Vor 35 Jahren: Der Jupiter Ace kommt auf den Markt

Am 22. September 1982 brachte Jupiter Cantab den Jupiter Ace für £89,95 auf dem Markt. Zu dieser Zeit wurden fast alle Heimcomputer mit Basic als Programmiersprache ausgeliefert. Da die Entwicklung eines Basic-Interpreters zu viel Zeit benötigte, entschieden sich die Entwickler für FORTH als Programmiersprache, die als schnell und kompakt galt.

Der Ace sieht dem ZX81 sehr ähnlich. Er besitzt fast das selbe Gehäuse, welches aber weiß ist. Bedenkt man, dass der Ace von Richard Altwasser und Steven Vickers entworfen wurde, ist das aufgrund deren Sinclair Backgrounds nicht weiter verwunderlich. Der Ace verwendet ebenfalls eine Z80 CPU. Anstelle der mickrigen 1 KByte des ZX81 verfügt er über 3 KByte Arbeitsspeicher. Die Tastatur ist nur mittelmäßig und u.a. auch der Grund dafür, warum der Ace so günstig angeboten werden konnte. Im Grunde werden dieselben “Radiergummi”-Tasten verwendet wie beim ZX-Spectrum (unter den Tasten befindet sich die vom ZX81 bekannte Folientastatur).

Mehr zum Jupiter Ace in diesem Beitrag.

Vor 35 Jahren: Der Commodore C64 wird ausgeliefert

Commodore 64 mit 1541Auf der CES 1982 wird der C64 vorgestellt und Commodore knackt mit ihm den Jackpot. In nur zwei Jahren nach Markteinführung, bricht Commodore alle Rekorde mit über 4 Mio. verkauften Rechner weltweit und sogar bis heute ist der C64 der bestverkaufte Heimcomputer mit über 17 Millionen Geräten. Von außen sieht er wie der VIC 20 aus. Ein geschlossenes Tastaturgehäuse, aber in braun. Der Gehäuseform wegen, wurde der C64 auch oft als Brotkasten oder Nackenrolle bezeichnet. Er verfügt über eine hohe Grafikauflösung von Auflösung (320×200 Pixel), 16 Farben und hat 64 KByte RAM. Ein weiteres Highlight ist der SID (Sound Synthesizer Chip), der erste selbstentwickelte Soundchip in einem Heimcomputer.

Im September 1982 beginnt Commodore damit den C64 für 595 US$ auf dem amerikanischen Markt zu verkaufen. In Deutschland ist er erst Anfang 1983 für 1495 DM zu haben, der Preis sinkt aber im selben Jahr noch auf 698 DM.

Über den C64 gibt es in diesem Beitrag noch einiges mehr zu erfahren…

Bild: Wikimedia, CC-BY-SA, User Bill Bertram

40 Jahre Tandy TRS-80 Modell I

Mitte der 1970er entwickelte Steve Leininger, der auch Mitglied des Homebrew Computer Club war, bei Tandy einen neuen Rechner. Dieser erschien fast unbemerkt von der Presse unter der Bezeichnung “TRS-80 Modell I” am 3. August 1977 auf den Markt und wurde Tandys erster Computer. Verkauft wurde er unter dem Label von RadioShack und schon im ersten Jahr wurden 55.000 Stück verkauft bzw. 200.000 Stück in den ersten vier Jahren.

Der TRS-80 kostete 599 US-Dollar und wurde fertig aufgebaut und getestet ausgeliefert. Damit hob er sich von den vielen Selbstbaumodellen in dieser Zeit ab. Der TRS-80 verwendete eine Zilog Z80 CPU und verfügte über 4 bzw. 16 kByte RAM.

Mehr über Tandy und den TRS-80 gibt es in diesem Beitrag.

Bild: TRS-80 Modell I (CC-BY-SA Rama und Musée Bolo)

Vor 35 Jahren: Der Dragon 32 kommt auf den Markt

Im Sommer 1982 betrat ein kleiner englischer Spielzeughersteller mit Namen Mettoy den Heimcomputermarkt. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte Sinclair den englischen Heimcomputermarkt und es war zweifelhaft, ob der Neuling auf diesem überhaupt bestehen kann. Mettoy gründete das Tochterunternehmen Dragon Data, das schließlich im August 1982 den Dragon 32 veröffentlichte.

