari Portfolio) spielen sie eine wichtige Rolle.

Akribisch sammelt James Carter auf seiner Homepage diese Szenen und listet diese sortiert nach Hersteller und Computertyp oder nach Filmen auf. Ein Besuch lohnt sich!

Bild: starringthecomputer.com (MacGyver, S01E15, “The Enemy Within” (1986))

Webtipp: Atari Fanseiten

AtarimaniaAtari, mit diesem Namen verbindet man nicht nur erfolgreiche Arcade- und Konsolenspiele, sondern auch ebenso erfolgreiche Konsolen und Heimcomputer. Es gibt unzählige Webseiten, die sich diesem einen Thema gewidmet haben.

Eine davon ist Atarimania.com. Diese Website bietet nicht nur eine (hinsichtlich des Copyrights fragliche) Sammlung an ROMs und Images für die frühen Atari-Konsolen, sondern auch eine unzählige Werbespots, gescannte Handbücher, Werbeflyer u.v.m.

AtariAge.com ist ebenfalls eine Fundgrube: Sie bietet eine vollständige Liste aller produzierten Cartridges für 2600, 5200, 7800, Lynx und Jaguar, natürlich mit Scans der Cartridges und Verpackungen. Es gibt aber auch Kataloge, Handbücher, Bilder von der Hardware u.v.m.

Ziemlich chaotisch geht es im Atari History Museum zu. Ähnlich wie bei den zuvor genannten beiden Webseiten gibt es auch hier eine Menge zu entdecken, auch vieles, was nirgendwo anders zu finden ist. Leider muss man es aber erst einmal finden, denn die Menüstruktur ist einfach chaotisch.

Webtipp: Taschenrechner Museen

Commodore 500EWenn ich mich vor 30 Jahren auf Taschenrechner spezialisiert hätte, wer weiß, wie heute meine Sammlung aussähe – vielleicht so wie bei diesen Sammlern:

early electronic pocket Calculators (eepc) listet über 2500 Taschenrechner mit Bildern auf. Übertroffen wird diese Auflistung vom Museum of Pocket Calculating Devices mit über 4000 Geräten und zusätzlichen technischen Beschreibungen und das auch noch sortiert nach Typen. Weniger Geräte bietet das Old Calculator Web Museum, dafür sieht man diese aber auch zerlegt. Besonders schön sind die Aufnahmen von Kernspeichern und Nixie-Röhren.

Nixie-Röhren? Da war noch etwas… Genau, die Röhrensammlung. Hier werden weit über 10.000 Röhren ausgestellt. Zusätzlich gibt es viele Informationen zu den Vorgängern der Halbleiterbauelemente, wie Transistor, Diode oder LED-Anzeige. Auf jeden Fall gehört diese Website zu meinen Lieblingsseiten, insbesondere deshalb weil die Sammlung mit sehr viel Liebe zum Detail gepflegt wird.

Bild: Commodore 500E, oldcalculatormuseum.com

BBC Tomorrow’s World berichtet über den Prototyp eines Mobiltelefons

1979 startet NTT das erste kommerzielle Handy-Netz in Japan, ganze zwei Jahre bevor in Europa das erste Netzwerk an den Start geht. Michael Rodd stellte in der BBC Sendung Tomorrow’s World am 13. September 1979 einen ersten, in Großbritannien entwickelten, Handy-Prototypen vor.

Video: BBC Tomorrow’s World Archive, YouTube

Auch wenn es in diesem Bericht nicht primär um Heimcomputer oder Videospiele geht, sehenswert ist er auf jeden Fall. Vor allem das Mobiltelefon mit Wählscheibe ist aus heutiger Sicht eine Kuriosität.

Webtipp: Kung Fury, eine Hommage an die 1980er Jahre Trash-Movies

Kung FuryKung Fury ist ein schwedischer Kurzfilm von David Sandberg aus dem Jahr 2015, der als Kickstarter-Projekt finanziert wurde und kostenlos im Web, z.B. auf YouTube, verfügbar ist. Der Film ist eine Parodie, oder besser gesagt, eine Hommage auf die Trash-Actionfilme aus den 1980ern. Zur Realisierung des Projekts waren 200.000 US-Dollar notwendig, letztendlich sammelte Sandberg aber mit 630.019 US-Dollar über den dreifachen Betrag ein.