Der Dragon 32 war sehr leistungsfähig, denn anstelle eines Z80 oder 6502 wurde der leistungsfähigere Motorola 6809 Mikroprozessor verwendet. Dadurch konnten auch zwei weitere Chips verwendet werden, der Motorola 6883 Synchronous Address Multiplexer (SAM) Memory Controller und der Motorola 6847 Video Controller. Für Ein-/Ausgabeoperationen wurden zudem zwei Motorola 6821 Peripheral Interface Adaptor (PIA) eingesetzt.

Zwar hatten bisher nur wenige Programmierer mit der 6809 gearbeitet, sind doch die bekannten Systeme wie Apple und PET mit dem 6502 und die von Tandy und Sinclair mit dem Z80 ausgestattet, aber Tandy hatte zwei Jahre zuvor bereits in den USA einen Rechner unter dem Namen TRS-80 Color Computer (CoCo) mit 6809 Prozessor und Motorola Chipsatz für Video und Ein-/Ausgabesteuerung herausgebracht. Mettoys verfügte über gute Kontakte bei Motorola in Strathclyde (Schottland) und mit deren Hilfe entwickelten sie den Computer, der denselben Chipsatz benutzte, wie der CoCo von Tandy. Das Copyright dieses Rechners war recht fragwürdig, da er auch das gleiche Tastaturlayout, Cartridge- und Joysticks-Ports und sogar Speicheraufteilung verwendete.

Damit Dragon keine Schwierigkeiten mit Tandy bekam, änderten die Ingenieure das Design etwas ab. Anstelle des seriellen Ports, wurde ein Parallelport verwendet, der auch eine einfachere Elektronik verwendete; es wurde einfach der Motorola 6821 PIA, der auch für die Tastatur verwendet wurde, mitbenutzt. Die wichtigste Änderung wurde aber am BASIC vorgenommen, es wurde vollständig überarbeitet und der Standard-BASIC und Extended-BASIC Code wurde neu kompiliert und bildete nun eine Einheit. Es gab leider auch Schwächen: So konnte das Microsoft BASIC keine Kleinbuchstaben darstellen, diese erschienen in inverser Großschrift (im Ausdruck dann aber wieder korrekt in Groß-/Kleinschrift).

Mehr über Dragon Data und den Dragon 32 gibt es in diesem Beitrag.

Vor 35 Jahren: Der Epson HX-20 kommt auf den Markt

Der Epson HX-20 (auch unter der Bezeichnung HC-20 bekannt) war der erste Laptop und wurde von Yukio Yokozawa 1980 entwickelt, wofür er ein Patent erhielt. Yokozawa arbeitete zu dieser Zeit für Suwa Seikosha, einem Ableger des japanischen Unternehmens Seiko (heute Seiko Epson). Bereits 1981 wurde der Laptop als HC-20 in Japan und von Epson als HX-20 in den USA auf der COMDEX Computer Show in Las Vegas angekündigt. Er kam aber erst im Juli 1982 auf den Markt.

Der Rechner hatte ungefähr die Größe einer A4-Seite und wog knapp 1,6 kg. Damit war er nicht nur das erste Notebook, sondern auch der erste wirklich tragbare Computer. Die BusinessWeek bezeichnete den HX-20 als “fourth revolution in personal computing”.

Der Rechner verfügte über eine vollwertige Tastatur, aufladbare NiCd-Akkus, die einen Betrieb von knapp 50 Stunden ermöglichten, ein 120 x 32 Pixel LCD Display (4 Zeilen mit je 20 Zeichen), einen eingebauten Matrixdrucker und einen eingebauten Mikrokassettenrekorder.

Intern arbeiteten zwei Hitachi 6301 CPUs mit 614 kHz (im wesentlichen aufgebohrte Motorola 6801 CPUs). Zur Verfügung standen 16 kByte RAM, die auf 32 kByte erweitert werden konnten. Als Schnittstellen standen zwei RS-232 Ports, einmal mit 4800 bit/s für Modem oder Drucker und einmal mit 38400 bit/s für ein externes Diskettenlaufwerk oder ein weiteres Display, zur Verfügung. Weiterhin gab es noch den Akustikkoppler CX-20 mit 300 bps, das externe Diskettenlaufwerk TF-20, das Sprachsynthesegerät “RealVoice” und ein Videodisplay mit 40 x 24 Zeichen.

Als Firmware wurde ein proprietäres Betriebssystem eingesetzt, welches aus dem Epson BASIC und einem Monitor-Programm bestand.

 

35 Jahre Timex Sinclair 1000

Der Timex Sinclair 1000 wurde in den USA im Juli 1982 vorgestellt und war dort der erste Heimcomputer, der für unter 100 US-Dollar zu kaufen war. Es handelte sich um einen Klon des in Großbritannien sehr erfolgreichen ZX 81. Zwar wurden alleine in den ersten sechs Monaten über eine halbe Million Geräte von dem TS 1000 verkauft, verglichen mit den Verkaufszahlen des ZX 81 hatte der TS 1000 aber nur einen sehr mäßigen Erfolg.

Mehr über Sinclair und den TS 1000 gibt es in diesem Beitrag.

Vor 40 Jahren: Der Apple II kommt auf den Markt

Im April 1977 begann die Vermarktung des Apple II. Der Apple II ist der direkte Nachfolger des Apple I und wurde wie dieser von Steve Wozniak entwickelt. Der Rechner verfügte über eine 8-Bit 6502 CPU @1,020 MHz Taktfrequenz. In der Grundausstattung wurde er mit 4 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert, die bis auf 64 KByte erweitert werden konnten.

In der Zeit von 1977 bis 1993, in der die Apple II Reihe verkauft wurde, wurde dieser mehrfach überarbeitet. 1979 erschien der Apple II+ und Apple II europlus. Der Apple II+ wurde mit 48 KByte Arbeitsspeicher verkauft und besaß, anders als das Original mit dem von Steve Wozniak entwickelten Apple Integer Basic, als Firmware Applesoft BASIC, das von Microsoft stammte. Das BASIC war weitestgehend identisch mit dem vom Commodore 64, das ebenfalls vom Microsoft stammte, war habe um einige Befehle, z.B. Grafik-Befehle, erweitert worden.

Schon kurz nach der Einführung des Apple II erschienen verschiedene illegale Apple-Clones, da der Apple II recht einfach mit seinen Standardchips nachzubauen war. Legale Clones gab es nur sehr wenige, z.B. der Laser 128 von VTech.

Mehr Informationen über den Apple II gibt es in diesem Beitrag.

Bild: Wikipedia, CC-BY, User Rama

Vor 35 Jahren: Das PC/XT Keyboard “Model F”

Im August 1981 erschien zusammen mit dem IBM PC 5150 die PC/XT Tastatur Model F. Genau genommen wurde die Tastatur auch schon beim IBM System/23 eingesetzt, sie wurde aber erst durch den IBM PC 5150 richtig bekannt.

Von der Tastatur gab es mehrere Varianten: Das Model F (XT) mit 83 Tasten und einem XT-Anschluss wurde an dem IBM PC 5150, das Model F (AT) mit 84 Tasten und einem AT-Anschluss wurde an dem IBM PC 5170 verwendet. Des Weiteren gab es Varianten mit 50 (IBM 4704), 62 (IBM 4704), 104 (IBM 5085), 107 (IBM 4704) und 122 (IBM PC 3270) Tasten.

Die Tastatur war haltbarer als IBMs vorherige Tastaturen, die einen Federmechanismus einsetzten, der sehr anfällig gegen Ablagerungen war. Allerdings war auch das Model F anfällig gegen Korrosion und der verwendete Schaumstoff konnte mit dem Alter faulen.

Im April 1986 erschien mit dem Model M ein kostenreduzierter Nachfolger.