Der Film beinhaltet alles, was Actionfilme aus den 1980ern ausmachte: Spielautomaten, die sich in Roboter transformieren können, Dinosaurier, Nazis, Vikinger und deren Gottheiten, Mutanten und einen Kung-Fu Kämpfer, genannt Kung Fury, als Polizist. Und was in einen Hommage nicht fehlen darf, ein DeLorean kommt auch vor. Der Titelsong “True Survivor” wurde von David Hasselhoff beigesteuert, dessen Video ebenfalls auf YouTube angesehen werden kann.

Wikipedia schreibt zum Inhalt:

Als zwei Jugendliche in einem Spielcasino nach dem Ende des Spiels den Automaten traktieren, mutiert dieser zur Kampfmaschine und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Kung Fury wird zu Hilfe gerufen und setzt dem Automaten ein Ende.

Im Büro der Polizei wird er jedoch von seinem Chef für den Schaden, den er angerichtet hat, zusammengestaucht. Als Adolf Hitler, Meister des Kung Fu und bekannt unter dem Alias Kung Führer, über das Telefon die Polizeiwache unter Beschuss nimmt, beschließt Kung Fury Hitler zu stoppen. Mit Hilfe von Hackerman, einem Hacker, reist Kung Fury in die Vergangenheit. Aufgrund eines Fehlers landet Fury jedoch im Wikinger-Zeitalter, wo er von einem Laser-Raptor angegriffen wird. Barbarianna, eine Wikingerin, rettet ihn jedoch und vermittelt ihn an ihre Freundin Katana, die Thor beschwört, um Fury zu helfen. Thor öffnet mithilfe von Mjölnir ein Zeitportal und schickt Fury in die richtige Zeit zurück.

Im Dritten Reich angekommen, attackiert Fury die Zuhörer einer Rede von Hitler. Als er von Hitler tödlich getroffen wird, kommen ihm seine Freunde zu Hilfe. Fury wird gerettet und gemeinsam besiegen sie den Kung Führer. Zurück in der Gegenwart stellt sich jedoch heraus, dass Hitler überlebt hat und sich wieder in den 80er-Jahren befindet.

Ohne das Internet wäre niemand auf diesen Film aufmerksam geworden und vermutlich hätte sich kaum jemand diesen Film überhaupt angesehen. Anders auf YouTube, hier wurde er bereits 22 Millionen Mal angeklickt.

Das alles wäre keine Erwähnung auf 8Bit-Museum.de wert, wenn da nicht die Spielautomaten und Heimcomputer (Apple Mac (8:36), mehrere MicroBees und ein ZX Spectrum (10:17)) wären, die im Film auftauchen.

Bild: Kung Fury, A Laser Unicorns Production

6502 Assembler lernen mit Easy 6502

Bender / Futurama / 6502Der 6502 Mikroprozessor wurde in den 1980ern in vielen Heimcomputern und Konsolen, wie z.B. Apple II, Commodore 64, Atari 2600, NES und BBC Mikro, eingesetzt. Sogar Bender aus der Serie Futurama hatte einen 6502 Mikroprozessor als Gehirn.

Wer jetzt einmal in die Programmierung in 6502-Assembler reinschnuppern möchte, der kann dieses ohne großen Aufwand: Anstelle der Installation eines geeigneten Emulators, reicht ein normaler Webbrowser für die ersten Experimente.

Nick Morgan hat eine Website online gestellt, auf der er nicht nur eine Einführung in 6502-Assembler gibt, sondern der Besucher auch Programme interaktiv ausprobieren kann.

Website: Easy 6502

Webtipp: Ultima IV kostenlos zum Download

Ultima IV, GOG.com

Ultima IV, GOG.com

GOG.com, die sich auf klassische Computerspiele spezialisiert haben, bieten Ultima IV kostenlos zum Download für Windows, Mac OS und Linux an.

1984 begann Origin mit der Arbeit an Ultima IV, dem ersten Spiel der Avatar-Trilogie, die sich drastisch von der ursprünglichen Ultima-Trilogie abgrenzte. Es war das erste “ethisch” basierte CRPG (Computer Role Playing Game), das vom Spieler verlangte auf moralische Fragen zu antworten, die dann den Spiel-Charakter bestimmten. Bewohner der Welt konnten sich an Aktion erinnern und z.B. Geschäfte verweigern, wenn der eigene Ruf getrübt wurde. Anstelle in der Welt einfach nur umherzustreifen und irgendwelche Kreaturen zu erschlagen, musste der Spieler die Tempel der acht Tugenden suchen und diese seinem eigenen Wesen hinzufügen.

Mehr zu Ultima IV und den ersten CRPG (Computer Role Playing Game) gibt es hier.